Frankfurt am Main, 08. Mai 2007

Deutsche Bank: Gewinn nach Steuern im ersten Quartal 2007 um 29 % auf 2,1 Mrd Euro gestiegen


Gemäß den in Deutschland und der Europäischen Union geltenden Vorschriften muss die Deutsche Bank ab dem Geschäftsjahr 2007 ihren Konzernabschluss auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellen. Dementsprechend wurden die Finanzdaten der Deutschen Bank für das erste Quartal 2007 und entsprechende Vergleichszahlen für das erste Quartal 2006 auf dieser Grundlage erstellt.
  • Ergebnis vor Steuern um 22 % auf 3,2 Mrd Euro gestiegen
  • Erträge um 20 % auf 9,6 Mrd Euro verbessert
  • Ergebnis je Aktie (verwässert) von 4,28 Euro, ein Anstieg um 38 %
  • Eigenkapitalrendite vor Steuern von 45 %
  • Nettomittelzuflüsse in Höhe von 14 Mrd Euro


Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) hat für das erste Quartal 2007 ein Ergebnis vor Steuern von 3,2 Mrd Euro bekannt gegeben, ein Anstieg von 22 % gegenüber 2,6 Mrd Euro im ersten Quartal 2006. Der Gewinn nach Steuern stieg um 29 % auf 2,1 Mrd Euro gegenüber 1,6 Mrd Euro im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) stieg auf 45 %, verglichen mit 42 % im Vorjahresquartal. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) erreichte 4,28 Euro gegenüber 3,11 Euro im ersten Quartal 2006. Gemäß der Zielgrößendefinition der Bank, bei der signifikante Gewinne und Belastungen unberücksichtigt bleiben, betrug die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) in diesem Quartal 41 % und das Ergebnis je Aktie (verwässert) 3,88 Euro.

Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands, sagte: „Unser hervorragendes Quartalsergebnis zeigt, dass wir mit unseren breit diversifizierten Geschäftsaktivitäten in wichtigen Bereichen erfolgreich sind und dass wir unsere geschäftlichen Möglichkeiten auch bei unterschiedlichen Marktbedingungen profitabel nutzen können. Schließlich zahlt sich unsere Ausrichtung auf hochwertige Dienstleistungen für unsere Kunden aus.”

Er fügte hinzu: „Ungeachtet der derzeitigen Korrektur im Wohnungsmarkt sieht die Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten insgesamt robust aus. In Europa scheinen Wachstumsdynamik und Zukunftsvertrauen nicht zuletzt deshalb stabil, weil die anhaltende Leistungsstärke und der Optimismus der deutschen Wirtschaft auf die Eurozone ausstrahlen. In wichtigen Schwellenländern, insbesondere China, Indien und ölproduzierenden Ländern bestehen gute Voraussetzungen, um die hohen Wachstumsraten beizubehalten. Vor diesem Hintergrund ist die Deutsche Bank hervorragend positioniert, auch weiterhin in ihren Geschäftsfeldern profitabel zu wachsen. Unsere internationale Präsenz bietet uns beste Möglichkeiten für die Betreuung unserer Kunden in einer zunehmend globalisierten Welt.”

Wesentliche Ergebnisgrößen

Die Erträge im Berichtsquartal beliefen sich auf 9,6 Mrd € und übertrafen damit das erste Quartal 2006 um 20 %. Der Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) verbesserte seine Erträge in Sales & Trading um 16 % auf 5,1 Mrd €. Dabei erwirtschafteten die Bereiche Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) und Sales & Trading (Equity) jeweils Rekorderträge. In Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) stiegen die Erträge um 20 % auf 3,4 Mrd €, während Sales & Trading (Equity) einen Ertragszuwachs von 11 % auf 1,7 Mrd € erzielte. Im Emissionsgeschäft nahmen die Erträge auf Grund eines starken Wachstums des Geschäfts mit hochverzinslichen Schuldtiteln um 15 % auf 547 Mio € zu. Die Erträge im Beratungsgeschäft lagen mit 251 Mio € auf Rekordhöhe und verbesserten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24 %. Der Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB) konnte seine Erträge um 14 % auf 612 Mio € steigern.

Im Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) nahmen die Erträge gegenüber dem ersten Quartal 2006 um 3 % auf 2,4 Mrd € zu. Die Erträge im Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC) stiegen um 9 % auf 1,4 Mrd €, was teilweise auf die Konsolidierung von Berliner Bank und norisbank zurückzuführen war. Im Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM) gingen die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5 % auf 1,0 Mrd € zurück und spiegelten zum Teil niedrigere Gewinne und erfolgsabhängige Provisionen im Immobilien-Investmentgeschäft des Unternehmensbereichs Asset Management wider.

Die Erträge im Konzernbereich Corporate Investments (CI) beinhalteten einen Gewinn von 159 Mio € aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen (vorwiegend Fiat). Das Vergleichsquartal des Vorjahres enthielt demgegenüber einen Gewinn von 131 Mio €, der aus dem Verkauf der restlichen Beteiligung an der EUROHYPO resultierte. Im Berichtsquartal wurde in den Erträgen von CI außerdem ein Ergebnis von 178 Mio € aus der nach der Equity Methode bilanzierten Beteiligung der Bank an der Deutsche Interhotel Holding verbucht. In diesem Zusammenhang wurde eine Werthaltigkeitsprüfung des Goodwills von CI durchgeführt, die zu einer Abschreibung von 54 Mio € führte, die in den zinsunabhängigen Aufwendungen ausgewiesen wurde.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug im Berichtsquartal 98 Mio €, verglichen mit 9 Mio € im ersten Quartal 2006. Diese Entwicklung war auf deutlich höhere Eingänge aus abgeschriebenen Krediten und Auflösungen von Wertberichtigungen in CIB im Vorjahresquartal zurückzuführen. Die vorliegenden Quartalszahlen spiegeln daneben einen Anstieg der Risikovorsorge im Kreditgeschäft infolge der Konsolidierung von norisbank und Berliner Bank in PBC wider. Zum Ende des Quartals gingen die wertgeminderten Kredite unter IFRS auf 2,6 Mrd € im Vergleich zu 2,7 Mrd € zum Ende des vierten Quartals 2006 zurück.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im Berichtsquartal mit 6,3 Mrd € um 17 % über denen des Vorjahresquartals. Der Personalaufwand stieg von 3,6 Mrd € im ersten Quartal 2006 auf 4,3 Mrd €. Diese Entwicklung spiegelte einen Anstieg der leistungsabhängigen Vergütungen im Zusammenhang mit dem sehr guten Geschäftsergebnis, die Konsolidierung der vorgenannten Akquisitionen und die nach IFRS 2 beschleunigte ergebniswirksame Erfassung von aktienbasierten Vergütungen an solche Mitarbeiter wider, welche bei vorgezogenem Ruhestand ihre Ansprüche behalten. Der Sachaufwand im Berichtsquartal betrug 2,0 Mrd € nach 1,8 Mrd € im Vorjahresquartal. Die Neukonsolidierungen und die vorgenannte Goodwillabschreibung im Zusammenhang mit Interhotel in CI trugen zu diesem Anstieg, der teilweise durch geringere Restrukturierungsaufwendungen ausgeglichen wurde, bei.

Im Berichtsquartal blieb die Personalaufwandsquote mit 45 % unverändert gegenüber dem Vorjahresquartal, während sich die Sachaufwandsquote von 22 % im Vorjahresquartal auf 21 % reduzierte.

Das Ergebnis vor Steuern von 3,2 Mrd € verbesserte sich gegenüber dem ersten Quartal 2006 um 22 %. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) erreichte 45 % im Vergleich zu 42 % im Vorjahresquartal. Gemäß der Zielgrößendefinition, bei der signifikante Gewinne (nach Abzug damit verbundener Aufwendungen) von 252 Mio € im Berichtsquartal und 131 Mio € im Vorjahresquartal unberücksichtigt bleiben, ergab sich im ersten Quartal 2007 eine Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) von 41 %, verglichen mit 40 % im ersten Quartal 2006.

Der Gewinn nach Steuern lag im Berichtsquartal mit 2,1 Mrd € um 29 % über dem ersten Quartal 2006. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,17 € (38 %) auf 4,28 €. Die Steigerung des Ergebnisses je Aktie (verwässert) gegenüber dem Vorjahresquartal war begünstigt durch einen Rückgang der Anzahl von Aktien mit verwässerndem Effekt. Dieser Rückgang resultierte aus einer Ende 2006 erfolgten Modifizierung bestimmter Derivatekontrakte auf Deutsche Bank-Aktien, die dem Handelsbestand zuzurechnen sind. Bereinigt um diesen Effekt wäre das Ergebnis je Aktie (verwässert) gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,02 € (31 %) angestiegen. Die effektive Steuerquote betrug 33%, verglichen mit 37% im Vorjahresquartal. Die geringere effektive Steuerquote im Berichtsquartal war im Wesentlichen durch den Ansatz von Steuererstattungen als Folge von Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes zur Nicht-Vereinbarkeit bestimmter steuerlicher Regelungen in Deutschland mit europäischem Recht bedingt.

Die BIZ-Kernkapitalquote (Tier-I) stieg von 8,5 % zum Ende des vierten Quartals 2006 auf 8,7 % zum Ende des Berichtsquartals. Sie blieb damit am oberen Ende der Zielbandbreite von 8 % bis 9 %. Die risikogewichteten Aktiva erhöhten sich zum Ende des Berichtsquartals gegenüber dem Ende des Vorquartals um 10 Mrd € auf 285 Mrd €. Dies war im Wesentlichen auf gestiegene Derivatepositionen und die Konsolidierung der Berliner Bank zurückzuführen. Im Berichtsquartal hat die Bank 3,3 Mio Aktien im Gegenwert von insgesamt 341 Mio € zu einem durchschnittlichen Rückkaufpreis von 102,92 € je Aktie zurückerworben. Auf der Hauptversammlung in Frankfurt am 24. Mai 2007 wird die Bank ihre Aktionäre um Genehmigung weiterer Aktienrückkäufe sowie eine Erhöhung der Dividende um 60 % auf 4,00 € je Aktie bitten.


Segmentüberblick

Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB)

Der Konzernbereich CIB erzielte im ersten Quartal 2007 Erträge in Höhe von 6,7 Mrd €. Dies entspricht einem Anstieg von 18 % (1,0 Mrd €) gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres. Die zinsunabhängigen Aufwendungen betrugen 4,3 Mrd € und waren um 20% (724 Mio €) höher als im ersten Quartal 2006. Das Ergebnis vor Steuern betrug im ersten Quartal 2007 2,4 Mrd € und lag damit um 11 % (235 Mio €) über dem Ergebnis des Vergleichsquartals 2006.

Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S)

Der Produktbereich Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) erwirtschaftete im Berichtsquartal Rekorderträge in Höhe von 3,4 Mrd €. Dies stellt einen Anstieg von 20 % gegenüber dem bisherigen Rekordwert im ersten Quartal 2006 dar. Ein besonders starkes Ertragswachstum verzeichnete die Bank in ihrem kreditrisikobezogenen Geschäft, das von einer günstigen Marktpositionierung und einer zunehmenden Investitionstätigkeit bei Hedgefonds und traditionellen Vermögensverwaltern profitierte. Das Devisenhandelsgeschäft, das mit einem Marktanteil von mehr als 19 % im dritten Jahr in Folge vom Fachmagazin Euromoney zur weltweiten Nummer 1 gekürt wurde, erzielte auf Grund gestiegener Kundenvolumina und höherer Volatilität auf den wichtigsten Devisenmärkten Rekorderträge. Auch die Erträge aus Geldmarktinstrumenten erreichten im Berichtsquartal ein Rekordniveau. Die Höhe der Erträge aus Zinsprodukten und dem Emerging-Markets-Geschäft war nahezu identisch mit dem sehr guten Ergebnis des Vorjahresquartals. Die Entwicklung im Geschäft mit Rohstoffen war im Vergleich sehr positiv, auch wenn dieses Geschäftsfeld weiterhin einen verhältnismäßig kleinen Anteil des Gesamtportfolios ausmacht.

Die Erträge aus Sales & Trading (Equity) stiegen im ersten Quartal 2007 auf die neue Rekordhöhe von 1,7 Mrd € und lagen damit um 11 % über dem ersten Quartal 2006. Auf Grund einer erheblichen Erhöhung der Geschäftsvolumina in Europa mit Intermediären im Privatkundengeschäft sowie direkt mit Privatanlegern konnte die Bank im Geschäft mit Aktienderivaten besonders starke Ertragszuwächse verzeichnen. Die höheren Erträge im Aktienkassageschäft basierten auf Zuwächsen in Europa und insbesondere in Asien, wo die Bank mit der erfolgreichen Einführung ihres verbesserten Direct-Market-Access-Produkts ihre Kundenbasis ausbauen konnte. Im Prime-Services-Geschäft sah die Bank ein fortgeführtes Wachstum und errang Platz 2 in der Umfrage von Global Custodian. Die Erträge aus dem ausgewiesenen Aktieneigenhandelsgeschäft blieben im Berichtsquartal hinter dem sehr hohen Ergebnis im Vorjahresquartal zurück.

Im Emissions- und Beratungsgeschäft stellten die Erträge einen neuen Rekord für ein erstes Quartal dar und lagen mit 797 Mio € um 17 % über dem Niveau des Vorjahresquartals. Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft (Debt) spiegelten weiterhin Marktaktivität auf Rekordniveau im Leveraged-Finance-Geschäft wider. Die Bank verbesserte sich auf einen weltweit zweiten Platz in der Rangliste für hochverzinsliche Anleihen und syndizierte Kredite (gemessen am Provisionsaufkommen). Die Erträge im Geschäft mit Investment-Grade-Bonds waren im Wesentlichen unverändert zum Vorjahresquartal, während die Erträge im Geschäft mit syndizierten Krediten mit Investment-Grade-Bonität gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahresquartals zurückgingen. Im Emissionsgeschäft (Equity) waren die Erträge rückläufig und spiegelten damit die aktuelle Struktur der Geschäfte wider. Die Bank behauptete dennoch ihre Position in den Ranglisten (gemessen am Provisionsaufkommen). Im Emissionsgeschäft insgesamt wuchsen die Provisionserträge prozentual stärker als die des Gesamtmarktes. Im Beratungsgeschäft verzeichnete die Bank auf Grund anhaltend hoher Provisionsaufkommen und Auftragsvolumina Rekorderträge. Auch der Auftragsbestand erreichte weiterhin sehr gute Werte. (Quellen für alle Positionen, Marktvolumina und Informationen zu Provisionsaufkommen: Thomson Financial, Dealogic)

Die Erträge aus dem Kreditgeschäft von 320 Mio € im ersten Quartal 2007 waren um 48 % höher als im ersten Quartal 2006. Der Anstieg war vorwiegend auf Gewinne aus dem Verkauf von Eigenkapitaltiteln aus restrukturierten Krediten des Leveraged-Loan-Portfolios und auf ein gegenüber dem Vorjahresquartal stabileres Umfeld für Credit Spreads zurückzuführen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Unternehmensbereich CB&S zeigte im ersten Quartal 2007 eine Nettoauflösung von 21 Mio € gegenüber einer Nettoauflösung von 56 Mio € im Vorjahresquartal.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen in CB&S stiegen im Berichtsquartal um 21 % gegenüber dem Vorjahresquartal auf 3,9 Mrd €. Dies war auf gestiegene leistungsabhängige Vergütungen im Zusammenhang mit dem sehr guten Geschäftsergebnis und die beschleunigte ergebniswirksame Erfassung von aktienbasierten Vergütungen zurückzuführen, die an solche Mitarbeiter gewährt wurden, welche bei vorgezogenem Ruhestand ihre Ansprüche behalten.

Das Ergebnis vor Steuern von CB&S verbesserte sich im Berichtsquartal um 203 Mio € auf 2,2 Mrd €. Dies entspricht einem Anstieg von 10 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB)

Transaction Services erwirtschaftete im ersten Quartal 2007 Erträge in Höhe von 612 Mio €. Der Anstieg von 76 Mio € (14 %) gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres spiegelte im Wesentlichen eine stabile Kundennachfrage im Cash-Management- und Trust-&-Securities-Services-Geschäft (TSS) wider. Cash Management erzielte auf Grund gestiegener Volumina im Zahlungsverkehr und Einlagengeschäft in allen Regionen sowie infolge günstiger Entwicklungen der Zinssätze höhere Erträge. Der Ertragszuwachs im TSS-Geschäft verteilte sich auf emittentenbezogene Dienstleistungen sowie inländisches Wertpapierverwahrungsgeschäft für Investoren und war auf neue Geschäftsbeziehungen sowie den Ausbau der Aktivitäten bei bereits bestehenden Kundenbeziehungen zurückzuführen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Unternehmensbereichs GTB stellte im ersten Quartal 2007 eine Nettozuführung von 1 Mio € dar im Vergleich zu einer Nettoauflösung von 16 Mio € im Vorjahresquartal.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen in GTB waren mit 397 Mio € im ersten Quartal 2007 um 7 % höher als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Dieser Anstieg spiegelte gestiegene leistungsabhängige Vergütungen, Investitionen in Geschäftswachstum und in Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie höhere transaktionsbezogene Kosten wider.

Das Ergebnis vor Steuern in GTB erhöhte sich im Berichtsquartal um 32 Mio € auf 214 Mio €. Dies entspricht einem Anstieg von 18 % gegenüber dem ersten Quartal 2006.

Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM)

Im Konzernbereich PCAM stiegen die Erträge im ersten Quartal 2007 gegenüber dem Vorjahresquartal um 69 Mio € (3 %) auf 2,4 Mrd €. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich auf 117 Mio €, was einem Anstieg von 32 Mio € (38 %) gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres entsprach. Die zinsunabhängigen Aufwendungen lagen mit 1,8 Mrd € um 89 Mio € (5 %) über dem ersten Quartal 2006. Das Ergebnis vor Steuern war mit 481 Mio € um 54 Mio € (10 %) geringer als das Rekordergebnis des Vorjahresquartals.

Die Invested Assets in PCAM nahmen im Berichtsquartal um 29 Mrd € auf 936 Mrd € zu. Dies war vorwiegend auf Nettomittelzuflüsse von 15 Mrd € zurückzuführen, von denen 8 Mrd € auf AWM und 7 Mrd € auf PBC entfielen. Die Konsolidierung der Berliner Bank in PBC machte weitere 5 Mrd € des Anstiegs aus. Die verbleibende Zunahme resultierte überwiegend aus positiven Marktwertentwicklungen, die teilweise durch Wechselkurseffekte kompensiert wurden.

Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM)

Im ersten Quartal 2007 beliefen sich die Erträge im Unternehmensbereich AWM auf 1,0 Mrd €. Dies entsprach einem Rückgang von 52 Mio € (5 %) gegenüber dem ersten Quartal 2006. Das Berichtsquartal beinhaltete erstmals das gesamte Ergebnis von Tilney Group Ltd., einem von PWM im vierten Quartal 2006 erworbenen Vermögensverwalter in Großbritannien. Die Erträge aus dem Portfolio/Fund Management in Asset Management (AM) gingen um 45 Mio € (8 %) zurück, vorwiegend auf Grund niedrigerer erfolgsabhängiger Provisionen, insbesondere im Immobilien-Investmentgeschäft. In PWM stiegen die Erträge aus dem Portfolio/Fund Management infolge der oben genannten Akquisition und gestiegener Invested Assets gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 18 Mio € (22 %). Die Erträge aus dem Brokeragegeschäft blieben mit 232 Mio € nahezu unverändert. Im Kredit-/Einlagengeschäft verbesserten sich die Erträge auf Grund höherer Einlagen- und Kreditvolumina um 7 Mio € (16 %). Die Erträge aus sonstigen Produkten gingen um 35 Mio € (27 %) zurück, was vor allem auf einen Rückgang von Gewinnen im Immobilien-Investmentgeschäft von AM zurückzuführen war.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen gingen im ersten Quartal 2007 auf 817 Mio € zurück und waren damit 9 Mio € (1 %) niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Darin spiegelte sich der Rückgang leistungsabhängiger Vergütungen, vor allem im Immobilien-Investmentgeschäft von Asset Management, wider. Dieser Rückgang wurde durch höhere Aufwendungen aus der Implementierung der Wachstumsstrategie von PWM, inklusive des Effekts der Konsolidierung von Tilney, teilweise kompensiert. Außerdem verursachte die beschleunigte ergebniswirksame Erfassung von aktienbasierten Vergütungen, die an solche Mitarbeiter gewährt wurden, welche bei vorgezogenem Ruhestand ihre Ansprüche behalten, höhere Aufwendungen.

Das in AWM erzielte Ergebnis vor Steuern von 188 Mio € lag um 45 Mio € (19 %) unter dem Vorjahresquartal.

Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC)

Die Entwicklung aller Komponenten des Finanzergebnisses in PBC wurde in erster Linie durch die Konsolidierung der norisbank im vierten Quartal 2006 und der Berliner Bank im ersten Quartal 2007 beeinflusst.

PBC steigerte im ersten Quartal 2007 seine Erträge gegenüber dem ersten Quartal 2006 um 121 Mio € (9 %) auf 1,4 Mrd €. Die Erträge aus dem Kredit-/Einlagengeschäft stiegen gegenüber dem ersten Quartal 2006 um 92 Mio € (15 %). Dieses Wachstum war auf die Akquisitionen von norisbank und Berliner Bank sowie auf das anhaltende Wachstum der Kredit- und Einlagenvolumina zurückzuführen. Die Erträge aus dem Portfolio/Fund Management und dem Brokeragegeschäft erreichten mit 75 Mio € beziehungsweise 318 Mio €, bedingt durch die Akquisitionen, die sehr guten Werte des Vorjahresquartals. Bei Zahlungsverkehr, Kontoführung und sonstigen Finanzdienstleistungen wurden im ersten Quartal 2007 Erträge von 218 Mio € erzielt, was einem Anstieg von 8 Mio € (4 %) gegenüber dem ersten Quartal 2006 entsprach. Die Erträge aus sonstigen Produkten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 19 Mio € und beinhalteten einen Gewinn von 24 Mio € aus der Veräußerung von Geschäftsfeldern (überwiegend aus dem Teilverkauf der Kreditkartenabwicklung in Italien).

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich auf 116 Mio €. Dieser Anstieg von 31 Mio € gegenüber dem Vorjahresquartal spiegelte die Konsolidierung von norisbank und Berliner Bank sowie das fortgesetzte organische Wachstum des Kreditbuchs wider.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen waren mit 1,0 Mrd € um 98 Mio € (11 %) höher als im Vorjahresquartal. Diese Zunahme war in erster Linie auf die vorgenannten Akquisitionen, einschließlich diesbezüglicher Integrationskosten, zurückzuführen. Darüber hinaus haben fortgesetzte Investitionen in Wachstumsregionen, insbesondere in Indien und Polen, zu dieser Entwicklung beigetragen.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich in PBC auf 293 Mio € und ging damit gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 8 Mio € (3 %) zurück.

Die Invested Assets stiegen im Berichtsquartal um 14 Mrd € auf 190 Mrd €. Davon entfielen 7 Mrd € auf Nettomittelzuflüsse und 5 Mrd € auf die Konsolidierung der Berliner Bank. Die Kreditvolumina stiegen auf 82 Mrd € und erhöhten sich damit seit Beginn dieses Jahres um 4 Mrd €. Davon entfielen 2 Mrd € auf die Konsolidierung der Berliner Bank. Im ersten Quartal 2007 wuchs die Kundenzahl von PBC um 558.000 Kunden, wovon 320.000 auf die Berliner Bank entfielen.

Konzernbereich Corporate Investments (CI)

Das Ergebnis vor Steuern belief sich im ersten Quartal 2007 auf 305 Mio € nach 127 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Das Berichtsquartal enthielt Gewinne aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen in Höhe von 159 Mio €, mit dem Verkauf des Anteils an der Fiat S.p.A. als größtem Einzeleffekt, während das Vorjahresquartal einen Gewinn von 131 Mio € aus der Veräußerung der restlichen Beteiligung an der EUROHYPO AG beinhaltete. Die Erträge im ersten Quartal 2007 umfassten auch ein Ergebnis von 178 Mio € aus der nach der Equity Methode bilanzierten Beteiligung an der Deutsche Interhotel Holding GmbH & Co. KG. In diesem Zusammenhang wurde eine Werthaltigkeitsprüfung des Goodwills von CI durchgeführt, die zu einer Abschreibung von 54 Mio € führte. Weiterhin waren Marktwertgewinne aus der Option zur Erhöhung der Beteiligung an der Hua Xia Bank Co. Ltd. in den Erträgen des Berichtsquartals enthalten.

Consolidation & Adjustments

Im ersten Quartal 2007 verzeichnete Consolidation & Adjustments einen Verlust vor Steuern von 17 Mio € gegenüber einem Verlust vor Steuern von 220 Mio € im Vorjahresquartal. Das erste Quartal des Vorjahres war durch negative Überleitungsposten beeinflusst, die zwischen den für die Managementberichterstattung angewandten Bilanzierungsmethoden und den Rechnungslegungsstandards gemäß IFRS entstehen (insbesondere bei der Bilanzierung von begebenen Schuldverschreibungen aber auch von Eigenen Aktien). Der Nettoeffekt aus diesen Bilanzierungsunterschieden war im ersten Quartal 2007 nicht materiell.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG Presseabteilung

Dr. Ronald Weichert 069/910-38664
Dr. Kirsten Siersleben 069/910-38079

 

Der vollständige Zwischenbericht zum 31. März 2007 kann im Internet abgerufen werden: www.deutsche-bank.de/1Q2007. Ebenso ein Zahlenanhang (nur englisch): www.deutsche-bank.de/ir/financial-supplements.
 

Heute um 9.00 Uhr (MEZ) findet eine Telefonkonferenz zum Quartalsergebnis statt. Die Konferenz wird im Internet übertragen: www.deutsche-bank.de/ir/video-audio.

 


Die hier bereitgestellten Informationen sind kein vollumfänglicher Abschluss gemäß IAS 1 und IFRS 1. Deshalb können sie Anpassungen im Zusammenhang mit der Erstellung des vollumfänglichen Konzernabschlusses 2007 unterliegen. Segement-Informationen basieren auf IFRS 8: „Operating Segments“. IFRS 8 ist zwar vom International Accounting Standards Board (IASB) beschlossen worden, muss aber noch von der Europäischen Union umgesetzt werden.

Dieser Bericht enthält auch zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Die Bank übernimmt keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ergebnisse weiterzuentwickeln. Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo die Bank einen erheblichen Teil ihrer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung der Managementagenda, die Verlässlichkeit der Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken, die in den von der Bank bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren sind im SEC-Bericht nach “Form 20-F” vom 27. März 2007 auf den Seiten 9 bis 15 unter der Überschrift "Risikofaktoren“ im Detail dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei der Bank erhältlich oder unter www.deutsche-bank.com/ir verfügbar.




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Letzte Änderung: 2.9.2013
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