Frankfurt am Main, 19. September 2007

Deutsche Bank platziert weltweit erste Verbriefung von nachrangigen Mikrofinanz-Krediten mit externem Rating


db Microfinance-Invest Nr. 1 mit € 60 Mio Transaktionsvolumen - KfW als größter institutioneller Investor - Mikrofinanz-Markt rückt ins Blickfeld privater Anleger

Die Deutsche Bank hat in Deutschland mit dem db Microfinance-Invest Nr. 1 die weltweit erste Verbriefung von nachrangigen Mikrokrediten mit externem Rating erfolgreich am Markt platziert. In drei Tranchen wurden in den letzten Wochen Schuldverschreibungen über insgesamt € 60 Mio von Investoren gezeichnet, darunter € 36 Mio erstmals auch von Privatkunden der Deutschen Bank sowie € 20 Mio von der KfW als größtem institutionellen Investor und € 4 Mio von der Deutschen Bank. In den Genuß der Nachrang-Kredite kommen 21 Mikrofinanz-Institutionen, die damit in 15 Entwicklungs- und Schwellenländern mit mindestens 120.000 Kleinstkrediten an Mikrounternehmen einen wirksamen Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten können.

Die Deutsche Bank ist seit langem vielfältig gesellschaftlich engagiert und beteiligt sich seit zehn Jahren an der Strukturierung und am Management von Mikrofinanz-Fonds. „Das neue Produkt zeigt, wie ein ökonomisches Investment sinnvoll mit ethischem Handeln verknüpft werden kann“, so Hanns Michael Hölz, Global Head Sustainable Development der Deutschen Bank. Der db Microfinance-Invest Nr. 1, der die langjährige Erfahrung erstmals den deutschen Privatanlegern zugänglich macht, wurde in dreizehn Bereichen der Bank von rd. 120 Mitarbeitern realisiert, die von ca. 30 Mitarbeitern externer Partner unterstützt wurden.

Das Produkt ist vor allem zugeschnitten auf die Bedürfnisse von sehr vermögenden Privatkunden, Stiftungen und kirchlichen Einrichtungen, die im Private Wealth Management der Bank betreut werden. „Der Mikrofinanz-Markt rückt für diese Investoren immer mehr ins Blickfeld. Sie wollen Investments, die attraktive Renditen mit ethischen und nachhaltigen Aspekten verbinden. Der Mikrofinanz-Fonds leistet diesen Brückenschlag und ist deshalb bei unseren Kunden auf ein überdurchschnittliches Interesse gestoßen“, so Joachim Häger, Leiter Private Wealth Management Deutschland der Deutschen Bank.

„Beim db Microfinance-Invest Nr. 1 teilt sich die Transaktionsstruktur auf in eine Senior-Tranche über € 36 Mio, die von der Rating-Agentur Fitch ein BBB Rating erhalten hat, eine Mezzanine-Tranche über € 20 Mio und eine Junior-Tranche über € 4 Mio“, so Dr. Thomas Rüschen, Global Head Asset Finance & Leasing der Deutschen Bank. Die Tranchen wurden von den Investoren für den Zeitraum von 7 bis 7,5 Jahren gezeichnet. Mit dem BBB Rating konnten bestimmte institutionelle Kunden gewonnen werden, die gemäß ihrer Anlagerichtlinien nur in Produkte mit Rating investieren dürfen. Außerdem verzichteten die Bank und ihre Partner bei der Konzeption des Produkts auf Teile ihrer Vergütungen, um die Etablierung der Assetklasse zu erleichtern. So hat beispielsweise die Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer die Bank als Rechtsbeistand pro bono beraten.  

Nach Einschätzung von Lead-Investor KfW wertet der db Microfinance-Invest Nr. 1 Frankfurt als Finanzplatz für Microfinanzierungen weiter auf und ist Wegbereiter für Folgetransaktionen. Im Jahr 2006 haben die Mikrofinanzinstitutionen bereits Kleinstkredite in Höhe von € 28 Mrd refinanziert. Bei weiterhin hoher ungedeckter Nachfrage geht die KfW von einer Verzehnfachung des Mittelbedarfs auf € 300 Mrd bis zum Jahr 2015 aus. „Die Finanzierung des schnell wachsenden Mikrofinanzsektors erfordert in den nächsten Jahren ein verstärktes Engagement des privaten Sektors, welches wir weiterhin fördern“, so Doris Köhn, Direktorin der KfW, Bereichsleiterin Europa/Nahost/Nordamerika. Die Deutsche Bank plant, im ersten Halbjahr 2008 ein Folgeprodukt zu platzieren.

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank

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Tel. 069-910 32249
klaus.winker@db.com


KfW Bankengruppe

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Tel. 069/74 31-46 83
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Über die Deutsche Bank

Die Deutsche Bank ist eine weltweit führende Investmentbank mit einem starken und erfolgreichen Privatkundengeschäft sowie sich gegenseitig verstärkenden Geschäftsfeldern. Führend in Deutschland und Europa wächst die Bank verstärkt in Nordamerika, Asien und anderen Wachstumsmärkten. Mit 75.140 Mitarbeitern in 75 Ländern bietet die Deutsche Bank weltweit einen umfassenden Service. Ziel der Bank ist es, der führende Anbieter von Finanzlösungen für anspruchsvolle Kunden auf der ganzen Welt zu sein und damit nachhaltig Mehrwert für Aktionäre und Mitarbeiter zu schaffen.

http://www.deutsche-bank.de/

 

KfW Entwicklungsbank

Die KfW Entwicklungsbank finanziert Investitionen, Strukturreformen und begleitende Beratungsleistungen in Entwicklungsländern. Sie beteiligt sich auch an Gemeinschaftsfinanzierungen mit anderen Entwicklungsorganisationen. So trägt sie den Millenniumszielen und dem Anspruch an eine effiziente Entwicklungszusammenarbeit Rechnung.
Die KfW Entwicklungsbank arbeitet im Auftrag der Bundesregierung, vertreten durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Sie ist dem vorrangigen Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit verpflichtet, die wirtschaftliche und soziale Lage der Menschen in Entwicklungsländern nachhaltig zu verbessern. Mit ihrer Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) trägt sie zur Bekämpfung der Armut, zur weltweiten Friedenssicherung und Demokratieförderung, zur Mitgestaltung der Globalisierung sowie zum Schutz der Umwelt bei.

Im Auftrag der deutschen Bundesregierung fördert die KfW Entwicklungsbank aktuell 100 Mikrofinanzvorhaben in 42 Entwicklungs- und Transformationsländern und erreicht mehr als 12 Millionen Menschen. Sie ist damit einer der führenden Akteure bei Mikrofinanzvorhaben. Die FZ-Zusagen für das laufende Projektportfolio betragen 612 Mio. EUR (Stand Juni 2007). Mehr als ein Drittel dieser Mittel werden durch die KfW im Eigenrisiko aufgebracht.

http://www.kfw-entwicklungsbank.de/





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Letzte Änderung: 2.9.2013
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