Frankfurt am Main, 02. November 2007

Kunstraum im Wandel - Das Deutsche Guggenheim feiert 10-jähriges Jubiläum


Die im Sommer gezeigte Auftragsarbeit der jungen Amerikanerin Phoebe Washburn deutete es bereits an: Das Programm des Deutsche Guggenheim wird sich zukünftig noch stärker auf die Präsentation zeitgenössischer Kunst konzentrieren. Mit Auftragsarbeiten von Künstlern wie Andreas Slominski, Rachel Whiteread und Gerhard Richter hat das einzigartige Joint Venture von Deutscher Bank und Solomon R. Guggenheim Foundation bisher bereits Maßstäbe gesetzt. In 2008 wird diese Position mit speziell für die Ausstellungshalle konzipierten Werken von Julie Mehretu und Anish Kapoor noch unterstrichen.  Ihren  Geburtstag feiert die Institution außerdem mit einer besonderen Veranstaltungswoche, einer neuen Publikation und einem erweiterten Besucherprogramm.

Highlights des Jubiläumsprogramms
Im Zentrum des Programms der Jubiläumswoche steht die Jeff Wall-Schau Belichtung, die vom 3. bis 9. November kostenlos besichtigt werden kann. Der kanadische Kunststar präsentiert in Berlin vier neue, schwarz-weiße Fotoarbeiten, denen ausgewählte frühere Werke zur Seite gestellt sind. Am 3. November 2007 lädt das Deutsche Guggenheim zu einem Artist’s Talk mit Jeff Wall. Im Gespräch mit Jennifer Blessing, der Kuratorin der Schau, stellt der bedeutende Vertreter der inszenierten Fotografie seine Arbeiten vor.
Unter dem Titel Art Spaces for Tomorrow diskutiert am gleichen Tag eine internationale Expertenrunde über Perspektiven und Anforderungen eines „Museums von Morgen“. Neben Thomas Krens, dem Direktor der Solomon R. Guggenheim Foundation, sitzen die Kunstmäzenin Janna Bullock, der Kunsthistoriker Walter Grasskamp, die Sammlerin Ydessa Hendeles und Ernst W. Veen, Direktor der Hermitage Amsterdam, auf dem Podium im Deutsche Guggenheim. Moderiert wird das Gespräch von Max Hollein, Direktor der Schirn Kunsthalle und des Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt. Vor dem Hintergrund einer Entwicklung, in der die Kunst mehr und mehr die institutionell geschützten Räume verlässt, sich dabei immer stärker zum Lifestyle hin bewegt und Ausstellungen zu Massenevents werden, diskutiert die Runde aktuelle und zukünftige Positionen des Museums. Wie sehen die Kunsträume der Zukunft aus? Wie können Museen ihrem Bildungsauftrag gerecht werden? Als Joint Venture zwischen Deutscher Bank und Solomon R. Guggenheim Foundation stellt das Deutsche Guggenheim selbst ein Museumsexperiment dar und bietet somit den idealen Rahmen für die prominent besetzte Gesprächsrunde.

Deutsche Guggenheim Magazine
Zur Eröffnung der Jeff Wall Schau erscheint erstmals das neue Deutsche Guggenheim Magazine. Künftig wird es viermal jährlich die Aktivitäten in der Ausstellungshalle Unter den Linden begleiten. Mit ausführlichen Essays, exklusiven Interviews, Fotostrecken und einem umfassenden Serviceteil liefert das Magazin Hintergrundinformationen zum Programm des Deutsche Guggenheim, zieht Bilanz und stellt neue Projekte vor. Das Deutsche Guggenheim Magazine erscheint zweisprachig auf deutsch und englisch und liegt kostenfrei in allen Guggenheim-Museen aus.

Der neue Montag im Deutsche Guggenheim
Als zusätzlichen Service für die steigende Zahl deutscher und internationaler Besucher wird das Haus künftig täglich statt um elf schon um zehn Uhr öffnen – auch montags, wenn fast alle anderen Museen geschlossen sind. Traditionell ist der Eintritt im Deutsche Guggenheim an diesem Tag sogar frei. Zum Jubiläum steht jeder Montag ab dem 5. November unter dem Motto „I like Mondays“. Die Besucher erwarten spezielle Führungen: Studenten der Kunstgeschichte werden ihnen die Ausstellungen in spontanen Gesprächen näher bringen. Die innovativen Kurzführungen finden von 11 bis 14 und von 16 bis 19 Uhr statt. Im MuseumsShop werden zudem zahlreiche Designartikel angeboten, die sich dem Wochenbeginn widmen. Montagsgedanken finden ihren Platz im speziellen Monday-Diary. Das Monday-Poster greift alle 14 Tage Montagsgeschichten auf und alle Songs auf der„I like Mondays“-CD drehen sich natürlich um den ersten Tag der Woche.
 

Spezielle Angebote  für Kinder und Jugendliche
Seinen großen Erfolg verdankt das Deutsche Guggenheim auch einer engagierten Kunstvermittlung, insbesondere für Kinder und Jugendliche. So steht im Rahmen der Feiern zum 10-jährigen Jubiläum am 7. November ein Kinder- und Jugendtag mit altersgerechten Führungen sowie Fotoaktionen auf dem Programm. Im Laufe des Novembers werden Foto-Workshops für Kinder und Jugendliche bis 12 Jahren angeboten. Außerdem lädt das Deutsche Guggenheim anlässlich der Jeff-Wall-Schau Schüler der 7. bis 10. Klasse zu einem Schreibwettbewerb ein.
Jährlich nehmen rund 20.000 Kunstinteressierte das umfangreiche Führungsangebot wahr. Rund 1000 Kindern und Jugendlichen konnte pro Ausstellung ein ganz individueller Zugang zu den gezeigten Kunstwerken ermöglicht werden.

Kunst und soziales Engagement: der Deutsche Guggenheim Club
In den Aktivitäten des Deutsche Guggenheim Club verbinden sich Kunstvermittlung und soziales Engagement. Künftig wird der Club Einrichtungen der Kinder- und Jugendbildung unterstützen. Zum 10-jährigen Jubiläum hält der Deutsche Guggenheim Club ein neues Angebot für alle bereit, die das Haus besser kennen lernen möchten: Für nur 30 € im Jahr erhalten die Mitglieder des neuen Fellow-Abonnement freien Eintritt in das Deutsche Guggenheim und zu seinen Sonderveranstaltungen sowie einen Gutschein für eine persönliche Führung. Das Deutsche Guggenheim Magazine und Informationen zu den Ausstellungen werden ihnen frei Haus zugesendet. Das Ambassador-Abonnement ermöglicht für 250 € einen exklusiven Zugang zu den Ausstellungen des Deutsche Guggenheim und aller Guggenheim Museen weltweit sowie persönliche Begegnungen mit den Künstlern. Es bietet außerdem ein Vorkaufsrecht und einen Vorzugspreis für die begehrten, ausstellungsbegleitenden Editionen des Deutsche Guggenheim.

Zeitgenössische Kunst im Fokus: das Programm 2008/2009
Das Programm des Deutsche Guggenheim wird sich zukünftig verstärkt auf die Präsentation zeitgenössischer Kunst konzentrieren. Spektakuläre Auftragswerke – aktuell von Jeff Wall, auf den Anish Kapoor (2008) und Julie Mehretu (2009) folgen –, Themenausstellungen aus der Sammlung Deutsche Bank und der Solomon R. Guggenheim Foundation sowie von Künstlern kuratierte Schauen werden in den kommenden Jahren die zentrale Rolle der Berliner Ausstellungshalle in der internationalen Kunstszene weiter festigen.
Für 2008 stehen im Deutsche Guggenheim erneut vier Ausstellungen auf dem Programm. True North präsentiert zeitgenössische Künstler, die sich in ihren Arbeiten u.a. mit dem speziellen Licht des Nordens beschäftigen. Danach stellen sich die aktuellen Stipendiaten der Villa Romana vor. Das traditionsreiche Künstlerhaus in Florenz wird seit den zwanziger Jahren von der Deutschen Bank gefördert. Im Herbst folgt eine Schau mit jungen amerikanischen Positionen, die von einem bekannten Künstler kuratiert wird. Den Abschluss des Kunstjahres im Deutsche Guggenheim bildet eine Auftragsarbeit des indisch-britischen Bildhauers Anish Kapoor. Im Werk des Turner-Preisträgers verbinden sich Einflüsse westlicher mit östlicher Kultur – Grenzen zwischen Kunst und Architektur verschwimmen.

Deutsche Guggenheim 1997-2007
Das Deutsche Guggenheim überrascht seine Besucher stets aufs Neue, denn kaum ein anderer Kunstraum erscheint so wandelbar wie die Berliner Ausstellungshalle. Besonders die Auftragsarbeiten lassen die 350 qm große Galerie immer wieder anders erscheinen. Der Pop-Art-Klassiker James Rosenquist transformierte sie in einen gigantischen Strudel aus Farbe und Licht, Videokünstler Bill Viola in einen digitalen Sakralraum für das 21. Jahrhundert. Und diesen Sommer errichtete Phoebe Washburn hier eine absurde Fabrik, die Gras produzierte, um es wieder verdorren zu lassen. In den vergangenen zehn Jahren zogen vierzig Ausstellungen ca. 1,5 Millionen Besucher in das Deutsche Guggenheim.
Neben den spektakulären Auftragswerken kann das internationale Publikum hier thematische Ausstellungen mit bedeutenden Exponaten aus der Sammlung der Solomon R. Guggenheim Foundation und anderer internationaler Museen erleben. Das kreative Ausstellungskonzept des Hauses zeigt sich auch in Künstlerpaarungen wie Matthew Barney und Joseph Beuys oder Gruppenausstellungen wie Mark Rothko, Yves Klein und James Turrell. Außerdem bietet das Deutsche Guggenheim die Möglichkeit, einmal jährlich Ausschnitte aus der mehr als 53.000 Kunstwerke umfassenden Sammlung Deutsche Bank zu entdecken. Das 1997 begründete, weltweit einmalige Projekt der Deutschen Bank und der Solomon R. Guggenheim Foundation wird auch in Zukunft fortgesetzt. Das deutsch-amerikanische Joint Venture Deutsche Guggenheim wurde um weitere fünf Jahre verlängert.



Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank

Dr. Klaus Winker
Presse
Telefon: 069-910-32249
Email: klaus.winker@db.com

Britta Färber
CSR Kunst
Telefon: 069-910-35960
Email: britta.faerber@db.com

Julia Rosenbaum
Deutsche Guggenheim
Telefon: 030-202093-21
Email: julia.rosenbaum@db.com


Fotomaterial zur Ausstellung kann unter www.photo-files.de/guggenheim direkt aus dem Netz heruntergeladen werden.


Über die Deutsche Bank

Die Deutsche Bank ist eine weltweit führende Investmentbank mit einem starken und erfolgreichen Privatkundengeschäft sowie sich gegenseitig verstärkenden Geschäftsfeldern. Führend in Deutschland und Europa wächst die Bank verstärkt in Nordamerika, Asien und anderen Wachstumsmärkten. Mit 77.920 Mitarbeitern in 75 Ländern bietet die Deutsche Bank weltweit einen umfassenden Service. Ziel der Bank ist es, der global führende Anbieter von Finanzlösungen für anspruchsvolle Kunden zu sein und damit nachhaltig Mehrwert für Aktionäre und Mitarbeiter zu schaffen.

www.deutsche-bank.de

 

 




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Letzte Änderung: 2.9.2013
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