Frankfurt am Main / Moskau, 04. Dezember 2007

Kandinsky Prize der Deutsche Bank Stiftung: Die Preisträger stehen fest


Die Deutsche Bank Stiftung und das führende Kunstmagazin Russlands „ArtChronika“ präsentierten die Preisträger des „Kandinsky Prize“. Aus der Vorauswahl, die bis zum 27. November im Winzavod Contemporary Art Center in Moskau gezeigt wurde, einigte sich die Jury bereits am 20. November auf neun Nomineés für die heutige Preisvergabe.  Die Auszeichnung als „Künstler des Jahres“ und den zugleich mit 40.000 Euro höchstdotierten Preis für zeitgenössische Kunst in Russland wurde Anatoly Osmolovsky von Tom Krens, dem Direktor der Guggenheim.Stiftung überreicht.  In der Kategorie „Bester junger Künstler“ wurde Vladlena Gromova prämiert. Der US-Künstler und Regisseur Robert Wilson, der mit einer Soloperformance das Publikum begeisterte, verlieh den Preis in der Kategorie „Bestes Medienkunst-Projekt“ an Vladislav Mamyshey-Monroe. Der Publikumspreis ging an den jungen Moskauer Peter Goloschapow.

Ziel des "Kandinsky Prize" ist es, die zeitgenössische russische Kunst zu fördern und einen Einblick in die wichtigsten Trends und Positionen der Kunstszene zu bieten. In einem dreistufigen Verfahren wählte die Jury die Gewinner. Mitglieder der Jury waren: Ekaterina Bobrinskaya, (Kunsthistorikerin, Moskau),  Valerie Hillings (Solomon R. Guggenheim Museum, New York), Andrey Erofeev (Tretjakov-Galerie, Moskau), Friedhelm Hütte (Deutsche Bank Kunst, Frankfurt am Main), Jan-Hubert Martin (Französische Nationalmuseen, Paris) und Nikolay Molok („ArtChronika“, Moskau).

Den Preis für den „Künstler des Jahres“ konnte heute Anatoly Osmolovsky entgegen nehmen. Die von ihm eingereichten Skulpturen, eine Reihe in Bronze nachgeformter Panzerteile aus der Serie „Goods“, waren in diesem Jahr bereits auf der documenta zu sehen. Mit ihrer ebenso schlichten wie vielschichtigen Verbindung von skulpturalem Material und politischem Thema  konnte diese Arbeit die Jury einhellig überzeugen. Ebenfalls in dieser Kategorie der bereits international etablierten Künstler nominiert war die Gruppe AES+F. Mit der Arbeit „Last Riot“ war sie in diesem Jahr auf der Biennale in Venedig  vertreten.

Die Kategorie „Bester junger Künstler“, in der Vladlena Gromova ausgezeichnet wurde,  fokussiert sich   ganz bewusst auf junge, noch nicht etablierte Künstler am Beginn einer internationalen Karriere. Vladlena Gromova, die sich mit einer sehr humorvollen Videoarbeit zum Thema Portrait durchsetzte, gewinnt einen dreimonatigen Gastaufenthalt in der Villa Romana. Das Künstlerhaus in Florenz, zugleich das älteste kulturelle Engagement der Deutschen Bank,  hat sich wie der "Kandinsky Prize" der Förderung junger Kunst verschrieben und belegt eindrucksvoll die sowohl länder- als auch institutionsübergreifende, internationale Vernetzung kultureller Aktivitäten der Bank. Mit dem Gastaufenthalt der Prämierten soll diese internationale Vernetzung des Künstlerhauses unterstrichen und ausgebaut werden.

Für das „Beste Medienkunstprojekt des Jahres“ wurde Vladislav Mamyshev-Monroe prämiert. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis soll insbesondere diese noch relativ junge Kunstgattung in Russland fördern. Neben den von der Jury gewählten Kategorien wurde ein per Internet abgestimmter Publikumspreis im Wert von 5.000 Euro an Peter Goloschapow vergeben. Der 1982 geborene Künstler überzeugte das Publikum mit skulpturalen und zeichnerischen Reminiszenzen an die russische Jugendkultur.

Mit dem Kandinsky-Prize engagiert sich die Deutsche Bank Stiftung für die junge russische Kunstszene und setzt so das bald 25jähriges Engagement des Unternehmens in Russland fort.  Nach geförderten Ausstellungen und Präsentationen aus der Sammlung Deutsche Bank  werden nun künstlerische Talente des Landes unterstützt. Dies entspricht  dem Selbstverständnis der Bank, dem einzelnen zu ermöglichen, über sich selbst hinaus zu wachsen und dabei auch die Innovativkraft zeitgenössischer Kunst zu nutzen.

Die Ausstellung der vorausgewählten und prämierten Arbeiten wird 2008 auch in Deutschland und Amerika zu sehen sein. Ein zweisprachiger Katalog ist bereits erschienen.


Mehr Informationen zum gesellschaftlichen und kulturellen Engagement der Bank:
www.deutsche-bank.de/csr, http://www.db-artmag.de/ und http://www.deutsche-guggenheim.de/


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Olga Podoinitsyna    
db.presse@db.com  
Tel. 007(495)797 5303   

Deutsche Bank Stiftung
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Über die Deutsche Bank

Die Deutsche Bank ist eine weltweit führende Investmentbank mit einem starken und erfolgreichen Privatkundengeschäft sowie sich gegenseitig verstärkenden Geschäftsfeldern. Führend in Deutschland und Europa wächst die Bank verstärkt in Nordamerika, Asien und anderen Wachstumsmärkten. Mit 77.920 Mitarbeitern in 75 Ländern bietet die Deutsche Bank weltweit einen umfassenden Service. Ziel der Bank ist es, der global führende Anbieter von Finanzlösungen für anspruchsvolle Kunden zu sein und damit nachhaltig Mehrwert für Aktionäre und Mitarbeiter zu schaffen.

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Das gesellschaftliche und kulturelle Engagement der Deutschen Bank
Die Deutsche Bank engagiert sich mit einer Vielzahl gemeinnütziger Aktivitäten, die über die betriebliche Sphäre hinausgehen: mit Spenden und Sponsorships, mit eigenen Projekten und nicht zuletzt durch das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter. Mit einem Fördervolumen von mehr als 85 Mio. € ist sie zusammen mit ihren Stiftungen und gemeinnützigen Gesellschaften ein weltweit aktiver, nachhaltig engagierter Unternehmensbürger.

Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich die Deutsche Bank für zeitgenössische Kunst. Unter dem Motto „Kunst am Arbeitsplatz“ erwirbt sie systematisch internationale Gegenwartskunst und präsentiert sie in Bankgebäuden und Ausstellungen rund um den Globus. Mit über 50.000 Werken gilt die Sammlung Deutsche Bank als weltweit größte und bedeutendste Corporate Collection. Als russische Künstler sind unter anderen Boris Michailov, Vadim Zakharov und Oleg Alexandr Wukolow. In diesem Jahr werden u. a. der Deutsche Pavillon auf der Biennale und die Frieze Art Fair in London unterstützt. Mit dem Deutsche Guggenheim in Berlin unterhält die Deutsche Bank außerdem ein Joint venture mit der Solomon R. Guggenheim Foundation, die ein gemeinschaftlich verantwortetes Programm zeigt.          



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Letzte Änderung: 2.9.2013
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