Frankfurt am Main, 29. April 2008

Deutsche Bank: Verlust nach Steuern im ersten Quartal 2008 von 141 Mio Euro


  • Verlust vor Steuern von 254 Mio Euro
  • Corporate Banking & Securities: Verlust vor Steuern von 1,6 Mrd Euro nach Wertanpassungen von 2,7 Mrd Euro
  • „Stabile“ Geschäftsbereiche (Global Transaction Banking und Private Clients and Asset Management): Gewinn vor Steuern von 742 Mio Euro, gegenüber dem ersten Quartal 2007 um 7% gestiegen
  • Nettomittelzuflüsse von 11 Mrd Euro in Private Clients and Asset Management
  • Corporate Investments: Gewinn vor Steuern von 679 Mio Euro
  • Kernkapitalquote (Tier 1) von 9,2%

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGN.DE / NYSE:DB) hat für das erste Quartal 2008 einen Nettoverlust von 141 Mio € (27 Cent je Aktie) sowie einen Vorsteuerverlust von 254 Mio € bekannt gegeben. Im Zusammenhang mit Krediten und Kreditzusagen im Leveraged-Finance-Geschäft, bei gewerblichen Immobilien und verbrieften Wohnungsbaukrediten (größtenteils Alt-A) wurden Wertanpassungen von 2,7 Mrd € vorgenommen. Ein Gewinn von 77 Mio € resultierte aus der Ausweitung von Credit Spreads bei bestimmten Verpflichtungen der Deutschen Bank, auf welche die Fair-Value-Option angewendet wurde. Die Kernkapitalquote (Tier 1) gemäß Basel II betrug am Ende des Quartals 9,2 %.

Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands, sagte: „Im ersten Quartal des Jahres war die Lage an den Finanzmärkten so schwierig wie noch nie zuvor in der jüngeren Geschichte. Im März nahm der Druck auf den Bankensektor das bisher größte Ausmaß seit Ausbruch der Finanzmarktkrise an. Dies hat natürlich auch seine Spuren im Quartalsabschluss der Deutschen Bank hinterlassen. Dennoch kann sich dieser angesichts der Rahmenbedingungen und im Vergleich mit den Wettbewerbern gut sehen lassen.“

Dr. Ackermann fügte hinzu: „Die Position der Deutschen Bank ist klar. Wir kontrollieren unsere Kosten und Investitionen sehr eng und verlagern Mitarbeiter und Kapital in Wachstumsfelder und -regionen. Zudem reduzieren wir weiter zügig und konsequent unsere Risikopositionen und stärken unsere Kapitalausstattung.

Wir sind davon überzeugt, dass unsere Strategie und unser Geschäftsmodell richtig sind. Unser integrierter „One Bank“-Ansatz hat den Härtetest bestanden; er hat sich als wesentlich für unseren Erfolg und unsere Fähigkeit erwiesen, Wert für unsere Aktionäre zu schaffen. Wir haben Marktanteile in wichtigen Bereichen gewonnen. Die  fundamentalen Trends, die das Umfeld der Finanzindustrie prägen, haben sich nicht geändert. Die Deutsche Bank ist gut gerüstet. Wir sind zuversichtlich, aus dieser Krise stärker denn je hervor zu gehen. Wir sind gleichermaßen entschlossen, sowohl die kurzfristigen Herausforderungen anzunehmen als auch die längerfristigen Chancen zu nutzen.“


Wesentliche Ergebnisgrößen

Im ersten Quartal 2008 erwirtschaftete die Bank ERTRÄGE in Höhe von 4,6 Mrd € gegenüber 9,6 Mrd € im Vorjahresquartal. Der Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S) erzielte Erträge von 880 Mio €, gegenüber 6,1 Mrd € im entsprechenden Quartal des Vorjahres. Im Bereich Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) waren die Erträge mit 1,3 Mrd € niedriger als im Rekordquartal des Vorjahres (3,4 Mrd €), was auf Marktwertverluste im Commercial-Real-Estate-Geschäft und bei verbrieften Wohnungsbaukrediten sowie auf signifikante Ertragsrückgänge im Geschäft mit Kreditprodukten zurückzuführen war. Diese Entwicklung wurde zum Teil durch ein beträchtliches Ertragswachstum im Devisenhandel sowie im Geldmarkt-, Zins- und Rohstoffgeschäft ausgeglichen. Im Bereich Sales & Trading (Equity) lagen die Erträge mit 745 Mio € unter dem Ergebnis des Vorjahresquartals (1,7 Mrd €), was auf einen starken Ertragsrückgang im Handel mit Aktienderivaten und einen geringen Verlust im designierten Eigenhandel zurückzuführen war. Die Erträge im Aktienkassageschäft blieben leicht unter denen des außerordentlich guten Vorjahresquartals, wohingegen die Erträge im Prime-Services-Geschäft den Wert des Vergleichsquartals überstiegen. Im Beratungsgeschäft wurden mit 128 Mio € niedrigere Erträge als im Vorjahresquartal (250 Mio €) verzeichnet, während die Erträge im Emissionsgeschäft (Equity) von 146 Mio € auf 85 Mio € zurückgingen. Beide Entwicklungen waren auf eine Abschwächung der Marktaktivitäten zurückzuführen. Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft (Debt) gingen von 401 Mio € im Vorjahresquartal auf minus 1,4 Mrd € zurück. Dies war in erster Linie auf negative Marktwertanpassungen von 1,8 Mrd € im Leveraged-Finance-Geschäft zurückzuführen. In den Erträgen ist ein Gewinn von 77 Mio € aus Änderungen der Credit Spreads für bestimmte langfristige Verbindlichkeiten der Bank enthalten, auf welche die Fair Value Option angewendet wurde. Die Anwendung der Fair-Value-Option auf unsere eigenen Verbindlichkeiten blieb gegenüber früheren Berichtsperioden unverändert. Der aufgrund der Fair-Value-Bewertung eigener Verbindlichkeiten seit dem 1. Januar 2007 verzeichnete Ertrag belief sich auf weniger als 100 Mio € und war damit im Branchenvergleich sehr gering.

Die Erträge im Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB) stiegen gegenüber dem ersten Quartal 2007 um 8 % auf 661 Mio €. Dies spiegelt gestiegene Kundenvolumina wider, welche die negativen Auswirkungen gesunkener Zinssätze und die Abschwächung des US-Dollars mehr als ausgleichen konnten.

Im Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) erhöhten sich die Erträge gegenüber dem ersten Quartal 2007 um 1 % auf 2,5 Mrd €. Im Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM) gingen die Erträge  aufgrund leichter Ertragsminderungen im Portfolio/Fund Management gegenüber dem Vorjahresquartal um 1 % auf 1,0 Mrd € zurück. Die Erträge im Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC) erreichten mit einer Steigerung von 2 % eine neue Rekordmarke von 1,5 Mrd €, wobei das Wachstum der Erträge aus versicherungsbezogenen Produkten einen Ertragsrückgang im Brokeragegeschäft und Portfolio/Fund Management ausglich.

Die Erträge im Konzernbereich Corporate Investments (CI) beliefen sich auf 705 Mio € und resultierten im Wesentlichen aus Verkäufen von Industriebeteiligungen an der Daimler AG, Allianz SE und Linde AG. Diese Veräußerungsgewinne wurden teilweise durch Marktwertverluste kompensiert, wovon der größte Einzelbetrag auf unsere Option zur Erhöhung der Beteiligung an der Hua Xia Bank Co. Ltd. in China entfiel.

Die RISIKOVORSORGE IM KREDITGESCHÄFT belief sich im ersten Quartal 2008 auf 114 Mio € gegenüber 98 Mio € im Vergleichsquartal 2007. In PCAM lag die Risikovorsorge im Kreditgeschäft bei 125 Mio € gegenüber 117 Mio € im Vorjahresquartal. Dieser Anstieg spiegelt im Wesentlichen die Wachstumsstrategie des Unternehmensbereichs PBC im Konsumentenkreditgeschäft wider. In CIB lagen die Nettoauflösungen im Berichtsquartal bei 11 Mio € gegenüber 20 Mio € im Vorjahresquartal.

Die ZINSUNABHÄNGIGEN AUFWENDUNGEN reduzierten sich von 6,3 Mrd € im ersten Quartal 2007 um 25 % auf 4,8 Mrd € im Berichtsquartal. Der Personalaufwand fiel gegenüber dem Vorjahresquartal um 32 % auf 2,9 Mrd €. Dieser Rückgang resultierte in erster Linie aus rückläufigen leistungsabhängigen Vergütungen vor dem Hintergrund der operativen Ergebnisse. Der Sach- und sonstige Aufwand lag im Berichtsquartal bei 1,9 Mrd € und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahresquartal um 2 %. In der Position Aufwendungen im Versicherungsgeschäft wurde im Berichtsquartal  ein Ertrag von 126 Mio € gegenüber Aufwendungen von 27 Mio € im Vorjahresquartal ausgewiesen. Diese Entwicklung spiegelte im Wesentlichen Marktwertverluste der Investments wider, die zur Deckung der Ansprüche von Versicherungsnehmern im Abbey Life-Geschäft dienen (einer geschlossenen Versicherung, welche die Bank im vierten Quartal 2007 erworben hat). Die zinsunabhängigen Aufwendungen enthielten im Berichtsquartal Kapitaleinschüsse in bestimmte Geldmarktfonds im Asset Management in Höhe von 53 Mio €.

Im ersten Quartal 2008 entstand ein VERLUST VOR STEUERN von 254 Mio € gegenüber einem Gewinn vor Steuern von 3,2 Mrd € im Vergleichsquartal 2007. Gemäß unserer Zielgrößendefinition, bei der bestimmte signifikante Gewinne (nach Abzug damit verbundener Aufwendungen) von 854 Mio € im Berichtsquartal und 252 Mio € im Vorjahresquartal unberücksichtigt bleiben, ergab sich im ersten Quartal 2008 ein Vorsteuerverlust von 1,1 Mrd € gegenüber einem Gewinn vor Steuern von 2,9 Mrd € im Vorjahresquartal. Die im Berichtsquartal erzielten signifikanten Gewinne waren in erster Linie auf die vorgenannten Verkäufe von Industriebeteiligungen zurückzuführen. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) lag im Berichtsquartal bei minus 3 % im Vergleich zu 44 % im Vorjahresquartal.

Der VERLUST NACH STEUERN belief sich im ersten Quartal 2008 auf 141 Mio € gegenüber einem Gewinn nach Steuern von 2,1 Mrd € im Vergleichsquartal 2007. Der Konzern wies einen Steuerertrag von 113 Mio € gegenüber Steueraufwendungen von 1,0 Mrd € im Vorjahresquartal aus. Im Berichtsquartal enthielt die Ertragsteuerposition einen Steuerertrag von 44 Mio € aus „Versicherungsnehmersteuer“ („Policyholder Tax“) im Zusammenhang mit dem vorgenannten Abbey Life-Geschäft. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) ging von 4,28 € im Vorjahresquartal auf minus 27 Cents zurück.

Die erstmals nach den Kapitaladäquanzvorschriften gemäß Basel II berichtete KERNKAPITALQUOTE (TIER 1) belief sich zum Ende des Berichtsquartals auf 9,2 %. Aus der erstmaligen Anwendung von Basel II ergab sich eine Verbesserung der Kernkapitalquote (Tier 1), da die hieraus resultierende Verminderung des Tier-1-Kapitals durch geringere risikogewichtete Aktiva nach Basel II mehr als ausgeglichen wurde. Am Ende des Berichtsquartals beliefen sich die risikogewichteten Aktiva auf 303 Mrd €. Diese beinhalteten eine Erhöhung der risikogewichteten Aktiva im Quartal aus Krediten im Leveraged-Finance-Geschäft, die sich bereits 180 Tage oder länger auf den Büchern befanden. Das Kernkapital (Tier 1) belief sich zum Ende des Berichtsquartals auf 27,9 Mrd €. Der positive Effekt aus der Umwandlung kumulativer Vorzugsaktien in hybrides Tier-1-Kapital im ersten Quartal 2008 wurde durch Wechselkursänderungen, den Einfluss des Verlusts auf die Gewinnrücklagen und eine Dividendenabgrenzung, die 25 % der für 2007 vorgeschlagenen Dividende entspricht, fast vollständig ausgeglichen.


Segmentüberblick

Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB)

Corporate Banking & Securities (CB&S)

Die Erträge in SALES & TRADING (DEBT UND SONSTIGE PRODUKTE) lagen im Berichtsquartal mit 1,3 Mrd € um 2,0 Mrd € (61 %) unter dem Wert des Vergleichsquartals 2007. Der Rückgang schließt Marktwertverluste von netto 885 Mio € auf verbriefte Wohnungsbaukredite und gewerbliche Immobilienkredite ein. Auch in unserem Geschäft mit strukturierten Krediten sanken die Erträge. Dies war auf geringere Kundenaktivität bei CDOs und darauf bezogene Produkte sowie auf schwierige Marktbedingungen zurückzuführen, die zuvor stabile Beziehungen zwischen Kassainstrumenten und derivativen Finanzinstrumenten beeinträchtigten. Demgegenüber wurde bei den Erträgen im Devisen-, Geldmarkt-, Zinsprodukt- und Rohstoffgeschäft im Vergleich zum Vorjahresquartal ein erheblicher Anstieg aufgrund gestiegener Kundenvolumina und günstiger Marktpositionierung verzeichnet. In einer Branchenumfrage von Euromoney wurde die Deutsche Bank im vierten Jahr in Folge als weltweit größter Anbieter von Dienstleistungen in der Kategorie Devisenhandel geführt.

SALES & TRADING (EQUITY) erwirtschaftete Erträge von 745 Mio €, was einem Rückgang von 969 Mio € (57 %) gegenüber dem Vorjahresquartal entsprach. Das Ergebnis im Geschäft mit Aktienderivaten wurde durch eine gestiegene Korrelation der einzelnen Aktienmärkte negativ beeinflusst, die zu einer Wertminderung der residualen Derivatepositionen aus den Aktivitäten im europäischen Zertifikatemarkt führte. Im Aktienkassageschäft konnte ein Wachstum der Erträge in Asien und Nordamerika den Rückgang des Geschäfts in Europa nicht ausgleichen. Das Prime-Services-Geschäft profitierte davon, dass Anleger bei der Auswahl von Anbietern zunehmend selektiver vorgehen. Im designierten Eigenhandelsgeschäft wurde im Berichtsquartal ein geringer Verlust ausgewiesen, während im Vergleichszeitraum des Vorjahres ein positiver Beitrag erzielt wurde.

Im EMISSIONS- UND BERATUNGSGESCHÄFT entstanden im ersten Quartal 2008 negative Erträge von 1,2 Mrd €, während im Vergleichzeitraum 2007 positive Erträge in Höhe von 797 Mio € erzielt wurden. Dieser Rückgang war hauptsächlich auf die Verwerfungen am Markt für kreditfinanzierte Unternehmensübernahmen seit der zweiten Jahreshälfte 2007 zurückzuführen. Im Berichtsquartal wurden auf Kredite und Finanzierungszusagen negative Marktwertanpassungen (nach Berücksichtigung darauf entfallener Provisionserträge) von 1,8 Mrd € vorgenommen, die zum Teil durch einen positiven Zinsüberschuss in Höhe von 206 Mio € aus gezogenen Finanzierungszusagen ausgeglichen wurden. Insgesamt führte das schwierige Marktumfeld im Emissions- und Beratungsgeschäft zu geringeren Volumina, in deren Folge die Erträge rückläufig waren. Im Beratungsgeschäft konnte die Bank dennoch weltweit ihren Marktanteil und ihre Position bei den angekündigten Transaktionsvolumina verbessern. Im Bereich Aktienemissionen steigerte die Bank ihren globalen Marktanteil und verbesserte ihre Position in den Vereinigten Staaten und im asiatisch-pazifischen Raum. Während die Erträge aus dem Emissionsgeschäft (Debt) insgesamt durch die vorgenannten Marktwertverluste bei Krediten und Finanzierungszusagen negativ beeinflusst wurden, stiegen die Erträge aus dem Investment-Grade-Geschäft trotz eines Rückgangs des weltweiten Provisionsaufkommens leicht an (Quellen für alle Positionen, Marktvolumina und Informationen zu Provisionsaufkommen: Thomson Financial, Dealogic).

Die Erträge aus dem KREDITGESCHÄFT betrugen im ersten Quartal 2008 241 Mio € und waren damit um 80 Mio € (25 %) niedriger als im Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang reflektiert im Wesentlichen Effekte aus der Anwendung der Fair Value Option auf neu begebene Kredite und aus zugehörigen Derivaten sowie im ersten Quartal 2007 einmalig erzielte Gewinne aus Verkäufen restrukturierter Kredite.

Die Erträge aus SONSTIGEN PRODUKTEN lagen im ersten Quartal 2008 bei negativen 253 Mio €. Der Rückgang von 185 Mio € gegenüber dem Wert des Vorjahresquartals war hauptsächlich auf Marktwertverluste bei Investments zurückzuführen, die Leistungen im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft von Abbey Life decken, welches im vierten Quartal 2007 erworben wurde. Diese Ertragspositionen werden grundsätzlich in den zinsunabhängigen Aufwendungen, unter den Aufwendungen im Versicherungsgeschäft, ausgeglichen und bleiben damit ohne Einfluss auf den Gewinn.

Bei der RISIKOVORSORGE IM KREDITGESCHÄFT verzeichnete CB&S im ersten Quartal 2008 eine Nettoauflösung von 8 Mio € im Vergleich zu einer Nettoauflösung von 21 Mio € im Vorjahresquartal.

Die ZINSUNABHÄNGIGEN AUFWENDUNGEN beliefen sich im Berichtsquartal auf 2,5 Mrd € und waren damit um 1,5 Mrd € (37 %) niedriger als im Vorjahresquartal. Dieser Rückgang war in erster Linie auf gesunkene leistungsabhängige Vergütungen im Einklang mit dem Geschäftsergebnis zurückzuführen. Zusätzlich wurde, wie oben erwähnt, ein Ertrag in Höhe von 141 Mio € im Zusammenhang mit Leistungen aus dem Versicherungsgeschäft verzeichnet.

Das ERGEBNIS VOR STEUERN war im Berichtsquartal ein Verlust in Höhe von 1,6 Mrd €, während im ersten Quartal 2007 ein Gewinn von 2,2 Mio € erzielt wurde.

WESENTLICHE RISIKOPOSITIONEN AN DEN KREDITMÄRKTEN: Die anhaltenden Verwerfungen an den Kreditmärkten und die damit einhergehenden Liquiditätsengpässe könnten sich auf die verbleibenden Risikopositionen (inklusive erworbener Monoliner-Absicherung) in einigen Kerngeschäften von CB&S auswirken, die stark von der globalen Kreditkrise betroffen waren. Es handelt sich dabei um Credit Structuring und das US-amerikanische Hypothekengeschäft, Commercial Real Estate und Leveraged Finance. In den folgenden Absätzen sind die Bestände der  Bank in solchen Risikopositionen zum Ende des ersten Quartals 2008 zusammenfassend dargestellt.

WESENTLICHE RISIKOPOSITIONEN IM CDO-HANDELS- UND EMISSIONSGESCHÄFT: Die Aktivitäten im Handels- und Emissionsgeschäft von CDOs umfassen verschiedene Kategorien von Vermögenswerten. Dabei steht das Management unserer verbleibenden Risikopositionen im Zusammenhang mit Wohnungsbaukrediten im US-amerikanischen Subprime-Markt weiterhin besonders im Fokus.

Die folgende Tabelle fasst die Risikopositionen für diese Vermögenswerte in den CDO-Handelsbereichen zum 31. März 2008 sowie zum 31. 12. 2007 zusammen.

CDO-Subprime-Risikopositionen (bilanziert als „zum Fair Value bewertet“)
 
31.3.2008
 
31.12.2007



in Mio €
Subprime ABS CDO Brutto- risikoposition
Hedges und sonstige Absiche- rungen
Subprime ABS CDO Netto- risikoposition
Subprime ABS CDO Brutto- risikoposition
Hedges und sonstige Absiche- rungen
Subprime ABS CDO Netto- risikoposition
Super Senior Tranchen
1.175
-476
699
1.778
-938
840
Mezzanine Tranchen
624
-599
25
1.086
-922
164
Super Senior und Mezzanine Tranchen insgesamt
1.799
-1.075
724
2.864
-1.860
1.004
Sonstige Nettorisikoposition im CDO-Geschäft
197
186
Nettorisikoposition im CDO-Subprime-Handelsbereich
 
 
921
 
 
1.190

Die Nettorisikoposition stellt den theoretisch möglichen Verlust zum 31. März 2008 dar, falls die Subprime-Wertpapiere und damit im Zusammenhang stehende ABS-CDOs komplett ausfallen und keine Verwertungsgewinne erzielt werden können. Sie stellt damit keine Indikation für die um das „Net Delta“ adjustierte Handelsrisikoposition zum Bilanzstichtag dar. Diese „Net Delta“ adjustierte Handelsrisikoposition ist eine Kennzahl, die eine Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen ABS CDO- und anderen Subprime-Risiken herstellt. Sie gibt für eine synthetische Subprime-Position die Position in den entsprechenden Wertpapieren an, welche die gleiche Sensitivität gegenüber Marktveränderungen hätte. Die einzelnen Bruttobestandteile der Nettorisikopositionen insgesamt beinhalten Positionen aus verschiedenen Jahren der Kreditvergabe, Lokationen und Bonitätsklassen der Schuldner sowie weitere marktabhängige Faktoren. Während die vorgenannten Werte das maximale Risiko im Fall extremer Marktentwicklungen beschreiben, hängen die tatsächlichen zukünftigen Gewinne und Verluste aus diesen Positionen von den eintretenden Marktbewegungen ab, inklusive der Basisbewegungen zwischen den verschiedenen Komponenten der Risikopositionen und der Möglichkeit, entsprechende Absicherungsgeschäfte diesen Umständen anzupassen.

Zusätzlich zu der auf CDOs zurückgehenden Subprime-Risikoposition hat die Bank auch Risikopositionen aus verbrieften Forderungen, die auf US-amerikanischen Wohnungsbaukrediten besserer Qualität ( „Alt-A“) basieren. Zum 31. März 2008 belief sich die entsprechende Bruttorisikoposition auf 489 Mio € und die Nettorisikoposition auf  127 Mio €. Zum 31. Dezember 2007 betrug die Bruttorisikoposition 603 Mio € und die Nettorisikoposition 161 Mio €.

Im Zuge ihrer Geschäftstätigkeit übernehmen die CDO-Handelsbereiche auch verbriefte Forderungen, die auf anderen Kategorien von Vermögenswerten (einschließlich gewerblicher Immobilienkredite, Trust Preferred Securities und Collateralized Loan Obligations) basieren. Diese Positionen werden üblicherweise durch Transaktionen mit anderen Marktteilnehmern oder durch andere korrespondierende Instrumente abgesichert.

Zusätzlich zu den aufgeführten Risikopositionen im Handel fasst die nachfolgende Tabelle die verbleibenden Risikopositionen am US-amerikanischen Subprime-ABS-CDO-Markt zusammen, welche die Bank als zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte bilanziert hat. Diese Risikopositionen entstehen in erster Linie aus Finanzierungstransaktionen für bestimmte Vermögenswerte. Das potenzielle ökonomische Risiko wird grundsätzlich durch zusätzliche Shortpositionen in den Handelsbüchern abgesichert. Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten sind grundsätzlich im Eigenkapital zu verbuchen, bestimmte Wertminderungen werden jedoch in der Gewinn- und Verlustrechnung reflektiert. Im Ergebnis vor Steuern im ersten Quartal 2008 waren Bruttobelastungen aus solchen Positionen von 144 Mio € enthalten.

CDO-Subprime-Risikopositionen (bilanziert als „zur Veräußerung verfügbar“)
 
 
 
Risikoposition
in Mio €
 
 
 
 
31.3.2008
31.12.2007
Zur Veräußerung verfügbar bilanzierte Vermögenswerte
 
 
 
385
499
Shortpositionen im Handelsbestand
 
 
 
 
-365
-446
Nettorisikoposition
 
 
 
 
20
53

GESCHÄFTE IM US-AMERIKANISCHEN HYPOTHEKENMARKT: Die Deutsche Bank ist im Markt mit US-amerikanischen Wohnungsbaukrediten auch im Handel, bei der Emission und mit der Verbriefung von Wohnungsbaukrediten („RMBS“) aktiv. Das Engagement aus diesem Geschäft ist in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst. Es enthält weder Collateralized Mortgage Obligations („CMOs“) öffentlich-rechtlicher Emittenten noch Kredite, die grundsätzlich zum Ankauf durch solche Institutionen qualifizieren.

Sonstige Risikopositionen im US-amerikanischen Hypothekenmarkt
 
 
Risikoposition
in Mio €
 
 
 
 
31.3.2008
31.12.2007
Alt-A
 
 
 
5.238
7.848
Subprime
 
 
 
 
202
214
Sonstige
 
 
 
 
1.599
1.666
Sonstige Bruttovermögenswerte in US-amerikanischen Wohnungsbaukrediten
 
 
 
7.038
9.729
Hedges und sonstige Absicherungen
 
 
 
 
-5.994
-6.921
Handelspositionen (Netto)
 
 
 
 
675
803
Nettorisikoposition
 
 
 
 
1.719
3.611

In der Tabelle stellt die Nettorisikoposition den theoretisch möglichen Verlust dar, falls die RMBS-Schuldverschreibungen, -Kredite und entsprechende Absicherungsgeschäfte komplett ausfallen und keine Verwertungsgewinne erzielt werden können. Sie liefert keinen Anhaltspunkt für unsere um das „Net Delta“ adjustierte Nettorisikoposition im Handel. Diese „Net Delta“ adjustierte Handelsrisikoposition ist eine Kennzahl, die eine Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen RMBS und anderen Risiken herstellt. Sie gibt für eine synthetische Position die Position in den entsprechenden Wertpapieren an, welche die gleiche Sensitivität gegenüber Marktveränderungen hätte. Während die vorgenannten Werte das maximale Risiko im Fall extremer Marktentwicklungen beschreiben, hängen die tatsächlichen zukünftigen Gewinne und Verluste aus diesen Positionen von den eintretenden Marktbewegungen ab, inklusive der relativen Marktbewegungen zwischen den verschiedenen Komponenten unserer Risikopositionen und der Möglichkeit, entsprechende Absicherungsgeschäfte diesen Umständen anzupassen.

Absicherungsgeschäften liegen verschiedene Marktinstrumente zugrunde. Dazu gehören Kreditversicherungen von Monolinern,  auf Referenzschuldner bezogene Credit Default Swaps („CDS“) und Indexkontrakte. Es wurden die Vergleichszahlen der Nettorisikopositionen (die den Marktwert der Bruttorisikoposition in RMBS-Schuldverschreibungen und -Krediten abzüglich der Absicherung durch bezogene Hedges darstellt) für den 31. Dezember 2007 angepasst, um dem hypothetischen Fall Rechnung zu tragen, dass keine Verwertungsgewinne erzielt werden können. Damit wird ein Überblick über das absolute Verlustpotenzial gegeben, welcher im Einklang mit den sonstigen Offenlegungen steht.

Die Netto-Handelspositionen entstehen aus dem Market-making und aus Sekundärmarktaktivitäten in kreditrisikosensitiven Produkten im US-amerikanischen Hypothekenmarkt.

RISIKOPOSITIONEN GEGENÜBER MONOLINERN: Die Verwerfungen am US-amerikanischen Subprime-Hypothekenmarkt haben bei Anbietern von Finanzgarantien wie Monoline-Versicherern zu hohen Risikopositionen geführt, wenn sie den Wert eines Pools von Sicherheiten, auf den CDOs oder andere gehandelte Wertpapiere referenzieren, versichert oder garantiert haben. Diese Entwicklung hat eine gewisse Verunsicherung darüber ausgelöst, ob Monoliner ihre Verpflichtungen gegenüber Banken und anderen Käufern von Absicherungen erfüllen können. Ansprüche gegenüber Monoline-Versicherern werden nur dann fällig, wenn der Bank dadurch Verluste entstehen, dass abgesicherte Aktiva (oder Kreditsicherheiten) ausfallen.

Die folgende Tabelle fasst die Nettoausfallrisiko der Bank gegenüber Monolinern, bezogen auf Aktivitäten in US-amerikanischen Wohnimmobilienkrediten, zusammen. Die gezeigten Beträge beziehen sich auf die von Monolinern garantierten Werte unter Berücksichtigung der aktuellen Marktwerte der gesicherten Vermögenspositionen, denen ihr Nennwert gegenübergestellt wird.

Risikoposition gegenüber Monolinern, bezogen auf US-amerikanische Wohnungsbaukredite
 
Marktwert der erworbenen Absicherung
Brutto-Nominalwert der erworbenen Absicherung
in Mio €
 
 
31.3.2008
31.12.2007
31.3.2008
31.12.2007
Super Senior ABS CDO
 
869
805
1.971
2.023
Sonstige Subprime
 
 
97
69
662
573
Alt-A
 
 
904
229
6.264
6.318
Wert der erworbenen CDS-Absicherung
 
 
1.869
1.103
8.897
8.914

Ein Teil des Marktwerts der erworbenen Monoliner-Absicherungen wurde durch Credit Default Swaps mit anderen Marktteilnehmern oder durch andere Instrumente ökonomisch abgesichert.

Zum 31. März 2008 und zum 31. Dezember 2007 hat die Bank Bewertungsanpassungen von 313 Mio € und 82 Mio € für Ausfallrisiken in diesen Monoliner-Positionen vorgenommen. Diese Bewertungsanpassungen wurden auf der Basis einer Bonitätsprüfung jedes einzelnen Monoliner Kontrahenten vorgenommen.

Zusätzlich zu den in obiger Tabelle ausgewiesenen Beträgen, die sich auf Aktivitäten mit Wohnungsbaukrediten beziehen, hatte die Bank zum 31. März 2008 ein Nettoausfallrisiko gegenüber Monolinern aus anderen versicherten Vermögenswerten von 1,9 Mrd € im Vergleich zu 1,2 Mrd € zum 31. Dezember 2007 (unter Berücksichtigung der Marktwerte dieser Vermögenswerte). Diese Vermögenswerte resultieren aus verschiedenen  kundenbezogenen Aktivitäten und umfassen Collateralized Loan Obligations, gewerbliche verbriefte Hypothekenkredite, Trust Preferred Securities, Studentenkredite und Schuldtitel des öffentlichen Sektors.

RISIKOPOSITIONEN IM BEREICH COMMERCIAL REAL ESTATE (CRE): Im Commercial-Real-Estate-Geschäft entstehen Risiken aus den im Bestand befindlichen Krediten, Vermögenswerten, die zur Verbriefung gehalten werden, und CMBS-Papieren. Die folgende Tabelle ist eine Zusammenfassung der Bruttorisikoposition der Bank zum 31. März 2008 und zum 31. Dezember 2007 für zum Fair Value bewertete verbriefte und nicht verbriefte Kredite, die teilweise oder vollständig durch gewerbliche Immobilien oder Pools gewerblicher Hypotheken besichert sind. Sie schließt das Handelsportfolio aus Sekundärmarktpositionen in CMBS-Papieren, die aktiv gehandelt und bewertet werden, nicht ein.

Commercial Real Estate Exposure
Bruttorisikoposition
in Mio €
 
 
 
 
31.3.2008
31.12.2007
Kredite
 
 
 
16.399
15.999
Nicht in Anspruch genommene Kreditzusagen
 
 
 
 
-
1.166
Commercial-Real-Estate-Risikopositionen insgesamt
 
 
 
 
16.399
17.165
davon:
 
 
 
 
 
 in Nordamerika
 
 
 
 
7.605
8.366
 in Europa
 
 
 
 
8.794
8.799
   (davon in Deutschland 6.726 Mio € zum 31.3.2008 6.873 Mio € zum 31.12.2007)
 
 
 
 
 
 
 
Marktwertverluste auf Kredite und Kreditzusagen
 
 
 
in Mio €
 
 
 
 
31.3.2008
31.12.2007
Nettomarktwertverluste vor Absicherungsgeschäften für die Monate Januar bis März 2008 und Januar bis Dezember 2007
 
-342
-386
Bruttomarktwertverluste vor Provisionen und Absicherungsgeschäften (auf zum 31.3. bestehende Kredite und Kreditzusagen)
 
-865
-558

Die zum 31. März 2008 entstandenen Marktwertverluste waren hauptsächlich Folge der illiquiden Märkte, mit denen die Bank ab der zweiten Jahreshälfte 2007 konfrontiert war. Diese beeinträchtigten die Möglichkeit der Bank, gewerbliche Immobilienkredite zu verbriefen und zu verkaufen.  Zum 31. März 2008 betrug der Buchwert der Kredite und Kreditzusagen, die zum  Fair Value bewertet werden, 15,5 Mrd €  im Vergleich zu 16,6 Mrd € zum 31. Dezember 2007.

RISIKOPOSITIONEN IM LEVERAGED-FINANCE-BEREICH: Die folgende Tabelle ist eine Zusammenfassung der Risikopositionen zum 31. März 2008 und zum 31. Dezember 2007 im Leveraged-Finance-Bereich, die sich aus Krediten und Kreditzusagen im Zusammenhang mit der Finanzierung von Unternehmensübernahmen ergeben. Diese Aktivitäten umfassen Private-Equity-Transaktionen und sonstige Buy-out-Vereinbarungen. Des Weiteren enthält die zweite Tabelle die auf diese Positionen zum 31. März 2008 entstandenen Marktwertverluste.

Leveraged-Finance-Risikoposition
 
 
Bruttorisikoposition
in Mio €
 
 
31.3.2008
31.12.2007
Kredite
 
 
16.509
15.317
Nicht in Anspruch genommene Kreditzusagen
 
 
16.638
20.897
Leveraged-Finance-Risikoposition insgesamt
 
 
33.147
36.214
davon:
 
 
   in Nordamerika
 
 
23.689
26.620
   in Europa
 
 
8.843
8.959
   In Asien/Pazifik
 
 
615
635

Von dem Gesamtbestand der Kredite und Kreditzusagen wurden 1,7 Mrd € zu fortgeführten Anschaffungskosten und 31,5 Mrd € zum Fair Value bilanziert. Zum 31. März 2008 belief sich der Buchwert der zum Fair Value bewerteten Kredite und Kreditzusagen auf 28,6 Mrd € gegenüber 33,5 Mrd € zum 31. Dezember 2007.

Marktwertverluste auf Kredite und Kreditzusagen
 
 
 
 
in Mio €
 
 
 
 
31.3.2008
31.12.2007
Nettomarktwertverluste vor Absicherungsgeschäften
 
-1.770
-759
Bruttomarktwertverluste vor Provisionen und Absicherungsgeschäften (auf zum 31.3. bestehende Kredite und Kreditzusagen)
 
-2.901
-1.351

Global Transaction Banking (GTB)

Die ERTRÄGE in GTB stiegen im Berichtsquartal gegenüber dem entsprechenden Vergleichszeitraum des Vorjahres um 49 Mio € (8 %) auf 661 Mio €. Diese Entwicklung war vorwiegend auf Aktivitäten von GTB in Trade Finance, im Wertpapierverwahrungsgeschäft und im Cash Management zurückzuführen.

Der Ertragszuwachs in Trade Finance resultierte in erster Linie aus höheren Volumina im Dokumentenakkreditivgeschäft sowie einem Ausbau des garantiebezogenen Geschäfts im asiatisch-pazifischen Raum und Europa. Cash Management erzielte vor allem aufgrund gestiegener Transaktionsvolumina im Euro-Clearinggeschäft höhere Erträge.  Auch die Zunahme im Wertpapierverwahrungsgeschäft war größtenteils auf einen deutlichen Ausbau der Geschäftsvolumina, mit einem Anstieg der Assets under Custody um 10 % infolge signifikanter neuer Kundenmandate, zurückzuführen.

Die RISIKOVORSORGE IM KREDITGESCHÄFT ergab im ersten Quartal 2008 eine Nettoauflösung von 3 Mio € nach einer Nettozuführung von 1 Mio € im Vorjahresquartal.

Die ZINSUNABHÄNGIGEN AUFWENDUNGEN waren mit 414 Mio € im ersten Quartal 2008 um 16 Mio € (4 %) höher als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Diese Entwicklung ist auf einen Anstieg der Mitarbeiterzahlen sowie auf höhere leistungsabhängige Vergütungen und transaktionsbezogene Aufwendungen im Zusammenhang mit der Geschäftsentwicklung zurückzuführen.

Das ERGEBNIS VOR STEUERN erhöhte sich im Berichtsquartal gegenüber dem ersten Quartal 2007 um 36 Mio € (17 %) auf 250 Mio €.


Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM)

Asset and Wealth Management (AWM)

Im ersten Quartal 2008 beliefen sich die Erträge im Unternehmensbereich AWM auf 1,0 Mrd €. Dies entspricht einem Rückgang von 7 Mio € (1 %) gegenüber dem ersten Quartal 2007.

Die Erträge aus dem PORTFOLIO/FUND MANAGEMENT in ASSET MANAGEMENT (AM) fielen gegenüber dem ersten Quartal 2007 um 41 Mio € (8 %). Dieser Rückgang war auf den Einfluss der schlechteren Marktbedingungen auf volumenabhängige Provisionen zurückzuführen und konnte durch höhere erfolgsabhängige Provisionen in Folge erfolgreicher Sektoren- und Branchenauswahl teilweise kompensiert werden. In PRIVATE WEALTH MANAGEMENT (PWM) gingen die Erträge aus dem PORTFOLIO/FUND MANAGEMENT gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 4 Mio € (4 %) zurück. Zu dieser Entwicklung trug vor allem der Einfluss der schlechteren Marktbedingungen im ersten Quartal 2008 auf volumenabhängige Provisionen sowie der starke Euro bei. Diese Entwicklung konnte durch Zuflüsse von Invested Assets infolge früherer Investitionen in die Plattform der Bank teilweise ausgeglichen werden. Die Erträge aus dem BROKERAGE-Geschäft stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7 Mio € (3 %) auf 238 Mio €. Der Anstieg resultierte vor allem aus der starken Nachfrage nach Alternative Investments und strukturierten Produkten und wurde durch eine geringere Kundenaktivität im aktuellen Marktumfeld und den Einfluss des stärkeren Euro teilweise kompensiert. Die Erträge aus dem KREDIT-/EINLAGENGESCHÄFT erhöhten sich infolge höherer Volumina und Margen sowohl bei Krediten als auch bei Einlagen um 9 Mio € (18%) auf 62 Mio €. Die Erträge aus SONSTIGEN PRODUKTEN lagen mit 112 Mio € um 19 Mio € (21 %) über dem Wert des ersten Quartals 2007. Hierzu trug vor allem ein einmaliger Gewinn in PWM im Zusammenhang mit einer Beteiligung in der Schweiz bei. Beide Quartale enthielten Gewinne aus dem Immobilien-Investmentgeschäft von AM einschließlich eines Gewinns von 65 Mio € aus der Veräußerung von Aktivitäten in Australien im ersten Quartal 2008.

Die ZINSUNABHÄNGIGEN AUFWENDUNGEN waren mit 813 Mio € im Vergleich zum Vorjahresquartal nahezu unverändert. Rückläufige erfolgsabhängige Vergütungen, die positiven Auswirkungen des starken Euro und ein Rückgang der Aufwendungen im Versicherungsgeschäft von 11 Mio €, wurden durch Kapitalzuführungen von 53 Mio € für bestimmte Investmentfonds ausgeglichen. Im Gesamtjahr 2007 betrugen solche Kapitalzuführungen 42 Mio €.

Das ERGEBNIS VOR STEUERN in AWM von 188 Mio € blieb gegenüber dem Vorjahresquartal unverändert.

Die INVESTED ASSETS gingen in AWM im ersten Quartal 2008 um 51 Mrd € auf 698 Mrd € zurück. Ursächlich hierfür waren die Auswirkungen der schlechteren Marktbedingungen (32 Mrd €) und negative Wechselkurseffekte (20 Mrd €). Gegenläufig wirkten Nettomittelzuflüsse von 7 Mrd €, davon 4 Mrd € in PWM und 2 Mrd € in AM. Der verbleibende Rückgang war auf Veräußerungen im Alternative Investments Geschäft von AM zurückzuführen.


Private & Business Clients (PBC)

Die Erträge im Unternehmensbereich PBC erreichten den Rekordwert von 1,5 Mrd € und lagen damit um 28 Mio € (2 %) über dem Vergleichswert des ersten Quartals 2007. Die Erträge im ZAHLUNGSVERKEHR, KONTOFÜHRUNG UND SONSTIGE FINANZDIENSTLEISTUNGEN stiegen um 57 Mio € (26 %), vor allem durch den anhaltend hohen Absatz von Versicherungsprodukten. Die Erträge aus dem KREDIT-/EINLAGENGESCHÄFT verbesserten sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 27 Mio € (4 %). Dies war insbesondere auf einen Ausbau der Erträge im Einlagengeschäft infolge deutlich gestiegener Volumina zurückzuführen. Diesen Ertragszuwächsen standen Rückgänge der Erträge im BROKERAGEGESCHÄFT um 34 Mio € (11 %) und im PORTFOLIO/FUND MANAGEMENT um 8 Mio € (13 %) gegenüber. Beide Ertragskategorien wurden durch die schlechteren Bedingungen an den Aktienmärkten beeinflusst. Die Erträge aus SONSTIGEN PRODUKTEN fielen um 13 Mio € (12 %) im Vergleich zum Vorjahresquartal, das Gewinne aus dem Verkauf von Geschäftsfeldern enthielt.

Die RISIKOVORSORGE IM KREDITGESCHÄFT belief sich im Berichtsquartal auf 125 Mio €. Der Anstieg um 8 Mio € (7 %) gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres spiegelt das organische Wachstum im Konsumentenkreditgeschäft wider.

Die ZINSUNABHÄNGIGEN AUFWENDUNGEN lagen im ersten Quartal 2008 mit 1,0 Mrd € um 9 Mio € (1 %) über dem Wert des Vorjahresquartals. Diese Entwicklung war vor allem auf einen höheren Personalaufwand infolge gestiegener Mitarbeiterzahlen, insbesondere in Deutschland, Polen und Indien, zurückzuführen.

Das ERGEBNIS VOR STEUERN in PBC belief sich im Berichtsquartal auf 304 Mio € und übertraf damit das Ergebnis des Vorjahresquartals um 11 Mio € (4 %).

Im ersten Quartal 2008 sind die Geschäftsvolumina in PBC sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft weiter gestiegen. Die INVESTED ASSETS gingen während des ersten Quartals 2008 um 5 Mrd € zurück und beliefen sich zum Ende des Quartals auf 198 Mrd €. Dies spiegelt die Auswirkungen der negativen Marktwertentwicklungen in Höhe von 10 Mrd € wider, die durch Nettomittelzuflüsse von 4 Mrd € teilweise kompensiert wurden.

Die Zahl der Kunden belief sich am Ende des ersten Quartals 2008 auf 14,0 Millionen. Dies entspricht einer Zunahme  um 182 000 Neukunden, vor allem aufgrund von Zuwächsen in Deutschland und Indien.

Konzernbereich Corporate Investments (CI)

Das ERGEBNIS VOR STEUERN belief sich im ersten Quartal 2008 auf 679 Mio € nach 305 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Das Berichtsquartal enthält Gewinne von 854 Mio € aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen, einschließlich Daimler AG, Allianz SE und Linde AG. Marktwertverluste, einschließlich der Effekte aus der Option zur Erhöhung unserer Beteiligung an der Hua Xia Bank Co. Ltd., belasteten das Berichtsquartals. Das Vorjahresquartal beinhaltete Marktwertgewinne aus dieser Option, einen Gewinn (nach korrespondierenden Aufwendungen) in Höhe von 124 Mio € im Zusammenhang mit unserer Beteiligung an der Deutsche Interhotel Holding GmbH & Co. KG sowie Gewinne aus Industriebeteiligungen von 159 Mio €.

Consolidation & Adjustments

Im ersten Quartal 2008 verzeichnete Consolidation & Adjustments einen VERLUST VOR STEUERN von 72 Mio € gegenüber einem Verlust vor Steuern von 17 Mio € im Vorjahresquartal. In beiden Quartalen waren keine materiellen Einzelpositionen enthalten.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG Presseabteilung

Dr. Ronald Weichert 069/910-38664
Armin Niedermeier  069/910-33402

Der vollständige Zwischenbericht zum 31. März 2008 kann im Internet abgerufen werden: www.deutsche-bank.de/1Q2008. Ebenso ein Zahlenanhang (nur englisch): www.deutsche-bank.de/ir/financial-supplements.
 

Heute um 9.00 Uhr (MEZ) findet eine Telefonkonferenz zum Quartalsergebnis statt. Die Konferenz wird im Internet übertragen: www.deutsche-bank.de/ir/video-audio.


Diese Presse-Information enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Die Deutsche Bank übernimmt keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse anzupassen.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo die Deutsche Bank einen erheblichen Teil ihrer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielt, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung unserer Managementagenda, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken, die in den von uns bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren sind im SEC-Bericht nach „Form 20-F“ vom 26. März 2008 unter der Überschrift „Risk Factors“ im Detail dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei der Bank erhältlich oder unter www.deutsche-bank.com/ir verfügbar.

 




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Letzte Änderung: 2.9.2013
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