Frankfurt am Main, 14. Januar 2009

Deutsche Bank gibt Eckdaten zum Ergebnis im vierten Quartal 2008 bekannt


Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE/ NYSE: DB) hat heute vorläufige, noch nicht testierte Eckdaten zu ihrem Ergebnis im vierten Quartal 2008 bekannt gegeben:

  • Verlust im vierten Quartal: Die Deutsche Bank geht gegenwärtig für das vierte Quartal 2008 von einem Verlust nach Steuern in der Größenordnung von 4,8 Mrd Euro aus. Die außerordentlich schwierigen Marktbedingungen haben die Ergebnisse aus dem Verkauf und Handel von Wertpapieren (Sales & Trading) belastet. Davon waren insbesondere der Handel mit Kreditprodukten (einschließlich des Eigenhandelgeschäfts), das Aktienderivategeschäft sowie der Aktieneigenhandel betroffen. Das Quartalsergebnis spiegelt darüber hinaus die Reduzierung von Risikopositionen und weitere Maßnahmen zum Risiko-abbau wider. Des Weiteren wurde das Quartalsergebnis durch wesentliche Zuführungen zur Vorsorge für bestimmte Monoline-Versicherer sowie durch andere positive und negative Sonderfaktoren, die auch Reorganisations-aufwendungen umfassen, belastet. Für den Unternehmensbereich Asset and Wealth Management erwartet die Bank im vierten Quartal 2008 ebenfalls einen Verlust. Dieser ergibt sich im Wesentlichen aus einer Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte in DWS Scudder sowie aus materiellen Zuschüssen zu Geldmarktfonds.

    Für das Gesamtjahr 2008 geht die Deutsche Bank für den Konzern gegenwärtig von einem Verlust nach Steuern in der Größenordnung von 3,9 Mrd Euro aus.

  • Geringer Effekt aus der Bewertung eigener Verbindlichkeiten zu Marktwerten: Die Deutsche Bank nutzt auch weiterhin nur in vergleichsweise  geringem Umfang die Möglichkeit, ihre eigenen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Fair-Value-Option zu Marktwerten zu bilanzieren. Hätte die Bank die Fair-Value-Option auf alle begebenen verbrieften Verbindlichkeiten angewendet, wären im Gesamtjahr 2008 zusätzliche Gewinne vor Steuern von mehr als 5,5 Mrd Euro angefallen.

  • Kapitalstärke: Zum Ende des vierten Quartals 2008 erwartet die Deutsche Bank eine BIZ-Kapitalquote (Tier 1) in Höhe der veröffentlichten Zielgröße von 10%. Dabei ist eine Dividendenabgrenzung für das Geschäftsjahr 2008 von 50 Cent pro Aktie berücksichtigt.

  • Weiterer Fortschritt bei der Reduzierung der Leverage Ratio: Global Markets hat im vierten Quartal 2008 seine nicht derivativen Handels- und sonstigen  Aktiva in einer Größenordung von ca. 300 Mrd Euro reduziert. Dieser signifikante Abbau resultiert aus den Initiativen der Bank, die Leverage Ratio in diesem Bereich zu verringern. Er wurde jedoch durch einen deutlichen Anstieg der Marktwerte von Derivaten infolge außergewöhnlicher Volatilitäten und extremer Bewegungen der Zinsstrukturkurve überlagert. Nach IFRS können diese Positionen nur in sehr begrenztem Umfang mit entsprechenden negativen Marktwerten saldiert werden. Der Abbau von Aktiva während des vierten Quartals hat die Kreditvergabe der Bank an den deutschen Mittelstand nicht beeinträchtigt. Die Bank erwartet, dass sie ihre Leverage Ratio gemäß Zielgrößendefinition zum Jahresende gegenüber dem dritten Quartal 2008 weiter verbessern wird.

  • Deutlicher Abbau von Kreditrisikopositionen: Die Risikopositionen der Bank bei (zum Fair Value bewerteten) Krediten und Kreditzusagen im Leveraged- Finance-Bereich verringerten sich von 11,9 Mrd Euro zum Ende des dritten Quartals auf unter 1 Mrd Euro zum Jahresende 2008. Darüber hinaus reduzierte die Bank im selben Zeitraum die Risikopositionen aus gewerblichen Immobilienkrediten (zum Fair Value bewertet und unter Berücksichtigung von  Risikoabbaumaßnahmen) von 8,4 Mrd Euro auf unter 3 Mrd Euro.

  • Korrektur-Maßnahmen: Der Vorstand hat im vierten Quartal eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, von denen einige bereits bis zum Ende des Quartals umgesetzt wurden und sich insoweit bereits im Ergebnis des vierten Quartals niedergeschlagen haben. Weitere Maßnahmen werden in 2009 folgen.

Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands, erklärte: „Wir sind über das Ergebnis im vierten Quartal, das zu einem Verlust im Gesamtjahr geführt hat, sehr enttäuscht. Das extrem schwierige Marktumfeld hat einige Schwächen in der Bank aufgezeigt. Wir haben eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um diese Schwächen zu beheben. Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist bereits im Gange.

Unsere Kapitalstärke, die wir erfolgreich aufrecht erhalten haben, ermöglichte es uns, diesen extrem schwierigen Marktbedingungen Stand zu halten und die notwendigen Schritte zum Risikoabbau zu ergreifen. Wir haben unsere Risikopositionen bei Leveraged Finance, gewerblichen Immobilien und anderen wesentlichen Bereichen deutlich reduziert und erwarten keine weiteren materiellen negativen Effekte aus diesen Bereichen. Wir haben Handelsstrategien, die durch die Marktturbulenzen am meisten betroffen waren, zurückgefahren oder vollständig eingestellt. Wir haben unsere Handelsaktiva signifikant verringert und auf diese Weise unsere Leverage Ratio reduziert.“

Das Ergebnis für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2008 wird die Deutsche Bank, wie vorgesehen, am 5. Februar 2009 veröffentlichen. Am gleichen Tag finden in Frankfurt die Jahres-Pressekonferenz sowie eine Analystenkonferenz statt.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank Presseabteilung

Dr. Ronald Weichert 069/910-38664
Armin Niedermeier  069/910-33402
Christan Streckert  069/910-38079


Heute um 14.30 Uhr findet eine gemeinsame Telefonkonferenz für Analysten und Medien statt (in englischer Sprache). Die Konferenz wird im Internet übertragen: www.deutsche-bank.de/ir/video-audio.


Diese Presse-Information enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Wir über¬nehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse anzupassen.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung unserer Managementagenda, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken, die in den von uns bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren sind in unserem SEC-Bericht nach „Form 20-F“ vom 26. März 2008 unter der Überschrift „Risk Factors“ im Detail dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei uns erhältlich oder unter www.deutsche-bank.com/ir verfügbar.




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