Frankfurt am Main, 05. Februar 2009

Deutsche Bank: Verlust nach Steuern von 3,9 Mrd Euro im Jahr 2008


  • Verlust vor Steuern von 5,7 Mrd Euro
  • Tier-1 Kapitalquote von 10,1%
  • Relation Bilanzsumme zu Eigenkapital (Leverage Ratio) nach Zielgrößendefinition auf 28 reduziert
  • Wertpapierhandelsbestand um 142 Mrd Euro bzw. 41% abgebaut
  • Dividendenvorschlag von 50 Cent je Aktie
  • Verlust vor Steuern im 4. Quartal 2008 von 6,2 Mrd Euro; Verlust nach Steuern von 4,8 Mrd Euro

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) hat heute noch nicht testierte Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2008 vorgelegt. Die Ergebnisse stehen im Einklang mit den bereits am 14. Januar vermeldeten Eckdaten zum vierten Quartal 2008.

Für das Geschäftsjahr 2008 wies die Bank einen Verlust nach Steuern von 3,9 Mrd € und einen Verlust vor Steuern von 5,7 Mrd € aus. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) betrug minus 7,61 € nach plus 13,05 € im Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern nach Zielgrößendefinition (bezogen auf das Active Equity) lag bei minus 20% gegenüber plus 26% im Vorjahr. Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Dividende von 50 Cent  je Aktie vorgeschlagen, nach 4,50 € für 2007. Die Tier-1 Kapitalquote nach Basel II lag zum Jahresende 2008 bei 10,1%. Ende 2007 hatte diese - nach Basel I - bei 8,6% gelegen. Das Tier-1Kapital nach Basel II betrug zum Jahresende 2008 31,1 Mrd €, nach 28,3 Mrd € zum Jahresschluss 2007 (berichtet nach Basel I).

Für das vierte Quartal 2008 wies die Bank einen Verlust nach Steuern von 4,8 Mrd € aus, verglichen mit einem Nachsteuergewinn von 1,0 Mrd € im entsprechenden Vorjahresquartal. Vor Steuern belief sich der Verlust auf 6,2 Mrd €, nach einem Vorsteuergewinn von 1,4 Mrd € im 4. Quartal 2007.

Dr. Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, sagte:

„Wir sind absolut unzufrieden mit unserem Ergebnis im vierten Quartal und dem daraus resultierenden Verlust im Gesamtjahr 2008. Die zuvor nie erlebten Marktverhältnisse in diesem Quartal haben einige Schwächen in unserem Geschäftsmodell offenbart. Deshalb ändern wir unsere Aufstellung in einigen Geschäftsfeldern.“

„Die Tier-1 Kapitalquote der Bank blieb im Einklang mit unserer Zielsetzung über 10 Prozent und ist damit höher als zu Beginn der Krise. Wir haben die Relation von Bilanzsumme zu Eigenkapital (Leverage Ratio) deutlich reduziert und unsere veröffentlichte Zielmarke hier sogar vorzeitig übertroffen. Ebenso haben wir bestimmte Risikopositionen aus der Vergangenheit und Handelsaktiva deutlich abgebaut und die Kosten in den von den Marktturbulenzen am stärksten betroffenen Bereichen konsequent angepasst.“

„Für die nächste Zeit sehen wir weiterhin sehr schwierige Bedingungen für die Weltwirtschaft und damit große Herausforderungen für unsere Kunden wie auch für unsere Branche. Wir stehen auch künftig fest zu unserem Geschäftsmodell: Im Investmentbanking sind wir Marktführer in Geschäftsbereichen, die sich auch in der Krise gut entwickelt haben. Vom Wert und der strategischen Bedeutung unserer stabilen Geschäftsbereiche bleiben wir überzeugt. Unsere solide Kapitalposition und stabile Liquiditäts- sowie Finanzierungsbasis sind ebenfalls wichtige Stützpfeiler in schwierigen Zeiten. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Deutsche Bank aus der gegenwärtigen Krise erfolgreich hervorgehen wird. Weil das Vertrauen und die Unterstützung unserer Aktionäre für uns zentral sind, schlagen wir für das Geschäftsjahr 2008 eine Dividende von 50 Cent pro Aktie vor. Damit setzen wir ein Zeichen unserer Zuversicht in die weitere Entwicklung der Bank.“


Wesentliche Ergebnisgrößen

Die Erträge beliefen sich im Berichtsquartal auf negative 885 Mio € nach positiven Erträgen von 7,3 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Der Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) verzeichnete negative Erträge von 3,0 Mrd € gegenüber positiven Erträgen von 4,5 Mrd € im vierten Quartal 2007.

Im Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S) ergaben sich im Berichtsquartal per Saldo negative Erträge von 3,8 Mrd € im Vergleich zu positiven Erträgen von 3,8 Mrd € im Vorjahresquartal. Diese Entwicklung spiegelt Nettoverluste von 4,8 Mrd € in Sales & Trading wider, die vornehmlich aus dem Handel mit Kreditprodukten (Eigenhandel und Kundengeschäft), dem Aktienderivategeschäft sowie dem Aktieneigenhandel resultierten. Das Geschäftsmodell der Bank in diesen Bereichen war im vierten Quartal extremen Marktvolatilitäten, Korrelationen und sich verändernden Relationen zwischen einzelnen Kategorien finanzieller Vermögenswerte ausgesetzt, verbunden mit extremer Illiquidität in einem außergewöhnlich schwierigen Marktumfeld. Demgegenüber konnte im Geldmarktgeschäft und im Devisenhandel ein signifikantes Ertragswachstum erzielt werden, welches jedoch die Verluste in den vorgenannten Geschäftsfeldern nicht ausgleichen konnte. Die Erträge im Emissionsgeschäft waren mit 938 Mio € um 84% höher als im vierten Quartal des Vorjahres. Darin spiegelten sich materielle Wertaufholungen auf Kredite und Kreditzusagen in Zusammenhang mit Transaktionen wider, bei denen eine Verpflichtung der Deutschen Bank im Berichtsquartal auslief. Durch diese Zuschreibungen wurde ein Ertragsrückgang im Emissionsgeschäft (Equity) mehr als ausgeglichen. Im Beratungsgeschäft gingen die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal infolge eines rückläufigen Marktvolumens um 52% auf 152 Mio € zurück.

Der Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB) erzielte im Berichtsquartal Erträge von 751 Mio €. Der Anstieg von 14% gegenüber dem Vorjahresquartal reflektiert Rekordvolumina in den Bereichen Trade Finance und Cash Management.

Im Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) sanken die Erträge gegenüber dem vierten Quartal 2007 um 22% auf 2,0 Mrd €.

Im Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM) lagen die Erträge mit 588 Mio € um 47% unter dem Wert des Vorjahresquartals. Zu dieser Entwicklung trugen niedrigere Provisionseinnahmen infolge schwächerer Aktienmärkte, niedrigere Vermögenswerte und geringere Kundenaktivität, verbunden mit geringerer Aktivität im RREEF-Geschäft sowie Wertanpassungen bei Seed Capital und anderen Investments von 164 Mio € bei. Darüber hinaus wurden Zuschüsse von 92 Mio € zu bestimmten Geldmarktfonds geleistet.

Im Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC) fielen die Erträge gegenüber dem vierten Quartal 2007 um 3% auf 1,4 Mrd €. Im Brokerage und Portfolio Management sanken die Erträge um 39% beziehungsweise 15%. Der Rückgang spiegelt niedrigere Aktienkurse und eine schwächere Kundenaktivität infolge turbulenter Aktienmärkte im Berichtsquartal wider. Diese Entwicklung wurde durch bestimmte Sonderfaktoren im Berichtsquartal teilweise ausgeglichen.

Im Gesamtjahr 2008 beliefen sich die Erträge des Konzerns auf 13,5 Mrd €. Darin waren negative Marktwertanpassungen von 7,0 Mrd € enthalten. In 2007 betrugen die Erträge 30,7 Mrd € (nach negativen Marktwertanpassungen von 2,3 Mrd €).

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 80% auf 591 Mio €. Sie enthielt Nettoneubildungen von 185 Mio € für Kredite, die im Einklang mit den Änderungen des IAS 39 umklassifiziert wurden. Dieser Effekt war der wesentliche Grund für den Anstieg der Risikovorsorge in CIB um 90% auf 361 Mio €. In PCAM betrug die Risikovorsorge im Berichtsquartal 229 Mio €. Der Anstieg um 68% spiegelt vor allem eine Zunahme der Risikovorsorge im Unternehmensbereich PBC vor dem Hintergrund eines sich verschlechternden Kreditumfelds und einer Ausweitung des Geschäftsvolumens wider.

Im Gesamtjahr 2008 lag die Risikovorsorge im Kreditgeschäft mit 1,1 Mrd € um 76% über dem Vorjahreswert.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich im vierten Quartal 2008 auf 4,7 Mrd €. Sie lagen damit 14% unter dem Wert des Vorjahresquartals.

Der Personalaufwand sank um 36% auf 2,1 Mrd €. Der Rückgang resultierte aus deutlich niedrigeren leistungsabhängigen Vergütungen infolge eines niedrigeren operativen Ergebnisses. Der Sach- und sonstige Aufwand stieg im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 10% auf 2,3 Mrd €. Zusätzliche Zuführungen zu Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten (im Vorjahresquartal waren hier Auflösungen enthalten), höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit konsolidierten RREEF Infrastrukturinvestments sowie eine Rückstellungsbildung für eine Rückkaufsverpflichtung für Auction Rate Preferred (ARP) Securities/Auction Rate Securities (ARS) begründen diesen Anstieg. Aufwandmindernd wirkten sich positive Effekte in Zusammenhang mit Umsatzsteuern in Höhe von 112 Mio € im Berichtsquartal aus. Darüber hinaus waren in den zinsunabhängigen Aufwendungen Abschreibungen auf bestimmte immaterielle Vermögenswerte von insgesamt 572 Mio € im Bereich Asset Management und ein positiver Effekt von 204 Mio € aus den Aufwendungen im Versicherungsgeschäft in CB&S enthalten.

Im Gesamtjahr 2008 lagen die zinsunabhängigen Aufwendungen mit 18,2 Mrd € um 15% unter dem Vorjahreswert.

Die Deutsche Bank verbuchte im Berichtsquartal einen Verlust vor Steuern von 6,2 Mrd € nach einem Gewinn vor Steuern von 1,4 Mrd € im vierten Quartal 2007. Gemäß der Zielgrößendefinition der Bank, bei der die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 572 Mio € im Berichtsquartal unberücksichtigt bleiben, ergab sich ein Verlust vor Steuern von 5,6 Mrd €.

Für das Gesamtjahr 2008 schließt die Deutsche Bank mit einem Verlust vor Steuern von 5,7 Mrd € nach einem Gewinn vor Steuern von 8,7 Mrd € in 2007.

Für das vierte Quartal 2008 verzeichnete die Deutsche Bank einen Verlust nach Steuern von 4,8 Mrd € gegenüber einem Gewinn nach Steuern von 969 Mio € im Vorjahresquartal. Die effektive Steuerquote betrug im Berichtsquartal 22,6%.

Im Gesamtjahr 2008 verzeichnete die Deutsche Bank einen Verlust nach Steuern von 3,9 Mrd € gegenüber einem Gewinn nach Steuern von 6,5 Mrd € in 2007.

Die gemäß Basel II ausgewiesene Tier-1 Kapitalquote lag zum Ende des Berichtsquartals bei 10,1% gegenüber 10,3% zum Ende des dritten Quartals 2008 beziehungsweise 8,6% zum Ende des vierten Quartals 2007 (gemäß Basel I). Der Effekt des oben genannten Verlusts im Berichtsquartal auf die Tier-1 Kapitalquote konnte durch mehrere andere Faktoren nahezu ausgeglichen werden. Zu diesen Faktoren zählten die Auflösung der im ersten Halbjahr gebildeten Dividendenabgrenzung, die Umwandlung von Contingent Capital und ein Effekt aus der Änderung der Rechnungslegung für Pensionszusagen. Die Bank bestätigte erneut die Zielgröße für ihre Tier-1 Kapitalquote von rund 10%. Die Kernkapitalquote ohne Berücksichtigung hybrider Bestandteile betrug zum Ende des Berichtsquartals 7,0% im Vergleich zu 7,5% zum Ende des dritten Quartals 2008 und 6,9% zum Ende des vierten Quartals 2007. Die risikogewichteten Aktiva betrugen zum Ende des Jahres 2008 308 Mrd € im Vergleich zu 319 Mrd € zum Ende des dritten Quartals 2008. Der Rückgang war vor allem auf Effekte aus Währungskursentwicklungen und auf rückläufige nicht-derivative Positionen zurückzuführen.

Die Summe der Aktiva belief sich zum Jahresende 2008 auf 2.202 Mrd € im Vergleich zu 2.062 Mrd € zum Ende des dritten Quartals 2008. Der Anstieg war auf positive Marktwerte aus Derivaten zurückzuführen, die während des Berichtsquartals von 727 Mrd € auf 1.224 Mrd € stiegen, was auf extreme Marktvolatilität und Zinsschwankungen im Berichtsquartal zurückzuführen war. Dieser Anstieg konnte teilweise ausgeglichen werden durch einen Rückgang im Wertpapierhandelsbestand von 347 Mrd € auf 205 Mrd € sowie bei Forderungen aus Wertpapierpensions- (Reverse Repos) und Wertpapierleihegeschäften von 286 Mrd € auf 168 Mrd €. Dieser Rückgang steht im Zusammenhang mit Strategien zur Reduzierung der Bilanzsumme in den Sales & Trading Bereichen. Die Forderungen aus dem Kreditgeschäft stiegen während des Berichtsquartals von 253 Mrd € auf 269 Mrd €. Die Leverage Ratio gemäß Zielgrößendefinition des Konzerns verbesserte sich zum Ende des Berichtsquartals auf 28.


Segmentüberblick

Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB)

Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S)

Die Sales & Trading Bereiche der Deutschen Bank wurden von den extremen Marktturbulenzen, die im September begannen und sich im vierten Quartal weiter verstärkten, erheblich beeinträchtigt. In dieser Situation waren zahlreiche Marktteilnehmer, einschließlich Hedgefonds, gezwungen, große Bestände an Investment-Grade- und Hochzinsanleihen, Wandelanleihen, Default Swaps sowie an Vermögenswerten in Long-Short-Aktienhandelsstrategien zu liquidieren. Dies führte zu höheren Volatilitäten und Korrelationen in allen Märkten sowie zu erheblichen Verschiebungen der Relation (beziehungsweise der Basis) zwischen Handelspositionen und ihren Absicherungsgeschäften.

In diesem herausfordernden Umfeld hat die Deutsche Bank weitere Verluste im Handel mit Kreditprodukten, einschließlich des kreditbezogenen Eigenhandelsgeschäfts, und im aktienbezogenen Eigenhandel erlitten. Diese Eigenhandelspositionen wurden deutlich abgebaut. Aufgrund der begrenzten Liquidität im Markt konnten jedoch nicht alle Risikopositionen eliminiert werden, so dass die Bank weiterhin einem möglichen Restrisiko bezüglich dieser Positionen ausgesetzt ist.

In Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) wurden im vierten Quartal 2008 negative Erträge von 2,7 Mrd € gegenüber positiven Erträgen von 1,6 Mrd € im entsprechenden Vorjahresquartal ausgewiesen.

Das Ergebnis im vierten Quartal 2008 enthielt Verluste im Handel mit Kreditprodukten in Höhe von 3,4 Mrd €. Davon entfielen Verluste von 1,0 Mrd € auf das kreditbezogene Eigenhandelsgeschäft. Sie resultierten vorwiegend aus Long-Positionen im US-amerikanischen Automobilsektor, sinkenden Kursen von Unternehmens- und Wandelanleihen sowie einem Anstieg des Basisrisikos der Credit Default Swaps (CDS), die zu deren Absicherung eingegangen wurden. Die darüber hinaus gehenden Verluste im Handel mit Kreditprodukten betrafen mehrere Sektoren. In einem Umfeld, in dem viele Marktteilnehmer ihre Risikopositionen abbauen wollten und das von geringer Liquidität geprägt war, kam es zu massiven Verkäufen von Anleihen und einer deutlichen Ausweitung der Basisspreads.

Zusätzlich ergaben sich weitere negative Marktwertanpassungen von 1,7 Mrd €. Davon entfielen auf zusätzliche Bewertungsanpassungen für Monoline-Versicherer 1,1 Mrd €,  auf verbriefte Wohnungsbaukredite 244 Mio €, auf gewerbliche Immobilienkredite 214 Mio € und auf Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbaren Positionen 58 Mio €.

Diese Verluste wurden durch Rekorderträge im Devisen- und Geldmarktgeschäft infolge außergewöhnlich hoher Kundenvolumina und einer günstigen Positionierung teilweise kompensiert. Im Rohstoffgeschäft hat die Deutsche Bank Marktanteile hinzugewonnen und wurde im Dezember 2008 vom IFR Magazine als weltweit führendes Commodity Derivatives House ausgezeichnet.

Im Gesamtjahr erzielte Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) Erträge von 124 Mio €, verglichen mit 8,4 Mrd € in 2007. Hauptursachen für diesen Rückgang waren negative Marktwertanpassungen von 5,3 Mrd € im Vergleich zu 1,6 Mrd € in 2007 sowie die vorgenannten Handelsverluste im vierten Quartal 2008. Diese Verluste wurden teilweise durch Rekordergebnisse im Devisen-, Geldmarkt- und Rohstoffgeschäft ausgeglichen.

In Sales & Trading (Equity) wurden im vierten Quartal 2008 negative Erträge von 2,1 Mrd € gegenüber positiven Erträgen von 1,1 Mrd € im Vorjahresquartal ausgewiesen. Das Geschäft mit Aktienderivaten war durch anhaltend schwierige Marktbedingungen an den Aktienmärkten infolge einer beispiellosen Volatilität und eines äußerst niedrigen Liquiditätsniveaus gekennzeichnet. Es entstanden Verluste von 1,7 Mrd €, die im Zusammenhang standen mit dem Management von strukturellen Risiken, insbesondere des Korrelationsrisikos, von Volatilitäts- und Dividendenrisiken für einzelne Aktienpositionen. Im Eigenhandelsgeschäft ergaben sich Verluste von 413 Mio € hauptsächlich dadurch, dass viele Marktteilnehmer ihre Risikopositionen abbauen wollten und es infolgedessen zu einer Verringerung der Marktwerte von Wandelanleihen sowie zu einer Erhöhung des Basisrisikos kam. Im Prime-Brokerage-Geschäft konnte dennoch Neugeschäft verzeichnet werden. Hier blieben die Erträge nur geringfügig unter denen des Vorjahresquartals.

Im Gesamtjahr wurden in Sales & Trading (Equity) negative Erträge von 630 Mio € ausgewiesen. Dies vergleicht sich zu positiven Erträgen von 4,6 Mrd € in 2007. Der Rückgang resultierte vorwiegend aus Verlusten im Aktienderivategeschäft und im aktienbezogenen Eigenhandel in der zweiten Jahreshälfte 2008.

Die Erträge im Emissions- und Beratungsgeschäft lagen im Berichtsquartal mit 1,1 Mrd € um 266 Mio € (32%) über dem Vorjahreswert. Im Beratungsgeschäft sanken die Erträge wegen eines Rückgangs des weltweiten Provisionsaufkommen, um 162 Mio € (52%) auf 152 Mio €. Die Deutsche Bank hat ihren Marktanteil in der Region EMEA erhöht und behauptete dort ihre zweite Position in der Rangliste. Die Erträge im Emissionsgeschäft (Debt) stiegen um 612 Mio € auf 910 Mio €. Darin enthalten waren Erträge von 930 Mio € aus ausgelaufenen Kreditzusagen im Bereich Leveraged Finance, die durch negative Wertanpassungen auf Kredite und Finanzierungszusagen in Höhe von 173 Mio € teilweise ausgeglichen wurden. Durch das Auslaufen dieser Kreditzusagen sank unser Bestand an  Engagements in diesem Bereich (zum Fair Value bewertet) auf unter 1,0 Mrd €. Den genannten positiven Marktwertanpassungen stand ein Rückgang der Erträge aus Investment-Grade-Anleihen gegenüber. Dieser resultierte aus Verlusten, die vor allem bei Positionen zu verbuchen waren, die von der Finanzkrise betroffen waren. Die Erträge im Emissionsgeschäft (Equity) sanken um 184 Mio € (87%) auf 28 Mio €. Dies war größtenteils auf einen deutlichen Rückgang des Provisionsaufkommens in allen wesentlichen Regionen zurückzuführen. (Quellen für alle Positionen und Informationen zu Provisionsaufkommen: Dealogic)

Für das Gesamtjahr beliefen sich die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft auf 212 Mio €, was einem Rückgang von 2,5 Mrd € (92%) gegenüber 2007 entspricht. Der Rückgang der Erträge war vorwiegend eine Folge des schwierigen Umfelds für die Finanzmärkte, das hohe negative Marktwertanpassungen (per saldo) auf Leveraged-Finance-Kredite und Finanzierungszusagen von 1,7 Mrd € erforderlich machte. In 2007 hatten vergleichbare Marktwertanpassungen 759 Mio € betragen. Zudem wurden die laufenden Erträge durch die schwierige Situation auf den Finanzmärkten beeinträchtigt, die gegenüber 2007 zu einer geringeren Emissionstätigkeit und einem geringeren Neugeschäft führte.

Die Erträge aus dem Kreditgeschäft betrugen im Berichtsquartal 207 Mio €. Sie waren damit um 17 Mio € (8%) niedriger als im Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr erreichten die Erträge 1,3 Mrd € und lagen damit um 287 Mio € (29%) über dem Vorjahreswert. Diese Zunahme war zu einem großen Teil auf Marktwertgewinne aus Absicherungsgeschäften zurückzuführen.

Die Erträge aus sonstigen Produkten lagen im vierten Quartal 2008 bei minus 288 Mio €, verglichen mit positiven Erträgen von 111 Mio € im Vorjahresquartal. Im Gesamtjahr wurden negative Erträge von 661 Mio € verzeichnet, ein Rückgang von 510 Mio € gegenüber 2007. Die Entwicklung war in beiden Fällen hauptsächlich auf Marktwertverluste bei Investments zurückzuführen, die Leistungen im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft von Abbey Life decken. Dieser Effekt wird durch Aufwendungen im Versicherungsgeschäft ausgeglichen, die in den zinsunabhängigen Aufwendungen ausgewiesen werden, und wirkt sich nicht auf das Ergebnis aus.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Unternehmensbereich CB&S umfasste im vierten Quartal 2008 eine Nettozuführung von 358 Mio €, was einer Erhöhung um 176 Mio € (97%) gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Darin enthalten waren Nettoneubildungen von 185 Mio € in Zusammenhang mit Krediten, die auf Basis der Änderungen des IAS 39 umklassifiziert wurden.

Für das Gesamtjahr wies CB&S eine Nettozuführung von 402 Mio € nach 102 Mio € in 2007 aus. Der Anstieg reflektiert Nettoneubildungen für Kredite in Höhe von 257 Mio €, die in der zweiten Jahreshälfte 2008 im Rahmen der Änderungen des IAS 39 umklassifiziert wurden, sowie zusätzliche Neubildungen für Kredite, vorwiegend an europäische Kunden, infolge schlechterer Kreditbedingungen.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen in CB&S lagen im vierten Quartal 2008 mit 1,7 Mrd € um 1,5 Mrd € (48%) unter dem Wert des Vorjahresquartals. Im Gesamtjahr beliefen sich die zinsunabhängigen Aufwendungen auf 8,4 Mrd €, was einem Rückgang von 3,7 Mrd € (31%) gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007 entspricht. Beide Entwicklungen resultieren vorwiegend aus gesunkenen leistungsabhängigen Vergütungen im Einklang mit dem Geschäftsergebnis sowie aus dem vorgenannten Effekt im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft von Abbey Life. Diese führten zu einem Rückgang der zinsunabhängigen Aufwendungen von 320 Mio € im vierten Quartal und von 389 Mio € im Gesamtjahr. Einsparungen aus Maßnahmen zur Kostensenkung und niedrigeren Mitarbeiterzahlen standen höhere Abfindungszahlungen entgegen.

Der Verlust vor Steuern in CB&S betrug im Berichtsquartal 5,8 Mrd €. Im Vorjahresquartal war ein Gewinn von 447 Mio € erzielt worden. Im Gesamtjahr wurde ein Verlust von 8,5 Mrd € verzeichnet, verglichen mit einem Gewinn von 4,2 Mrd € in 2007.

Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB)

GTB erzielte im vierten Quartal 2008 mit Erträgen von 751 Mio € einen neuen Rekord für ein viertes Quartal. Der Anstieg von 94 Mio € (14%) gegenüber dem Vorjahresquartal war vorwiegend auf die Geschäftsentwicklung in den Bereichen Trade Finance und Cash Management zurückzuführen. Eine höhere Nachfrage nach Trade Finance-Produkten führte zu einem Ausbau der Garantievolumina und der Anzahl der Transaktionen. Zudem konnten die Margen sowohl im garantiebezogenen Geschäft  als auch im Dokumentenakkreditivgeschäft ausgebaut werden. In einem Marktumfeld mit höheren Transaktionsvolumina im US-Dollar- und Euro-Clearinggeschäft mit Finanzdienstleistern konnte Cash Management höhere Provisionserträge erzielen und den Zinsüberschuss durch ein höheres Einlagenvolumen ausbauen.

Im Gesamtjahr 2008 erreichten die Erträge in GTB ebenfalls einen neuen Rekord von 2,8 Mrd €. Der Anstieg von 189 Mio € (7%) gegenüber dem Vorjahr war in erster Linie auf die im Quartalsvergleich genannten Faktoren zurückzuführen. Trotz der schwierigen Marktbedingungen in 2008 konnte bei den Kundenverbindlichkeiten ein stabiles Wachstum von 8% erzielt werden.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Unternehmensbereichs GTB wies im vierten Quartal 2008 eine Nettozuführung von 3 Mio € gegenüber einer Nettozuführung von 8 Mio € im Vorjahresquartal auf. Für das Gesamtjahr betrug die Nettozuführung 5 Mio € nach 7 Mio € in 2007.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen waren mit 457 Mio € im vierten Quartal 2008 um 30 Mio € (7%) höher als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Dies war in erster Linie auf höhere transaktionsbezogene Aufwendungen, die Kosten der Integration der Geschäftsplattform der Pago eTransaction Services GmbH („Pago“) in die Deutsche Card Services GmbH sowie eine gestiegene Mitarbeiterzahl in allen Geschäftsbereichen zurückzuführen.

Im Gesamtjahr beliefen sich die zinsunabhängigen Aufwendungen von GTB auf 1,7 Mrd € und blieben damit gegenüber dem Vorjahr stabil. Aufwendungen in Zusammenhang mit der vorgenannten Investition sowie dem Erwerb von HedgeWorks LLC in der Region Amerika wurden zum überwiegenden Teil durch Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung sowie niedrigere leistungsabhängige Vergütungen ausgeglichen.

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahresquartal 2007 um 69 Mio € (31%) auf 291 Mio €.

Im Gesamtjahr 2008 erreichte das Ergebnis vor Steuern die Rekordmarke von 1,1 Mrd €. Dies entspricht einem Anstieg von 160 Mio € (17%) gegenüber dem Vorjahr.


Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM)

Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM)

Im vierten Quartal 2008 erwirtschaftete der Unternehmensbereich AWM Erträge von 588 Mio €. Dies entspricht einem Rückgang von 513 Mio € (47%) gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Erträge aus dem Portfolio/Fund Management im Geschäftsbereich Asset Management (AM) gingen um 192 Mio € (32%) zurück. Im Geschäftsbereich Private Wealth Management (PWM) waren sie um 24 Mio € (21%) rückläufig. Beide Geschäftsbereiche waren von den negativen Marktentwicklungen im vierten Quartal 2008 stark betroffen. Diese Marktentwicklungen führten zu einem signifikanten Rückgang der verwalteten Vermögen, insbesondere bei Aktienprodukten, was eine Reduzierung der erfolgs- und volumenabhängigen Provisionen zur Folge hatte. Die Erträge aus dem Brokeragegeschäft blieben um 38 Mio € (15%) unter dem Wert des Vorjahresquartals, vor allem wegen geringerer Kundenaktivität in einem schwierigen Marktumfeld. Die Erträge aus dem Kredit-/Einlagengeschäft stiegen dahingegen um 15 Mio € (25%). Ursache war ein deutliches Wachstum der Kredit- und Einlagenvolumina. In den sonstigen Produkten wurden im vierten Quartal 2008 negative Erträge von 192 Mio € gegenüber positiven Erträgen von 82 Mio € im Vorjahresquartal berichtet. Die Erträge im Berichtsquartal waren von wesentlichen Sonderfaktoren geprägt, die im Zusammenhang mit den Marktverwerfungen standen. Diese umfassten negative Wertanpassungen von 164 Mio € bei Seed Capital und anderen Investments sowie Zuschüsse von 92 Mio € zu bestimmten konsolidierten Geldmarktfonds.

Im Gesamtjahr 2008 beliefen sich die Erträge auf 3,3 Mrd €. Sie lagen um 1,1 Mrd € (25%) unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang war vor allem auf den Einfluss der deutlich schlechteren Marktbedingungen auf erfolgs- und volumenabhängige Provisionen im Jahr 2008 zurückzuführen. Auch die Erträge aus sonstigen Produkten fielen aufgrund der vorgenannten Faktoren im vierten Quartal 2008 deutlich niedriger aus.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im vierten Quartal 2008 mit 1,5 Mrd € um 520 Mio € (56%) über dem Wert des Vorjahresquartals. Der Anstieg war auf eine Abschreibung von 302 Mio €  auf immaterielle Vermögenswerte in DWS Scudder (im Vergleich zu 74 Mio € im Vorjahresquartal) und eine Goodwillabschreibung von 270 Mio € in einem konsolidierten Investment zurückführen. In PWM wurde eine weitere Rückstellung über 39 Mio € im Zusammenhang mit einem von PWM an Privatkunden unterbreiteten Rückkaufangebot für ARP/ARS zum Nennwert, infolge eines Vergleichsverfahrens in den USA, gebildet.

Im Gesamtjahr 2008 betrugen die zinsunabhängigen Aufwendungen 3,8 Mrd €. Der Anstieg um 341 Mio € (10%) gegenüber dem Vorjahr war hauptsächlich auf die oben genannten Sonderfaktoren und höhere zinsunabhängige Aufwendungen aus konsolidierten Investments zurückzuführen. Niedrigere leistungsabhängige Vergütungen glichen den Anstieg teilweise aus.

AWM beendete das vierte Quartal 2008 mit einem Verlust vor Steuern von 860 Mio €, nach einem Gewinn vor Steuern von 169 Mio € im Vorjahresquartal. Im Gesamtjahr 2008 betrug der Verlust vor Steuern 525 Mio €, gegenüber einem Gewinn vor Steuern von 913 Mio € im Vorjahr.

Die Invested Assets in AWM betrugen am Jahresende 628 Mrd €. Dies entspricht einem Rückgang von 73 Mrd € seit Ende September 2008 und von 121 Mrd € seit dem Jahresende 2007. Der Anteil des Rückgangs, der auf Marktwertverluste zurückzuführen war, betrug 44 Mrd € im Quartal und 109 Mrd € im Gesamtjahr. Darüber hinaus ergaben sich im vierten Quartal 2008, vornehmlich infolge der Marktverwerfungen, Nettomittelabflüsse von 15 Mrd € in AM und 8 Mrd € in PWM. Aus Jahressicht betrugen die Nettomittelabflüsse in AM 22 Mrd €, während PWM Nettomittelzuflüsse von 10 Mrd € erzielen konnte.

Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC)

Trotz der Marktverwerfungen erreichten die Erträge im Berichtsquartal mit 1,4 Mrd € nahezu das Vorjahresniveau. Sie blieben lediglich um 37 Mio € (3%) hinter dem vierten Quartal 2007 zurück. Die Erträge aus dem Brokeragegeschäft sanken gegenüber dem Vorjahresquartal um 101 Mio € (39%) und spiegelten eine geringere Kundenaktivität wider. Die Erträge aus Zahlungsverkehr, Kontoführung und übrigen Finanzdienstleistungen lagen um 31 Mio € (11%) unter dem Vorjahresquartal. Dies war vor allem auf niedrigere Erträge aus der Vermittlung von rentenbezogenen Versicherungsprodukten in Deutschland zurückzuführen. Die Erträge aus dem Portfolio/Fund Management gingen aufgrund der schlechten Marktbedingungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 9 Mio € (15%) zurück. Die Erträge aus dem Kredit-/Einlagengeschäft blieben auf Vorjahresniveau. Der Effekt aus deutlich gestiegenen Geschäftsvolumina wurde durch niedrigere Margen, insbesondere im stärkeren Wettbewerb um Kundeneinlagen, kompensiert. Die Erträge aus sonstigen Produkten stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 124 Mio €. Dies war im Wesentlichen die Folge von Dividendenzahlungen eines Kooperationspartners nach einem IPO und von Gewinnen, die in Zusammenhang mit einem früheren Geschäftsverkauf standen. Die Erträge aus der Aktiv- und Passivsteuerung von PBC trugen ebenfalls zum Anstieg bei.

Im Gesamtjahr 2008 waren die Erträge mit 5,8 Mrd € gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Diese Entwicklung belegt die Robustheit des PBC-Geschäftsmodells unter schwierigen Marktbedingungen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag im vierten Quartal 2008 mit 216 Mio € um 79 Mio € (58%) über dem Wert des Vorjahresquartals. Im Gesamtjahr 2008 stieg die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 152 Mio € (30%) auf 653 Mio €. Die Ursache waren sich verschlechternde Kreditbedingungen in Spanien und eine höhere Kreditausfallquote in Deutschland und Italien. Organisches Wachstum in Polen trug ebenfalls zum Anstieg bei.
 
Die zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im vierten Quartal 2008 mit 1,1 Mrd € um 86 Mio € (8%) über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg war vor allem auf Abfindungszahlungen von 79 Mio € im vierten Quartal 2008 im Rahmen von Effizienzinitiativen in Italien, Deutschland und Spanien zurückzuführen. Einem Rückgang der leistungsabhängigen Vergütungen standen gestiegene Personalaufwendungen wegen einer im Quartalsvergleich höheren Mitarbeiterzahl entgegen. Im Gesamtjahr 2008 beliefen sich die zinsunabhängigen Aufwendungen auf 4,2 Mrd €. Dies entspricht einem Anstieg von 70 Mio € (2%) gegenüber dem Vorjahr. Höhere Abfindungszahlungen und Kosten in Zusammenhang mit der Einstellung neuer Mitarbeiter wurden durch niedrigere leistungsabhängige Vergütungen und striktes Kostenmanagement ausgeglichen.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich in PBC im Berichtsquartal auf 51 Mio €. Dies entspricht einem Rückgang um 201 Mio € (80%) gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Gesamtjahr 2008 erreichte das Ergebnis vor Steuern 945 Mio €, was einem Rückgang von 201 Mio € (18%) gegenüber 2007 entspricht.

Die Invested Assets beliefen sich Ende Dezember 2008 auf 189 Mrd € und waren im Vergleich zu Ende September 2008 um 5 Mrd € niedriger. Im Vergleich zum Jahresende 2007 waren sie um 15 Mrd € niedriger. Trotz der Marktturbulenzen erzielte PBC im Berichtsquartal Nettomittelzuflüsse von 6 Mrd €. Im Gesamtjahr 2008 wurden Nettomittelzuflüsse von 15 Mrd € erreicht. Dieses Wachstum wurde durch Marktwertverluste von 10 Mrd € im Berichtsquartal und 30 Mrd € im Gesamtjahr 2008 infolge der extremen Marktverschlechterung mehr als ausgeglichen.

PBC konnte im Berichtsquartal 230.000 neue Kunden gewinnen, vor allem in Deutschland und Italien. Im Gesamtjahr 2008 stieg die Zahl der Kunden um circa 800.000. Zum Jahresende 2008 betreute PBC 14,6 Millionen Kunden.

Konzernbereich Corporate Investments (CI)

Das Ergebnis vor Steuern des Konzernbereichs CI war im vierten Quartal 2008 nicht materiell. Im vierten Quartal 2007 betrug das Ergebnis vor Steuern 133 Mio €.

Für das Gesamtjahr 2008 erreichte CI ein Ergebnis vor Steuern von 1,2 Mrd €, gegenüber 1,3 Mrd € in 2007. In 2008 beliefen sich die Gewinne aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen auf 1,3 Mrd €. Im Vorjahr waren Gewinne aus Industriebeteiligungen von 626 Mio € sowie Gewinne aus weiteren Vermögenspositionen enthalten.

Consolidation & Adjustments

Im Berichtsquartal wurde in Consolidation & Adjustments ein Ergebnis vor Steuern von 68 Mio € ausgewiesen. Das vierte Quartal 2008 beinhaltete signifikante positive Bewertungsunterschiede zwischen den für die Managementberichterstattung angewandten Bilanzierungsmethoden und den Rechnungslegungsstandards nach IFRS für ökonomisch abgesicherte kurzfristige Positionen als Folge hoher Volatilitäten und stark gesunkener kurzfristiger Zinssätze. Diese positiven Effekte wurden zum Teil durch Effekte aus der Währungsabsicherung des Kapitals ausländischer Tochtergesellschaften kompensiert. Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen in Zusammenhang mit Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. Dies wurde durch positive Effekte in Zusammenhang mit Umsatzsteuern kompensiert. Im vierten Quartal 2007 betrug das Ergebnis vor Steuern 213 Mio €. Darin spiegelten sich Erstattungen aus bestimmten Versicherungsansprüchen und Effekte aus der Beilegung eines Rechtsstreits wider.

Im Gesamtjahr 2008 betrug das Ergebnis vor Steuern 15 Mio € gegenüber 243 Mio € im Vorjahr.


Die angegebenen Zahlen sind vorläufig und nicht testiert. Der Geschäftsbericht 2008 wird am 24. März 2009 veröffentlicht. Weitere Informationen finden sich in einem Datenanhang (Financial Data Supplement), der angehängt oder im Internet unter www.deutsche-bank.de/ir/financial-supplements verfügbar ist.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG  Presseabteilung

Dr. Ronald Weichert 069 / 910 38664
Armin Niedermeier  069 / 910 33402
Christian Streckert  069 / 910 38079


Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2008 werden heute in einer Presse-Konferenz um 10.00 Uhr (MEZ) und in einer Analysten-Konferenz um 14.00 Uhr erläutert (MEZ). Die Konferenzen werden im Internet übertragen: http://www.deutsche-bank.de/.


Diese Presse-Information enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Wir über¬nehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse anzupassen.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung unserer Managementagenda, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken, die in den von uns bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren sind in unserem SEC-Bericht nach „Form 20-F“ vom 26. März 2008 unter der Überschrift „Risk Factors“ im Detail dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei uns erhältlich oder unter www.deutsche-bank.com/ir verfügbar.




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Letzte Änderung: 2.9.2013
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