Frankfurt am Main, 28. April 2009

Deutsche Bank erzielt im 1. Quartal Gewinn nach Steuern von 1,2 Mrd Euro


  • Erträge von 7,2 Mrd Euro nach Wertanpassungen auf verbliebene Risikopositionen von 1,5 Mrd Euro
  • Gewinn vor Steuern von 1,8 Mrd Euro
  • Corporate Banking & Securities: Gewinn vor Steuern von 1,3 Mrd Euro dank Rekorderträgen im Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte)
  • Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) bei 22%; Eigenkapitalrendite vor Steuern nach Zieldefinition bei 25%
  • Tier-1 Kapitalquote von 10,2% übertrifft Ziel
  • Relation Bilanzsumme zu Eigenkapital (Leverage ratio) nach Zielgrößendefinition auf 25 reduziert
  • Starke Position bei Liquidität und Refinanzierung

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) hat heute ihr Ergebnis für das erste Quartal 2009 vorgelegt. Der Quartalsgewinn nach Steuern belief sich auf 1,2 Mrd €, nach einem Verlust nach Steuern von 141 Mio € im ersten Quartal 2008. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) betrug plus 1,92 €, nach minus 0,27 € in den ersten drei Monaten 2008. Der Gewinn vor Steuern summierte sich im ersten Quartal auf 1,8 Mrd €, nach einem Vorsteuerverlust von 254 Mio € im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) betrug 22% im ersten Quartal 2009. Gemäß Zielgrößendefinition der Bank, bei der bestimmte signifikante Gewinne und Belastungen unberücksichtigt bleiben, betrug die Eigenkapitalrendite vor Steuern 25%.

Dr. Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank: „Dies war ein Schlüsselquartal für die Deutsche Bank. Einmal mehr haben wir unsere Stärke in der Finanzkrise demonstriert. Darüber hinaus haben wir in diesem Quartal unsere Ertragskraft bewiesen. Wir haben, wie während der gesamten Finanzkrise, Kapitalstärke und Bilanzdisziplin gezeigt und konnten uns auf eine breite und solide Finanzierungsbasis sowie eine stattliche Liquiditätsreserve stützen. Im ersten Quartal 2009 haben wir außerdem substanzielle Erträge erwirtschaftet und dabei signifikante Belastungen aus verbliebenen Risikopositionen verkraftet.“

Er fügte hinzu: „Was die weiteren Aussichten angeht, müssen wir mit anhaltenden Schwierigkeiten in unserem Geschäft rechnen. Aber es werden sich gleichermaßen neue Chancen eröffnen. Wir verfolgen in allen Kerngeschäftsfeldern eine Strategie, mit der wir sowohl den kurzfristigen Anforderungen begegnen, als auch die längerfristigen Perspektiven verbessern. Dabei sind wir mit der Umsetzung im ersten Quartal gut vorangekommen. Alle Maßnahmen  spiegeln unsere feste Überzeugung wider, dass die Deutsche Bank nicht nur in der aktuellen Krise bestehen, sondern mittelfristig stärker als zuvor daraus hervorgehen wird. Wir haben das notwendige Kapital und die strategische Unabhängigkeit bewahrt, die es uns erlauben, entsprechend zu handeln.“

Wesentliche Ergebnisgrößen

Die Erträge von 7,2 Mrd € im ersten Quartal 2009 lagen um 56% über dem Vergleichswert des ersten Quartals 2008. Darin waren Belastungen von 1,0 Mrd € für negative Marktwertanpassungen verkraftet, wovon 841 Mio € auf zusätzliche Rückstellungen gegenüber Monoline-Versicherern entfielen. Darüber hinaus war für die Immobilie „The Cosmopolitan Resort and Casino“ eine Abschreibung von 500 Mio € angefallen. Im Vorjahresquartal beliefen sich die Erträge auf 4,6 Mrd € und enthielten negative Marktwertanpassungen von 3,2 Mrd €.

Der Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) erzielte Erträge von 4,9 Mrd €, nach 1,5 Mrd € im ersten Quartal 2008.

Der Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S) verzeichnete Erträge von 4,2 Mrd € im Vergleich zu 880 Mio € im Vorjahresquartal. Dieser Anstieg war in erster Linie auf Erträge von 3,8 Mrd € im Bereich Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) zurückzuführen, die damit den Wert des ersten Quartals 2008 um 185% übertrafen. Dieses Ergebnis spiegelt eine starke Zunahme im kundenbezogenen Geschäft mit Devisen-, Geldmarkt- und Zinsprodukten wider. Die im Berichtsquartal in den Erträgen enthaltenen negativen Marktwertanpassungen beliefen sich auf 1,0 Mrd €. Im Vorjahresquartal betrugen sie 1,4 Mrd €. Im Bereich Sales & Trading (Equity) blieben die Erträge im ersten Quartal mit 275 Mio € unter dem Wert des Vorjahres von 745 Mio €. Hier konnten Verluste im Aktienderivategeschäft und rückläufige Erträge im Aktienkassageschäft nicht durch höhere Erträge im Prime-Brokerage-Geschäft ausgeglichen werden. Im Emissionsgeschäft beliefen sich die Erträge im Berichtsquartal auf positive 219 Mio € nach negativen 1,3 Mrd € im ersten Quartal 2008. Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf hohe negative Marktwert-anpassungen auf Leveraged-Finance-Kredite und Finanzierungszusagen im ersten Quartal 2008 sowie auf stärkere Marktaktivitäten bei der Emission von Investment-Grade-Anleihen im ersten Quartal 2009 zurückzuführen. Im Beratungsgeschäft blieben die Erträge mit 129 Mio € gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu unverändert. Die Erträge aus Sonstigen Produkten beinhalteten die vorgenannte Immobilien-Abschreibung sowie Abschreibungen auf Private-Equity-Beteiligungen.
 
Der Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB) erzielte Erträge von 666 Mio €, die leicht über dem Niveau des ersten Quartals 2008 lagen. Im Trade-Finance-Geschäft konnte trotz des Rückgangs der internationalen Handelsvolumina ein Ertragswachstum erzielt werden. Dem standen jedoch niedrigere Erträge im Corporate Cash Management und im Wertpapierverwahrungsgeschäft gegenüber. Diese ergaben sich aufgrund gesunkener Zinssätze, negativer Auswirkungen von Wechselkursänderungen und von negativen Marktwertanpassungen bei den verwahrten Vermögenswerten.

Im Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) sanken die Erträge auf 1,9 Mrd € nach 2,5 Mrd € im ersten Quartal 2008.

Im Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM) lagen die Erträge mit 515 Mio € unter dem Wert des Vorjahresquartals von 1,0 Mrd €. Diese Entwicklung war Folge rückläufiger Erträge im Brokeragegeschäft und im Portfolio-/Fundmanagement, die aus niedrigeren Marktbewertungen und gesunkener Kundenaktivität resultierten. Darüber hinaus wurde die Ertragsentwicklung durch Abschreibungen im RREEF-Geschäft im Berichtsquartal und durch bestimmte einmalige Gewinne im Vorjahresquartal bestimmt.

Im Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC) fielen die Erträge gegenüber dem ersten Quartal 2008 um 5% auf 1,4 Mrd €. Im Brokerage und Portfolio-/Fundmanagement lagen sie infolge schwächerer Kundenaktivität und niedrigerer Marktwerte unter dem Wert des Vorjahresquartals. Darüber hinaus waren im ersten Quartal 2008 höhere Erträge aus der Vermittlung von Versicherungsprodukten angefallen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im ersten Quartal 2009 auf 526 Mio € gegenüber 114 Mio € im ersten Quartal 2008. Sie enthielt Nettoneubildungen von 218 Mio € im Zusammenhang mit Vermögenswerten, die gemäß IAS 39 umklassifiziert wurden. Im Konzernbereich CIB stieg die Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf 357 Mio € gegenüber einer Nettoauflösung von 11 Mio € im ersten Quartal 2008. Dieser Anstieg enthielt vornehmlich den Effekt aus der vorgenannten Umklassifizierung, spiegelt aber auch das sich allgemein verschlechternde Kreditumfeld wider. Im Konzernbereich PCAM stieg die Risikovorsorge im Kreditgeschäft von 125 Mio € im ersten Quartal 2008 auf 169 Mio € im Berichtsquartal, vor allem in PBC. Diese enthielt einen positiven Effekt von 60 Mio € aufgrund einer Auflösung im Zusammenhang mit überarbeiteten Parametern und Modellannahmen. Der Anstieg der Risikovorsorge war auf eine höhere Kreditausfallquote in Deutschland, sich weiter verschlechternde Kreditbedingungen in Spanien und den Ausbau des Konsumentenkreditgeschäfts in Polen zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen von 4,8 Mrd € im Vorjahresquartal um 2% auf 4,9 Mrd € im Berichtsquartal. Der Personalaufwand lag mit 3,0 Mrd um 1% über dem Vergleichswert des ersten Quartals 2008, was vor allem aus höheren leistungsabhängigen Vergütungen resultierte. Die Personalaufwandsquote lag bei 41% nach 64% im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Sach- und sonstige Aufwand in Höhe von 1,9 Mrd € blieb gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu unverändert. Im Berichtsquartal waren Zuführungen zu Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten von rund 90 Mio € enthalten. Im Zusammenhang mit solchen Rückstellungen hatte sich im Vorjahresquartal ein leicht positiver Effekt aus Nettoauflösungen ergeben. Aus den Aufwendungen im Versicherungsgeschäft, denen korrespondierende Ertragspositionen entgegenstehen, entstand im ersten Quartal ein positiver Effekt von 62 Mio € im Vergleich zu einem positiven Effekt von 126 Mio € im ersten Quartal 2008.

Der Gewinn vor Steuern betrug im Berichtsquartal 1,8 Mrd €, verglichen mit einem Verlust vor Steuern von 254 Mio € im ersten Quartal 2008. Die Aufwand-Ertrag-Relation lag im Berichtsquartal bei 67% nach 103% im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Die Deutsche Bank erwirtschaftete im ersten Quartal 2009 einen Gewinn nach Steuern in Höhe von 1,2 Mrd € gegenüber einem Verlust nach Steuern von 141 Mio € im Vorjahresquartal. Die effektive Steuerquote betrug im Berichtsquartal 34,9%. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) stieg von minus 27 Cent im Vorjahresquartal auf 1,92 €.

Die Tier-1-Kapitalquote der Bank belief sich zum Ende des Berichtsquartals auf 10,2% und lag damit über dem Wert von 10,1% zum Ende des vierten Quartals 2008 und über der veröffentlichten Zielgröße der Bank von 10%. Die Kernkapitalquote (Tier-1) ohne Berücksichtigung hybrider Bestandteile betrug zum Ende des Berichtsquartals 7,1% im Vergleich zu 7,0% zum Jahresende 2008. Das Tier-1-Kapital stieg im Vergleich zum vierten Quartal 2008 um 1,2 Mrd € auf 32,3 Mrd €. Dieser Anstieg war im Wesentlichen auf höhere Gewinnrücklagen zurückzuführen. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Minderheitsbeteiligung an der Deutschen Postbank AG ergab sich eine Erhöhung des Tier-1-Kapitals aus der Ausgabe von Aktien an die Deutsche Post AG im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung. Dieser Erhöhung stand ein entsprechend höherer Abzugsposten zum Tier-1-Kapital für diese Minderheitsbeteiligung entgegen. Die risikogewichteten Aktiva beliefen sich zum Quartalsende auf 316 Mrd € und stiegen damit gegenüber dem Wert zum Ende des vierten Quartals 2008 um 8 Mrd €. Dieser Anstieg enthielt Effekte von 12 Mrd € aus der Deutsche Postbank-Transaktion und von 8 Mrd € aus Wechselkursveränderungen. Dies wurde durch Maßnahmen zur Reduzierung risikogewichteter Positionen in Höhe von 12 Mrd € teilweise ausgeglichen.

Die Summe der Aktiva belief sich zum Quartalsende auf 2.103 Mrd €, was einem Rückgang um 4% gegenüber dem Ende des vierten Quartals 2008 entspricht. Auf einer U.S. GAAP Proforma-Basis, in der zusätzliche Aufrechnung für Derivate, Wertpapierabwicklungspositionen und Wertpapierpensionsgeschäften berücksichtigt werden, betrug die Summe der Aktiva am Quartalsende 982 Mrd €. Sie ging im Vergleich zum vierten Quartal 2008 um 5% zurück obwohl sich gegenläufige Effekte aus Währungskursentwicklungen ergaben. Der Bilanzhebel gemäß der Zielgrößendefinition der Bank betrug zum Ende des Berichtsquartals 25, nach 28  zum Ende des vierten Quartals 2008.

Segmentüberblick

Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB)

Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S)

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen im Berichtsquartal mit 3,8 Mrd € um 2,4 Mrd € (185%) über dem Wert des ersten Quartals 2008. Im Berichtsquartal waren weitere negative Marktwertanpassungen in Höhe von 1,0 Mrd € zu verzeichnen. Davon entfielen auf Rückstellungen für Monoline-Versicherer 841 Mio €, gewerbliche Immobilienkredite 48 Mio €, verbriefte europäische Wohnungsbaukredite 47 Mio € und Wertminderungen auf zur Veräußerung verfügbare Positionen 45 Mio €. Im Vorjahresquartal beliefen sich solche negativen Marktwertanpassungen auf 1,4 Mrd € (davon auf verbriefte Wohnungsbaukredite 607 Mio €, gewerbliche Immobilienkredite 441 Mio €, Rückstellungen gegenüber Monoline-Versicherern 231 Mio € und Wertminderungen auf zur Veräußerung verfügbare Positionen 144 Mio €).

Das operative Ergebnis des Berichtsquartals unterstreicht die Stärke unseres Geschäftsmodells und der kundenbezogenen Geschäftsaktivitäten. Das Ertragswachstum gegenüber dem Vorjahresquartal war auf Rekordwerte im Zins- und Devisengeschäft sowie auf ein starkes Geldmarktgeschäft zurückzuführen. Diese Geschäftsfelder profitierten von sehr hohen kundenbezogenen Geschäftsvolumina und von höheren Margen. Die Erträge im Handel mit Kreditprodukten blieben insgesamt auf Vorjahresniveau. Gewinnen aus dem kundenbezogenen Geschäft und dem Handel mit strukturierten Produkten standen Verluste aus Altbeständen von Risikopositionen gegenüber.

Sales & Trading (Equity) erwirtschaftete Erträge von 275 Mio €. Sie lagen 470 Mio € (63%) unter dem Wert des Vergleichsquartals. Ursache für diesen Rückgang waren Verluste aus in Vorperioden eingegangenen Positionen im Aktienderivategeschäft sowie niedrigere Erträge im Aktienkassageschäft. Dagegen profitierte das Prime-Brokerage-Geschäft weiterhin von einer „Flucht in Qualität“ sowie von höheren Margen, wodurch die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal um 20% stiegen.

Die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft beliefen sich im ersten Quartal 2009 auf positive 348 Mio € im Vergleich zu negativen 1,2 Mrd € im Vorjahresquartal. Diese Verbesserung war auf deutlich niedrigere Marktwertverluste aus Krediten und Kreditzusagen im Leveraged-Finance-Geschäft und auf stärkere Marktaktivitäten bei der Emission von Investment-Grade-Anleihen im Berichtsquartal zurückzuführen. Die Marktwertverluste betrugen im Berichtsquartal 43 Mio € nach 1,8 Mrd € im Vorjahres¬quartal. Die Erträge wurden im ersten Quartal 2009 weiterhin durch niedrigere Transaktionsvolumina und schwierige Marktbedingungen beeinträchtigt. Ungeachtet dessen konnten wir unsere Position im Beratungsgeschäft verbessern. Gemessen an den angekündigten Transaktionsvolumina steigerten wir uns hier im Vergleich zum Gesamtjahr 2008 weltweit vom achten auf den fünften und in der Region EMEA vom fünften auf den ersten Rang. Bezogen auf den Anteil am Provisionsaufkommen konnten wir unsere Position weltweit auf Rang sieben und in der Region EMEA auf Rang zwei verbessern (Quelle für alle Positionen: Dealogic, Thomson Reuters).

Im Kreditgeschäft wurden im ersten Quartal 2009 Erträge von 613 Mio € erzielt. Der Anstieg von 371 Mio € (154%) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres war auf Marktwertgewinne bei zum Fair Value bewerteten Krediten und zugehörigen Absicherungsgeschäften sowie einen höheren Zinsüberschuss infolge der Transfers von Aktiva zum Kreditgeschäft gemäß IAS 39 zurückzuführen.

Bei den Sonstigen Produkten wurde im ersten Quartal 2009 ein negativer Ertrag von 768 Mio € verzeichnet. Dieser blieb um 515 Mio € unter dem Wert des Vorjahresquartals. Im September 2008 haben wir die Immobilie „The Cosmopolitan Resort and Casino“ im Rahmen eines Rettungserwerbs übernommen und dafür im Berichtsquartal eine Abschreibung von 500 Mio € vorgenommen. Darüber hinaus waren Verluste aus Private-Equity-Beteiligungen zu verkraften.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Unternehmensbereich CB&S umfasste im ersten Quartal 2009 eine Nettozuführung von 356 Mio € gegenüber einer Nettoauflösung von 8 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Anstieg im Berichtsquartal beinhaltete Nettoneubildungen von 218 Mio € für Aktiva, die gemäß IAS 39 umklassifiziert wurden, vorwiegend im Leveraged-Finance-Geschäft.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich im ersten Quartal 2009 auf 2,5 Mrd € und blieben gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres nahezu unverändert. Gestiegene Aufwendungen für leistungsabhängige Vergütungen infolge des verbesserten Ergebnisses wurden durch Einsparungen, die sich aus Maßnahmen zur Kostensenkung und durch eine niedrigere Mitarbeiterzahl ergaben, ausgeglichen.

Der Gewinn vor Steuern erreichte im ersten Quartal 1,3 Mrd €, nach einem Verlust vor Steuern von 1,6 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres.


Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB)

Die Erträge von GTB lagen im Berichtsquartal mit 666 Mio € leicht über dem Niveau des ersten Quartals 2008. Das Wertpapierverwahrungsgeschäft war durch niedrigere Marktwerte von Vermögenswerten und gesunkene Zinssätze negativ beeinflusst. Während niedrigere Zinssätze auch das Corporate Cash Management beeinträchtigten, verbesserten sich die Erträge in den übrigen Bereichen von GTB im Vergleich zum Vorjahresquartal. Im Bereich Trade Finance wurde durch höhere Margen im Dokumentenakkreditivgeschäft und einen gestiegenen Marktanteil in Europa ein Ertragswachstum erzielt. GTB profitierte zusätzlich vom Ausbau seines Marktanteils im US-Dollar-Clearinggeschäft und konnte gleichzeitig seine marktführende Position im Euro-Clearinggeschäft behaupten. Die anhaltend hohe „Flucht in Qualität“ führte zu einem Anstieg der Abwicklungs- und Einlagenvolumina im Bereich Cash Management.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft war im ersten Quartal 2009 eine Nettozuführung von 1 Mio € nach einer Nettoauflösung von 3 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres.
 
Die Zinsunabhängigen Aufwendungen in Höhe von 444 Mio € im ersten Quartal 2009 lagen um 30 Mio € (7%) über dem Vergleichsquartal des Vorjahres. In dieser Entwicklung spiegeln sich höhere transaktionsbezogene Aufwendungen, ein Anstieg der Mitarbeiterzahl in allen Geschäftsbereichen vor dem Hintergrund des Geschäftswachstums und Aufwendungen im Zusammenhang mit unserer Investition in die Deutsche Card Services GmbH im vierten Quartal 2008 wider.

Der Gewinn vor Steuern betrug im Berichtsquartal 221 Mio € und lag damit um 29 Mio € (12%) unter dem Wert des ersten Quartals 2008.


Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM)

Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM)

Im ersten Quartal 2009 beliefen sich die Erträge im Unternehmensbereich AWM auf 515 Mio €. Dies entspricht einem Rückgang von 486 Mio € (49%) gegenüber dem ersten Quartal 2008.

Die Erträge aus dem Portfolio/Fund Management im Geschäftsbereich Asset Management (AM) sanken gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 149 Mio € (31%).Im Geschäftsbereich Private Wealth Management (PWM) waren sie um 23 Mio € (24%) niedriger. Diese Rückgänge spiegeln die Auswirkungen des anhaltend ungünstigen Marktumfelds und der rückläufigen Marktwerte von Vermögenswerten auf volumenabhängige Provisionen wider, insbesondere bei Aktienprodukten. Zudem gingen die erfolgsabhängigen Provisionen in AM zurück. Die Erträge aus dem Brokeragegeschäft sanken gegenüber dem Vorjahresquartal um 50 Mio € (21%), was vor allem auf eine geringere Kundenaktivität in einem schwierigeren Marktumfeld und auf eine Verlagerung der Nachfrage hin zu weniger komplexen Produkten zurückzuführen war. Im Kredit-/ Einlagengeschäft stiegen die Erträge leicht um 1 Mio € (2%). Die Erträge aus Sonstigen Produkten lagen im Berichtsquartal bei minus 150 Mio € gegenüber positiven Erträgen von 112 Mio € im Vorjahresquartal. Im Berichtsquartal beinhalteten die Erträge Abschreibungen auf RREEF-Investments von 120 Mio €. Das Vorjahresquartal enthielt einen Gewinn von 65 Mio € aus der Veräußerung von Aktivitäten im Immobilieninvestmentgeschäft von AM in Australien sowie einen einmaligen Gewinn in PWM im Zusammenhang mit einer Beteiligung in der Schweiz.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im ersten Quartal 2009 mit 687 Mio € um 126 Mio € (16%) unter dem Wert des Vorjahresquartals. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal resultierte aus erheblich geringeren freiwilligen Einschüssen in bestimmte konsolidierte Geldmarktfonds in AM. Darüber hinaus trugen niedrigere leistungsabhängige Vergütungen und ein striktes Kostenmanagement zu dieser Entwicklung bei. Diesen Rückgängen standen höhere Abfindungszahlungen infolge unserer Initiativen zur Neuausrichtung unserer Plattform gegenüber.

AWM berichtet für das erste Quartal 2009 einen Verlust vor Steuern von 173 Mio €, verglichen mit einem Gewinn vor Steuern von 188 Mio € im ersten Quartal 2008.

Die Invested Assets in AWM waren zum Ende des ersten Quartals 2009 mit 627 Mrd € gegenüber dem 31. Dezember 2008 nahezu unverändert. Nettomittelabflüssen von 3 Mrd € in AM und von 1 Mrd € in PWM sowie Marktwertverlusten standen positive Effekte aus der Währungsumrechnung entgegen.

Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC)

Die Erträge lagen im ersten Quartal 2009 mit 1,4 Mrd € um 72 Mio € (5%) unter dem Wert des ersten Quartals 2008.

Im Brokeragegeschäft gingen die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal um 86 Mio € (30%) und im Portfolio/Fund Management um 14 Mio € (26%) zurück. In beiden Produktbereichen spiegelt der Rückgang eine geringere Kundenaktivität in einem schwierigen Marktumfeld wider. Die Erträge im Bereich Zahlungsverkehr, Kontoführung und sonstige Finanzdienstleistungen sanken um 28 Mio € (10%). Diese Entwicklung war vorwiegend auf niedrigere Erträge aus dem Absatz von Versicherungsprodukten zurückzuführen, die im ersten Quartal des Vorjahres von der hohen Kundennachfrage nach Altersvorsorgeprodukten profitierten. Die Erträge aus dem Kredit-/Einlagengeschäft verbesserten sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 13 Mio € (2%). Niedrigere Margen im Einlagengeschäft konnten durch höhere Volumina im Kredit- und Einlagengeschäft sowie durch verbesserte Margen im Kreditgeschäft ausgeglichen werden.

Die Erträge aus Sonstigen Produkten stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 43 Mio € (47%). Diese Entwicklung war vor allem auf die Aktiv- und Passivsteuerung in PBC sowie auf einen Gewinn aus dem Verkauf eines zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerts zurückzuführen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft stieg gegenüber dem ersten Quartal 2008 um 40 Mio € (32%) auf 165 Mio €. Das Berichtsquartal enthielt einen positiven Effekt von 60 Mio € aufgrund einer Auflösung im Zusammenhang mit überarbeiteten Parametern und Modellannahmen. Der Anstieg der Risikovorsorge war auf eine höhere Kreditausfallquote in Deutschland, sich weiter verschlechternde Kreditbedingungen in Spanien und auf den Effekt aus dem Ausbau des Kreditgeschäfts in Polen zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im ersten Quartal 2009 mit 1,0 Mrd € um 14 Mio € (1%) unter dem Wert des Vorjahresquartals. Dies spiegelt einen Rückgang der leistungsabhängigen Vergütungen wider, der teilweise durch höhere Aufwendungen infolge des Anstiegs der Mitarbeiterzahl gegenüber dem ersten Quartal 2008 sowie durch höhere Abfindungszahlungen kompensiert wurde.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich im Berichtsquartal auf 206 Mio € und lag damit um 98 Mio € (32%) unter dem Ergebnis des ersten Quartals 2008.

Die Invested Assets von 182 Mrd € zum 31. März 2009 waren im Vergleich zum Jahresende 2008 um 6 Mrd € niedriger. Neben Nettomittelabflüssen von 2 Mrd € waren Marktwertverluste für den Rückgang verantwortlich.

Die Kundenzahl von insgesamt 14,7 Millionen umfasste rund 63.000 Neukunden, die im ersten Quartal 2009 vor allem in Deutschland und Italien akquiriert wurden.

Konzernbereich Corporate Investments (CI)

Das Ergebnis vor Steuern in CI belief sich im ersten Quartal 2009 auf 65 Mio €, nach 679 Mio € im ersten Quartal des Vorjahres. Marktwertgewinne von 321 Mio € aus Derivaten im Zusammenhang mit dem Erwerb von Aktien der Deutschen Postbank AG und ein Gewinn von 60 Mio € aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen wirkten sich im Berichtsquartal positiv aus. Zusätzlich wurde ein Gewinn aus der Option zur Erhöhung unserer Beteiligung an der Hua Xia Bank Co. Ltd. verzeichnet. Diese Entwicklungen wurden durch Abschreibungen von 302 Mio € auf unsere Industriebeteiligungen und durch einen Verlust im Zusammenhang mit einem konsolidierten Infrastrukturinvestment, das zu Beginn des Quartals von AWM transferiert wurde, fast vollständig ausgeglichen. Das Ergebnis des ersten Quartals 2008 beinhaltete Gewinne von 854 Mio € aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen, darunter Daimler AG, Allianz SE und Linde AG, denen negative Marktwertanpassungen im Zusammenhang mit der Option zur Erhöhung unserer Beteiligung an der Hua Xia Bank gegenüber standen.

Consolidation & Adjustments

Im ersten Quartal 2009 verzeichnete Consolidation & Adjustments einen Gewinn vor Steuern von 173 Mio €, gegenüber einem Verlust vor Steuern von 72 Mio € im ersten Quartal des Vorjahres. Die Erträge im ersten Quartal 2009 beinhalteten positive Bewertungsunterschiede zwischen den für die Managementberichterstattung angewandten Bilanzierungsmethoden und den Rechnungslegungsstandards nach IFRS. Diese ergaben sich aus ökonomisch abgesicherten kurzfristigen Positionen und waren auf höhere Volatilitäten sowie auf niedrigere kurzfristige Zinssätze zurückzuführen. Diese positiven Effekte wurden teilweise durch Rückstellungsbildungen für Rechtsstreitigkeiten kompensiert. Im Verlust des Vorjahres waren keine materiellen Einzeleffekte enthalten.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG  Presseabteilung

Dr. Ronald Weichert 069 / 910 38664
Armin Niedermeier  069 / 910 33402
Christian Streckert  069 / 910 38079


Die Ergebnisse des 1. Quartals 2009 werden heute in einer Presse-Konferenz um 10.00 Uhr (MEZ) und in einer Analysten-Konferenz um 13.00 Uhr erläutert (MEZ). Die Konferenzen werden im Internet übertragen: http://www.deutsche-bank.de/presse/de/content/veranstaltungen.htm und über http://www.deutsche-bank.de/ir/de/content/ir_events_2009.htm .
Der vollständige Zwischenbericht zum 31. März 2009 kann im Internet abgerufen werden: www.deutsche-bank.de/1Q2009. Ebenso ein Zahlenanhang (nur englisch): www.deutsche-bank.de/ir/financial-supplements.


Diese Presse-Information enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse anzupassen.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung unserer strategischen Initiativen, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken, die in den von uns bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren sind in unserem SEC-Bericht nach „Form 20-F“ vom 24. März 2009 unter der Überschrift „Risk Factors“ im Detail dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei uns erhältlich oder unter www.deutsche-bank.com/ir verfügbar.




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Letzte Änderung: 2.9.2013
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