Frankfurt am Main, 29. Oktober 2009

Deutsche Bank erzielt im 3. Quartal 2009 Gewinn nach Steuern von 1,4 Mrd Euro


  • Erträge von 7,2 Mrd Euro
  • Gewinn vor Steuern von 1,3 Mrd Euro
  • Tier-1 Kapitalquote von 11,7%; Tier-1 Kernkapitalquote von 8,1%
  • Rekorderträge für ein drittes Quartal im Sales & Trading
  • PCAM: Nettomittelzufluss von 11 Mrd Euro
  • Bilanzsumme auf US-GAAP pro-Forma Basis stabil bei 915 Mrd Euro; im Vergleich zum 30. September 2008 um 31% reduziert

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) hat heute ihr Ergebnis für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2009 vorgelegt. Der Quartalsgewinn nach Steuern belief sich auf 1,4 Mrd € und lag damit über dem Vergleichswert von 414 Mio € im dritten Quartal 2008. Das Berichtsquartal war durch mehrere materielle steuerliche Sondereffekte positiv beeinflusst. Diese Effekte betrugen per saldo 369 Mio € und überstiegen damit den für das laufende Ergebnis erwarteten Steueraufwand. Die Sondereffekte resultierten vor allem aus dem Abschluss von Steuerprüfungen für Vorjahre und wurden durch Neubewertungen von latenten Steuerpositionen teilweise reduziert.

Das Ergebnis je Aktie (verwässert) betrug 2,10 €, nach 0,83 € im Vorjahresquartal. Der Gewinn vor Steuern summierte sich auf 1,3 Mrd €, nach 93 Mio € im dritten Quartal 2008. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) betrug 15%, nach 1% im Vorjahresquartal. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern gemäß Zielgrößendefinition der Bank, bei der bestimmte signifikante Gewinne und Belastungen unberücksichtigt bleiben, lag bei 14%.

In den ersten neun Monaten 2009 lag der Gewinn nach Steuern bei 3,6 Mrd €, nach 918 Mio € von Januar bis September 2008. Vor Steuern belief sich der Gewinn auf 4,4 Mrd €, nach 481 Mio € in den ersten neun Monaten 2008. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) summierte sich in den ersten neun Monaten 2009 auf 5,62 €, nach 1,85 € im Zeitraum Januar bis September 2008. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) betrug 17%, nach 2% im Vorjahr. Gemäß Zielgrößendefinition lag die Eigenkapitalrendite vor Steuern bei 18%. Im Vorjahreszeitraum hatte die Bank hier minus 3% ausgewiesen.

Dr. Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, sagte: „Wir haben in diesem Quartal wieder ein solides Ergebnis vorgelegt, dabei an unserer strikten Bilanzdisziplin festgehalten, unser Kapital weiter gestärkt und zugleich wichtige Schritte zur Ausweitung unseres Geschäfts gemacht. Alle unsere Geschäftsbereiche waren im dritten Quartal profitabel. Im Handelsbereich haben wir die risikogewichteten Aktiva weiter reduziert. Dies erfolgte auf Basis einer strategischen Entscheidung, auch wenn es zu Lasten kurzfristiger Ertragszuwächse in einigen Geschäftsbereichen ging“.

Ackermann fügte hinzu: „Die Deutsche Bank hat ihre Widerstandsfähigkeit in einem außergewöhnlich schwierigen Umfeld bewiesen und ist zweifellos gestärkt aus der Krise hervorgegangen. Dies eröffnet uns gute Chancen, um unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Für die nähere Zukunft sehen wir Herausforderungen, aber auch Chancen. Die Deutsche Bank ist für beide gut gerüstet“.

Wesentliche Ergebnisgrößen

Im Berichtsquartal enthielten die Erträge von 7,2 Mrd € Belastungen von circa 350 Mio € im Zusammenhang mit Ocala Funding LLC, einer Commercial-Paper-Zweckgesellschaft. Diesen standen positive Marktwertanpassungen von insgesamt 319 Mio € auf wesentliche Risikopositionen an den Kreditmärkten gegenüber, die insbesondere gegenüber Monolineversicherern anfielen. Darüber hinaus enthielt das Ergebnis Gewinne von 110 Mio € aus der Reduzierung der Beteiligung an der Daimler AG. In den Erträgen war zudem ein Verlust von 111 Mio € aus Änderungen der Credit Spreads für bestimmte langfristige Verbindlichkeiten der Bank enthalten, für die die Fair Value Option angewendet wurde. Im Vorjahresquartal wurde aus diesen Positionen ein Gewinn von 146 Mio € ausgewiesen. Im dritten Quartal des Vorjahres beliefen sich die Erträge auf 4,4 Mrd €. Darin waren negative Marktwertanpassungen von 1,2 Mrd € im Zusammenhang mit wesentlichen Kreditrisikopositionen enthalten.

Der Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) erzielte im Berichtsquartal Erträge von 5,1 Mrd € gegenüber 1,7 Mrd € im Vorjahresquartal, nach Berücksichtigung der vorgenannten negativen Marktwertanpassungen.

Der Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S) verzeichnete im Berichtsquartal Erträge von 4,4 Mrd € gegenüber 1,1 Mrd € im Vorjahresquartal (einschließlich negativer Marktwertanpassungen von 1,2 Mrd €). Die Erträge aus Sales & Trading erreichten mit 3,1 Mrd € den bisher höchsten Wert für ein drittes Quartal. Die Erträge aus Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) beliefen sich auf 2,2 Mrd € im Vergleich zu 924 Mio € im Vorjahresquartal. Das Berichtsquartal enthielt die vorgenannten Belastungen im Zusammenhang mit Ocala Funding LLC und Verluste von circa 300 Mio € im Zusammenhang mit Wertanpassungen für spezifische Risiken im Geschäft mit strukturierten Kreditprodukten. Diese wurden teilweise durch positive Marktwertanpassungen von per saldo 263 Mio € gegenüber Monolineversicherern und bei gewerblichen Immobilienkrediten kompensiert. Das dritte Quartal des Vorjahres enthielt  negative Marktwertanpassungen von 705 Mio €. Die Erträge im kundenbezogenen Geschäft, insbesondere im Handel mit Kredit- und Zinsprodukten, stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal infolge weiterhin starker Kundenaktivität und Marktanteilsgewinnen deutlich. Im Devisen- und Geldmarkthandel hingegen waren die Erträge aufgrund einer weiteren Normalisierung der Volatilitäten und Margen gegenüber den Höchstständen im Vorjahr rückläufig. Positiv wirkten sich zudem Marktanteilsgewinne im Handel mit festverzinslichen Produkten in den USA (Quelle: Greenwich Associates), ein signifikant verbessertes Anleihegeschäft in Schwellenländern und ein solides Ergebnis im Rohstoffgeschäft aus. Die Erträge aus Sales & Trading (Equity) beliefen sich auf 918 Mio € und erreichten damit den höchsten Stand seit dem vierten Quartal 2007. Im Vergleichsquartal des Vorjahres waren negative Erträge von 142 Mio € entstanden. Die Entwicklung gegenüber dem Vorjahresquartal resultierte aus deutlichen Zuwächsen im kundenbezogenen Aktienkassageschäft, die von Marktanteilsgewinnen in den USA (Quelle: Bloomberg, Autex), von günstigen Marktbedingungen und von stabilen Volumina bei Neuemissionen profitierten. Der Bereich konnte Marktanteilsgewinne vorangegangener Quartale im Prime-Brokerage-Geschäft behaupten und erzielte ein starkes Ergebnis im Aktienderivategeschäft, obwohl die Risiken 2009 deutlich reduziert wurden.

Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft beliefen sich auf 542 Mio €, nach negativen 284 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Im Emissionsgeschäft (Equity) erreichten die Erträge mit 216 Mio € den höchsten Stand seit neun Quartalen. Darin spiegeln sich Marktanteilsgewinne (Quelle: Dealogic), ein hohes Volumen bei Neuemissionen und anhaltend günstige Bedingungen auf den wichtigsten Aktienmärkten wider. Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft (Debt) von 326 Mio € spiegeln eine Steigerung des Marktanteils (Quelle: Thomson Reuters, Dealogic) und eine höhere Kundennachfrage nach Anleiheemissionen wider. Im Berichtsquartal belegte die Deutsche Bank in den Ranglisten der All-International-Bonds- und High-Yield-Bonds-Emissionen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika den ersten Platz (Quelle: Dealogic). Im Berichtsquartal ergaben sich zudem positive Marktwertanpassungen von 56 Mio € im Zusammenhang mit Krediten und Kreditzusagen im Leveraged-Finance-Geschäft. Im Vorjahresquartal waren im Zusammenhang mit solchen Positionen negative Marktwertanpassungen von 467 Mio € angefallen, die im Wesentlichen zu negativen Erträgen von insgesamt 369 Mio € führten. Im Beratungsgeschäft fielen die Erträge im Berichtsquartal auf 95 Mio €. Der Rückgang im Vergleich zu 185 Mio € im dritten Quartal 2008 spiegelt das anhaltend niedrigere Niveau der M&A-Marktaktivitäten wider.

Im Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB) gingen die Erträge im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 5% auf 658 Mio € zurück. Die Erträge im Bereich Cash Management waren aufgrund niedrigerer Zinssätze rückläufig. In Trust & Securities Services waren die Erträge durch im Vergleich zum Vorjahresquartal niedrigeren Aktienbewertungen beeinträchtigt. Diese Effekte wurden durch ein Ertragswachstum im Bereich Trade Finance infolge einer anhaltenden Nachfrage nach komplexeren Finanzierungsprodukten teilweise ausgeglichen. Darüber hinaus wirkten sich eine Anpassung der internen Zinsrechnungssysteme, die im zweiten Quartal 2009 vorgenommen wurde, mit 63 Mio € positiv auf die Erträge des Berichtsquartals aus.

Die Erträge im Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) blieben mit 2,2 Mrd € gegenüber dem dritten Quartal 2008 nahezu unverändert.

Im Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM) lagen die Erträge mit 772 Mio € um 8% über dem Wert des Vorjahresquartals. Die aktuelle Berichtsperiode enthielt höhere erfolgsabhängige Provisionen im Retail Asset Management infolge der Erholung der Kapitalmärkte. Dadurch konnten niedrigere volumenabhängige Provisionen teilweise ausgeglichen werden. Diese waren aufgrund von im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Marktwerten und wegen Nettomittelabflüssen, die vorwiegend in 2008 zu verzeichnen waren, rückläufig. Im Vorjahresquartal waren die Erträge durch einen negativen Effekt für ein konsolidiertes RREEF-Infrastrukturinvestment, durch freiwillige Einschüsse in bestimmte Geldmarktfonds und durch Abschreibungen auf Seed Capital Investments belastet. AWM konnte im Berichtsquartal Nettomittelzuflüsse in Höhe von 10 Mrd € verzeichnen, nach Nettomittelabflüssen von 2 Mrd € im zweiten Quartal 2009 und von 5 Mrd € im dritten Quartal 2008.

Die Erträge im Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC) beliefen sich auf 1,4 Mrd € und blieben damit um 3% unter dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Im Anlagegeschäft waren die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal rückläufig, was auf eine anhaltend schwache Kundenaktivität im Privatkundengeschäft zurückzuführen war. Im Einlagengeschäft beeinträchtigten die anhaltend niedrigen Zinsen die Erträge. Diese Effekte wurden durch höhere Erträge aus dem Kreditgeschäft teilweise kompensiert.

Die Erträge im Konzernbereich Corporate Investments (CI) beliefen sich im Berichtsquartal auf 242 Mio €. Darin waren Gewinne aus dem Verkauf von Aktien der Daimler AG und aus Put-/Call-Optionen zur möglichen Erhöhung der Beteiligung an der Deutschen Postbank AG enthalten. Diesen Erträgen standen Marktwertverluste im Zusammenhang mit der Option zur Erhöhung der Beteiligung an der Hua Xia Bank Co. Ltd. (China) gegenüber.

In den ersten neun Monaten 2009 erreichten die Erträge 22,4 Mrd €, nach Marktwertverlusten bei wesentlichen Kreditrisikopositionen in Höhe von 715 Mio €. In den ersten neun Monaten des Vorjahres lagen die Erträge bei 14,5 Mrd €, nach Marktwertverlusten in Höhe von 6,6 Mrd €.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Berichtsquartal auf 544 Mio €, gegenüber 236 Mio € im dritten Quartal 2008 und 1,0 Mrd € im zweiten Quartal 2009. Die Risikovorsorge in CIB betrug 323 Mio € im Vergleich zu 66 Mio € im Vorjahresquartal. Die Risikovorsorge von CIB beinhaltete Neubildungen von 215 Mio € für Vermögenswerte, die gemäß IAS 39 umklassifiziert wurden.Im Vorjahresquartal war für solche Vermögenswerte eine Risikovorsorge von 72 Mio € enthalten. Im Berichtsquartal entfiel der größte Teil der Beträge im Zusammenhang mit solchen Vermögenswerten auf Risikopositionen in den Bereichen Leveraged Finance und Commercial Real Estate. In PCAM belief sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf 214 Mio € nach 169 Mio € im Vorjahresquartal. Dieser Anstieg war auf ein schwierigeres Kreditumfeld, vor allem in Spanien sowie im Konsumentenkreditgeschäft in Polen, zurückzuführen.

In den ersten neun Monaten 2009 belief sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf 2,1 Mrd € gegenüber 485 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen betrugen 5,4 Mrd € im Berichtsquartal, nach 4,1 Mrd € im Vorjahresquartal. Diese Entwicklung war vor allem auf einen Anstieg der Personalaufwendungen von 1,9 Mrd € im Vorjahresquartal auf 2,8 Mrd € im Berichtsquartal zurückzuführen, die sich aus höheren Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen infolge der verbesserten Geschäftsergebnisse ergaben. Die Abfindungszahlungen beliefen sich im Berichtsquartal auf 62 Mio € gegenüber 64 Mio € im Vorjahresquartal. Der Sach- und sonstige Aufwand blieb mit 2,2 Mrd € gegenüber dem Vorjahresquartal unverändert, obwohl im Berichtsquartal  Belastungen von 200 Mio € für ein Angebot zum Rückkauf bestimmter Produkte von Privatanlegern enthalten waren. Die sonstigen Sachaufwendungen beliefen sich im Berichtsquartal auf 364 Mio € gegenüber positiven 32 Mio € im Vorjahresquartal. Beide Berichtszeiträume enthielten im Wesentlichen Postionen aus dem Versicherungsgeschäft im Zusammenhang mit Abbey Life, denen korrespondierende Ertragseffekte gegenüberstanden.

In den ersten neun Monaten 2009 beliefen sich die zinsunabhängigen Aufwendungen auf 15,9 Mrd € gegenüber 13,5 Mrd € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Personalaufwand stieg auf 9,0 Mrd € nach 7,5 Mrd € im Vorjahreszeitraum, was in erster Linie auf höhere leistungsabhängige Vergütungen infolge der verbesserten Geschäftsergebnisse zurückzuführen war. Der Sach- und sonstige Aufwand belief sich auf 6,4 Mrd € gegenüber 6,0 Mrd € im Vorjahreszeitraum. Diese Zunahme in den ersten neun Monaten 2009 ist auf höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten und Rückstellungen zurückzuführen, die insbesondere im zweiten Quartal anfielen. Die sonstigen Sachaufwendungen lagen bei 585 Mio €, nach Erträgen von 35 Mio € im Vorjahreszeitraum. Darin spiegeln sich vor allem die zuvor genannten Positionen im Versicherungsgeschäft im Zusammenhang mit Abbey Life wider, denen korrespondierende Ertragseffekte gegenüberstehen.

Der Gewinn vor Steuern belief sich im Berichtsquartal auf 1,3 Mrd € im Vergleich zu 93 Mio € im Vorjahresquartal. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) betrug 15%, nach 1% im Vorjahresquartal. Die Eigenkapitalrendite gemäß Zielgrößendefinition (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity), bei der im Berichtsquartal signifikante Gewinne von 110 Mio € (Vorjahresquartal 2008: 229 Mio €) unberücksichtigt blieben, lag bei 14%, nach minus 1% im Vorjahresquartal.

In den ersten neun Monaten 2009 belief sich der Gewinn vor Steuern auf 4,4 Mrd € gegenüber 481 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) lag im Berichtszeitraum bei 17% im Vergleich zu 2% im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern gemäß Zielgrößendefinition der Bank (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) erreichte im Berichtszeitraum 18% gegenüber negativen 3% im Vorjahr.
 
Der Gewinn nach Steuern verbesserte sich auf 1,4 Mrd € im Berichtsquartal, gegenüber 414 Mio € im Vorjahresquartal. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) betrug 2,10 €, nach 0,83 € im Vorjahresquartal. Im Berichtsquartal wurde ein Steuerertrag von 78 Mio € ausgewiesen, der im Wesentlichen auf steuerliche Sondereffekte von per Saldo 369 Mio € zurückzuführen war. Diese resultierten vor allem aus dem Abschluss von Steuerprüfungen für Vorjahre und wurden durch Neubewertungen von latenten Steuerpositionen teilweise ausgeglichen. Im Vorjahr enthielt der Gewinn nach Steuern im dritten Quartal einen Steuerertrag in Höhe von 321 Mio €, der im Wesentlichen aus der günstigen geografischen Verteilung des Konzernergebnisses resultierte.

In den ersten neun Monaten 2009 betrug der Gewinn nach Steuern 3,7 Mrd € nach 918 Mio € im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) stieg auf 5,62 € nach 1,85 € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Bank verbuchte einen Steueraufwand von 797 Mio € in den ersten neun Monaten 2009. Dieser war vor allem durch den Abschluss von Steuerprüfungen für Vorjahre, der durch Neubewertungen von latenten Steuerpositionen teilweise ausgeglichen wurde, und durch signifikante steuerfreie Erträge begünstigt. Im Vorjahreszeitraum wurde ein Steuerertrag von 437 Mio € ausgewiesen.

Die Tier-1 Kapitalquote stieg zum Ende des dritten Quartals auf 11,7%, was dem höchsten Stand seit Einführung von Basel II entspricht. Zum Ende des zweiten Quartals 2009 hatte die Quote bei 11,0%, zum Ende des dritten Quartals 2008 bei 10,3% gelegen. Die Tier-1 Kernkapitalquote, die hybride Instrumente nicht berücksichtigt, betrug zum Ende des Berichtsquartals 8,1%, nach 7,8% im Vorquartal und 7,5% zum Ende des dritten Quartals 2008. Das Tier-1 Kapital summierte sich zum Ende des dritten Quartals auf 33,7 Mrd €, nach 32,5 Mrd € zum Ende des Vorquartals. Die Bildung von Kapital wurde durch den Gewinn nach Steuern von 1,4 Mrd € sowie die Begebung einer Tier-1 Nachranganleihe über 1,3 Mrd € im August 2009 positiv beeinflusst. Diese Zunahme  wurde zum Teil von Wechselkurseffekten, Kapitaleffekten aus der aktienbasierten Vergütung, höheren kapitalvermindernden Posten sowie Buchverlusten im Zusammenhang mit den Pensionsplänen der Bank kompensiert.

Die risikogewichteten Aktiva beliefen sich zum Ende des dritten Quartals auf 288 Mrd €, womit sie im Vergleich zum Ende des Vorquartals um 8 Mrd € geringer waren. Dieser Rückgang spiegelt sowohl Währungseffekte als auch das anhaltend straffe Management der risikogewichteten Aktiva wider. Die risikogewichteten Aktiva für Marktrisiken blieben im Wesentlichen unverändert, da dem reduzierten Value-at-risk eine Erhöhung des Multiplikators für das regulatorische Kapital durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gegenüberstand.

Die Bilanzsumme nach IFRS war per Ende des dritten Quartals mit 1.660 Mrd € um 4% oder 73 Mrd € niedriger als im Vorquartal 2009. Auf pro Forma Basis nach US-GAAP, wonach das Netting von Derivaten und anderen Handelsinstrumenten möglich ist, blieb die Bilanzsumme mit 915 Mrd € im Vergleich zum Ende des Vorquartals im Wesentlichen unverändert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank die pro Forma Bilanzsumme nach US-GAAP um 31%. Die Leverage Ratio der Bank betrug per Ende des dritten Quartals 25 und entsprach damit der Zieldefinition der Bank. Der geringfügige Anstieg der Leverage Ratio auf 25 von 24 zum Ende des zweiten Quartals ist auf eine Verringerung des pro Forma Eigenkapitals durch Gewinne auf eigene Verbindlichkeiten der Bank zurückzuführen, die die Reduktion der Bilanzsumme und eine Erhöhung des IFRS-Eigenkapitals kompensierten.

Segmentüberblick

Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB)

Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S)

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen im Berichtsquartal mit einem Rekordwert für ein drittes Quartal von 2,2 Mrd € um 1,3 Mrd € über dem Wert des dritten Quartals 2008. Dieser Anstieg gegenüber dem Vorjahr war auf ein anhaltend starkes Ergebnis in allen Produktbereichen sowie auf das Ausbleiben von signifikanten Marktwertanpassungen und Verlusten aus dem kreditbezogenen Eigenhandel zurückzuführen. Im Berichtsquartal wurden positive Marktwertanpassungen von per Saldo 263 Mio € verzeichnet. Diese beinhalten eine Nettoauflösung von Rückstellungen gegenüber Monolineversicherern in Höhe von 323 Mio €, denen Wertberichtigungen von 66 Mio € auf gewerbliche Immobilienkredite gegenüberstanden. Das Berichtsquartal 2009 enthielt zudem Aufwendungen von circa 350 Mio € im Zusammenhang mit Ocala Funding LLC, einer Commercial-Paper-Zweckgesellschaft, sowie Verluste von circa 300 Mio € im Zusammenhang mit Wertanpassugen für spezifische Risiken in unserem Geschäft mit strukturierten Kreditprodukten. Im Vorjahresquartal wies die Bank negative Marktwertanpassungen von 705 Mio € aus. Davon entfielen 202 Mio € auf verbriefte Wohnungsbaukredite, 255 Mio € auf Rückstellungen gegenüber Monolineversicherern, 163 Mio € auf gewerbliche Immobilienkredite sowie 85 Mio € auf Wertminderungen auf zur Veräußerung verfügbaren Positionen.

Die Erträge im kundenbezogenen Geschäft, insbesondere im Handel mit Zins- und Kreditprodukten, lagen angesichts anhaltender Kundennachfrage und hinzugewonnener Marktanteile deutlich über denen des Vorjahresquartals. Dagegen verzeichnete das Devisen- und Geldmarktgeschäft aufgrund der fortschreitenden Normalisierung bei Volatilitäten und Margen gegenüber den Höchstständen des Vorjahres einen Rückgang. Die Erträge im Handel mit festverzinslichen Produkten stiegen infolge von Marktanteilsgewinnen in den USA (Quelle: Greenwich Associates), durch ein im Vergleich zum Vorjahresquartal stark verbessertes Anleihegeschäft in Schwellenländern und ein solides Ergebnis im Rohstoffhandel.

In Sales & Trading (Equity) lagen die Erträge mit 918 Mio € um 1,1 Mrd € über dem Wert des Vorjahresquartals und erreichten damit den höchsten Stand seit dem vierten Quartal 2007. Dieser Anstieg spiegelt ein starkes Ergebnis in allen Produktbereichen sowie das Ausbleiben von Verlusten im Aktieneigenhandel und im Geschäft mit Aktienderivaten wider, die das Vorjahresquartal belastet hatten. Der Aktienhandel wies materielle Gewinne aus, die auf starke Kundennachfrage, günstige Marktbedingungen und stabile Volumina bei Neuemissionen zurückzuführen waren. Der Geschäftsbereich konnte Marktanteilsgewinne in Global Prime Finance behaupten und profitierte von sehr guten Ergebnissen im Geschäft mit Aktienderivaten, bei deutlich reduzierten Risikopositionen. Der Aktieneigenhandel erzielte nach ebenfalls signifikanten  Risikoabbau im Vergleich zum Vorjahresquartal gute Ergebnisse.

Die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft beliefen sich im dritten Quartal 2009 auf 637 Mio €, was einer Verbesserung von 736 Mio € gegenüber dem dritten Quartal 2008 entspricht. Diese Entwicklung war hauptsächlich auf Marktwertentwicklungen im Zusammenhang mit Krediten und Kreditzusagen im Leveraged-Finance-Geschäft zurückzuführen, die im Berichtsquartal zu Gewinnen von 56 Mio € führten, nachdem im Vergleichsquartal des Vorjahres Verluste von 467 Mio € anfielen. Die Erträge im Emissionsgeschäft (Equity) stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal aufgrund eines größeren Marktanteils und eines gestiegenen Provisionsaufkommens. Im Emissionsgeschäft (Debt) konnte die Bank ihren globalen Anteil am Provisionsaufkommen bei hochverzinslichen Anleihen steigern und sich in den Ranglisten auf Position zwei weltweit beziehungsweise Position eins in der Region EMEA verbessern. Die Erträge aus dem Beratungsgeschäft wurden durch den anhaltenden Rückgang des Provisionsaufkommens belastet, der die schwierigen Marktbedingungen widerspiegelt (Quelle für alle Positionen und Marktanteile: Dealogic).

Im Kreditgeschäft wurden im dritten Quartal 2009 Erträge von 308 Mio € erzielt. Der Rückgang um 227 Mio € (42%) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres war auf Marktwertverluste im Zusammenhang mit zum Fair Value bewerteten Krediten und auf Verluste aus Absicherungsgeschäften zurückzuführen. Diese Verluste wurden durch höhere Erträge infolge eines erfolgreichen Risikomanagements von Investment-Grade-Krediten und im Hedge-Portfolio, dessen Positionen teilweise der Fair Value Option unterliegen, teilweise ausgeglichen.

Die Erträge aus Sonstigen Produkten von 375 Mio € im dritten Quartal 2009 lagen um 542 Mio € über dem negativen Ergebnis des Vorjahresquartals. Der Anstieg resultierte aus Marktwertgewinnen bei Investments, die Leistungen im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft von Abbey Life decken. Dieser Effekt wurde durch gegenläufige Beträge in den zinsunabhängigen Aufwendungen ausgeglichen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Unternehmensbereich CB&S umfasste im dritten Quartal 2009 eine Nettozuführung von 318 Mio € gegenüber einer Nettozuführung von 66 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Ursache für den Anstieg waren hauptsächlich Risikovorsorgen für Aktiva, die gemäß IAS 39 umklassifiziert wurden und im Berichtsquartal 215 Mio € gegenüber 72 Mio € im Vorjahresquartal betrugen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich im Berichtsquartal auf 3,1 Mrd € und lagen damit um 1,3 Mrd € (74%) über dem Wert des Vorjahresquartals. Dieser Anstieg resultierte aus höheren leistungsabhängigen Vergütungen infolge verbesserter Ergebnisse. Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beinhalten die vorgenannten Effekte im Zusammenhang mit Abbey Life und Aufwendungen von 200 Mio € aus dem Angebot der Bank, bestimmte Produkte von Privatanlegern zurückzukaufen.

Der Gewinn vor Steuern erreichte im Berichtsquartal 988 Mio € nach einem Verlust vor Steuern von 789 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB)

Die Erträge in GTB beliefen sich im dritten Quartal 2009 auf 658 Mio € und blieben damit um 33 Mio € (5%) unter dem Wert des dritten Quartals 2008. Dieser Rückgang war im Wesentlichen auf das historisch niedrige Zinsniveau zurückzuführen und wurde  zum Teil durch einen positiven Effekt von 63 Mio € aus einer Anpassung der internen Zinsrechnungssysteme kompensiert, die im zweiten Quartal 2009 vorgenommen wurde. Im Bereich Trade Finance konnte aufgrund einer anhaltenden Nachfrage nach komplexeren Finanzierungsprodukten in Europa und Asien ein Ertragswachstum erzielt werden. Im Euroclearingeschäft baute die Bank ihren Marktanteil weiter aus und behauptete gleichzeitig ihre starke Stellung im US-Dollar-Clearinggeschäft.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft verzeichnete im dritten Quartal 2009 eine Nettozuführung von 6 Mio €. Im Vorjahresquartal wurde keine Risikovorsorge im Kreditgeschäft gebildet.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen in Höhe von 459 Mio € im Berichtsquartal lagen um 49 Mio € (12%) über dem Wert des Vorjahresquartals. Diese Entwicklung beruht vor allem auf höheren Aufwendungen für leistungsabhängige Vergütungen, für die Einlagen- und Pensionssicherung  sowie auf einer höheren Mitarbeiterzahl aufgrund des Wachstums in allen Geschäftsbereichen. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl war auch auf die Investition in die Deutsche Card Services GmbH im vierten Quartal 2008 zurückzuführen.

Der Gewinn vor Steuern betrug im dritten Quartal 194 Mio € und lag damit um 88 Mio € (31%) unter dem Wert des Vergleichsquartals des Vorjahres.

Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM)

Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM)

Im dritten Quartal 2009 beliefen sich die Erträge im Unternehmensbereich AWM auf 772 Mio €. Dies entspricht einem Anstieg um 59 Mio € (8%) gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Kredit-/Einlagengeschäft stiegen die Erträge aufgrund eines positiven Effekts aus einer Anpassung der internen Zinsrechnungssysteme (die im zweiten Quartal 2009 vorgenommen wurde) sowie höherer Margen im Kreditgeschäft um 13 Mio € (18%) auf 84 Mio €. Diese positiven Effekte wurden durch niedrigere Erträge im Einlagengeschäft reduziert. Die Erträge aus dem Brokeragegeschäft gingen um 23 Mio € (10%) auf 197 Mio € zurück. Diese Entwicklung war hauptsächlich auf anhaltend niedrige Kundenaktivitäten infolge der Unsicherheiten an den internationalen Wertpapiermärkten zurückzuführen. Die Erträge aus dem Portfolio/Fund Management sanken im Geschäftsbereich Asset Management (AM) um 73 Mio € (17%) und im Geschäftsbereich Private Wealth Management (PWM) um 19 Mio € (22%). In AM resultierte der Rückgang im Wesentlichen aus negativen Marktwertentwicklungen und Nettomittelabflüssen von Invested Assets im Jahr 2008. In PWM war der Rückgang hauptsächlich auf rückläufige Marktwerte zurückzuführen. Die Erträge aus Sonstigen Produkten betrugen im Berichtsquartal 47 Mio € gegenüber minus 114 Mio € im Vorjahresquartal. Das Vorjahresquartal beinhaltete Aufwendungen von 65 Mio € im Zusammenhang mit einem konsolidierten RREEF-Infrastrukturinvestment, das Anfang 2009 auf den Unternehmensbereich Corporate Investment übertragen wurde. Ferner beinhaltete das Ergebnis des dritten Quartals 2008 freiwillige Einschüsse in bestimmte Geldmarktfonds in Höhe von 55 Mio € sowie negative Marktwertanpassungen bei Seed Capital Investments.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich im dritten Quartal 2009 auf 633 Mio €. Der Rückgang von 177 Mio € (22%) gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal war in erster Linie auf das zuvor genannte RREEF-Infrastrukturinvestment zurückzuführen. Die zinsunabhängigen Aufwendungen des Vorjahresquartals beinhalteten eine Zuführung von 59 Mio € zu einer Rückstellung, die im Zusammenhang mit einer bei einem Vergleich in den USA eingegangenen Verpflichtung gegenüber Privatkunden, Auction Rate Securities (ARS) zum Nennwert zurückzukaufen, gebildet wurde. Der restliche Rückgang der zinsunabhängigen Aufwendungen war im Wesentlichen auf Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen.

AWM verzeichnete einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 134 Mio € nach einem Verlust vor Steuern in Höhe von 95 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Die Invested Assets stiegen in AWM im Laufe des dritten Quartals 2009 um 25 Mrd € auf 657 Mrd €. Nettomittelzuflüsse von 10 Mrd € (5 Mrd € in AM und 5 Mrd € in PWM) und positive Effekte aus Marktwertentwicklungen wurden durch negative Währungskurseffekte teilweise ausgeglichen.

Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC)

Die Erträge lagen im dritten Quartal 2009 mit 1,4 Mrd € um 46 Mio € (3%) unter dem Wert des dritten Quartals 2008. Die Erträge im Brokeragegeschäft gingen gegenüber dem dritten Quartal 2008 um 84 Mio € (35%) zurück. Dieser Rückgang war vor allem auf niedrigere Kundenaktivitäten infolge der Unsicherheiten an den Wertpapiermärkten zurückzuführen. Die Erträge im Portfolio/Fund Management sanken um 14 Mio € (16%) aufgrund der positiven Effekte einer erfolgreichen Markteinführung eines Produkts im Portfoliomanagement im dritten Quartal 2008. Die Erträge aus Zahlungsverkehr, Kontoführung und sonstigen Finanzdienstleistungen verringerten sich hauptsächlich aufgrund rückläufiger Erträge aus der Vermittlung von Versicherungsprodukten um 11 Mio € (4%). Im Kredit-/Einlagengeschäft verbesserten sich die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal um 79 Mio € (11%). Diese Verbesserung wurde durch höhere Volumina und größere Margen im Kreditgeschäft erzielt, wohingegen im Einlagengeschäft der Anstieg der Volumina durch niedrigere Margen ausgeglichen wurde. Die Erträge aus Sonstigen Produkten gingen gegenüber dem Vorjahresquartal um 16 Mio € (16%) zurück.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft stieg im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahresquartal um 41 Mio € (24%) auf 209 Mio €. Diese Entwicklung spiegelt insbesondere die anhaltende Verschlechterung der Kreditbedingungen in Spanien und Polen sowie allgemein höhere Kreditkosten in anderen Regionen wider. Dem stand ein positiver Effekt in Höhe von 29 Mio € im Zusammenhang mit einer Überarbeitung von Parametern und Modellannahmen gegenüber.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im dritten Quartal 2009 mit 1,0 Mrd € um 26 Mio € (3%) über dem Wert des Vorjahresquartals. Ursache für diesen Anstieg waren vor allem höhere Kosten, die von zentralen Servicebereichen weiterbelastet wurden, und höhere Beiträge zum deutschen Pensionssicherungsfonds, denen konsequente Kostensenkungsmaßnahmen gegenüberstanden.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich im Berichtsquartal auf 149 Mio € und lag damit um 113 Mio € (43%) unter dem Wert des Vorjahresquartals.

Die Invested Assets in Höhe von 196 Mrd € zum Ende des dritten Quartals 2009 fielen um 7 Mrd € höher aus als im zweiten Quartal 2009. Dieser Anstieg reflektiert Nettomittelzuflüsse in Höhe von 1 Mrd €, während die übrige Entwicklung auf positive Marktwertentwicklungen zurückzuführen ist.

Im dritten Quartal 2009 konnte PBC 12.000 neue Kunden gewinnen, vor allem in Italien und Polen. Diese Zugänge wurden durch Abgänge in Spanien und Indien teilweise ausgeglichen.

Konzernbereich Corporate Investments (CI)

Das Ergebnis vor Steuern in CI belief sich im dritten Quartal 2009 auf 117 Mio €, nach 238 Mio € im dritten Quartal des Vorjahres. Im Berichtsquartal wurden Marktwertgewinne von 140 Mio € aus den Put-/Call-Optionen zur Erhöhung der Beteiligung an der Deutschen Postbank AG sowie Gewinne von 110 Mio € aus der weiteren Reduzierung der Beteiligung an der Daimler AG verzeichnet. Diese Gewinne wurden teilweise durch Marktwertverluste aus der Option zur Erhöhung der Beteiligung an der Hua Xia Bank Co. Ltd. reduziert. Das Ergebnis des Vorjahresquartals enthielt Gewinne von 273 Mio € aus dem Industriebeteiligungsportfolio der Bank, die aus dem Verkauf ihrer Anteile an der Allianz SE und der Reduzierung ihrer Anteile an der Linde AG resultierten.

Consolidation & Adjustments (C&A)

Im dritten Quartal 2009 verzeichnete C&A einen Verlust vor Steuern von 267 Mio € gegenüber einem Gewinn von 195 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Das Ergebnis im dritten Quartal 2009 wurde durch erhebliche negative Effekte aus unterschiedlichen Bilanzierungsmethoden bei der Managementberichterstattung und IFRS für ökonomisch abgesicherte kurzfristige Positionen belastet, die hauptsächlich aus Änderungen der Zinssätze im Euro- und US-Dollar-Raum resultierten. Dieses negative Ergebnis wurde zum Teil durch Zinserträge ausgeglichen, die auf Steuererträge im Zusammenhang mit abgeschlossenen Steuerprüfungen für frühere Perioden entfielen. Im Vorjahresquartal wirkten sich die vorgenannten Effekte aus unterschiedlichen Bilanzierungsmethoden positiv aus, wurden jedoch teilweise durch Ergebnisse ausgeglichen, die den Segmenten nicht zuzuordnen waren.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG  Presseabteilung

Dr. Ronald Weichert 069 / 910 38664
Armin Niedermeier  069 / 910 33402
Christian Streckert  069 / 910 38079


Die Ergebnisse des 3. Quartals 2009 werden heute in einer Analysten-Konferenz um 09.00 Uhr erläutert (MESZ). Die Konferenz wird im Internet übertragen:  http://www.deutsche-bank.de/ir/video-audio

Der vollständige Zwischenbericht zum 30. September 2009 kann im Internet abgerufen werden: http://www.deutsche-bank.de/3Q2009 Ebenso ein Zahlenanhang (nur englisch): http://www.deutsche-bank.de/ir/financial-supplements


Diese Presse-Information enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse anzupassen.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung unserer strategischen Initiativen, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken, die in den von uns bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren sind in unserem SEC-Bericht nach „Form 20-F“ vom 24. März 2009 unter der Überschrift „Risk Factors“ im Detail dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei uns erhältlich oder unter www.deutsche-bank.com/ir verfügbar.




Twitter

Folgen Sie der Deutschen Bank auf Twitter
twitter.com/DeutscheBank

Social Media

Die Deutsche Bank stellt über verschiedene Social-Media-Plattformen aktuelle Informationen bereit. Folgen Sie unseren Tweets, betrachten Sie aktuelle Videos und Fotos oder wählen Sie einfach Ihren persönlich bevorzugten Kanal. mehr

RSS & Podcast


Empfangen Sie aktuelle Presse-Informationen der Deutschen Bank in Echtzeit mit unserem RSS-Newsfeed und Podcast. mehr

Footer Navigation:
Letzte Änderung: 2.9.2013
Copyright © 2014 Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main