Frankfurt am Main, 12. September 2010

Deutsche Bank beschließt Übernahmeangebot für Postbank


Kapitalerhöhung geplant / Voraussichtlich Neubewertung der Postbank-Beteiligung

NICHT ZUR VERÖFFENTLICHUNG IN KANADA, AUSTRALIEN UND JAPAN

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Deutschen Bank AG haben heute beschlossen, den Aktionären der Deutschen Postbank AG im Wege eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots anzubieten, ihre auf den Namen lautenden Stückaktien zu erwerben. Die Deutsche Bank beabsichtigt, den Postbank-Aktionären eine Geldleistung in Höhe des gewichteten durchschnittlichen inländischen Börsenkurses dieser Aktie während der letzten drei Monate anzubieten. Dieser Preis dürfte in der Größenordnung von 24 bis 25 Euro je Aktie liegen. Der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) präzise zu ermittelnde Mindestpreis wird in etwa einer Woche feststehen. Das Übernahmeangebot erfolgt zu den in der Angebotsunterlage darzulegenden Bedingungen. Die Veröffentlichung der Angebotsunterlage wird im Internet unter www.deutsche-bank.de erfolgen. Dort wird auch die genaue Frist für die Annahme des Übernahmeangebots veröffentlicht werden. Die Deutsche Bank hält derzeit 29,95 Prozent der Aktien der Deutschen Postbank AG.

Gleichzeitig haben der Vorstand und der Aufsichtsrat der Deutschen Bank AG einen Grundsatzbeschluss über eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital gegen Bareinlagen gefasst. Erwartet wird ein Bruttoemissionserlös von mindestens 9,8 Mrd Euro. Die Kapitalerhöhung dient in erster Linie der Finanzierung einer geplanten Konsolidierung der Postbank und soll darüber hinaus auch die Kapitalbasis mit Blick auf regulatorische Änderungen und künftiges Wachstum stärken.

Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, sagte: „Mit dieser Kapitalerhöhung wollen wir uns das notwendige Eigenkapital für eine geplante Konsolidierung der Postbank sichern. Damit können wir unsere starke Position auf dem Heimatmarkt weiter ausbauen, eine führende Position im europäischen Privatkundengeschäft einnehmen und den Ertragsmix der Deutschen Bank deutlich verbessern. Außerdem stärken wir mit der Kapitalerhöhung das Eigenkapital der Bank mit Blick auf regulatorische Änderungen und künftiges Wachstum. Für das Übernahmeangebot an die Aktionäre der Postbank nutzen wir das derzeit bestehende günstige Zeitfenster, um die Gesamtkosten der Akquisition zu minimieren.“

Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht in Höhe von mindestens 9,8 Mrd Euro

Im Rahmen eines öffentlichen Angebots in Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika sollen unter Verwendung  des genehmigten Kapitals insgesamt voraussichtlich 308,6 Mio neue, auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) ausgegeben werden. Es ist geplant, das Grundkapital der Deutschen Bank AG von 1.589,4 Mio Euro um 790,1 Mio Euro auf 2.379,5 Mio Euro zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung entspricht damit einem Volumen von insgesamt 49,7 Prozent des bisherigen Grundkapitals.

Den Aktionären der Deutschen Bank wird das gesetzliche Bezugsrecht eingeräumt. Bei vollständiger Ausnutzung des genehmigten Kapitals würden die Aktionäre im Wege des sog. mittelbaren Bezugsrechts für zwei von ihnen gehaltene Aktien eine neue Aktie erwerben können (Bezugsverhältnis 2 : 1). Um dieses Bezugsverhältnis darzustellen, beabsichtigt die Deutsche Bank, die Anzahl der zum Bezug berechtigten Aktien durch Aktienrückkauf zu reduzieren. In der Zeit vom 13. September 2010 bis einschließlich 16. September 2010 sollen dazu eigene Aktien im Umfang von bis zu 3,1 Mio Stück am Markt zurückgekauft werden. Der Rückkauf erfolgt im Rahmen der von der Hauptversammlung der Deutschen Bank erteilten Ermächtigung. Die zurückgekauften Aktien werden zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen der zukünftigen aktienbasierten Vergütung Mitarbeitern der Deutschen Bank AG oder deren Tochtergesellschaften zugeteilt. Zur Erreichung eines glatten Bezugsverhältnisses soll das Bezugsrecht für einen etwaigen Spitzenbetrag neuer Aktien, der sich nach erfolgtem Rückkauf ergeben kann, ausgeschlossen werden.

Der Beschluss über die Durchführung der Kapitalerhöhung, einschließlich ihres endgültigen Volumens und des Bezugsverhältnisses zusammen mit weiteren Details, wird voraussichtlich am 20. September 2010 vom Vorstand mit Zustimmung des Präsidialausschusses des Aufsichtsrats getroffen werden.

Die geplante Kapitalerhöhung wird von der Deutschen Bank als Global Coordinator und Bookrunner geführt. Ein Bankenkonsortium, bestehend aus UBS Investment Bank, Banco Santander, BofA Merrill Lynch, COMMERZBANK, HSBC Trinkaus, ING, Morgan Stanley und Société Générale Corporate & Investment Banking als Joint Bookrunners sowie weiteren Kreditinstituten, hat die neuen Aktien zum vorläufigen Bezugspreis von 31,80 Euro zu marktüblichen Bedingungen fest übernommen. Dies garantiert einen Bruttoemissionserlös von mindestens 9,8 Mrd Euro. Der endgültige Bezugspreis wird in Abhängigkeit von der weiteren Marktentwicklung voraussichtlich am 20. September 2010 festgelegt und veröffentlicht werden.

Vorbehaltlich der Billigung durch die BaFin wird voraussichtlich am 21. September 2010 ein Wertpapierprospekt für das Angebot veröffentlicht, der im Anschluss bei der Deutschen Bank AG erhältlich sein wird. Die Deutsche Bank plant am gleichen Tag einen Prospekt über das Bezugsangebot bei der Securities and Exchange Commission (SEC) einzureichen. Auf dieser Basis können die Aktionäre in der Zeit vom 22. September bis einschließlich 5. Oktober 2010 ihre Bezugsrechte ausüben. Es ist beabsichtigt, einen Börsenhandel der Bezugsrechte an den deutschen Wertpapierbörsen vom 22. September 2010 bis zum 1. Oktober 2010 zu organisieren. Die Bezugsrechte werden voraussichtlich auch zum Börsenhandel an der New York Stock Exchange vom 22. September bis zum 29. September 2010 zugelassen. Die Lieferung und Abrechnung der im Rahmen des Bezugsrechtsangebots bezogenen neuen Aktien erfolgt voraussichtlich am 6. Oktober 2010.

Voraussichtlich Neubewertung der bestehenden Postbank-Beteiligung

Infolge des Übernahmeangebots strebt die Deutsche Bank bei einer erfolgreichen  Durchführung der Kapitalerhöhung eine vollständige Konsolidierung der Postbank-Gruppe bereits im Jahr 2010 an. Diese Absicht führt gemäß IFRS 3 („Unternehmenszusammenschlüsse“), der seit dem 1. Januar 2010 in modifizierter Form anzuwenden ist, für die Deutsche Bank zu einer Neubewertung der bestehenden Anteile an der Postbank. Daraus entsteht für die Deutsche Bank die Verpflichtung, den Nutzungswert der bestehenden Beteiligung an der Postbank sowie der Pflichtumtauschanleihe bereits vor dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf Basis ihres Veräußerungswertes und damit ihres beizulegenden Zeitwertes (Fair Value) zu bestimmen. Die Deutsche Bank wird daher im dritten Quartal 2010, basierend auf Buchwerten zum 30. Juni 2010 und eines unterstellten Fair Values der Postbank-Aktie zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zwischen 24 und 25 Euro je Aktie, eine Belastung von voraussichtlich ca. 2,4 Mrd Euro verbuchen.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG
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Christian Streckert    
Tel: 069 / 910 38079   
e-Mail: christian.streckert@db.com 

Christoph Blumenthal
Tel. 069 / 910 47048
e-mail: christoph.blumenthal@db.com

Michael Lermer  
Tel: 069 / 910 31325   
e-Mail: michael.lermer@db.com


Diese Informationen werden am Montag, den 13. September 2010 in einer Presse-Konferenz um 9.30 Uhr (MEZ) und in einer Analysten-Telefon-Konferenz um 11.30 Uhr erläutert (MEZ). Die Konferenzen werden im Internet übertragen: www.deutsche-bank.de.


Hinweise

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Erklärung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen sowie die zugrunde liegenden Annahmen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheits¬faktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tat¬sächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, wo wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung unserer strategischen Initiativen, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken, die in den von uns bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren sind in unserem SEC-Bericht nach „Form 20-F“ vom 16. März 2010 im Abschnitt „Risk Factors“ im Detail dargestellt. Dieses Dokument ist auf Anfrage bei uns erhältlich oder unter www.deutsche-bank.de/ir verfügbar. 

Europäischer Wirtschaftsraum 
Diese Presse-Information stellt weder ein Angebot zum Kauf oder Verkauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf von Aktien der Deutschen Postbank AG dar. Die endgültigen Bedingungen und Bestimmungen des Übernahmeangebots werden nach Gestattung der Veröffentlichung durch die BaFin in der Angebotsunterlage mitgeteilt.

Diese Presse-Information stellt auch keinen Prospekt dar. Die Angebotsunterlage für das Übernahmeangebot und der Prospekt für das öffentliche Angebot der neuen Aktien werden erst später veröffentlicht, der Prospekt spätestens einen Werktag vor Beginn des öffentlichen Angebots in Deutschland, die Angebotsunterlage mit Beginn des Übernahmeangebots. Allein diese Unterlagen enthalten die nach den gesetzlichen Bestimmungen erforderlichen Informationen für Anleger. Sie werden auf der Internetseite der Deutsche Bank AG (www.deutsche-bank.de) abrufbar sein. Der Prospekt wird außerdem auf Anfrage in gedruckter Form bei der Deutsche Bank AG, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt am Main kostenlos erhältlich sein.

Vereinigtes Königreich
Diese Mitteilung wird nur verbreitet an und ist nur gerichtet an (i) Personen, die sich außerhalb des Vereinigten Königreiches befinden, oder (ii) professionelle Anleger, die unter Artikel 19(5) des Financial Services and Markets Act 2000 (Financial Promotion) Order 2005 (die „Verordnung“) fallen, oder (iii) vermögende Gesellschaften und anderen vermögenden Personen, denen sie rechtmäßig mitgeteilt werden darf gemäß Artikel 49(2)(a) bis (d) der Verordnung (wobei diese Personen zusammen als „qualifizierte Personen“ bezeichnet werden).  Die neuen Aktien stehen nur qualifizierten Personen zur Verfügung und jede Aufforderung, jedes Angebot oder jede Vereinbarung, solche Aktien zu beziehen, zu kaufen oder anderweitig zu erwerben, wird nur gegenüber qualifizierten Personen abgegeben.  Personen, die keine qualifizierten Personen sind, sollten in keinem Fall im Hinblick oder Vertrauen auf diese Information oder ihren Inhalt handeln.

Vereinigte Staaten
Die Deutsche Bank AG hat ein Registrierungsformular im Hinblick auf dieses Angebot bei der Securities and Exchange Commission (“SEC”) eingereicht. Diese Registrierungsformular ist somit wirksam. Das Dokument sowie der Nachtrag zum Prospekt (nach Einreichung) können kostenlos über die Website der SEC (www.sec.gov) bezogen werden. Darüber hinaus wird die Deutsche Bank sowie jede Konsortialbank oder jeder Händler, der an dem Angebot teilnimmt, auf Wunsch die Zusendung eines Prospektes (nach Einreichung) veranlassen (Kontakt Deutsche Bank: Theodor Heuss-Allee. 70, 60486 Frankfurt am Main, Deutschland).




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Letzte Änderung: 2.9.2013
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