Frankfurt am Main, 11. November 2010

Umfrage: Schwankende Rohstoffpreise sind für deutsche Unternehmen das Risiko Nummer Eins


Für die Mehrheit der mittelständischen Unternehmen in Deutschland sind schwankende Rohstoffpreise das Risiko Nummer Eins. So stufen rund 60 Prozent der Unternehmer Schwankungen an den Rohstoffmärkten als größte Gefahr für ihr Geschäft ein. Des Weiteren fürchten die befragten Unternehmen Ausfallrisiken bei ihren Lieferanten (44 Prozent) sowie Währungsrisiken durch volatile Wechselkurse (42 Prozent). Zinsschwankungen werden nur von 34 Prozent als relevantes Risiko eingeschätzt. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 400 Unternehmen, die die Deutsche Bank veröffentlicht hat.

Obwohl schwankende Rohstoffpreise als ein wesentliches Risiko von der Mehrheit der Unternehmen angesehen werden, sichern sich im Außenhandel bislang 79 Prozent der Unternehmen nicht gegen Preisschwankungen ab. Bei dem Thema Wechselkursschwankungen verzichtet noch jedes zweite Unter-nehmen auf eine Absicherung (53 Prozent). Selbst beim Liquiditätsmanagement ist bei 26 Prozent der Befragten kein systematischer Steuerungsprozess vorhanden.

„Die Unternehmen in Deutschland kennen ihre Risiken. Dennoch verzichten sehr viele von ihnen auf eine fundierte Absicherung. Dies kann gefährlich für jede Kalkulation werden. Denn volatile Rohstoffpreise oder schwankende Wechsel-kurse können selbst die komfortabelste Marge komplett aufbrauchen oder sogar zu Verlusten führen. Deshalb besteht hier dringender Handlungsbedarf: in jedem Unternehmen sollte eine geeignete Absicherungsstrategie vorliegen“, so Cornel Wisskirchen, Mitglied des Management Committee Deutschland der Deutschen Bank.

Laut Umfrage sind 83 Prozent der Unternehmer davon überzeugt, dass das Absichern von Risiken wichtiger denn je ist. Zudem erwarten 40 Prozent, dass das Risikomanagement im Im- und Exportgeschäft in den kommenden fünf Jahren noch an Bedeutung gewinnen wird. In Süddeutschland erwarten dies sogar 52 Prozent aller Mittelständler. „In einer Zeit volatiler Märkte sollten Unternehmen Risiken im Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagement konsequent minimieren. Hierbei sollte zunächst bewertet werden, welche Absicherungen im Geschäftsmodell vorhanden sind. Für die Absicherung des Spitzenbedarfs stehen dann eine Reihe unterschiedlicher Instrumente und Strategien am Markt zur Verfügung. So sorgen beispielsweise Termingeschäfte für Sicherheit, und Optionsgeschäfte bieten sogar Möglichkeiten, von den Schwankungen zu profitieren. Zudem ermöglicht der Einsatz von Finanzinstrumenten im Vergleich zu einem überdimensionierten Vorratseinkauf von Rohstoffen einen Schutz vor überraschenden Kostensteigerungen, ohne dabei Kapital zu binden und zusätzliche Kosten zu verursachen“, so Wisskirchen weiter.


Die Untersuchung

Im Rahmen der Umfrage wurden Interviews mit 400 Unternehmen geführt. Befragt wurden Finanzentscheider in 200 Unternehmen mit einem Umsatz von 1 Million bis 25 Millionen Euro und 200 Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 25 Millionen Euro.



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Letzte Änderung: 2.9.2013
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