Frankfurt am Main, 11. August 2010

Deutsche Bank-Umfrage zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August: Jugendliche in Deutschland sparen fleißig - Sparquote fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt


Junge Menschen legen im Schnitt über 20 Prozent ihres Einkommens auf die hohe Kante / Jeder dritte Jugendliche spart für die eigene Ausbildung / Sparbuch und Tagesgeld am beliebtesten

Junge Menschen in Deutschland sparen gut ein Fünftel (20,4 Prozent) ihres verfügbaren Einkommens. Von durchschnittlich 480 Euro, die Jugendlichen monatlich zur Verfügung stehen, legen sie 98 Euro zurück. Damit ist der Sparanteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen deutlich höher als die Sparquote der privaten Haushalte in Deutschland, die im Jahr 2009 bei 11,3 Prozent lag (Quelle: Deutsche Bundesbank). Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Deutschen Bank zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August unter Schülern, Auszubildenden, Studenten und Berufstätigen im Alter zwischen 14 und 25 Jahren.

Bemerkenswert ist zudem, dass auf breiter Front gespart wird: vier von fünf Jugendlichen legen regelmäßig Geld auf die hohe Kante. Männer sparen mit 112 Euro monatlich im Schnitt mehr als Frauen mit 86 Euro. Allerdings verfügen junge Männer mit durchschnittlich 505 Euro pro Monat auch über mehr Einkommen als junge Frauen mit 456 Euro. Die Einnahmen stammen aus Taschengeld, Nebenjobs, Ausbildung und Berufstätigkeit.

Die Spareinlage – d.h. Sparbuch bzw. Sparcard und Sparplan – ist mit 66 Prozent unter jungen Leuten mit weitem Abstand die am häufigsten genutzte Anlageform. Dabei ist das Sparbuch bzw. Sparcard besonders beliebt bei jungen Frauen mit 66 Prozent (Männer 56 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen Tagesgeldkonto (34 Prozent), das Bausparen (25 Prozent) sowie die Riester-Rente (15 Prozent) und Lebensversicherungen (11 Prozent). Die Geldanlage in Aktien und Fonds ist mit 9 Prozent bei jungen Leuten weniger gefragt als noch im Vorjahr mit 15 Prozent. Hier wirkt wahrscheinlich noch die Finanz- und Wirtschaftskrise nach. Fast drei Viertel (72 Prozent) der Jugendlichen machen sich zudem Sorgen um ihre finanzielle Zukunft. Im Jahr 2009 waren es noch 61 Prozent. Dabei sind Frauen mit 79 Prozent besorgter als Männer mit 66 Prozent.

Bei den Sparzielen der Jugendlichen stehen konkrete Konsumwünsche wie Führerschein, Auto oder Reisen mit 49 Prozent an erster Stelle. Immerhin 33 Prozent der Befragten legen aber auch Geld für ihre Ausbildung, Studium oder Praktika zurück. 26 Prozent der Jugendlichen sparen bereits für ihre Altersvorsorge. Interessant: Für junge Frauen steht beim Sparen die eigene Ausbildung (37 Prozent) und Altersvorsorge (29 Prozent) stärker im Fokus als für junge Männer (Ausbildung 29 Prozent; Altersvorsorge 24 Prozent).

„Die hohe Sparquote und die große Bedeutung der Sparziele Ausbildung und Altersvorsorge machen deutlich, dass junge Menschen sich intensiv mit finanziellen Belangen auseinandersetzen und beim Thema Geld viel Vorausschau zeigen“, so Dr. Michael Berendes, verantwortlich für das Einlagengeschäft der Deutschen Bank.

An der Umfrage der Deutschen Bank anlässlich des Internationalen Tags der Jugend nahmen 1.000 zufällig ausgewählte Bundesbürger im Alter von 14 bis 25 Jahren teil. Sie wurde im Juli 2010 durchgeführt.


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Christiane Lorch
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Letzte Änderung: 2.9.2013
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