Frankfurt am Main, 28. April 2011

Deutsche Bank erzielt im ersten Quartal 2011 Gewinn nach Steuern von 2,1 Mrd Euro


  • Gewinn nach Steuern im ersten Quartal mit 2,1 Mrd € auf Rekordniveau
  • Gewinn vor Steuern im ersten Quartal 2011 bei 3,0 Mrd €
  • Vorsteuergewinn der operativen Geschäftsbereiche liegt mit 3,5 Mrd € auf Kurs, das Gewinnziel von 10 Mrd € im Gesamtjahr zu erreichen
  • Tier-1-Kapitalquote ohne Hybridkapital (Kernkapital) steigt auf 9,6% von 8,7% per Jahresende 2010; höhere Risikoeffizienz stärkt Kapitalbasis
  • Eigenkapitalrendite vor Steuern (bezogen auf das durchschnittliche Active Equity) bei 24%

Corporate & Investment Bank (CIB): Robustes Quartal mit starken Erträgen und verbessertem Marktanteil

  • Gewinn vor Steuern im ersten Quartal 2011 bei 2,6 Mrd €
  • Sales & Trading-Erträge mit 4,6 Mrd € nur 3% niedriger als im Vorjahresquartal; dies spiegelt robuste Kundenaktivitäten und breit diversifiziertes Geschäftsmodell wider
  • Origination and Advisory unter den Top 5 bei M&A, ECM, High Yield und Investment Grade Bonds; Top-4-Gesamtranking bislang bestes Ranking für ein erstes Quartal
  • GTB-Vorsteuerergebnis durch höhere Erträge in allen Geschäftsfeldern im Jahresvergleich um 115% gestiegen

Private Clients and Asset Management (PCAM): Rekordergebnis vor Steuern spiegelt erfolgreiche strategische Initiativen und Volumenswachstum wider

  • Gewinn vor Steuern im ersten Quartal 978 Mio € nach 184 Mio € im Vorjahr aufgrund verbesserter Ertragskraft
  • Gewinn vor Steuern im Bereich Private & Business Clients von 788 Mio € profitiert von erhöhten Geschäftsvolumina bei allen Produkten, Hua-Xia-Effekt und starkem Beitrag der Postbank
  • Asset and Wealth Management: Vorsteuergewinn von 190 Mio € durch fortgesetzte Kostenkontrolle und gestiegene Erträge auf die erhöhten Invested Assets

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) hat heute ihre Ergebnisse für das erste Quartal 2011 vorgelegt.

Der Gewinn nach Steuern betrug im Berichtszeitraum 2,1 Mrd €, nach 1,8 Mrd € im ersten Quartal 2010. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) sank auf 2,13 € von 2,43 € im Vorjahresquartal, da sich der verbesserte Nachsteuergewinn infolge der Kapitalerhöhung auf eine höhere Anzahl von Aktien verteilte. Der Quartalsgewinn vor Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 228 Mio € oder 8% auf 3,0 Mrd. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern und bezogen auf das durchschnittliche Active Equity lag im ersten Quartal 2011 gemäß Zwischenbericht bei 24% und gemäß der Zielgrößendefinition der Bank bei 22%.

Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank, sagte: „Die Deutsche Bank ist sehr gut in dieses Jahr gestartet. Ebenso wie die Höhe ermutigt die breite Basis der Erträge in diesem Quartal. Darin spiegeln sich  Diversifizierung und geografische Ausgewogenheit unseres Geschäftsmodells wider. Daneben haben wir unser Risikoprofil im Investment Banking weiter reduziert und unsere Tier-1-Kernkapitalquote auf 9,6% verbessert.“

Er fügte hinzu: „Wir werden weiterhin in unser Geschäft investieren und sind zuversichtlich, dass wir unser ehrgeiziges Gewinnziel für 2011 von 10 Mrd € vor Steuern in unseren operativen Geschäftsbereichen erreichen werden.“

Ertragslage des Konzerns

Die Erträge im ersten Quartal 2011 beliefen sich auf 10,5 Mrd €, was einem Anstieg von 1,5 Mrd €, beziehungsweise 16% gegenüber dem Vergleichsquartal 2010 entspricht. Dieser Anstieg war vornehmlich auf die 2010 erworbenen Geschäftsaktivitäten der Postbank, von Sal. Oppenheim und von Teilen der ABN AMRO in den Niederlanden zurückzuführen.

Im Konzernbereich Corporate & Investment Bank (CIB) konnten die Erträge von 6,6 Mrd € im Vorjahresquartal auf 6,7 Mrd € im Berichtsquartal leicht ausgebaut werden. Der Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) verzeichnete im ersten Quartal 2011 Erträge von 4,1 Mrd €. Darin enthalten war ein Sondereffekt von 263 Mio € im Zusammenhang mit der Beteiligung an der Hua Xia Bank, die infolge erhaltener aufsichtsrechtlicher Genehmigungen zur Erhöhung der Beteiligung erstmalig nach der Equitymethode bewertet wurde. Im ersten Quartal des Vorjahres erzielte PCAM Erträge von 2,2 Mrd €. In Consolidation & Adjustments (C&A) entstanden im ersten Quartal 2011 negative Erträge von 476 Mio € nach negativen Erträgen von 91 Mio € im Vorjahresquartal.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Berichtsquartal auf 373 Mio €, was einem Anstieg von 42% gegenüber dem Wert von 262 Mio € im Vergleichsquartal 2010 entspricht. Zu diesem Anstieg trug die Postbank mit 206 Mio € bei. Die für die Postbank ausgewiesene Risikovorsorge beinhaltet keine Auflösungen für Wertberichtigungen für Kreditausfälle, die vor der Konsolidierung gebildet wurden. Diese betrugen 117 Mio € und wurden als Zinsen und ähnliche Erträgen ausgewiesen. Ohne Berücksichtigung der Postbank wäre die Risikovorsorge im Kreditgeschäft der Deutschen Bank um 96 Mio €, beziehungsweise 37% gesunken. Der Rückgang war auf die verbesserte gesamtwirtschaftliche Entwicklung, einen niedrigeren Vorsorgeaufwand für gemäß IAS 39 umklassifizierte Vermögenswerte sowie einen positiven Effekt aus einem Portfolio-Verkauf in Private & Business Clients (PBC) zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im ersten Quartal 2011 mit 7,1 Mrd € um 1,1 Mrd € (19%) über dem Wert des Vorjahresquartals. Von dem Anstieg entfielen 877 Mio € auf die Akquisitionen, die im Jahresverlauf 2010 getätigt worden waren. Darüber hinaus trugen höhere operative Kosten in Corporate Investments (CI) im Zusammenhang mit den konsolidierten Beteiligungen der Bank sowie ein höherer Personalaufwand zu dem Anstieg bei. Letzterer war teilweise auf die beschleunigte Erfassung von Aufwendungen für Mitarbeiter zurückzuführen, deren Ansprüche zum Zeitpunkt der Begebung aufgrund der für sie geltenden Planbedingungen unverfallbar waren.

Der Gewinn vor Steuern betrug im Berichtsquartal 3,0 Mrd € und war damit um 228 Mio € höher als im ersten Quartal 2010. Ein im Vergleich zum Vorjahresquartal um insgesamt 647 Mio € verbesserter Gewinn vor Steuern in CIB und PCAM wurde teilweise durch Ergebnisrückgänge von 230 Mio € in CI und von 188 Mio € in C&A reduziert.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich im ersten Quartal 2011 auf 2,1 Mrd € gegenüber 1,8 Mrd € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) im Berichtsquartal betrug 2,13 € nach 2,43 € im Vorjahresquartal. Der Ertragsteueraufwand im ersten Quartal 2011 betrug 891 Mio €. Die Steuerquote von 29,5% im Berichtsquartal wurde im Wesentlichen durch die teilweise Steuerbefreiung des Gewinns im Zusammenhang mit der Hua Xia Bank begünstigt. Im ersten Quartal 2010 belief sich der Ertragsteueraufwand auf 1,0 Mrd €. Die Steuerquote von 36,4% im ersten Quartal des Vorjahres war durch die geografische Verteilung des Konzernergebnisses sowie durch den steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwand für die Bonussteuer in Großbritannien belastet.

Die Tier-1-Kapitalquote der Bank lag zum Ende des ersten Quartals 2011 bei 13,4%, nach 12,3% zum Jahresende 2010. Die Tier-1-Kapitalquote ohne Berücksichtigung hybrider Bestandteile betrug zum Ende des Berichtsquartals 9,6%, eine Steigerung um nahezu 100 Basispunkte gegenüber dem Wert von 8,7% zum Jahresschluss 2010. Die Risikogewichteten Aktiva sanken im ersten Quartal 2011 auf 328 Mrd € von 346 Mrd € per Ende Dezember 2010.

Die Bilanzsumme verringerte sich zum Ende des ersten Quartals auf 1.842 Mrd €, nach 1.906 Mrd € per Jahresende 2010. Auf bereinigter Basis, d.h. nach Aufrechnung von Derivaten und bestimmten anderen Bilanzpositionen, ging die Bilanzsumme im Vergleich zum Jahresende 2010 um 9 Mrd € auf 1.202 Mrd € zurück. Nach Zielgrößendefinition lag die Leverage Ratio unverändert zum Jahresende 2010 bei 23.

Segmentüberblick

Konzernbereich Corporate & Investment Bank (CIB)

Corporate Banking & Securities (CB&S)

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen mit 3,6 Mrd € im ersten Quartal 2011 um 152 Mio € (4%) unter dem Wert des Vergleichszeitraums 2010, der durch ein allgemein positives Marktumfeld geprägt war. Im Berichtsquartal hatten die anhaltende Sorge um die Finanzlage einiger Länder, die Unruhen im Nahen Osten und die Ereignisse in Japan spürbare Auswirkungen auf die Erträge bei einer Vielzahl von Produkten im kundenbezogenen Geschäft. Die Nachfrage nach strukturierten Lösungen blieb jedoch weiterhin relativ robust. Im Zins-, Geldmarkt- und Devisengeschäft wurden, begünstigt durch eine gute Performance in Asien, solide Erträge erzielt. Insgesamt waren die Erträge dennoch niedriger als im Vorjahresquartal, was auf eine Abnahme der Volumina im kundenbezogenen Geschäft, insbesondere in Europa und den USA, zurückzuführen ist. Im kundenbezogenen Kreditgeschäft gingen die Erträge gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, in dem die Marktbedingungen nach den Turbulenzen im Jahr 2009 außergewöhnlich günstig gewesen waren, zurück. Dennoch waren die Erträge bei strukturierten Lösungen solide und spiegelten die anhaltende Nachfrage von Kunden nach Produkten zur Optimierung ihrer Bilanzstruktur wider. Die Erträge aus verbrieften Wohnungsbaukrediten (RMBS) waren aufgrund einer starken Kundennachfrage und des Ausbleibens von Verlusten aus Altbeständen deutlich höher als im Vorjahresquartal. Im Rohstoffhandel wurde mit deutlich höheren Erträgen der zweitbeste Quartalswert aller Zeiten erreicht und es konnte ein starkes Ergebnis in einer Reihe von Produktbereichen, einschließlich Strom und Gas in Europa, Edelmetalle und Öl, erzielt werden. Im Anleihegeschäft mit Schwellenländern hatten die Ereignisse im Nahen Osten einen negativen Effekt auf die Erträge aus dem kundenbezogenen Geschäft, der teilweise durch eine gestiegene Kundennachfrage nach Lösungen zur Risikominderung kompensiert wurde.

In Sales & Trading (Equity) lagen die Erträge im ersten Quartal 2011, trotz einer hohen Marktvolatilität, mit 943 Mio € auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Dieses Ergebnis war auf das erfolgreich neu ausgerichtete, weniger risikobehaftete Geschäftsmodell zurückzuführen und beinhaltete einen Einmalertrag aus dem Verkauf der Beteiligung an der russischen Börse RTS, der teilweise durch die negative Auswirkung des Erdbebens in Japan auf die Erträge in Sales & Trading (Equity) reduziert wurde. Im Aktienhandel waren die Erträge aufgrund eines soliden Niveaus bei Provisionen und einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen dem primären Emissions- und dem sekundären Handelsgeschäft höher als im ersten Quartal 2010. Die Deutsche Bank wurde von der international anerkannten Fachzeitschrift „Institutional Investor“ zum besten Aktienanalysehaus in Europa gewählt. In einem Marktumfeld, das durch eine teilweise sehr hohe Volatilität und eine starke Nachfrage nach strukturierten Lösungen geprägt war, lagen die Erträge im Aktienderivategeschäft nahezu unverändert auf dem Niveau des ersten Quartals 2010. Im Bereich Prime Finance blieben die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal weitgehend unverändert, da der Margendruck bei Finanzierungen durch eine gestiegene Kundenzahl in den USA ausgeglichen wurde.

Im Berichtsquartal stiegen die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft gegenüber dem ersten Quartal 2010 um 154 Mio € (27%) auf 717 Mio €. Bezogen auf den Anteil am Provisionsaufkommen in Corporate Finance verbesserte sich die Deutsche Bank von Platz fünf weltweit Ende 2010 auf Platz vier. In den Bereichen M&A, Equity Capital Markets sowie High-Yield- und Investment-Grade-Anleihen nahm die Bank einen Platz unter den fünf weltweit besten Investmentbanken ein. Im Beratungsgeschäft lagen die Erträge bei 159 Mio € und damit um 21% über dem Vorjahresquartal. Im Berichtsquartal belegte die Bank im M&A-Geschäft Platz vier und erreichte durch die Bandbreite ihres Geschäfts Platz eins bei den grenzüberschreitenden M&A-Aktivitäten. Die Erträge im Emissionsgeschäft (Debt) stiegen um 19% auf 377 Mio €, insbesondere aufgrund der gestiegenen Anzahl an Emissionen. Die Deutsche Bank steigerte ihren Marktanteil im Bereich High-Yield-Anleihen und belegte weltweit Platz drei und in Europa Platz eins. Bei den Investment-Grade-Anleihen lag die Bank auf Platz drei. Die Erträge im Emissionsgeschäft (Equity) stiegen um 56% auf 181 Mio €, was auf einen deutlichen Anstieg der Börsengänge, insbesondere in Asien sowie Nord- und Südamerika, gegenüber dem ersten Quartal 2010 zurückzuführen war. Die Deutsche Bank belegte gemessen am Volumen Platz drei in der globalen Rangliste und erreichte damit ihr bestes Quartalsergebnis aller Zeiten. Bei den Börsengängen erreichte sie Platz zwei (Quelle: Thomson Reuters). (Alle Ranglistenpositionen gemäß Dealogic, sofern nicht anders angegeben.)

Im Berichtsquartal betrugen die Erträge aus dem Kreditgeschäft 484 Mio € und waren somit um 6% niedriger als im Vorjahresquartal. Der Rückgang war auf die zum Jahresbeginn erfolgte Übertragung von im Zusammenhang mit der Actavis Group hF stehenden Krediten an den Konzernbereich Corporate Investments zurückzuführen.

Die Erträge aus Sonstigen Produkten beliefen sich im ersten Quartal auf 38 Mio €, was einem Rückgang um 132 Mio € (78%) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entsprach. Der Rückgang resultierte aus geringeren Marktwertgewinnen bei Investments, die Leistungen im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft von Abbey Life decken. Dieser Effekt wurde durch gegenläufige Beträge in den Zinsunabhängigen Aufwendungen ausgeglichen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Unternehmensbereich CB&S im ersten Quartal 2011 auf 12 Mio € gegenüber 93 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Rückgang von 81 Mio € war auf eine niedrigere Risikovorsorge für das gemäß IAS 39 umklassifiziertes Kreditportfolio sowie ein verbessertes Kreditumfeld zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im ersten Quartal 2011 mit 3,5 Mrd € um 209 Mio € (6%) über dem Wert des Vorjahresquartals. Diese Entwicklung spiegelte leicht gestiegene Vergütungsaufwendungen wider, die teilweise aus der beschleunigten Erfassung von aufgeschobenen Vergütungskomponenten für Mitarbeiter, deren Ansprüche zum Zeitpunkt der Begebung aufgrund der für sie geltenden Planbedingungen unverfallbar waren, resultierten. Des Weiteren war sie auf eine Zunahme der Sachaufwendungen für Initiativen zur Optimierung der IT-Infrastruktur und der operativen Abläufe sowie auf einen Anstieg der sonstigen Sachaufwendungen zur Unterstützung des Geschäftswachstums zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern in CB&S belief sich im Berichtsquartal auf 2,3 Mrd € gegenüber 2,6 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Global Transaction Banking (GTB)

Aufgrund der Konsolidierung des im zweiten Quartal 2010 übernommenen Firmenkundengeschäfts von ABN AMRO in den Niederlanden ist ein Vergleich der im ersten Quartal 2011 in GTB erzielten Ergebnisse mit denen im Berichtszeitraum des Vorjahres nur bedingt möglich. Diese Akquisition wirkte sich auf alle maßgeblichen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs wurde dadurch jedoch nur geringfügig beeinflusst.

GTB erwirtschaftete im ersten Quartal 2011 Erträge von 865 Mio €, eine signifikante Steigerung um 229 Mio € (36%) gegenüber dem ersten Quartal 2010. Über die Hälfte des Ertragsanstiegs entfiel auf die vorgenannte Akquisition. Der verbleibende Anstieg war auf höhere Erträge in allen wesentlichen Produktbereichen zurückzuführen. Bessere Marktbedingungen im Geschäft mit Hinterlegungszertifikaten auf Aktien und im Wertpapierverwahrungsgeschäft wirkten sich positiv auf den Bereich Trust & Securities Services aus. Trade Finance profitierte auch weiterhin von der hohen Nachfrage bei internationalen Handelsprodukten und -finanzierungen. Im Cash Management stiegen die Gebühreneinnahmen aufgrund höherer Transaktionsvolumina. Gleichzeitig sorgten steigende Volumina bei den Einlagen und ein Anstieg bestimmter Zinssätze für höhere Zinserträge.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft verzeichnete im ersten Quartal 2011 eine Nettozuführung von 21 Mio € gegenüber einer Nettoauflösung von 4 Mio € im Vorjahresquartal. Der Anstieg von 25 Mio € gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 war auf die vorgenannte Akquisition zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen in Höhe von 587 Mio € im ersten Quartal 2011 lagen um 66 Mio € (13%) über dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Dieser Anstieg war nahezu vollständig auf die vorgenannte Akquisition sowie auf höhere Abfindungszahlungen und versicherungsbezogene Kosten zurückzuführen. Er wurde teilweise kompensiert durch den Wegfall von im Vorjahr vorgenommenen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 29 Mio €.

Das Ergebnis vor Steuern betrug im Berichtsquartal 257 Mio € und lag damit um 137 Mio € (115%) über dem Wert des Vorjahresquartals.

Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM)

Asset and Wealth Management (AWM)

Im Unternehmensbereich AWM lagen die Erträge im ersten Quartal 2011 mit 1,0 Mrd € um 173 Mio € (21%) über dem Wert des Vorjahresquartals. Die Erträge im diskretionären Portfolio Management/Fund Management stiegen in Asset Management (AM) um 24 Mio € (6%) und in Private Wealth Management (PWM) um 14 Mio € (14%). Sowohl in AM als auch in PWM war die Entwicklung auf im Vergleich zum Vorjahresquartal höhere volumenabhängige Provisionseinnahmen und auf bessere Marktbedingungen zurückzuführen. Im Beratungs-/ Brokerage-Geschäft wuchsen die Erträge um 33 Mio € (17%) auf 230 Mio €. Diese Verbesserung resultierte aus einer höheren Kundennachfrage sowohl nach Aktien und Schuldtiteln als auch nach strukturierten Produkten. Im Kreditgeschäft konnte ein Ertragsanstieg um 17 Mio € (22%) auf 94 Mio € erzielt werden, der im Wesentlichen auf höheren Kreditvolumina basierte. Im Einlagengeschäft und Zahlungsverkehr waren die Erträge von 35 Mio € infolge höherer Margen um 3 Mio € (8%) höher. Die Erträge aus Sonstigen Produkten stiegen im Berichtsquartal in AM um 24 Mio € und in PWM um 58 Mio €. Diese Verbesserungen gegenüber dem ersten Quartal 2010 waren zu einem Drittel auf Verkäufe von Geschäftseinheiten zurückzuführen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug im Berichtsquartal 19 Mio €. Der Anstieg um 16 Mio € gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres war hauptsächlich auf Sal. Oppenheim zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich im ersten Quartal 2011 auf 792 Mio €. Sie lagen vornehmlich wegen deutlich niedrigerer Integrations- und laufender Kosten für Sal. Oppenheim um 38 Mio € (5%) unter dem entsprechenden Vorjahresquartal.

AWM verzeichnete im ersten Quartal 2011 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 190 Mio € nach einem Verlust vor Steuern in Höhe von 5 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Die Invested Assets in AWM beliefen sich zum 31. März 2011 auf 799 Mrd €. Dies entspricht einem Rückgang von 26 Mrd € gegenüber dem 31. Dezember 2010. In AM nahmen die Invested Assets im Berichtsquartal um 21 Mrd € (4%) auf 529 Mrd € ab. Hauptgrund für diesen Rückgang waren Wechselkursveränderungen, insbesondere die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar. Daneben waren Nettomittelabflüsse in Höhe von 5 Mrd € zu verzeichnen. Diese entstanden in erster Linie im Cash- und Versicherungsbereich und wurden teilweise durch Zuflüsse in höhermargigen Produkten kompensiert. In PWM reduzierten sich die Invested Assets im ersten Quartal 2011 um 5 Mrd € auf 271 Mrd €. Einem Rückgang von 8 Mrd € aufgrund der Aufwertung des Euro standen Nettomittelzuflüsse von 3 Mrd €, insbesondere in Deutschland und Asien, gegenüber.

Private & Business Clients (PBC)

Das erste Quartal 2011 in PBC wurde stark durch Konsolidierungseffekte im Zusammenhang mit der Postbank  beeinflusst. Die im Berichtsquartal erzielten Erträge beliefen sich auf insgesamt 3,1 Mrd €. Der Anstieg um 1,7 Mrd € gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres war hauptsächlich auf die Postbank zurückzuführen, die 1,3 Mrd € zu den gesamten Erträgen von PBC beitrug. In der Produktuntergliederung der Segmentberichterstattung werden diese Erträge bis auf Weiteres unter den Erträgen aus Sonstigen Produkten ausgewiesen. Zusätzlich enthielten die Erträge aus Sonstigen Produkten in PBC im Berichtsquartal einen positiven Effekt von 263 Mio  € im Zusammenhang mit der Beteiligung an der Hua Xia Bank, die infolge des Erhalts der letzten aufsichtsrechtlichen Genehmigung zur Erhöhung der Beteiligung erstmalig nach der Equitymethode bewertet wurde.

Im Einlagengeschäft und Zahlungsverkehr stiegen die Erträge aufgrund höherer Margen und Volumina gegenüber dem ersten Quartal 2010 um 62 Mio € (14%) auf einen neuen Rekordwert von 519 Mio €. Im Kreditgeschäft gingen die Erträge gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres infolge niedrigerer Margen um 17 Mio € (3%) auf 547 Mio € zurück. Die Erträge im Diskretionären Portfolio Management/Fund Management sanken gegenüber dem ersten Quartal 2010 um 19 Mio € (21%). Dagegen stiegen die Erträge im Beratungs-/ Brokeragegeschäft um 66 Mio € (30%), was hauptsächlich auf das Wertpapiergeschäft zurückzuführen war.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug im Berichtsquartal 320 Mio €. Davon entfielen 206 Mio € auf die Postbank. Auflösungen von vor der Konsolidierung gebildeter Risikovorsorge sind in dieser Zahl nicht berücksichtigt. Sie betrugen im Berichtsquartal 117 Mio € und sind auf Ebene der Deutschen Bank als sonstige Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. Ohne Berücksichtigung der Postbank wäre die Risikovorsorge im Kreditgeschäft in PBC mit 114 Mio € um 56 Mio € (33%) niedriger als im ersten Quartal 2010 gewesen. Ursache für die Verbesserung waren ein Gewinn in Höhe von 33 Mio € aus dem Verkauf eines Kreditportfolios und eine günstigere wirtschaftliche Entwicklung.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen von 1,9 Mrd € im ersten Quartal 2011 lagen um 835 Mio € über dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Darin waren 823 Mio € im Zusammenhang mit der Konsolidierung der Postbank enthalten. Ohne Berücksichtigung der Konsolidierung der Postbank stiegen die Zinsunabhängigen Aufwendungen um 12 Mio € im Wesentlichen aufgrund höherer leistungsabhängiger Vergütungen.

Das Ergebnis vor Steuern von PBC betrug im Berichtsquartal 788 Mio €. Es lag damit um 598 Mio € über dem Vorjahresquartal. Darin waren netto 236 Mio € im Zusammenhang mit dem vorgenannten positiven Effekt in Bezug auf unsere Beteiligung an der Hua Xia Bank sowie ein Postbank-Beitrag von 221 Mio € enthalten.

Die Invested Assets stiegen im ersten Quartal 2011 um 7 Mrd € auf 313 Mrd €. Diese Entwicklung war hauptsächlich auf Nettomittelzuflüsse von 7 Mrd €, insbesondere im Einlagengeschäft, zurückzuführen.

Die Kundenzahl von PBC belief sich zum 31. März 2011 auf 28,8 Millionen, einschließlich 14,1 Millionen Kunden der Postbank.

Corporate Investments (CI)

Die Erträge in CI beliefen sich im ersten Quartal 2011 auf 180 Mio € gegenüber 220 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In den Erträgen von CI sind die laufenden Erträge der BHF BANK und der konsolidierten Beteiligungen an The Cosmopolitan of Las Vegas und Maher Terminals enthalten. Im Berichtsquartal wurden diese Erträge teilweise durch einen Anteil am Nettoverlust von 55 Mio € im Zusammenhang mit der Beteiligung an Actavis reduziert. Im ersten Quartal 2010 waren in den Erträgen 148 Mio € im Zusammenhang mit der Postbank sowie 68 Mio € aus der BHF BANK enthalten.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich im ersten Quartal 2011 auf 344 Mio € und lagen damit um 188 Mio € höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dieser Anstieg war vor allem auf laufende Kosten im Zusammenhang mit der BHF Bank und den vorgenannten konsolidierten Beteiligungen zurückzuführen. Außerdem war im ersten Quartal 2011 eine Belastung in Höhe von 34 Mio € im Zusammenhang mit der beabsichtigten Veräußerung der Liegenschaft der Konzernzentrale in Frankfurt am Main an einen geschlossenen Immobilienfonds entstanden.

Der Verlust vor Steuern im ersten Quartal 2011 betrug 165 Mio € und enthielt die vorgenannten Belastungen in Höhe von insgesamt 89 Mio € im Zusammenhang mit Actavis und der Veräußerung der Liegenschaft der Konzernzentrale. Im ersten Quartal 2010 war ein Gewinn vor Steuern von 65 Mio € hauptsächlich im Zusammenhang mit Effekten aus der Postbank-Beteiligung entstanden.

Consolidation & Adjustments (C&A)

Consolidation & Adjustments (C&A) verzeichnete im ersten Quartal 2011 einen Verlust vor Steuern von 353 Mio € nach einem Verlust vor Steuern von 165 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Das Berichts¬quartal beinhaltet einen negativen Effekt von rund 370 Mio € aus unterschiedlichen Bilanzierungsmethoden in der Managementberichterstattung und unter IFRS. Dieser Bewertungsunterschied steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit ökonomisch abgesicherten Positionen und gleicht sich über die Laufzeit dieser Positionen wieder aus. Im ersten Quartal 2011 war der signifikante negative Effekt Folge des starken Anstiegs der kurzfristigen Eurozinssätze. Aufgrund der kurzfristigen Laufzeit der zugrunde liegenden Positionen wird eine Umkehrung von Teilen des negativen Effekts im Jahresverlauf erwartet. In geringerem Maße war der Effekt auch eine Folge von Schwankungen der langfristigen Euro- und US-Dollar-Zinssätze. Im ersten Quartal 2010, das geringere Volatilitäten in den Zinssätzen aufwies, führten vergleichbare Bewertungsunterschiede zu einem negativen Effekt von rund 40 Mio €. Die Ergebnisse in beiden Quartalen beinhalten darüber hinaus Aufwendungen für die Währungsabsicherung des Kapitals bestimmter ausländischer Tochtergesellschaften. Zudem waren im Vorjahr Nettoaufwendungen für Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten zu verzeichnen.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG
Presseabteilung    

Armin Niedermeier     
Tel: +49 (0) 69 / 910 33402  
E-Mail: armin.niedermeier@db.com

Christian Streckert     
Tel: +49 (0) 69 / 910 38079  
E-Mail: christian.streckert@db.com


Die Ergebnisse des 1. Quartals 2011 werden heute in einer Analysten-Konferenz um 9.00 Uhr erläutert (MESZ). Die Konferenz wird im Internet übertragen:  http://www.deutsche-bank.de/ir/video-audio

Der vollständige Zwischenbericht zum 31. März 2011 kann im Internet abgerufen werden: www.deutsche-bank.de/1Q2011. Ebenso ein Zahlenanhang (nur englisch): www.deutsche-bank.de/ir/finanztabellen


Diese Presse-Information enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse anzupassen.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, in denen wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen und einen erheblichen Teil unserer Vermögenswerte halten, die Preisentwicklung von Vermögenswerten und Entwicklung von Marktvolatilitäten, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung unserer strategischen Initiativen, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken, die in den von uns bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren haben wir in unserem SEC-Bericht nach „Form20-F“ vom 16. März 2010 unter der Überschrift „Risk Factors“ im Detail dargestellt. Kopien dieses Berichtes sind auf Anfrage bei uns erhältlich oder unter www.deutsche-bank.com/ir verfügbar.

Diese Presse-Information enthält auch nicht-IFRS-Finanzgrößen. Für eine Überleitung zu direkt mit IFRS-Zahlen vergleichbaren Angaben siehe die Zahlentabellen zum 4. Quartal 2010 (Financial Data Supplement) und die beigefügte Überleitungstabelle, die unter www.deutsche-bank.de/ir verfügbar ist.




Twitter

Folgen Sie der Deutschen Bank auf Twitter
twitter.com/DeutscheBank

Social Media

Die Deutsche Bank stellt über verschiedene Social-Media-Plattformen aktuelle Informationen bereit. Folgen Sie unseren Tweets, betrachten Sie aktuelle Videos und Fotos oder wählen Sie einfach Ihren persönlich bevorzugten Kanal. mehr

RSS & Podcast


Empfangen Sie aktuelle Presse-Informationen der Deutschen Bank in Echtzeit mit unserem RSS-Newsfeed und Podcast. mehr

Footer Navigation:
Letzte Änderung: 2.9.2013
Copyright © 2014 Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main