Frankfurt am Main, 26. Juli 2011

Deutsche Bank erzielt im 2. Quartal Gewinn nach Steuern von 1,2 Mrd Euro


  • Gewinn vor Steuern bei 1,8 Mrd €, wobei 155 Mio € Wertberichtigungen für griechische Staatsanleihen enthalten sind
  • Vorsteuergewinn der operativen Geschäftsbereiche im 2. Quartal bei 2,0 Mrd € und im 1. Halbjahr bei 5,5 Mrd €; Gewinnziel von 10 Mrd € im Gesamtjahr in Sicht
  • Tier-1-Kapitalquote mit 14% auf Rekordniveau; Tier-1-Kapitalquote ohne Hybridkapital (Kernkapital) steigt auf 10,2%, was einer Steigerung von 150 Basispunkten in den ersten sechs Monaten 2011 entspricht
  • Eigenkapitalrendite vor Steuern (bezogen auf das durchschnittliche Active Equity) bei 14%
  • Netto-Engagement gegenüber PIIGS-Staaten per 30. Juni bei 3,7 Mrd €

Corporate & Investment Bank (CIB): Robustes Quartal trotz herausfordernder Marktbedingungen und unter Wahrung eines niedrigen Risikoniveaus

  • Gewinn vor Steuern im 2. Quartal 2011 bei 1,3 Mrd €
  • Sales & Trading-Erträge von 2,9 Mrd €; dies spiegelt den saisonalen Rückgang und die besonders im Juni aufgrund des unsicheren Makro-Umfelds in Europa schleppenden Kundenaktivitäten wider
  • Origination and Advisory weiterhin unter den Top 5, profitiert von Synergien innerhalb der Investment Bank 
  • Starkes Vorsteuerergebnis von Global Transaction Banking (GTB) von 293 Mio €, getragen von robusten Gebühreneinnahmen und sich erholenden Zinsen

Private Clients and Asset Management (PCAM) weiter auf Wachstumskurs, da alle Geschäftsbereiche deutlich über Plan liegen

  • Gewinn vor Steuern im 2. Quartal bei 684 Mio €; frühere Investitionen zahlen sich aus
  • Gewinn vor Steuern im Bereich Private & Business Clients von 458 Mio € profitiert von starkem Beitrag der Postbank sowie von geringeren Risiko-Kosten und von striktem Kostenmanagement, wobei ein Negativeffekt von 132 Mio €1  im Zusammenhang mit griechischen Staatsanleihen enthalten ist
  • Asset and Wealth Management: Vorsteuergewinn von 227 Mio € durch disziplinierte Kostenkontrolle und gestiegene Erträge aufgrund einer positiven Verschiebung im Asset-Mix
  • Nettoneugeldzuflüsse im Bereich Private Wealth Management von 5 Mrd €
(1) Abschreibungen in Höhe von 155 Mio €, nach Berücksichtigung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 22 Mio € auf Segmentebene

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) hat heute ihre Ergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2011 vorgelegt.

Der Gewinn nach Steuern lag im zweiten Quartal mit 1,2 Mrd € um 67 Mio € über dem Wert des Vorjahresquartals. Der Vorsteuergewinn stieg zugleich um 17% auf 1,8 Mrd € von 1,5 Mrd € im zweiten Quartal 2010. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) betrug 1,24 € nach 1,60 € im Vorjahresquartal, da sich der verbesserte Nachsteuergewinn auf eine höhere Anzahl von Aktien verteilte. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern und bezogen auf das durchschnittliche Active Equity lag im zweiten Quartal 2011 bei 14%.

In den ersten sechs Monaten 2011 lag der Gewinn nach Steuern bei 3,4 Mrd €, nach 2,9 Mrd € im ersten Halbjahr 2010. Der Vorsteuergewinn betrug 4,8 Mrd € gegenüber 4,3 Mrd € im ersten Halbjahr 2010. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) lag bei 3,35 €, nach 3,98 € in den ersten sechs Monaten 2010. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern und bezogen auf das durchschnittliche Active Equity lag im ersten Halbjahr 2011 bei 19%.

Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank, sagte: „Trotz zunehmend schwieriger Marktbedingungen hat sich unser Geschäftsmodell als robust erwiesen. Die Maßnahmen, die wir zur Neuausrichtung und besseren Ausbalancierung unseres Geschäfts ergriffen haben, zahlen sich aus. Der Bereich Corporate Banking & Securities konnte sich den ungünstigen Marktbedingungen - besonders durch die Staatsschuldenkrise in Europa - nicht entziehen. Dies wurde jedoch von den guten Ergebnissen und das im Vergleich zum Vorjahr starke Gewinnwachstum unserer anderen Geschäftsbereiche ausgeglichen, welche die Hälfte zum Gewinn der Bank im zweiten Quartal beitrugen.“

Ertragslage des Konzerns

Die Erträge im zweiten Quartal 2011 beliefen sich auf 8,5 Mrd €, was einem Anstieg von 1,4 Mrd € (19%) gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres entspricht. Dieser Anstieg war im Wesentlichen auf Erträge von 1,2 Mrd € der Postbank in PCAM zurückzuführen.

In CIB konnten die Erträge von 4,7 Mrd € im Vorjahresquartal auf 4,9 Mrd € im Berichtsquartal leicht ausgebaut werden. In PCAM beliefen sich die Erträge im zweiten Quartal 2011 auf 3,5 Mrd € gegenüber 2,3 Mrd € im Vergleichszeitraum. In den Erträgen war im zweiten Quartal 2011 eine Abschreibung in Höhe von 155 Mio € auf griechische Staatsanleihen enthalten.

Die Erträge beliefen sich im ersten Halbjahr 2011 auf 19,0 Mrd €, was einem Anstieg von 2,9 Mrd € (18%) gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 entspricht.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich auf 464 Mio € gegenüber 243 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Zu diesem Anstieg trug in erster Linie die Postbank mit 182 Mio € bei. Im Beitrag der Postbank zur Risikovorsorge der Deutschen Bank sind Auflösungen von vor der Konsolidierung von der Postbank gebildeter Risikovorsorge in Höhe von 82 Mio € nicht berücksichtigt. Solche Auflösungen werden als Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. Der verbleibende Anstieg der Risikovorsorge war hauptsächlich auf das gemäß IAS 39 umgewidmete CB&S-Portfolio zurückzuführen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im 1. Halbjahr auf 837 Mio € gegenüber 506 Mio € im ersten Halbjahr 2010. Zu diesem Anstieg trug im Wesentlichen die Postbank mit 388 Mio € bei. Im Beitrag der Postbank zur Risikovorsorge der Deutschen Bank sind Auflösungen von vor der Konsolidierung von der Postbank gebildeter Risikovorsorge in Höhe von 200 Mio € nicht berücksichtigt. Derartige Auflösungen werden als Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. Zudem ergaben sich im ersten Halbjahr 2011 positive Effekte aus einem Rückgang der Risikovorsorge für gemäß IAS 39 umklassifizierte Vermögenswerte sowie aus einem Portfolio-Verkauf in PBC.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im zweiten Quartal 2011 mit 6,3 Mrd € um 910 Mio € (17%) über dem Wert des Vorjahresquartals. Diese Zunahme beinhaltet 712 Mio € im Zusammenhang mit der Konsolidierung der Postbank. Zudem trugen die erstmalige Erfassung von Aufwendungen von 62 Mio € für die deutsche Bankenabgabe, höhere Aufwendungen im Versicherungsgeschäft im Zusammenhang mit Abbey Life (mit in den Erträgen erfassten gegenläufigen Beträgen) sowie höhere Aufwendungen für aufgeschobene Vergütungskomponenten zu dem Anstieg bei.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2011 auf 13,4 Mrd € gegenüber 11,3 Mrd € im Vergleichszeitraum.

Das Ergebnis vor Steuern betrug im Berichtsquartal 1,8 Mrd € und war damit um 254 Mio € höher als im zweiten Quartal 2010. Im zweiten Quartal 2011 wurde in CIB und PCAM ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von insgesamt 2,0 Mrd € erzielt, dem negative Ergebnisse von 139 Mio € in Corporate Investments (CI) und 43 Mio € in Consolidation & Adjustments (C&A) gegenüberstanden. In letztgenannter Zahl ist die zuvor genannte Bankenabgabe enthalten.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich im 1. Halbjahr auf 4,8 Mrd € und lag damit um 482 Mio € über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich im zweiten Quartal 2011 auf 1,2 Mrd € und war gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres nahezu unverändert. Der Effekt aus einem leicht höheren Ergebnis nach Steuern wurde durch die höhere Zahl der ausstehenden Aktien überkompensiert. Der Ertragsteueraufwand betrug 545 Mio €. Die Steuerquote von 31% im zweiten Quartal wurde von der geografischen Verteilung des Konzernergebnisses begünstigt, was jedoch durch die steuerlich nicht abzugsfähige deutsche Bankenabgabe teilweise aufgehoben wurde. Die Steuerquote des Vorjahres lag bei 23% und wurde durch den steuerfreien negativen Goodwill im Zusammenhang mit den von ABN AMRO übernommenen Geschäftsaktivitäten sowie die geografische Verteilung des Konzernergebnisses positiv beeinflusst.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich im ersten Halbjahr 2011 auf 3,4 Mrd € gegenüber 2,9 Mrd € im Vergleichszeitraum. Die Steuerquote von 30% für die ersten sechs Monate 2011, gegenüber 32% in der ersten Jahreshälfte 2010, wurde von der teilweisen Steuerbefreiung des Gewinns im Zusammenhang mit der Beteiligung an der Hua Xia Bank im ersten Quartal 2011 und der geografischen Verteilung des Konzernergebnisses begünstigt.

Die Tier-1-Kapitalquote der Bank stieg zum Ende des zweiten Quartals 2011 auf 14,0% von 13,4% zum Ende des vorangegangen Quartals. Die Tier-1-Kapitalquote ohne Berücksichtigung hybrider Kapitalbestandteile erhöhte sich auf 10,2% von 9,6% im Vorquartal. Beide Kapitalquoten erreichen damit ihren bislang höchsten Wert. Die Risikogewichteten Aktiva sanken um 8 Mrd € auf 320 Mrd € per Ende des zweiten Quartals 2011.

Die Bilanzsumme wuchs im zweiten Quartal 2011 um 7 Mrd € auf 1.850 Mrd €. Auf bereinigter Basis, d.h. nach Aufrechnung von Derivaten und bestimmten anderen Bilanzpositionen, stieg die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorquartal um 7 Mrd € auf 1.209 Mrd €. Nach Zielgrößendefinition lag die Leverage Ratio unverändert zum Ende des Vorquartals 2011 bei 23.

Segmentüberblick

Konzernbereich Corporate & Investment Bank (CIB)

Corporate Banking & Securities (CB&S)

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen im Berichtsquartal mit 2,3 Mrd € um 176 Mio € (8%) über dem Wert des zweiten Quartals 2010. Im Vergleichsquartal beinhalteten die Erträge eine Belastung von circa 270 Mio € für Ocala Funding LLC. Im Berichtsquartal wurden eine Reihe von kundenbezogenen Geschäftsaktivitäten durch die anhaltenden Unsicherheiten im makroökonomischen Umfeld beeinträchtigt, die in der Folge zu geringeren Volumina führten. Die Deutsche Bank belegte in der jährlichen Devisenmarktumfrage von Euromoney zum siebten Mal in Folge die Position eins und im Juli 2011 wurde die Bank im Bereich US Fixed Income im zweiten Jahr nacheinander auf Platz eins gewählt (Quelle: Greenwich Associates). Im Vergleich zum zweiten Quartal 2010 waren die Erträge des Berichtsquartals im Zins-, Geldmarkt- und Devisengeschäft niedriger, was auf gesunkene Volumina im kundenbezogenen Geschäft zurückzuführen war. Die Erträge aus verbrieften Wohnungsbaukrediten (RMBS) lagen im zweiten Quartal 2011 deutlich über denen des Vergleichsquartals. Gründe hierfür waren die Neuausrichtung des Geschäfts und der Wegfall von Verlusten aus dem Vorjahr. Im Handel mit Kreditprodukten übersteigen die Erträge das Niveau des Vorjahresquartals. Dabei waren sowohl höhere Erträge im kundenbezogenen Geschäft als auch eine starke Performance bei den strukturierten Kreditlösungen zu verzeichnen. Im Rohstoffhandel stiegen die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal, und die Bank konnte hier den zweitbesten Quartalswert aller Zeiten erreichen. Ursächlich hierfür war ein starkes Ergebnis bei Edelmetallen, Öl und Gas. Die Erträge im Anleihegeschäft mit Schwellenländern stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal, im Wesentlichen durch höhere kundenbezogene Volumina, die eine geringere Kundennachfrage bei strukturierten Lösungen ausgleichen konnten.

Sales & Trading (Equity) erwirtschaftete Erträge von 555 Mio €, was einem Rückgang von 87 Mio € (14%) gegenüber dem Vergleichsquartal entspricht. In diesem Rückgang spiegeln sich die schwierigen Marktbedingungen wider. Im Aktienhandel sanken die Erträge im Vergleich zum zweiten Quartal 2010 aufgrund einer deutlich geringeren Kundenaktivität. Dies war hauptsächlich auf gesunkene Volumina im kundenbezogenen Geschäft, vor allem in Europa, zurückzuführen. Trotz eines schwierigen Marktumfelds stiegen die Erträge im Aktienderivategeschäft gegenüber dem zweiten Quartal 2010. Dieser Anstieg resultierte aus einem guten Ergebnis in den USA. Im Bereich Prime Finance lagen die Erträge unter denen des Vorjahresquartals, was mit einem gesunkenen Fremdfinanzierungsgrad und niedrigeren Margen bei Finanzierungen im Zusammenhang stand. Das Prime Finance-Geschäft wurde in der Prime Brokerage-Umfrage 2011 des Global Custodian im vierten Jahr in Folge zum weltweit besten Prime Broker gewählt.

Im Berichtsquartal stiegen die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft gegenüber dem zweiten Quartal 2010 um 171 Mio € (32%) auf 714 Mio €. Bezogen auf den Anteil am Provisionsaufkommen in Corporate Finance belegte die Deutsche Bank Rang fünf weltweit und erreichte in Europa erneut Platz eins. Im Beratungsgeschäft lagen die Erträge bei 152 Mio € und damit um 23% über dem Vorjahresquartal, wobei das M&A-Geschäft Platz eins in der Region EMEA belegte. Die Erträge im Emissionsgeschäft (Debt) stiegen um 12% auf 318 Mio €, insbesondere aufgrund der gestiegenen Emissionsaktivität. Bei den High-Yield-Anleihen verbesserte sich die Deutsche Bank gegenüber dem Vorjahresquartal von Rang vier auf Rang eins weltweit. Im Bereich Investment-Grade-Anleihen erreichte die Bank Platz eins in der Kategorie All International Bonds und Platz zwei bei den All Bonds in Euros (Quelle: Thomson Reuters). Die Erträge im Emissionsgeschäft (Equity) stiegen um 80% auf 244 Mio €, was auf einen deutlichen Anstieg der Börsengänge im Vergleich zu der niedrigen Marktaktivität im zweiten Quartal 2010 zurückzuführen war. Im Emissionsgeschäft (Equity) belegte die Deutsche Bank Rang fünf weltweit. (Alle Ranglistenpositionen gemäß Dealogic, sofern nicht anders angegeben.)

Im Berichtsquartal betrugen die Erträge aus dem Kreditgeschäft 316 Mio € und waren 10% niedriger als im Vorjahresquartal. Der Rückgang war vorwiegend auf den zum Jahresbeginn 2011 erfolgten Transfer eines einzelnen Kreditengagements an den Konzernbereich Corporate Investments zurückzuführen.

Die Erträge aus Sonstigen Produkten beliefen sich im zweiten Quartal auf 73 Mio €, was einem Anstieg um 108 Mio € gegenüber dem Vergleichszeitraum entsprach. Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus Marktwertgewinnen bei Investments, die Leistungen im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft von Abbey Life decken. Dieser Effekt wurde durch gegenläufige Beträge in den Zinsunabhängigen Aufwendungen ausgeglichen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im zweiten Quartal 2011 in CB&S auf 95 Mio € gegenüber 46 Mio € im Vergleichsquartal. Der Anstieg war in erster Linie auf eine höhere Risikovorsorge für das gemäß IAS 39 umgewidmete Kreditportfolio zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im zweiten Quartal 2011 mit 2,9 Mrd € um 86 Mio € (3%) über dem Wert des Vorjahresquartals. Ursächlich hierfür waren vorwiegend die vorgenannten Effekte im Zusammenhang mit Abbey Life, gestiegene Aufwendungen für aufgeschobene Vergütungen und Rechtsstreitigkeiten sowie höhere operationelle Verluste. Diese Entwicklung wurde teilweise durch günstige Wechselkursveränderungen sowie den Wegfall der Bonussteuer für Banken in Großbritannien 2011 ausgeglichen.

Das Ergebnis vor Steuern in CB&S belief sich im Berichtsquartal auf 982 Mio € gegenüber 781 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Global Transaction Banking (GTB)

Im Unternehmensbereich GTB lagen die Erträge im zweiten Quartal 2011 mit 895 Mio € um 175 Mio € (16%) unter dem Wert des Vorjahresquartals. Dieser Rückgang war im Wesentlichen auf einen Einmalertrag von 208 Mio € im Vorjahresquartal aus der Vereinnahmung eines negativen Goodwill für das von der ABN AMRO erworbene Firmenkundengeschäft in den Niederlanden zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung dieses Einmalertrages hätte sich ein Anstieg um 33 Mio € ergeben. Dieser Anstieg resultierte vorwiegend aus höheren Zinserträgen infolge einer leichten Erholung der Zinssätze in Asien und Europa, während diese in den USA im Vergleich zum Vorjahresquartal zurückgingen. Die Provisionseinnahmen blieben in allen wesentlichen Produktbereichen stabil.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Unternehmensbereich GTB im zweiten Quartal 2011 auf 32 Mio € und war damit gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres unverändert. In beiden Zeiträumen standen die Aufwendungen hauptsächlich im Zusammenhang mit dem erworbenen Geschäft in den Niederlanden.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen von 570 Mio € im zweiten Quartal 2011 waren gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres nahezu unverändert. Dem Effekt aus gesunkenen Integrationskosten für die oben beschriebene Akquisition standen höhere versicherungsbezogene Kosten gegenüber.

Das Ergebnis vor Steuern betrug im Berichtsquartal 293 Mio € und lag damit um 183 Mio € (38%) unter dem Wert des Vorjahresquartals. Ohne Berücksichtigung des zuvor genannten Einmalertrags aus der Akquisition in den Niederlanden wäre das Ergebnis vor Steuern in GTB um 25 Mio € (9%) gestiegen.

Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM)

Asset and Wealth Management (AWM)

Im zweiten Quartal 2011 beliefen sich die Erträge in AWM auf 976 Mio €, ein Anstieg von 80 Mio € (9%) gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Erträge aus dem diskretionären Portfolio Management/Fund Management stiegen um 8 Mio € (2%). In Asset Management (AM) konnten diese Erträge im Wesentlichen wegen höherer erfolgsabhängiger Provisionen in der DWS und bei alternativen Anlagen um 19 Mio € (4%) erhöht werden, während sie in Private Wealth Management (PWM) wegen eines leichten Rückgangs der volumenabhängigen Provisionseinnahmen und niedrigerer erfolgsabhängiger Vergütungen um 11 Mio € (9%) zurückgingen. Im Beratungs-/ Brokeragegeschäft war ein Ertragsrückgang um 10 Mio € (5%) auf 209 Mio € zu verzeichnen, der hauptsächlich die volatilen Märkte und eine uneinheitliche Kundennachfrage widerspiegelte. Die Erträge aus dem Kreditgeschäft waren mit 96 Mio € nahezu unverändert gegenüber dem Vergleichszeitraum. Im Einlagengeschäft und Zahlungsverkehr stiegen die Erträge um 7 Mio € (24%) auf 38 Mio € infolge höherer Durchschnittsvolumina, welche durch erfolgreiche Initiativen bei Cash- und Geldmarktprodukten erzielt wurden. Die Erträge aus Sonstigen Produkten betrugen im Berichtsquartal 90 Mio € gegenüber 14 Mio € im Vorjahresquartal. Zu diesem Anstieg trug PWM 58 Mio € bei, im Wesentlichen aus der Abwicklung nicht zum Kerngeschäft gehörender Aktivitäten von Sal. Oppenheim. Die Zunahme in AM betrug 17 Mio € und war hauptsächlich auf einen Gewinn aus dem Verkauf einer RREEF Infrastrukturbeteiligung in Asien zurückzuführen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug im Berichtsquartal 13 Mio €, eine Steigerung von 10 Mio € gegenüber dem Vergleichszeitraum, die größtenteils auf Sal. Oppenheim zurückzuführen war.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im zweiten Quartal 2011 bei 737 Mio € und damit um 91 Mio € (11%) unter dem Wert des Vorjahresquartals. Der Rückgang beinhaltete 59 Mio € bei PWM im Zusammenhang mit Sal. Oppenheim und 32 Mio € bei AM, beides Ergebnisse der im Jahr 2010 durchgeführten Maßnahmen zur Effizienzverbesserung der Geschäftsplattform.

AWM verzeichnete im zweiten Quartal 2011 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 227 Mio € nach 65 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Steigerung von 161 Mio € entfällt mit 93 Mio € auf PWM und mit 68 Mio € auf AM.

Die Invested Assets in AWM gingen im zweiten Quartal 2011 um 3 Mrd € auf 797 Mrd € zurück. In AM war ein Rückgang der Invested Assets um 6 Mrd € auf 523 Mrd € zu verzeichnen, im Wesentlichen wegen Nettomittelabflüssen von 5 Mrd € im Cash- und Versicherungsbereich. Demgegenüber stiegen in PWM die Invested Assets um 3 Mrd € auf 274 Mrd €. Positive Nettomittelzuflüsse von 5 Mrd € wurden durch Währungseffekte von 2 Mrd € zum Teil kompensiert.

Private & Business Clients (PBC)

Im zweiten Quartal 2011 hat die Deutsche Bank die Segmentberichterstattung für PBC erweitert. Sie enthält jetzt Informationen zur Performance von Advisory Banking Germany, Advisory Banking International und Consumer Banking Germany. Advisory Banking Germany umfasst alle Aktivitäten von PBC in Deutschland ohne die Postbank. Zu Advisory Banking International gehören die Aktivitäten von PBC in Europa (ohne Deutschland) und die Aktivitäten von PBC in Asien. Consumer Banking Germany beinhaltet den Beitrag der Postbank zu den konsolidierten Ergebnissen der Deutschen Bank. Die Erträge in Advisory Banking Germany und Advisory Banking International werden den einzelnen Produktkategorien zugeordnet, während alle Erträge in Consumer Banking Germany bis auf Weiteres unter den Sonstigen Produkten erfasst werden.

Die Erträge lagen im Berichtsquartal mit 2,6 Mrd € um 1,1 Mrd € (77%) über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Dieser Anstieg beinhaltete in erster Linie 1,2 Mrd € aus der Konsolidierung der Postbank. Die entsprechenden Erträge werden unter den Erträgen aus Sonstigen Produkten ausgewiesen, die sich im zweiten Quartal 2011 auf 1,2 Mrd € beliefen. Ebenfalls war in den Erträgen aus Sonstigen Produkten eine Abschreibung in Höhe von 155 Mio € auf griechische Staatsanleihen, welche als „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ ausgewiesen werden, enthalten. Die Erträge im Einlagengeschäft und Zahlungsverkehr lagen mit 532 Mio € um 42 Mio € (8%) über dem Wert des Vergleichsquartals. Dies war vor allem auf höhere Einlagenvolumina in Advisory Banking Germany zurückzuführen. Die Erträge aus dem Kreditgeschäft gingen aufgrund geringerer Margen gegenüber dem Vorjahr um 38 Mio € (7%) zurück. Dieser Rückgang wurde teilweise durch höhere Erträge aus dem Vertrieb kreditbezogener Versicherungsprodukte sowohl in Advisory Banking Germany als auch Advisory Banking International ausgeglichen. Im Beratungs-/Brokeragegeschäft wuchsen die Erträge um 17 Mio € (8%). Diese Verbesserung resultierte hauptsächlich aus der erfolgreichen Platzierung eines geschlossenen Fonds in Advisory Banking Germany. Die Erträge aus dem diskretionären Portfolio Management/Fund Management gingen um 12 Mio € (15%) zurück, was vor allem auf den Wegfall von Erträgen aus einer im zweiten Quartal 2010 durchgeführten Platzierung in Advisory Banking Germany zurückzuführen war.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug im Berichtsquartal 320 Mio €. Davon entfielen 182 Mio € auf die Postbank. In der Risikovorsorge der Postbank sind Auflösungen von vor der Konsolidierung gebildeter Risikovorsorge in Höhe von 82 Mio € nicht berücksichtigt. Solche Auflösungen werden als Zinsüberschuss ausgewiesen. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft läge ohne Berücksichtigung der Postbank um 34 Mio € (20%) unter dem Wert des Vergleichszeitraums. Sie wurde durch eine günstige wirtschaftliche Entwicklung und die Neuausrichtung des Konsumentenkreditgeschäfts in Polen positiv beeinflusst.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im zweiten Quartal 2011 mit 1,7 Mrd € um 696 Mio € (67%) über dem Wert des Vorjahresquartals. Diese Zunahme beinhaltet 712 Mio € im Zusammenhang mit der Konsolidierung der Postbank. Ohne Berücksichtigung der Postbank hätten sich die Zinsunabhängigen Aufwendungen um 16 Mio € (2%) reduziert. Dies ist in erster Linie das Ergebnis aus Maßnahmen zur Effizienzverbesserung der Geschäftsplattform, die in Deutschland im zweiten Quartal 2010 durchgeführt wurden.

Das Ergebnis vor Steuern lag im Berichtsquartal mit 458 Mio € um 225 Mio € (96%) über dem Wert des Vorjahresquartals, obwohl das aktuelle Quartal eine Belastung in Höhe von 132 Mio € bezogen auf griechische Staatsanleihen enthielt (Abschreibung in Höge von 155 Mio €, nach Berücksichtigung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 22 Mio € auf Segmentebene). Vom Ergebnis vor Steuern entfielen 229 Mio € auf Consumer Banking Germany. Die Beiträge von Advisory Banking Germany und Advisory Banking International beliefen sich auf 124 Mio € beziehungsweise 105 Mio €.

Die Invested Assets betrugen zum 30. Juni 2011 313 Mrd € und blieben damit im Wesentlichen unverändert gegenüber dem 31. März 2011.

Die Zahl der Kunden von PBC belief sich auf 28,6 Mio, davon sind 14,1 Mio Kunden der Postbank. Im Verlauf des zweiten Quartals 2011 reduzierte sich die Kundenzahl hauptsächlich wegen des Verkaufs eines Geschäftsfelds um rund 200.000.

Corporate Investments (CI)

Die Erträge beliefen sich im zweiten Quartal 2011 auf 194 Mio € gegenüber 115 Mio € im Vergleichszeitraum. In den Erträgen von CI sind die laufenden Erträge der BHF-BANK und der konsolidierten Beteiligungen an Maher Terminals und The Cosmopolitan of Las Vegas, das Ende letzten Jahres den Betrieb aufnahm, enthalten. Im Berichtsquartal wurden diese laufenden Erträge teilweise durch eine Abschreibung von 39 Mio € im Zusammenhang mit der Beteiligung an Actavis kompensiert. Im zweiten Quartal 2010 waren in den Erträgen 116 Mio € Gewinne im Zusammenhang mit der Postbank sowie eine Abschreibung von 124 Mio € auf The Cosmopolitan of Las Vegas enthalten.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich im zweiten Quartal 2011 auf 329 Mio € gegenüber 208 Mio € im Vergleichszeitraum. Der Anstieg um 121 Mio € war im Wesentlichen auf die konsolidierte Beteiligung an The Cosmopolitan of Las Vegas zurückzuführen.

Der Verlust vor Steuern belief sich im Berichtsquartal auf 139 Mio € im Vergleich zu einem Verlust vor Steuern von 85 Mio € im Vorjahresquartal.

Consolidation & Adjustments (C&A)

Im zweiten Quartal 2011 verzeichnete C&A einen Verlust vor Steuern von 43 Mio € gegenüber einem Gewinn vor Steuern von 53 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Im Berichtsquartal war in C&A die erstmalige Erfassung von Aufwendungen für die deutsche Bankenabgabe anteilig für das erste Halbjahr 2011 in Höhe von 62 Mio € enthalten. Für das Gesamtjahr 2011 wird für die Bankenabgabe in Deutschland eine Gesamtbelastung in Höhe von 124 Mio € erwartet. Zu dem Rückgang im Vergleich zum Vorjahresquartal trugen ebenfalls höhere Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bei, für die im Vorjahresquartal eine Nettoauflösung erfolgt war. Ein positiver Effekt ergab sich aus der Eliminierung der Anteile ohne beherrschenden Einfluss, die in den Segmenten zur Ermittlung des Ergebnisses vor Steuern in Abzug gebracht werden und in C&A zu korrigieren sind. Nach der Konsolidierung der Postbank haben sich die Anteile ohne beherrschenden Einfluss im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich erhöht. Die Effekte aus unterschiedlichen Bilanzierungsmethoden zwischen Managementberichterstattung und IFRS waren im Berichtsquartal und im Vorjahresquartal nicht signifikant.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Bank AG
Presseabteilung    

Armin Niedermeier     
Tel: +49 (0) 69 / 910 33402  
E-Mail: armin.niedermeier@db.com 

Christian Streckert     
Tel: +49 (0) 69 / 910 38079  
E-Mail: christian.streckert@db.com 


Die Ergebnisse des 2. Quartals 2011 werden heute in einer Analysten-Konferenz um 8.00 Uhr erläutert (MESZ). Die Konferenz wird im Internet übertragen:  http://www.deutsche-bank.de/ir/video-audio

Der vollständige Zwischenbericht zum 30. Juni 2011 kann im Internet abgerufen werden: www.deutsche-bank.de/2Q2011. Ebenso ein Zahlenanhang (nur englisch): www.deutsche-bank.de/ir/finanztabellen


Diese Presse-Information enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse anzupassen.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, in denen wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen und einen erheblichen Teil unserer Vermögenswerte halten, die Preisentwicklung von Vermögenswerten und Entwicklung von Marktvolatilitäten, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung unserer strategischen Initiativen, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken, die in den von uns bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren haben wir in unserem SEC-Bericht nach „Form20-F“ vom 15. März 2011 unter der Überschrift „Risk Factors“ im Detail dargestellt. Kopien dieses Berichtes sind auf Anfrage bei uns erhältlich oder unter www.deutsche-bank.com/ir verfügbar.




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