Frankfurt am Main, 23. November 2011

Trotz volatiler Märkte: Mittelständische Unternehmen vernachlässigen Risikomanagement


Deutsche Bank-Umfrage zur Bedeutung des Risikomanagements / Mittelständler im Norden und Osten messen Risikomanagement größere Bedeutung zu als im Süden
Mittelständische Unternehmen unterschätzen die Gefahr volatiler Märkte. Eine repräsentative Umfrage der Deutschen Bank kommt zu dem Schluss, dass für mittelständische Unternehmen das Steuern von Risiken im Vergleich zu 2009 aktuell an Stellenwert eingebüßt hat – trotz zunehmender Schwankungen an den Märkten und den Erfahrungen aus der Wirtschaftskrise vor zwei Jahren. „Ein professionelles Risikomanagement ist in jeder Marktsituation ein Muss“, rät Ulrich Schürenkrämer, Mitglied der Geschäftsleitung Firmenkunden Deutschland und des Management Committee Deutschland der Deutschen Bank. „Viele mittelständische Unternehmen in Deutschland sind gut durch die Krise gekommen, jetzt gilt es ein systematisches Risikomanagement als Frühwarnsystem zu nutzen, um auf plötzlich auftretende Ereignisse vorbereitet zu sein“, kommentiert er die Ergebnisse der Umfrage.

Aktuell verfügen nur 57 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland über ein systematisches Risikomanagement und nur rund zwei Drittel messen dem Risikomanagement einen hohen oder sehr hohen Stellenwert bei (68 Prozent). Im Vergleich zum Jahr 2009 ist das ein Rückgang um 14 Prozentpunkte (2009: 82 Prozent). Jedoch sagen gut drei Viertel der Unternehmen mit Risikomanagement, dass sich dieses gerade in der Wirtschafts- und Finanzkrise ausgezahlt habe (77 Prozent). Knapp 60 Prozent sind sogar der Meinung, dass ihr Risikomanagement schon so manche Krise im Unternehmen verhindert habe (57 Prozent).

Der Stellenwert des Risikomanagement unterscheidet sich regional stark. Gut drei Viertel der Unternehmen im Norden (77 Prozent) und im Osten Deutschlands (73 Prozent) messen dem Risikomanagement eine große oder sehr große Bedeutung bei. Im Süden Deutschlands sind es dagegen nur etwas mehr als die Hälfte (58 Prozent). Dort ist auch der größte Rückgang zu beobachten. 2009 gaben noch 80 Prozent der Unternehmen im Süden Deutschlands an, Risikomanagement sei wichtig oder sehr wichtig.

Größeren Unternehmen ist das Managen von Risiken deutlich wichtiger als kleineren Unternehmen. Die größten Risiken liegen für mittelständische Unternehmen in volatilen Rohstoffpreisen (59 Prozent), gefolgt von schwankenden Energiepreisen, die für fast jedes zweite Unternehmen ein großes Risiko darstellen (45 Prozent). Fast nahezu jedes dritte Unternehmen (29 Prozent) stuft Währungsrisiken für das Geschäft als kritisch ein. Liquiditätsrisiken werden dagegen von den Unternehmen als weniger relevant eingestuft als noch vor zwei Jahren (40 Prozent; 2009: 47 Prozent). Mit einer Ausnahme: Unternehmen im Osten Deutschlands messen Liquiditätsrisiken eine höhere Bedeutung bei (53 Prozent) als noch im Jahr 2009 (43 Prozent).

„Unternehmen müssen heute stärker als in der Vergangenheit Marktrisiken in ihre Planung einbeziehen, um flexibel auf Schwankungen der Märkte reagieren zu können. Ein systematisches Risikomanagement erhöht die Planungssicherheit und verbessert die Kalkulationsgrundlage der Unternehmen. Eine maßgeschneiderte Absicherungsstrategie ist für die Wettbewerbsfähigkeit des international breit aufgestellten deutschen Mittelstands entscheidend“, so Ulrich Schürenkrämer.

Die Untersuchung:
Im Rahmen der Umfrage wurden Interviews mit 400 Unternehmen geführt. Befragt wurden Finanzentscheider in 200 Unternehmen mit einem Umsatz von 1 Million bis 25 Millionen Euro und 200 Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 25 Millionen Euro.

Grafiken
 

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Letzte Änderung: 2.9.2013
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