Frankfurt am Main, 06. Dezember 2011

Deutsche Bank Jahresausblick 2012: Herausforderungen meistern


Globale Wirtschaftsentwicklung in 2012 wahrscheinlich schwächer / Politische Diskussionen bestimmen das Bild in Europa

Die Konjunkturaussichten für das Jahr 2012 sind deutlich eingetrübt. „Fast alle Länder der Eurozone konsolidieren gleichzeitig ihre Staatsfinanzen. Die Zinssenkungsspielräume der Notenbanken sind nahezu ausgereizt. Das wird das Wachstum in Europa massiv belasten und zu einer Rezession in der Eurozone führen“, sagt Stefan Schneider, DB Research Chief International Economist und Leiter Makroökonomie. In Kombination mit weiterhin verhaltenem Wachstum in den USA werde dies auch die Dynamik in vielen Schwellenländern dämpfen. Die deutsche Wirtschaft könne sich diesen externen Belastungen nicht entziehen. „Deutschland wird wegen seiner Exportorientierung auch von einer Rezession in der Eurozone getroffen“, so Schneider. Da deutsche Unternehmen aber global gut aufgestellt seien und bisher weder beim Staat noch bei den Haushalten starker Spardruck besteht, werde sich Deutschland weiterhin besser als der Rest Eurolands entwickeln.

Für 2012 erwartet DB Research ein globales Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent. Das überproportionale Wachstum in Asien sollte sich nur gering abschwächen auf 7,2 Prozent, in den USA werden 2,3 Prozent erwartet. Für Euroland prognostiziert Schneider einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent und in Deutschland rechnet er mit einem Nullwachstum.

„Der Jahresanfang wird durch die volkswirtschaftliche Unsicherheit und hohe Volatilitäten geprägt sein. Im weiteren Jahresverlauf erwarten wir eine Verbesserung der Situation und damit einhergehend eine positive Entwicklung der globalen Aktienmärkte“, sagt Dr. Ulrich Stephan, Global Chief Investment Officer für Privat- und Geschäftskunden der Deutschen Bank.

Die europäische Gewinnentwicklung basiert überwiegend auf dem globalen Wirtschaftswachstum, weshalb sich Anleger in Europa auf global ausgerichtete Unternehmen fokussieren sollten. Darüber hinaus bieten viele Aktien aus den USA und Unternehmen mit nachhaltiger Dividendenrendite gute Investmentchancen. Bei Anlagen in Rentenpapieren stehen Unternehmensanleihen und ausgewählte Emerging Markets Anleihen im Fokus. Zur Beimischung im Depot empfehlen sich auch Rohstoffe. Hier sollten sich insbesondere Edelmetalle und im Jahresverlauf Industriemetalle als chancenreich erweisen. Zur Abrundung des Portfolios sollten Immobilienanlagen aufgenommen werden.

Anleger müssen in diesem schwierigen Marktumfeld Herausforderungen meistern. Beim jährlichen Depotcheck sollten Anleger beachten, dass der Erfolg einer Anlagestrategie mehr denn je in einer ausgewogenen Asset Allocation liegt. Ein gut aufgestelltes und breit diversifiziertes Portfolio kann in dieser Situation ein sicherer Hafen sein, folgert Stephan.

Unter den aktuellen Rahmenbedingungen sieht Ulrich Stephan für den DAX zum Jahresende 2012 ein Potenzial bis zu 6.600 Punkten.

Der Ausblick 2012 für die einzelnen Anlageklassen im Überblick:

Renten

Auf dem Rentenmarkt richtet sich der Blick derzeit vor allem nach Europa: Hierbei liegt der Schlüssel für die weitere Entwicklung in einer nachhaltigen Lösung der Euro-Staatsschuldenkrise. Diese Thematik wird die Märkte sicherlich bis Anfang nächsten Jahres begleiten. Bei einer Lösung sollte sich die Situation am Markt für europäische Staatsanleihen allmählich normalisieren. Damit sollte sich die derzeit starke Divergenz zwischen den Anleihen der Kern- und Peripherieländer verringern. Als Folge davon dürften die Kurse von Anleihen bonitätsstarker Schuldner zunehmend unter Druck geraten. Die vergleichsweise niedrige Verzinsung macht diese Papiere derzeit eher unattraktiv. Die im Vergleich zu den Industrieländern gute fundamentale Situation vieler Emerging Markets spricht weiterhin für Anleihen der Schwellenländer.

Aufgrund gesunder Unternehmensbilanzen und stark verbesserter Finanzierungsstrukturen stellen viele Unternehmensanleihen eine weiterhin attraktive und robuste Alternative zu Staatsanleihen dar.

Aktien

Die Entwicklung der internationalen Aktienmärkte sollte weiter in hohem Maße von den politischen Geschehnissen und der konjunkturellen Entwicklung abhängen. Insgesamt wird für 2012 mit einer positiven Performance an den globalen Aktienmärkten gerechnet. In diesem Umfeld erscheinen amerikanische Aktien besonders interessant: Das moderate, jedoch positive Wirtschaftswachstum, hohe Margen und die hieraus resultierende starke Position amerikanischer Unternehmen stützen die Märkte. Auch viele chinesische Aktien erscheinen attraktiv: Das Wieder-Anziehen der Wirtschaftsleistung sollte in Verbindung mit einer deutlich niedrigeren Inflation im Jahresverlauf zu höheren Bewertungen führen. Im Gegensatz dazu sind die Kurschancen für europäische Aktien begrenzt. Bis zu einer Entscheidung über die Lösungskonzepte der europäischen Staatsschuldenkrise wird der Markt weiter volatil bleiben.

Rohstoffe

An den Rohstoffmärkten sollte das erwartete globale Wirtschaftswachstum zu einer leicht positiven Preisentwicklung 2012 führen. Insbesondere der Edelmetallsektor dürfte im kommenden Jahr profitieren: Negative Realzinsen und weiterhin bestehende Risiken für die Weltwirtschaft sollten den Preis der „Krisenwährung“ Gold stützen. Notenbanken nutzen vorübergehende Preisrückgänge konsequent zur Aufstockung ihrer Goldreserven – ein weiterer Grund für einen intakten Aufwärtstrend.

Immobilien

Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten um die europäische Peripherie bleiben viele Investitionen in Immobilien – vor allem in Büroimmobilien – attraktiver als Staatsanleihen bester Bonität. Bei der Auswahl von Investments bleibt die Qualität entscheidend.

Musterportfolio

In diesem von hoher Volatilität geprägten Marktumfeld kann ein gut diversifiziertes Portfolio Anlegern ein hohes Maß an Stabilität in der Geldanlage bieten. Die Deutsche Bank empfiehlt für Privatkunden aktuell folgende Vermögensaufteilung für ein ausgewogenes Portfolio:

Portfolio


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Letzte Änderung: 2.9.2013
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