Frankfurt am Main, 08. Dezember 2011

Deutsche Bank gibt Ergebnisse der EU-weiten Banken-Rekapitalisierungsumfrage bekannt


Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) hat die heutigen Veröffentlichungen der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (European Banking Authority - EBA) und der zuständigen nationalen Aufsichtsbehörde zu der EU-weiten Banken-Rekapitalisierungsumfrage zur Kenntnis genommen. Für die Deutsche Bank zeigt die EU-weite Banken-Rekapitalisierungsumfrage folgendes Ergebnis:

Die EU-weite Banken-Rekapitalisierungsumfrage, die von der EBA konzipiert und vom Europäischen Rat am 26. Oktober 2011 beschlossen wurde, fordert von den Banken, ihre Kapitalposition durch den Aufbau von temporären Kapitalpuffern für ihre Kreditengagements gegenüber bestimmten Staaten zu stärken, um so die aktuellen Marktpreise zu reflektieren. Zudem müssen die Banken einen Kapitalpuffer vorhalten, damit die Core-Tier-1-Kapitalquote (Tier-1-Kapitalquote ohne Hybridinstrumente) zum 30. Juni 2012 einen Wert von 9% erreicht. Die Höhe der sich ergebenden endgültigen Kapitallücke beruht dabei auf Zahlen per Ende September 2011. Die Höhe des Kapitalpuffers für das Kreditengagement gegenüber bestimmten Staaten wird nicht revidiert werden.

Einschließlich der Deutschen Bank haben insgesamt 71 Banken an der EU-weiten Banken-Rekapitalisierungsumfrage teilgenommen. Deren Ziel ist es, der derzeitigen Besorgnis der Märkte über die Risiken gegenüber Staaten und anderen verbleibenden Kreditrisiken wegen der derzeitig schwierigen Marktbedingungen durch einen temporären und außerordentlichen Kapitalpuffer entgegenzutreten. Der Kapitalpuffer soll ausdrücklich nicht dazu dienen, Verluste bei Staatsanleihen auszugleichen. Er soll vielmehr den Märkten eine Rückversicherung bieten, dass die Banken über die Fähigkeit verfügen, eine Reihe von Schocks zu absorbieren und dabei dennoch eine angemessene Kapitalposition zu behalten.

Nach dem Abschluss der EU-weiten Banken-Rekapitalisierungsumfrage, die von der EBA in enger Abstimmung mit der nationalen Aufsichtsbehörde durchgeführt wurde, zeigte sich folgendes Ergebnis:

Die Deutsche Bank würde bei Berücksichtigung von gewissen von der EBA vorgegebenen Bewertungskorrekturen („prudential filter“) für zur Veräußerung verfügbarer Vermögenswerte bezüglich Staaten, der Bewertung des Kreditengagements gegenüber Staaten im Bankenbuch und Forderungen aus dem Kreditgeschäft zu Marktpreisen sowie unter voller Berücksichtigung der Basel-2.5-Effekte eine Core-Tier-1-Kapitalquote von 8,3% ausweisen.

Die Deutsche Bank weist (gegenüber der EBA-Zielmarke einer Core-Tier-1-Kapitalquote von 9,0%) eine Kapitallücke von 3,2 Mrd € auf, die bis zum 30. Juni 2012 geschlossen werden muss. Dies beinhaltet ein Defizit von 388 Mio € in Bezug auf das Netto-Kreditengagement gegenüber verschiedenen europäischen Staaten. In dieser Berechnung sind keinerlei Gegenmaßnahmen der Bank enthalten, die seit dem 30. September 2011 vorgenommen wurden oder bis Juni 2012 in Planung sind. Auch sind keinerlei einbehaltene Gewinne zwischen September 2011 und Juni 2012 berücksichtigt. Die Bank hat während des vierten Quartals deutliche Fortschritte gemacht und geht davon aus, dass sie die EBA-Zielmarke zum 31. Dezember 2011 erreichen und im Jahresverlauf 2012 ihre Core-Tier-1-Kapitalquote weiter stärken wird. Diese Maßnahmen versetzen die Bank zugleich in die Lage, ihre Kreditvergabe und Finanzierungsaktivitäten sowohl in Europa und global aufrechtzuerhalten.

Die Deutsche Bank wird sicherstellen, dass sie per Ende Juni 2012 eine Core-Tier-1-Kapitalquote von 9,0% ausweisen wird. Dazu wird sie einen entsprechenden Plan bei der nationalen Aufsichtsbehörde einreichen. Darin wird die Bank ihre Maßnahmen zur Erreichung des 9%-Ziels und der damit einhergehenden Rückführung der Kapitallücke auf Null zu Ende Juni 2012 darlegen. Dieser Plan ist per 20. Januar 2012 einzureichen und wird mit den zuständigen nationalen Aufsichtsbehörden - in Abstimmung mit dem relevanten „College of Supervisors“ sowie der EBA - diskutiert werden.

Das zu erhöhende Kapital und die vorzunehmenden Maßnahmen der Bank sollen das Vertrauen in die Markteilnehmer wiederherstellen, den Zugang der Banken zu den Refinanzierungsmärkten erleichtern und sie in die Lage versetzen, weiterhin der Realwirtschaft Finanzmittel zur Verfügung zu stellen.

Die der EU-weiten Banken-Rekapitalisierungsumfrage zugrundeliegende Methodologie wurde von der EBA vor ihrer Veröffentlichung skizziert, um so die Konsistenz unter allen Banken des EU-Bankensystems, die der EU-weiten Banken-Rekapitalisierungsumfrage unterlagen, sicherzustellen.

Die detaillierten Ergebnisse der EU-weiten Banken-Rekapitalisierungsumfrage sowie Informationen zum Engagement der Deutschen Bank gegenüber Staaten und Gebietskörperschaften finden sich in den beigefügten Tabellen, die von der EBA in einheitlichem Format vorgegeben wurden. Ein PDF-Dokument mit allen Tabellen zur EU-weiten Banken-Rekapitalisierungsumfrage ist auf unserer Webseite unter folgendem Link abrufbar: http://www.deutsche-bank.com/ir/releases

Die Kapitallücke nach EBA steht in vollem Einklang mit der am 25. Oktober in einer Analysten-Telefonkonferenz erfolgten Kommunikation. Eine Überleitungsrechnung wird unter folgendem Link http://www.db.com/ir/de/content/ir_informationen_2011_3711.htm zur Verfügung gestellt.

Weitere Details zu den Szenarien, den Annahmen und den Methoden stehen auf der Webseite der EBA unter folgendem Link zur Verfügung: http://www.eba.europa.eu

EBA-Disclosure


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Armin Niedermeier     
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Letzte Änderung: 2.9.2013
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