15. Juli 2015

7 Tipps für das Bezahlen im Urlaub – so geht’s sicher und bequem

Ob Strandurlaub oder Bildungsreise: Wer im Urlaub richtig abschalten will, sollte sich gut vorbereiten – auch beim Thema Finanzen. Experten der Deutschen Bank geben sieben Tipps, die das Bezahlen in fremden Ländern leichter machen.

Tipps für die Reisekasse

Sommerzeit ist Reisezeit. Und die lassen sich die Deutschen etwas kosten: Bundesbürger, die für 2015 eine Fernreise geplant haben, rechnen im Schnitt mit Ausgaben von rund 3.600 Euro. Bei Europareisen sind es immerhin rund 2.050 Euro, so das Statistische Bundesamt. Kosten fallen dabei nicht nur im Reisebüro an – auch am Urlaubsort wollen Restaurantbesuche, Tagesausflüge und Souvenirs bezahlt werden. Damit stellt sich vor dem Urlaub die Frage: Wie zahle ich in fremden Ländern möglichst sicher und bequem?

1. Den richtigen Zahlungsmix wählen

Mit Karten und etwas Bargeld in Landeswährung sind Urlauber für die meisten Reiseländer gut ausgestattet. In vielen Ländern der Welt ist es möglich, mit der Maestro-/Girocard erlaubt es, in vielen Ländern der Welt einzukaufen und Geld abzuheben. Sie ist besonders in Europa flächendeckend einsetzbar. Auch mit der Kreditkarte können Urlauber weltweit bezahlen oder sich Bargeld auszahlen lassen. Sie sollte besonders in Ländern wie den USA oder Japan genutzt werden, in denen die Maestro-/Girocard nicht weit verbreitet ist. Etwas Bargeld in Landeswährung ist für das Taxi vom Flughafen und andere kleinere Ausgaben sinnvoll.

2. Kreditkarten-PIN beantragen

Wer mit der Kreditkarte am Automaten Geld abheben will, benötigt dafür eine Persönliche Identifikationsnummer (PIN). Auch im Handel wird in vielen Ländern die Kreditkarten-PIN verlangt. Kreditkartenbesitzer sollten deshalb rechtzeitig vor dem Reiseantritt ihre PIN bei dem kartenausgebenden Institut anfordern. Kunden mit Maestro-/Girocard brauchen die PIN für jede Transaktion; sie erhalten die Nummer automatisch zusammen mit der Karte.

3. Karte mit Zusatzservices nutzen

Manche Kreditkarten sind Alleskönner: Sie sind nicht nur nützlich beim Bezahlen im Urlaub, sondern umfassen ein umfangreiches Versicherungspaket, das zum Beispiel aus Reiserücktritt- und -abbruchversicherung, Gepäckversicherung und Auslandskrankenversicherung bestehen kann. Praktisch: Wer ein solches Paket mit der Kreditkarte erwirbt, ist auf allen Reisen, die mit der Karte bezahlt wurden, geschützt. Die Versicherungsbedingungen können je nach Kartenanbieter unterschiedlich sein. Deshalb lohnt sich ein Vergeich, zum Beispiel der maximalen Reisedauer für den Auslandskrankenschutz und der Versicherungssumme.

4. Sperrnotrufnummer für die Karte notieren

Im Urlaub eine Maestro-/Girocard oder Kreditkarte zu verlieren ist ärgerlich – muss aber keine schlimmen Folgen haben. Wichtig ist, die Karte unter Angabe der Kartennummer und Gültigkeitsdauer sofort sperren zu lassen. Dafür am besten die Sperrnotrufnummer des Anbieters vor der Reise im Handy speichern! Viele Banken und Kartenanbieter sind auch über den zentralen Sperrnotruf 116 116 zu erreichen (im Ausland plus Vorwahl +49). Eine Zweitkarte hilft, im Notfall an Bargeld zu kommen.

5. Kartenumsätze kontrollieren

Urlauber, die mit dem Smartphone oder Tablet unterwegs sind, können die Umsätze ihrer Kreditkarte bequem kontrollieren – dank innovativer Apps für das Mobile-Banking. Solche Apps ermöglichen es zum Beispiel, die Karte jederzeit zu deaktivieren und wieder freizuschalten. Bei Verlust kann die Karte so einfach ausgeschaltet werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, nur bestimmte Funktionen zu deaktivieren, zum Beispiel Zahlungen im Ausland. Damit erhört sich die Sicherheit und der Karteninhaber kann einer unautorisierten Nutzung seiner Kreditkarte vorbeugen. Push-Nachrichten etwa auf das Smartphone sorgen dafür, dass der Nutzer jederzeit weiß, wann ein Händler das Kartenkonto belastet.

6. Am Geldautomaten oder beim bargeldlosen Bezahlen nicht übervorteilen lassen

Urlauber, die außerhalb des Euroraums Bargeld abheben, sollten beachten: Viele Geldautomaten sowie auch Händlerterminals bieten die Möglichkeit, eine Umrechnung in Euro bereits bei der Auszahlung vorzunehmen. Das klingt praktisch, kann aber teuer werden, denn der Wechselkurs wird dann vom Automatenbetreiber bestimmt – und ist für die Kunden oft deutlich schlechter. Mit Optionen wie „Direkte Auszahlung“ oder „Ohne Währungsumrechnung“ können sich die Kartenbesitzer am Automaten für den meist günstigeren Kurs der Kartengesellschaft oder Hausbank entscheiden. Das Gleiche gilt beim bargeldlosen Bezahlen in Geschäften, Restaurants oder an der Tankstelle.

7. Bargeld vorab bestellen

Etwas Bargeld in Landeswährung gehört in die Reisekasse, wenn der Urlaub nicht mit der Suche nach einem Geldautomaten starten soll. Aus Sicherheitsgründen sollte jedoch nur so viel Bargeld mitgenommen werden, wie man für die ersten Urlaubstage benötigt. Einige deutsche Banken bieten einen Lieferservice für Fremdwährungen an: Kunden können sich das Bargeld vor der Abreise mit wenigen Tagen Lieferfrist bequem an die Haustür bringen lassen.