30. Juli 2015

Deutsche Bank erzielt im zweiten Quartal 2015 Gewinn nach Steuern von 818 Mio Euro

Die Deutsche Bank hat heute ihre Ergebnisse für das zweite Quartal 2015 vorgelegt.

Konzernergebnis

  • Gewinn nach Steuern von 818 Mio € im 2. Quartal 2015, nach 238 Mio € im 2. Quartal 2014
  • Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) von 5,7%, verglichen mit 2,1% im Vorjahresquartal
  • Gewinn vor Steuern (IBIT) im Vergleich zum 2. Quartal 2014 um 34% auf 1,2 Mrd € gestiegen
  • Konzernerträge um 17% auf 9,2 Mrd € gestiegen, zurückzuführen auf Wachstum in allen Geschäftsbereichen und vorteilhafte Wechselkursbewegungen
  • Zinsunabhängige Aufwendungen im Vergleich zum 2. Quartal 2014 um 17% auf 7,8 Mrd € gestiegen
  • Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten von 1,2 Mrd € im 2. Quartal 2015, verglichen mit 470 Mio € im Vorjahresquartal. Bilanzielle Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten lagen zum Quartalsende bei 3,8 Mrd €

Kapital und Verschuldungsquote

  • Harte Kernkapitalquote (CET1)* von 11,4% zum Quartalsende, ein Plus von 30 Basispunkten im Vergleich zum 1. Quartal 2015
  • Hartes Kernkapital* im Vergleich zum 31. März 2015 um 0,5 Mrd € auf 47,4 Mrd € gesunken
  • Risikogewichtete Aktiva (RWA)* gegenüber dem 1. Quartal 2015 um 4% auf 415,8 Mrd € verringert
  • Verschuldungsquote* von 3,6%, ein Plus von rund 20 Basispunkten gegenüber dem Vorquartal
  • Leverage Exposure* im Vergleich zum Vorquartal um 6% auf 1.461 Mrd € gesunken
  • Materielles Nettovermögen je Stammaktie (unverwässert) im Vergleich zum 1. Quartal 2015 um 4% auf 39,42 € gesunken – da das den Deutsche-Bank-Aktionären zurechenbare Eigenkapital aufgrund von negativer sonstiger erfolgsneutraler Eigenkapitalveränderung, Auszahlung der Dividende und des AT1-Kupons gesunken ist

*bei vollständiger Umsetzung der Capital Requirements Regulation (CRR)/Capital Requirements Directive 4 (CRD4)
Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE/NYSE: DB) hat heute ihre Ergebnisse für das zweite Quartal 2015 vorgelegt. Die Konzernerträge stiegen um 17% auf 9,2 Mrd €, während sich die Zinsunabhängigen Aufwendungen ebenfalls um 17% auf 7,8 Mrd € erhöhten. Der Gewinn vor Steuern belief sich im zweiten Quartal 2015 auf 1,2 Mrd €, nach 917 Mio € im Vorjahresquartal.

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE/NYSE: DB) hat heute ihre Ergebnisse für das zweite Quartal 2015 vorgelegt. Die Konzernerträge stiegen um 17% auf 9,2 Mrd €, während sich die Zinsunabhängigen Aufwendungen ebenfalls um 17% auf 7,8 Mrd € erhöhten. Der Gewinn vor Steuern belief sich im zweiten Quartal 2015 auf 1,2 Mrd €, nach 917 Mio € im Vorjahresquartal.

„Das zweite Quartal verdeutlicht die Stärken der Deutschen Bank, aber auch die Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen“, sagte John Cryan, Co-Vorsitzender des Vorstands. „Das solide Ertragswachstum unterstreicht die grundlegende Stärke unseres Geschäfts und das Engagement unserer Mitarbeiter. Allerdings werden auch unsere Herausforderungen deutlich: Inakzeptabel hohe Kosten, anhaltend hohe Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten, zu bilanzintensive Geschäfte und insgesamt eine Rendite für unsere Aktionäre, die zu niedrig ist.“

Weiter sagte er: „Diese Themen müssen wir angehen – das ist keine Frage der Strategie. Die Strategie 2020 baut auf den Stärken der Deutschen Bank auf und daran halten wir fest. Damit unsere Strategie Erfolg hat, müssen wir effizienter werden. Wir müssen diszipliniert sein bei der Frage, wie, wo und mit wem wir Geschäfte tätigen. Wir müssen alle Länder, Geschäftsfelder, Produkte und Geschäftsbeziehungen, die ökonomisch nicht vertretbar sind, kritisch betrachten. Unsere Bilanzsumme müssen wir reduzieren, indem wir die vielen Aktiva mit geringen Erträgen abbauen. Die Komplexität unserer Organisation müssen wir reduzieren, denn diese verhindert effektive Entscheidungen, klare Verantwortlich-keiten und führt zu verschwenderisch hohen Kosten. Nur so können wir attraktive Erträge für unsere Aktionäre verdienen.“

Schließlich sagte er: „Unser finanzielles Ergebnis spiegelt nicht unser enormes Potenzial wider. Die Deutsche Bank ist ein Institut ersten Ranges, mit langjährigen und nachhaltigen Kundenbeziehungen, starken Produkten, erfahrenen und engagierten Mitarbeitern, einer wertvollen Marke und einer außergewöhnlichen Position in unserem Heimatmarkt. Wir fühlen uns verpflichtet sicherzustellen, dass unser Finanzergebnis diese grundlegenden Stärken widerspiegelt.“

Konzernergebnisse [Tabelle]

Zinsunabhängige Aufwendungen [Tabelle]

Die Erträge des Konzerns stiegen im zweiten Quartal 2015 um 1,3 Mrd € (17%) auf 9,2 Mrd €. Rund 570 Mio € dieser Entwicklung waren auf günstige Wechsel-kursbewegungen zurückzuführen.

Das Ertragswachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal wurde im Wesentlichen durch das Wachstum in Corporate Banking & Securities (CB&S) von 804 Mio € (23%) und Deutsche Asset & Wealth Management (Deutsche AWM) von 282 Mio € (25%) getragen.

Die Erträge in der NCOU beliefen sich auf 201 Mio € und lagen damit um 253 Mio € über dem Vergleichswert des zweiten Quartals 2014. Diese Zunahme resultierte vorwiegend aus einem Verlust im Zusammenhang mit der Fremd-finanzierung von Maher Terminals im zweiten Quartal 2014.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im zweiten Quartal 2015 auf 151 Mio € und war damit um 98 Mio € (39%) geringer als im Vorjahreszeitraum.

Vor dem Hintergrund des Kreditumfelds blieben große Einzelkundenkredit-ereignisse aus. Zudem wurden Auflösungen von Vorsorgen verzeichnet, die teilweise im Zusammenhang mit dem Verkauf von notleidenden Krediten standen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich im Berichtsquartal auf 7,8 Mrd € und lagen damit um 1,1 Mrd € (17%) über dem Vergleichswert des Vorjahres. Wechselkursbewegungen machten rund 530 Mio € der Steigerung im Quartalsvergleich aus. Die Kosten im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten waren mit 1,2 Mrd € im Vergleich zum zweiten Quartal 2014 um 757 Mio € höher.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen wurden zudem von einem höheren Personalaufwand beeinflusst. Dieser ist zum Teil auf Neueinstellungen im Zusammenhang mit regulatorischen Anforderungen und im Zusammenhang mit Wachstumsstrategien zurückzuführen. Des Weiteren wurden Anpassungen der Vergütung aufgrund des Marktumfeldes vorgenommen. Aufgewogen wurde dies teilweise durch die Einsparungen aus dem OpEx-Programm sowie den Verkauf von The Cosmopolitan of Las Vegas 2014 und der Reduzierung der Umsetzungs-kosten für das OpEx-Programm.

Der Gewinn vor Steuern betrug im Berichtsquartal 1,2 Mrd € nach 917 Mio € im zweiten Quartal 2014. Dieser Anstieg ist auf die günstige Ertragsentwicklung und niedrigere Risikovorsorge im Kreditgeschäft zurückzuführen, der teilweise durch einen Anstieg der zinsunabhängigen Aufwendungen kompensiert wurde.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich im zweiten Quartal 2015 auf 818 Mio € gegenüber 238 Mio € im Vorjahreszeitraum. Der Ertragsteueraufwand lag im Berichtsquartal bei 410 Mio €, verglichen mit 679 Mio € im zweiten Quartal 2014. Die effektive Steuerquote lag im zweiten Quartal 2015 bei 33%.

Kapital und Verschuldungsquote [Tabelle]

Die Harte Kernkapitalquote (CET1) bei vollständiger Umsetzung der CRR/CRD4 lag zum Ende des zweiten Quartals 2015 bei 11,4% und damit 30 Basispunkte über dem Wert zum 31. März 2015. Das Harte Kernkapital nach CRR/CRD4 (Vollumsetzung) sank im Vergleich zum ersten Quartal 2015 um 0,5 Mrd € auf 47,4 Mrd € - nahezu unverändert abgesehen von Wechselkursveränderungen.

Die risikogewichteten Aktiva (RWA) nach CRR/CRD4 (Vollumsetzung) reduzierten sich zum Ende des zweiten Quartals 2015 im Vergleich zum Vorquartal um 15,6 Mrd € auf 415,8 Mrd €. Dies spiegelt um 10 Mrd € gesunkene RWA für Marktrisiken und eine Reduktion von 5 Mrd € aus Wechselkursveränderungen wider – letzteres korrespondierend mit dem Wechselkurseffekt im harten Kernkapital.

Die nach CRR/CRD4-Regeln (vollständige Umsetzung) ermittelte Verschuldungs-quote lag zum 30. Juni 2015 bei 3,6%. Das nach CRR/CRD4-Regeln ermittelte Leverage Exposure war mit 1.461 Mrd € zum Quartalsende um 88 Mrd € niedriger als zum 31. März 2015, was hauptsächlich auf eine Reduzierung des Derivate-Engagements und Wechselkurseffekte zurückzuführen war.

Die Bilanzsumme sank im Vergleich zum 31. März 2015 um 261 Mrd € oder 13% auf 1.694 Mrd €, hauptsächlich getrieben durch die Reduzierung des Derivate-Engagements.

Segmentergebnisse

Corporate Banking & Securities (CB&S) [Tabelle]

Die Erträge von CB&S stiegen im Vergleich zum zweiten Quartal 2014 um 804 Mio € oder 23% auf 4,3 Mrd €, was auf eine erhöhte Marktvolatilität und günstige Wechselkursentwicklungen zurückzuführen war.

Die Erträge enthalten einen Nettogewinn von 213 Mio € aus kreditbezogenen Bewertungsanpassungen (Credit Valuation Adjustment – CVA) im Zusammenhang mit der Absicherung der RWA, aus refinanzierungsbezogenen Wertanpassungen (Funding Valuation Adjustment – FVA) sowie aus Bewertungsanpassungen für bestimmte Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften (Debt Value Adjustment, DVA). Im zweiten Quartal 2014 war hier ein Verlust von 111 Mio € verzeichnet worden.

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen im Berichtsquartal mit 2,1 Mrd € im zweiten Quartal 2015 um 286 Mio € (16%) über dem Wert des zweiten Quartals im Vorjahr.

Die Erträge von Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) beinhalteten Bewertungsanpassungen für CVA und DVA, die zu einer Ertragszunahme um 99 Mio € führten. Dies vergleicht sich mit einem Verlust von 41 Mio € im zweiten Quartal 2014.

Die Erträge im Devisenhandel waren aufgrund der gestiegenen Marktvolatilität deutlich höher als im Vorjahresquartal. Im Bereich Distressed Products wurden im Berichtszeitraum aufgrund der starken Performance in Europa und Nordamerika deutlich höhere Erträge als im Vergleichsquartal des Vorjahres erzielt. Im Flow-Credit-Geschäft lagen die Erträge infolge der schwierigen Marktbedingungen und der deutlichen Ausweitung der Spreads unter dem Vergleichswert des Vorjahres-quartals. Die Erträge in Global Liquidity Management waren aufgrund der gedämpften Performance in Europa deutlich niedriger. Die Erträge aus RMBS waren stark rückläufig, und die Erträge in Emerging Markets waren aufgrund der schwierigen Marktlage niedriger als im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Sales & Trading (Equity) beliefen sich im Berichtsquartal auf 1,0 Mrd €, was im Vergleich zum Vorjahresquartal einem Anstieg um 274 Mio € (39%) entspricht. Prime Finance verzeichnete aufgrund der Zunahme von Kundenvolumina gegenüber dem Vorjahresquartal einen deutlichen Ertragsanstieg. Im Bereich Equity Derivatives wurden im Berichtszeitraum aufgrund der günstigen Markt-bedingungen in Asien signifikant höhere Erträge als im Vergleichsquartal des Vorjahres erzielt.

Die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft stiegen verglichen mit dem zweiten Quartal 2014 um 42 Mio € (5%) auf 853 Mio €. Treiber für den Anstieg der Erträge im Bereich Advisory gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres war das höhere Gebührenaufkommen im Markt. Die Erträge im Anleiheemissionsgeschäft haben sich aufgrund des Ertragsanstiegs in Nord-amerika verbessert.

Bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft in CB&S im zweiten Quartal 2015 wurde eine Nettozuführung von 57 Mio € nach 44 Mio € im Vorjahresquartal ausgewiesen. Diese Zunahme ist auf eine Erhöhung der Rückstellungen für das Leveraged Finance Portfolio zurückzuführen, die durch niedrigere Vorsorgen für Schiffsfinanzierungen teilweise kompensiert wurden.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich auf 3,0 Mrd € und stiegen damit gegenüber dem Vorjahresquartal um 398 Mio € (15%). Ursächlich für diese Zunahme waren Wechselkursänderungen, Bankenabgaben sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

Das Ergebnis vor Steuern stieg im Vergleich zum zweiten Quartal 2014 um 372 Mio € auf 1,2 Mrd €.

Private & Business Clients (PBC) [Tabelle]

In PBC erhöhten sich die Erträge um 0,2% im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6 Mio € auf 2,4 Mrd €. Die im Vergleich zum zweiten Quartal 2014 gestiegenen Erträge im Kreditgeschäft und Wertpapier- und Versicherungsgeschäft sind auf höhere Kreditvolumina bzw. höhere Transaktionsvolumina zurückzuführen. Dieses Wachstum wurde teilweise durch einen Rückgang der Erträge im Einlagengeschäft aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds ausgeglichen.

Die Erträge aus Postdienstleistungen und bankfremden Produkten sanken im Vergleich zum zweiten Quartal 2014. Dieser Rückgang war auf einen neuen Vertrag mit der Deutsche Post DHL zurückzuführen, der zum 1. Januar 2015 in Kraft getreten ist.

Die Erträge aus Sonstigen Produkten stiegen gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres aufgrund der besseren Performance der Beteiligung an der Hua Xia Bank, die teilweise durch niedrigere nicht-operative Aktivitäten der Postbank aufgehoben wurde.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft reduzierte sich um 45 Mio € (31%) auf 100 Mio €. Dies war auf die Effekte aus dem Verkauf ausgewählter Portfolios, die Qualität des Kreditportfolios von PBC und das anhaltend günstige wirtschaftliche Umfeld in Deutschland zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen verringerten sich gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 53 Mio € (3%) auf 1,8 Mrd €. Die Umsetzungskosten gingen unter der Berücksichtigung der Diskussion über die Strategie 2020 um 56 Mio € zurück. Zudem wirkte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal der Wegfall der Aufwendungen für die Erstattung von Kreditbearbeitungsgebühren günstig aus. PBC erzielte dank Effizienzsteigerungen weiterhin inkrementelle Einsparungen. Diese Effekte wurden teilweise durch höhere Kosten aufgehoben, die vor allem durch aufsichtsrechtliche Anforderungen und Aufwendungen für Technologie verursacht wurden.

Das Ergebnis vor Steuern stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 104 Mio € (27%) auf 483 Mio €.

Global Transaction Banking (GTB) [Tabelle]

Die Erträge stiegen in GTB gegenüber dem Vorjahresquartal um 115 Mio € (11%) auf 1,1 Mrd €, wozu Wechselkursänderungen und Volumenszuwächse beitrugen. Die Erträge in Trade Finance erhöhten sich trotz anhaltend niedriger Margen. Securities Services verzeichnete ein Ertragswachstum hauptsächlich in Amerika. Cash Management litt nach wie vor unter einem anhaltend niedrigen Zinsniveau.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich auf positive 12 Mio € und ging aufgrund hoher Auflösungen sowie eines geringen Risikovorsorgeniveaus gegenüber dem zweiten Quartal 2014 um 59 Mio € zurück.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahres-quartal um 113 Mio € (15%) auf 874 Mio €. Der Anstieg war hauptsächlich auf Kosten im Zusammenhang mit einer Rechtsstreitigkeit sowie höhere Ausgaben zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern ist um 62 Mio € (28%) gegenüber dem Vergleichs-quartal des Vorjahres auf 283 Mio € gestiegen.

Deutsche Asset & Wealth Management (Deutsche AWM) [Tabelle]

Die Erträge in Deutsche AWM lagen im Berichtsquartal mit 1,4 Mrd € um 282 Mio € (25%) über dem Wert des Vorjahresquartals, unterstützt durch günstige Wechselkursveränderungen. Dieses Wachstum beruhte auf einer breiten Basis über alle Produktbereiche hinweg: Managementgebühren, erfolgsabhängige und transaktionsbezogene Erträge, Zinsüberschuss sowie Erträge aus Sonstigen Produkten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresquartal.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug 1 Mio € im zweiten Quartal 2015, was die anhaltend hohe Qualität des Kreditbuchs der Deutschen AWM belegt.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im zweiten Quartal 2015 mit 1,0 Mrd € um 57 Mio € (6%) über dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Dies resultierte aus Wechselkurseffekten, höheren ertragsabhängigen Aufwendungen, gestiegenen Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und erhöhten Vergütungsaufwendungen, die vor allem auf aufsichtsrechtliche Anforderungen und strategische Neueinstellungen zurückzuführen waren.

Diese Effekte wurden teilweise durch geringere Umsetzungskosten im Rahmen des OpEx-Programms und gesunkene Aufwendungen im Versicherungsgeschäft ausgeglichen.

Das Ergebnis vor Steuern betrug im Berichtsquartal 422 Mio € und war damit um 218 Mio € (107%) höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Non-Core Operations Unit (NCOU) [Tabelle]

Die Erträge der NCOU erhöhten sich im Berichtszeitraum um 253 Mio € auf 201 Mio €. Diese Zunahme resultierte vorwiegend aus einem Verlust von 314 Mio € aus im Zusammenhang mit der Fremdfinanzierung von Maher Terminals im zweiten Quartal 2014.

Außerdem haben sich die Portfolioerträge nach der Veräußerung von Vermögens-werten reduziert. Dieser Rückgang wurde teilweise durch die Nettoeffekte aus Bewertungs- und Marktwertanpassungen kompensiert. Die NCOU generierte im Berichtsquartal durch ihre Aktivitäten zum Risikoabbau Gewinne von 71 Mio € gegenüber Gewinnen von 52 Mio € im Vergleichsquartal 2014.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug im Berichtsquartal 5 Mio € und war damit um 14 Mio € oder 72% geringer als im Vorjahresquartal.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen gegenüber dem zweiten Quartal 2014 um 586 Mio € (113%) auf 1,1 Mrd €. Der Anstieg war im Wesentlichen durch höhere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten bedingt. Die Zinsunabhängigen Aufwendungen ohne Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten waren um 27% niedriger als im Vorjahr. Grund hierfür war die Veräußerung von Vermögenswerten einschließlich The Cosmopolitan of Las Vegas.

Der Verlust vor Steuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 319 Mio € auf 909 Mio €. Dieser Anstieg war hauptsächlich auf Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten in diesem Quartal zurückzuführen.

Consolidation & Adjustments (C&A) [Tabelle]

C&A verzeichnete im zweiten Quartal 2015 einen Verlust vor Steuern von 250 Mio € gegenüber einem Verlust vor Steuern von 124 Mio € im Vergleichs-quartal des Vorjahres. Ursächlich für diese Entwicklung waren im Wesentlichen Bewertungs- und zeitliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Bilanzierungsmethoden bei der Managementberichterstattung und der Bericht-erstattung gemäß IFRS, die zu einem negativen Effekt von 156 Mio € gegenüber negativen 12 Mio € im Vorjahresquartal führten. Des Weiteren leistete eine refinanzierungsbezogene Bewertungsanpassung im zweiten Quartal 2015 einen negativen Beitrag von 109 Mio € gegenüber einem negativen Effekt von 26 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Außerdem beinhaltet das zweite Quartal einen Verlust von 92 Mio € aus dem Erwerb zusätzlicher Postbank-Aktien im Zusammenhang mit dem angekündigten Squeeze-Out.

Diese Effekte wurden teilweise durch einen positiven Effekt von 139 Mio € aus Bankenabgaben gegenüber negativen 3 Mio € im Vorjahresquartal aufgehoben. Die in C&A im ersten Quartal 2015 gebuchte Abgrenzung wird im Laufe des Jahres den Unternehmensbereichen zugewiesen.

Die Ergebnisse des 2. Quartals 2015 werden am Donnerstag, 30. Juli 2015, in einer Analysten-Konferenz um 15.00 Uhr erläutert (MEZ). Die Konferenz wird im Internet übertragen: http://www.deutsche-bank.de/ir/video-audio

Der vollständige Zwischenbericht zum 30. Juni 2015 kann im Internet abgerufen werden: www.deutsche-bank.de/2Q2015. Ebenso ein Zahlenanhang (nur englisch): www.deutsche-bank.de/ir/finanztabellen

Diese Presse-Information enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse anzupassen.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, in denen wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen und einen erheblichen Teil unserer Vermögenswerte halten, die Preisentwicklung von Vermögenswerten und Entwicklung von Marktvolatilitäten, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung unserer strategischen Initiativen, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken, die in den von uns bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren haben wir in unserem SEC-Bericht nach „Form20-F“ vom 20. März 2015 unter der Überschrift „Risk Factors“ im Detail dargestellt. Kopien dieses Berichtes sind auf Anfrage bei uns erhältlich oder unter www.deutsche-bank.com/ir verfügbar.