16. September 2015

Trotz niedriger Zinsen: Sieben gute Gründe für einen Bausparvertrag

Ein Bausparvertrag ist mehr als eine verzinste Sparanlage: Planungssicherheit und Fördermöglichkeiten machen Bausparen auch im Niedrigzinsumfeld interessant, sagen die Experten der Deutschen Bank.

Das Bausparen bleibt eine Konstante in der Vermögensplanung vieler Deutscher. Ende 2014 besaßen die Bundesbürger rund 30 Mio. Bausparverträge, und die nächste Generation der Bausparer wächst schon heran. „Nach einer aktuellen Online-Umfrage der Deutschen Bank zählt Bausparen für jeden fünften Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren zu den beliebten Sparformen“, sagt Christoph Zschaetzsch, Leiter Baufinanzierung der Deutschen Bank. Tatsache ist allerdings auch: Wer sein Geld sicher zurücklegen will, kann heute nur noch sehr niedrige Guthabenzinsen erwarten – das Bausparen macht da keine Ausnahme. Dennoch ist ein Bausparvertrag weit mehr als eine niedrig verzinste Sparanlage. Warum, das zeigen die folgenden sieben Gründe.

1. Jetzt sparen – später entscheiden

Bausparen ist Sparen mit eingebauter Wahlmöglichkeit: Nach einer Ansparphase können sich Bausparer ein zinsgünstiges Darlehen zuteilen lassen und beides – Sparguthaben und Darlehen – für den Kauf einer Immobilie verwenden. Sie sind dazu aber nicht verpflichtet.Es besteht die Möglichkeit, auf das Darlehen zu verzichten, und sich das Sparguthaben auszahlen zu lassen. In diesem Fall müssen Sparer bereits erhaltene Wohnungsbauprämien allerdings meist zurückzahlen.

2. Niedrige Zinsen für später sichern

Bei Abschluss eines Bausparvertrags wird der Zinssatz, zu dem später ein Darlehen zugeteilt werden kann, bereits festgelegt. „Das kann im aktuellen Niedrigzinsumfeld ein großer Vorteil sein“, so Deutsche Bank-Experte Zschaetzsch. „Sparer, die zum Beispiel erst in acht oder zehn Jahren bauen wollen, müssen nicht darüber nachdenken, ob die Bauzinsen bis dahin wieder gestiegen sind – ihr Zinssatz ist garantiert.“

3. Auf sicherem Fundament bauen

Bausparer, die ein Darlehen aufnehmen, besitzen volle Planungssicherheit, denn der Zinssatz ist für die gesamte Darlehenslaufzeit festgelegt. Damit besteht, anders als bei einem herkömmlichen Annuitätendarlehen, kein Zinsrisiko. Außerdem profitieren sie von einer umfassenden Absicherung in Krisenzeiten: Die meisten Bausparkassen gehören einem speziellen Einlagensicherungsfonds an.

4. Flexibel tilgen und kündigen

In der Regel können Bausparer ihre Verträge jederzeit mit einer Frist von drei bis sechs Monaten kündigen, ohne dass weitere Gebühren anfallen. Allerdings gehen dabei in der Ansparphase möglicherweise staatliche Förderungen verloren. In der Darlehensphase sind Bausparer dann sehr flexibel: Sondertilgungen sind jederzeit kostenlos möglich, bis hin zur Ablösung des gesamten Darlehens auf einen Schlag. So kann das Eigenheim zum Beispiel mit einer Erbschaft rasch entschuldet werden.

5. Finanzierung clever kombinieren

Bausparverträge müssen nicht die einzige Finanzierungsquelle sein. In vielen Fällen bieten sich Kombinationsmöglichkeiten mit einem klassischen Immobilienkredit an, da Bausparverträge auch im zweiten Rang des Grundbuchs stehen können.

6. Förderrendite mit Riester sichern

Sparer, die einen Riester-Bausparvertrag abschließen und später ein Darlehen abrufen, erhalten die staatliche Förderung sowohl in der Anspar- als auch in der Darlehensphase. Sie haben damit die Chance auf eine interessante Förderrendite zusätzlich zur Verzinsung des Sparguthabens, wenn sie die finanzierte Immobilie dauerhaft selbst nutzen.

7. Andere mitsparen lassen

Gerade jüngere Bausparer können in der Ansparphase verschiedene Zulagen in Anspruch nehmen. Unter bestimmten Voraussetzungen tragen dann Arbeitgeber, Staat und Bausparkasse gemeinsam zum Sparerfolg bei: Der Arbeitgeber mit vermögenswirksamen Leistungen, der Staat mit Arbeitnehmer-Sparzulage und Wohnungsbauprämie, die Bausparkasse je nach Vertragsgestaltung mit weiteren Prämien und Boni. So lässt sich der Sparzins deutlich verbessern – für eine attraktive Sparsumme trotz niedriger Zinsen.