29. März 2016

Deutschbanker beraten Sozialunternehmen und gemeinnützige Organisationen

Mehr als 17.000 Mitarbeiter der Deutschen Bank (22% der Belegschaft) waren 2015 über 185.000 Stunden als Corporate Volunteers weltweit aktiv. Sie engagieren sich jenseits ihres Tagesgeschäfts in ihrem lokalen Umfeld und unterstützen auch zahlreiche Projekte in anderen Ländern. Bei unseren Corporate Volunteering-Angeboten setzen wir verstärkt darauf, dass unsere Mitarbeiter jungen Menschen, gemeinnützigen Organisationen, Schulen oder Sozialunternehmen ihr Fachwissen zur Verfügung stellen und diesen so helfen, ihr Leistungsprofil zu stärken.


So beraten im Rahmen des Corporate Community Partnership (CCP)- und des Yunus Social Business (YSB)-Programms Mitarbeiter der Bank Organisationen in Entwicklungs- und Schwellenländern und helfen beim Aufbau sozialer und wirtschaftlicher Strukturen. Mitte März ist die erste Mentoringphase im Rahmen des YSB-Programms in Albanien, Bosnien und Serbien gestartet. Fünf Deutschbanker beteiligen sich an dem Projekt. Eine weitere Kollegin wird direkt das lokale Balkan-Team von YSB unterstützen, um eine Due Diligence-Prüfung eines albanischen Sozialunternehmens in Deutschland zu begleiten.

Derzeit laufen auch die Auswahlprozesse für den Uganda Accelerator, ein Coachingprogramm, in dem sich ab Juni/Juli mindestens vier weitere Bankmitarbeiter engagieren werden. Zudem werden zwei Deutschbanker die YSB Social Success Note beraten. Dabei handelt es sich um ein innovatives Finanzierungstool für Sozialunternehmer, das YSB in Kooperation mit der Rockefeller Foundation entwickelt hat. Social Success Note hat sich zum Ziel gesetzt die gesellschaftliche Wirkung von Sozialunternehmen zu stärken, indem sie z. B. in unterversorgten Marktsegmenten den Zugang zum Kapitalmarkt ermöglicht, obwohl den üblichen Internal Rate of Return (IRR) Investitionsanforderungen nicht entsprochen wird.

Ein weiteres Beratungsprojekt startet demnächst in Kambodscha: Zwei Deutschbanker unterstützen vor Ort die Temple Garden Foundation bei der Entwicklung eines Kommunikationskonzepts und -portfolios. Die Temple Garden Foundation fördert u.a. Infrastruktur-, Bildungs- und Gesundheitsprogramme zur nachhaltigen Entwicklung ländlicher Gemeinden. Gemeinsam mit ihren Bewohnern identifiziert die Stiftung Projekte, stärkt die genossenschaftlichen Strukturen vor Ort und verringert damit die Abhängigkeit von externer oder staatlicher Förderung. Die Deutsche Bank ist bereits seit 2011 Partner des Income Generation Projekts, das darauf abzielt, berufliche und unternehmerische Qualifikationen zu verbessern und Zugang zu Finanzierungsquellen zu ermöglichen.


Ein wesentlicher Meilenstein des CCP-Programms wurde in Myanmar erreicht: In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) haben seit 2014 bereits zehn Mitarbeiter lokale Banken bei der Verbesserung ihrer Dienstleistungen und der Ausbildung von qualifiziertem Bankpersonal unterstützt. Derzeit wird die bestehende Kooperation in eine strategische Allianz – ein Public Privat Partnership (PPP) – zwischen Deutscher Bank, GIZ und der Yangoner Wirtschaftsuniversität (YUE) überführt. Über die Stärkung der YUE unterstützen wir die Etablierung eines einheitlichen Ausbildungsstandards im Bereich „Banking and Finance“. So soll mittelfristig ein Portfolio für verlässliche und praxisorientierte Bankdienstleistungen für kleine und mittelgroße Betriebe geschaffen werden.


Die Deutsche Bank kooperiert mit der GIZ auch im Rahmen des CCP-Programms in der Region Südostasien / Thailand. Hier trägt die Better Rice Initiative Asia (BRIA) zur Entwicklung eines nachhaltigen Reissektors bei. Vier Deutschbanker haben vor Ort die Rentabilität und Umsetzbarkeit verschiedener zukunftsfähiger Agrartechnologien ausgewertet und Finanzierungsmodelle erarbeitet, um Kleinbauern den Zugang zu Kapitalquellen zu erleichtern. Auch diese Kooperation soll im Laufe dieses Jahres mit der Überführung in eine strategische PPP skaliert werden.


Insgesamt haben bisher im Rahmen der CCP- und YSB-Initiativen 119 Mitarbeiter der Deutschen Bank 75 Projekte in Afrika, Lateinamerika, Asien und in Balkanländern unterstützt.


Die Stärkung von gemeinnützigen Organisationen steht auch im Mittelpunkt des Alternate-Income-Generation-Projekts, das die Deutsche Bank South Africa Foundation in enger Kooperation mit TSiBA, einer gemeinnützigen Wirtschaftsschule, 2015 ins Leben gerufen hat. Projektziel ist, Non-Profit-Organisationen Wege aufzuzeigen, wie sie ihre Abhängigkeit von Spenden reduzieren und sich neue Finanzierungsquellen erschließen können. Anfang März wurde in diesem Rahmen das sogenannte Sustainability Assessment Tool freigeschaltet, das Unternehmen eine Bewertung ihrer Organisationsstruktur, wirtschaftlichen Solidität und Potentiale ermöglicht, und durch ein Leitfaden für Führungskräfte gemeinnütziger Organisationen ergänzt wird. Beides wurde entwickelt von Capacitate, einer Organisation, die Sozialunternehmen und NGOs durch innovative Lösungsansätze und Partnerschaften unterstützt und durch die Deutsche Bank South Africa Foundation gefördert wird.


Capacitate hat für den südafrikanischen gemeinnützigen Sektor einen entscheidenden Beitrag geleistet. Aufgrund ihrer umfassenden Expertise und Erfahrung konnten sie einen Leitfaden und ein Toolkit entwickeln, auf die nun jede gemeinnützige Organisation zugreifen und den Prozess selbstbestimmt durchlaufen kann. Wir freuen uns, Capacitate dabei als Partner zu unterstützen“, Kirsten Koetsier, Vorsitzende der Deutsche Bank South Africa Foundation.