9. Mai 2016

Deutsche Bank auf der #rpTEN: eine Nachlese

Vom 2. bis 4. Mai war Berlin erneut Zentrum der digitalen Gesellschaft. Die re:publica gehört zu den international wichtigsten Foren rund um digitale Themen. Wie auch in den vergangenen Jahren erzielte die 10. Ausgabe der Konferenz einen Besucherrekord.

re:publica TEN Mehr als 8.000 Blogger, Journalisten, Experten, Gründer und Wissenschaftler haben an drei Tagen den Talks, Meet-ups, Panels gelauscht, haben mitdiskutiert, manches praktisch erprobt, Fachwissen auf den neuesten Stand gebracht und weiter gegeben. Oder einfach geredet, draußen, bei Club Mate, bei zumeist gutem Wetter im Innenhof der Station Berlin. Und vielleicht ist hier auch die ein oder andere zündende Idee entstanden für eine spannende Entwicklung, die dann nächstes Jahr, auf der re:publica 17 bestaunt werden wird.

Was waren die prägenden Themen von Deutschlands wichtigster Konferenz für die digitale Gesellschaft? Zum einen: digitales und analoges Leben lassen sich nicht (mehr) hübsch säuberlich separieren, das eine ist mit dem anderen eng verwoben, und ergo müssten für beide Bereiche theoretisch dieselben Regeln gelten im Sinne von Transparenz, Verbraucherschutz und Persönlichkeitsrecht. Die Sicherheit der eigenen Daten im Netz wurde gleich auf mehreren Panels diskutiert. Wie kann ich meine Daten schützen und wie kann ich mich gegen Missbrauch wehren? Wenn auch nur per Skype zugeschaltet, so war doch die Runde mit Edward Snowden zum Thema „Die Vierte Revolution“ eine der bestbesuchten an den drei Tagen.

Ebenso war die Erschütterung über den Hass im Internet zu spüren – gleich mehrere Veranstaltungen beschäftigten sich mit seiner Ursachenforschung bis hin zur Frage, ob Satire ein gangbarer Weg im Umgang mit IS-Propaganda ist. Großes Interesse – aber auch eine gewisse Unsicherheit – riefen relativ schnell wachsende Social Communities wie Snapchat hervor: Wie geht‘s, wer macht‘s und müssen/sollen/wollen wir auch dabei sein? Schließlich ist Snapchat doch aktuell der Renner bei den 14 – 25-Jährigen. Und nicht zuletzt Virtual Reality: welche neuen Möglichkeiten gibt es, eine Geschichte multiperspektivisch zu erzählen?

JP Rangaswami, Chief Data Officer, Deutsche Bank: The Role of Data in Institutional Innovation Die Deutsche Bank war auf der Jubiläums-re:publica mit Kollegen aus mehreren Bereichen vertreten. Das Start-up-Team aus Berlin engagierte sich bei ARENA/Factory, einer neuen Austauschplattform von etablieren Unternehmen und Gründern, und das Digital Communications Team kuratierte zwei Sessions zu den Themen Big Data und Impact Investment. JP Rangaswami, Chief Data Officer, Deutsche Bank, wies in seiner Session „Big Data und Innovation“ am ersten Tag der Konferenz auf die besondere Bedeutung einer Datenstrategie für Institutionen hin. Seine Botschaft: Sammle Daten, analysiere sie und nutze sie – zum Wohle des Kunden. Am Abschlusstag diskutierten dann Norbert Kunz von Social Impact gemeinsam mit den Gründern Nicolas Ritouet (CodeDoor) und Nadia Boegli (The Changer) über Strategien der Flüchtlingsintegration durch digitale Start-ups. Die Deutsche Bank engagiert sich seit vielen Jahren für Social Start-ups, also Gründer, die mit ihrer Unternehmung einen sozialen Zweck verfolgen.

Und last but not least: Auch in diesem Jahr entstanden im Vorfeld der re:publica wieder Film-Portraits prominenter Redner – diesmal über Gunter Dueck und Laura Sophie Dornheim – im Rahmen unserer EconomyStories-Serie. Das Ziel: spannende Theoretiker und Praktiker des digitalen Wandels jenseits von Konferenzen zu inszenieren und zu Wort kommen zu lassen.

Trotz der 8.000 Besucher scheint die Konferenz auch in ihrem 10. Jahr zu keinem anonymen Massenevent geworden zu sein – man fühlt sich wohl hier, es ist familiär und persönlich, soweit das in dem Rahmen geht.

Wie es bei erfolgreichen Marken üblich ist, denken nun aber auch die re:publica-Gründer über eine Internationalisierung nach. Ein Test ist bereits für diesen Herbst mit einer eintägigen Konferenz in Dublin geplant.

„Beannachd leibh“ in Irland!