19. September 2016

Deutsche Bank versammelt Tech-Elite in Las Vegas

john-cryan--technology-conference.jpg Die Deutsche Bank soll sich zu einem Technologieunternehmen wandeln. Das hat der Vorstandschef der Deutschen Bank, John Cryan, in jüngster Zeit mehrfach öffentlich betont – und auf der diesjährigen Technologiekonferenz der Deutschen Bank in Las Vegas erneut bekräftigt: „Technologie ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der Deutschen Bank. Das Technologieteam gehört zu unseren wichtigsten in den USA, und wir werden auch künftig in dieses Team investieren und es durch Neueinstellungen optimal positionieren.“ Die Botschaft spiegelt die bereits öffentlichen Pläne der Bank wider, bis zu einer Milliarde Euro in digitale Technologien zu investieren – mit dem Ziel, das Bankerlebnis für die Kunden zu verbessern, die Macht der Daten zu nutzen sowie Effizienz und Kontrollen zu stärken.

Die zweitägige Konferenz ist seit Jahren eine der größten Technologiekonferenzen in den Vereinigten Staaten, addiert repräsentierten die Teilnehmer in diesem Jahr einen Börsenwert in Höhe von 2400 Milliarden US-Dollar. Rund 200 öffentliche und private Unternehmen, etablierte und neu gegründete, über 450 Vermögensanlageexperten und 250 Investmentfirmen tauschten sich darüber aus, wie sich neue Technologie auf die Entwicklung von Produkten, Geschäftsprozessen und Trends auswirken werden. Das Themenspektrum in den Diskussionsrunden: Virtuelle Realität, Cloud-Anwendungen, neue Entwicklungen für mobile Zahlungssysteme und für Bank- und Anlagegeschäfte im Internet, E-Commerce und die nächste Generation der Sicherheitstechnologie.

„Die Qualität der Unternehmen und Investoren auf dieser Konferenz ist beispiellos“, erklärte Mark Keene, der in der Investmentbank die Segmente Technologie, Medien und Telekom mitverantwortet. „In Anbetracht des hohen Transaktionstempos müssen wir in der ersten Liga der Innovationsführer spielen. Veranstaltungen wie diese helfen uns, die dringlichsten aktuellen Fragen der führenden Technologieunternehmen zu verstehen. Nur so können wir sie optimal beraten.“‎

Das technologiegestützte Bankgeschäft der Deutschen Bank entwickelt sich nach wie vor dynamisch. Zu den zahlreichen, viel beachteten Transaktionen gehörten in diesem Jahr der Börsengang von Acacia im Wert von 135 Millionen US-Dollar, die Ausgabe von Pflichtumtauschanleihen der Softbank im Volumen von 6,6 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit ihrer strategischen Beteiligung an Alibaba, sowie die Platzierung einer Apple-Anleihe über 12 Milliarden US-Dollar im Februar. Darüber hinaus hat die Bank jüngst HP Enterprise bei der Übernahme von SGI, einem Hersteller von Hochleistungsrechnern, beraten.