19. Oktober 2016

In der aktuellen Ausgabe von Konzept: Deutsche Bank Research wirft einen Blick auf Amerikas fiskalpolitischen Konsens

Worin sind sich Donald Trump, Hillary Clinton, Janet Yellen und Larry Summers einig? Sie alle sind der Meinung, Amerika benötige ein umfangreiches neues Ausgabenprogramm, um die Infrastruktur des Landes zu verbessern und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Dieser einhellige Aufruf, in Amerikas Straßen und Brücken zu investieren, lässt kaum Raum für Gegenargumente. Und genau deshalb stellen wir in der 9. Ausgabe von Konzept die Wirksamkeit dieses Infrastrukturprogramms auf den Prüfstand. Und siehe da – Bedenken sind durchaus angebracht!

Womöglich erscheinen Infrastrukturausgaben auch mangels Übereinstimmung, welches Problem eigentlich gelöst werden soll, als Patentlösung?! Zudem ist gar nicht erwiesen, ob es bei den staatlichen und privaten Investitionen historisch betrachtet tatsächlich eine Investitionslücke gibt, wenn die entsprechenden Daten richtig ausgewertet werden. Darüber hinaus dürfte die Wirkung solcher Maßnahmen im aktuellen makroökonomischen Umfeld eher gering ausfallen. Und schließlich verläuft die Realisierung solcher Infrastrukturprojekte in den USA nach wie vor oft planlos und vorsintflutlich. Diese Probleme müssen angegangen werden, bevor ein umfangreiches Ausgabenprogramm verabschiedet wird.

Wir bleiben in Amerika und werfen einen Blick auf den Zustand des Kapitalstocks der Unternehmen im S&P 500 Index. Unser Urteil fällt positiv aus. Und während sowohl die Politik als auch die Märkte nur von den Zusammenhängen zwischen einer Dollar-Aufwertung und gleichzeitig schwacher Arbeitsproduktivität sprechen, zeigen wir auf, dass ein starker Dollar langfristig zu höherer Produktivität beitragen kann. Wir halten zudem einige einfache Lösungen für das komplexe Thema einer Reform der Körperschaftsteuer in den USA bereit.

Abgesehen vom Thema USA widmen wir uns der Frage, wie die Politik der EZB Strukturreformen in Europa behindert. Ein weiterer Artikel zeigt die Fortschritte auf, die durch neue verfügbare Daten bei der Verbesserung der geschlechtsspezifischen Diversität in der Geschäftswelt erzielt wurden. Wir untersuchen zudem den in letzter Zeit zu beobachtenden vermeintlichen Rollentausch im Verhalten von Anleihen und Aktien und erklären, wie Anleger die Signale der Derivatemärkte besser dechiffrieren können. Ein weiterer spannender Artikel beschäftigt sich mit der boomenden chinesischen Filmbranche.

Schließlich bringen uns die Kolumnen auf den letzten Seiten des Magazins zurück zum Wahlkampf in den USA. Die Buchrezension ruft uns die Wahlen von 2008 ins Gedächtnis. Unsere Infografik schließlich befasst sich mit den Zusammenhängen zwischen Infrastrukturausgaben und dem Pro-Kopf-Wachstum in den US-Bundesstaaten. Fazit: Es gibt keinen Zusammenhang.

David Folkerts-Landau
Group Chief Economist and Global Head of Research

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Die komplette Ausgabe lesen Sie hier: Konzept #09