6. April 2016

Deutsche Bank veröffentlicht pro-forma Quartalsergebnisse für 2015 entsprechend der neuen Segmentierung

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE/ NYSE: DB) hat pro-forma Quartalsergebnisse entsprechend der neuen Segmentierung veröffentlicht. In dem Financial Data Supplement („FDS”) sind Vergleichszahlen rückwirkend für die Jahre 2014 und 2015 gemäß der neuen Segmentierung zusammengestellt, die ab dem ersten Quartal 2016 gilt. Die Struktur der Deutschen Bank gliedert sich im Einklang mit der Strategie 2020 in folgende Bereiche:

  • Global Markets (GM),
  • Corporate & Investment Banking (CIB),
  • Private, Wealth & Commercial Clients (PW&CC),
  • Asset Management (AM),
  • Postbank und
  • Non-Core Operations Unit (NCOU)

Die Deutsche Bank beabsichtigt, ihre Zahlen für das erste Quartal 2016 erstmals in der neuen Segmentierung vorzulegen. Es ist vorgesehen, den Zwischenbericht zum ersten Quartal 2016 am 28. April 2016 zu veröffentlichen.

Die wesentlichen Änderungen im Vergleich zur früheren Segmentberichterstattung werden im Folgenden erläutert.

Global Markets (GM)

Das neue Segment GM umfasst die Verkaufs- und Handelsaktivitäten des ehemaligen Segments Corporate Banking & Securities (CB&S). Erträge aus bestimmten Kreditprodukten, die zuvor separat in CB&S ausgewiesen wurden, werden jetzt der Kategorie „Sales & Trading“ (Debt und Sonstige Produkte) zugeordnet.
Die Erträge aus Sonstigen Produkten umfassen Positionen, die in Zusammenhang mit kreditrisikobezogenen Bewertungsanpassungen (CVA) auf risikogewichtete Aktiva und refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (FVA) zuvor in „Sales & Trading“ ausgewiesen wurden. Die forderungsbezogenen Bewertungsanpassungen (DVA) werden weiterhin in den Erträgen aus Sonstigen Produkten ausgewiesen. Diese Position enthält auch Transferzahlungen aus und in den neuen Unternehmensbereich Corporate & Investment Banking (CIB), die aus der Kundenbetreuung und dem Produktvertrieb resultieren.

Corporate & Investment Banking (CIB)

Das neue Segment CIB umfasst die Corporate Finance-Aktivitäten der ehemaligen Unternehmensbereiche Corporate Banking & Securities (CB&S) und das Global Transaction Banking (GTB). Erträge aus Transfervereinbarungen in Bezug auf die Kundenbetreuung mit dem neuen Segment Global Markets sind in „Kreditgeschäft und Sonstige Produkte“ verbucht.

Private, Wealth & Commercial Clients (PW&CC)

Im neuen Unternehmensbereich PW&CC hat die Bank das deutsche und internationale Geschäft des ehemaligen Bereichs Private & Business Clients (PBC) und die Wealth Management (WM)-Aktivitäten des früheren Bereichs Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) zusammengeführt. Die Erträge der Hua Xia Bank werden in PW&CC separat ausgewiesen, um die angestrebte Veräußerung dieser Beteiligung im Rahmen der Strategie 2020 widerzuspiegeln.

Deutsche Asset Management (Deutsche AM)

Der Unternehmensbereich Deutsche AM umfasst die Asset Management-Aktivitäten des ehemaligen Segments DeAWM. Sein Fokus liegt auf der Bereitstellung von Investmentlösungen für Institutionen und Intermediäre, die einzelne Kunden betreuen.

Postbank

Um die geplante Dekonsolidierung der Postbank widerzuspiegeln, wie sie im Rahmen der Strategie 2020 formuliert ist, wird die Postbank jetzt als separates Segment ausgewiesen. In dem neuen Segment sind die zum Kerngeschäft und nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten der Postbank zusammengefasst, die zuvor in der NCOU ausgewiesen wurden. Die berichteten Zahlen für das Postbank-Segment weichen von der Berichterstattung der Postbank ab aufgrund von zum Beispiel Konsolidierungseffekten und Effekten aus der Kaufpreisallokation.

Non-Core Operations Unit (NCOU)

Eine wesentliche Änderung im Vergleich zur Segmentstruktur im Jahr 2015 ist, dass die NCOU nicht länger die nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten der Postbank umfasst.

Die Wertminderungen im Geschäftsjahr 2015 auf den Geschäfts- und Firmenwert bezogen auf CB&S und PBC werden nun den neuen Segmenten Global Markets/Corporate & Investment Banking und PW&CC/Postbank entsprechend der Geschäfts- und Firmenwerte dieser Bereiche vor den Wertberichtigungen im dritten Quartal 2015 zugeordnet.

Bestimmte Liquiditätsmanagementaktivitäten, die zuvor in den jeweiligen Geschäftsbereichen erfolgten, werden nun zentral von Treasury betreut und wurden deshalb auf „Consolidation & Adjustments“ übertragen. Sie werden den Unternehmensbereichen entsprechend zugewiesen.