3. Oktober 2017

Deutsche Bank unterzeichnet UN-Verhaltenskodex gegen LGBTI-Diskriminierung

Die Deutsche Bank hat sich als eines der ersten Unternehmen verpflichtet, den UN-Verhaltenskodex gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LGBTI) anzuwenden. Zeid Ra‘ad Al Hussein, der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, hat den Kodex am 26. September in Kraft gesetzt. Microsoft, Accenture, Coca-Cola, EDF, IKEA und SAP haben den Kodex ebenfalls unterzeichnet.

Bei seiner Ansprache an Wirtschaftsführer, Aktivisten und Journalisten in der New Yorker Unternehmenszentrale von Microsoft forderte Zeid die Privatwirtschaft auf, die Teilhabe von LGBTI an der Arbeitswelt und darüber hinaus zu fördern. Zeid Ra‘ad Al Hussein dankte der Deutschen Bank und weiteren Unternehmen für ihre Vorreiterrolle.

UN-Hochkommissar für Menschenrechte Zeid Ra'ad Al Hussein stellt neuen UN-Verhaltenskodex gegen LGBTI-Diskriminierung vor.

Die fünf Verhaltensregeln für Unternehmen

Die UN hat fünf Verhaltensregeln für Unternehmen festgelegt, wie sie mit LGBTI am Arbeitsplatz sowie in Wirtschaft und Gesellschaft umgehen sollten.

Durch die Annahme dieser Regeln verpflichtet sich die Deutsche Bank,

  1. die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen im eigenen Unternehmen und in geschäftlichen Beziehungen zu achten;
  2. keine Diskriminierung von LGBTI-Mitarbeitern am Arbeitsplatz zu erlauben;
  3. ihre LGBTI-Mitarbeiter zu unterstützen und ein positives Umfeld für sie zu schaffen;
  4. zu verhindern, dass Menschenrechte durch die Diskriminierung von Zulieferern, Vertriebspartnern, Kunden oder anderen Geschäftspartnern missachtet werden;
  5. sich in der Öffentlichkeit für die Teilhabe von LGBTI einzusetzen. Hierzu gehören öffentliches Engagement, kollektives Verhalten, gesellschaftlicher Dialog oder finanzielle Zuwendungen und Sachspenden für Organisationen, die die Rechte von Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen fördern.

„Wir sind stolz darauf, zu den ersten Unternehmen zu gehören, die diese wichtige Arbeit der Vereinten Nationen unterstützen. Wir wollen ein klares Zeichen setzen, wofür die Deutsche Bank steht“, kommentiert Stuart Lewis das Bekenntnis der Bank zu LGBTI. Er ist nicht nur Risikovorstand, sondern auch Hauptsponsor der dbPride-Initiative der Bank. „Wir möchten ein Arbeitsumfeld schaffen, das von Vielfalt, Teilhabe und gegenseitigem Respekt geprägt ist – ein Umfeld, in dem sich alle Mitarbeiter jeden Tag mit ihrer ganzen Persönlichkeit am Arbeitsplatz einbringen können. Diese Prinzipien bestimmen auch die Art und Weise, wie wir Geschäfte machen und welchen Beitrag wir für die Gesellschaft leisten, in der wir tätig sind.“

Wie die Deutsche Bank die Arbeit der UNO zum Thema LGBTI-Teilhabe unterstützt

Die Deutsche Bank war am ersten Entwurf des Verhaltenskodex‘ im Juni 2016 beteiligt und hat die erste LGBTI-Galaveranstaltung im Hauptquartier der Vereinten Nationen im Mai 2016 unterstützt – unter dem Motto „A Celebration of Courage“ (deutsch etwa: „Mut feiern“). Der neue Kodex führt Beispiele guter Unternehmenspraxis aus der ganzen Welt auf, und nennt explizit die Reaktion der Deutschen Bank auf das im US-Bundesstaat North Carolina 2016 erlassene Gesetz (House Bill 2) sowie die erheblichen Auswirkungen des anschließend von der Bank verhängten Einstellungsstopps für den Bundesstaat.