21. März 2017

Innovationslabor Nummer 4 geht ans Netz

Die Deutsche Bank hat ihr insgesamt viertes Innovationslabor eröffnet: Nach Berlin, London und dem Silicon Valley erforscht die Bank neue Technologien jetzt auch in der „Stadt, die niemals schläft“: in New York City.

Die Ratio bleibt dieselbe wie bisher: Statt FinTech-Unternehmen als Bedrohung zu sehen, arbeitet die Deutsche Bank mit ihnen zusammen und nutzt ihre Innovationskraft, um neue Dienstleistungen für Kunden zu entwickeln. Innovationslabore erleichtern es FinTech-Unternehmen, mit Banken zusammenzuarbeiten und Ideen schnell umzusetzen.

Im neuen Labor im Fulton Center in Lower Manhattan, das nur einen Katzensprung von ihrer Niederlassung an der Wall Street liegt, wird sie neue Technologien erforschen und den Fokus auf Künstliche Intelligenz, Cloud-Technologie und IT-Sicherheit legen. Die vier Innovationslabore der Bank werden zusammenarbeiten und ihre Erkenntnisse miteinander teilen.

Kim Hammonds spricht im NY DB Lab

Die Innovationslabore der Deutschen Bank verfolgen drei Kernziele: neue Technologien für die Bank bewerten und einführen, eine Innovationskultur schaffen und einen Beitrag zur digitalen Strategie der Bank leisten.

Beispiel für neue Technologien, die in der Praxis eingesetzt werden könnten: Verfahren, die Augenbewegungen verfolgen, um Apps intuitiver zu gestalten, außerdem ein Programm, mit dem Mitarbeiter im Kreditrisikomanagement die Bonität von Kunden einfach abfragen können sowie ein Überwachungssystem, das Probleme in Anwendungen und der Netzwerkinfrastruktur identifiziert.

An der Eröffnung am 20. März nahmen neben Führungskräften der Deutschen Bank auch Vertreter von IT-Unternehmen aus dem Großraum New York teil. Von der Bank nahmen Vorstandsmitglied und Chief Operating Officer Kim Hammonds und Elly Hardwick teil, die Leiterin des Bereichs Innovation.

Hardwick begrüßte mehr als 60 Bankmitarbeiter und Vertreter von FinTech-Unternehmen. „Wir wollen, dass die Deutsche Bank die erste Adresse für Startups wird. Unsere Innovationslabore verbinden neue Ideen von FinTech-Unternehmen mit der Größe, Infrastruktur und Expertise einer globalen Bank.“

Hammonds erläuterte, was Innovationslabore für die Digitalstrategie der Bank leisten und welche Rolle sie dabei spielen, Produkte und Dienstleistungen zu verbessern und die Bank wachsen zu lassen. „Das neue Innovationslabor in New York ist ein weiterer Schritt der Deutschen Bank, um näher an Innovationen zu sein. Wir wollen unseren Kunden bessere Produkte und Dienstleistungen bieten und die Zukunft der Bankenbranche mitgestalten. Mein Ziel ist ganz einfach: Wir wollen erreichen, dass junge Unternehmen mit uns zusammenarbeiten möchten.“

“Im weiteren Verlauf der Veranstaltung sprach Hilary Mason, die Gründerin und Vorstandschefin von Fast Forward Labs, über künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen – zwei Trends, die bereits jetzt ganze Geschäftsmodelle infrage stellen. Hardwick moderierte anschließend eine Podiumsdiskussion mit JP Rangaswami, verantwortlich für das Datenmanagement des Konzerns und gleichzeitig Innovationschef der Bank, Scott Robinson, Gründer von Plug and Play sowie George Davis, Mitgründer und Vorstandschef von Frame.ai. Das Thema: Chancen der Zusammenarbeit zwischen den Innovationslaboren und FinTechs. „Die Zusammenarbeit in den Labs kommt vor allem dann zur Geltung, wenn wir die richtige Balance finden müssen – zwischen dem Nutzen neuer Technologie auf der einen und Sicherheit und Stabilität auf der anderen Seite.“