16. August 2018

40 Jahre Deutsche Bank in Belgien

Foto: Zur Eröffnung reiste fast der gesamte Vorstand der Deutschen Bank nach Brüssel, hier mit der Geschäftsleitung der neuen Filiale
Zur Eröffnung reiste fast der gesamte Vorstand der Deutschen Bank nach Brüssel, hier mit der Geschäftsleitung der neuen Filiale

Am 16. August 1978 nahmen die neu eröffneten Filialen der Deutschen Bank in Brüssel und Antwerpen gleichzeitig den Geschäftsbetrieb auf. Anfangs wurden 50 Mitarbeiter beschäftigt, 32 in Brüssel und 18 in Antwerpen. Die beiden Niederlassungen waren eine so genannte Verbundfiliale: Die Verwaltungsabteilungen befanden sich in Brüssel, während alle verkaufsorientierten Abteilungen an beiden Standorten vertreten waren.

Mit der offiziellen Einweihung mussten sich die Mitarbeiter noch zwei Monate gedulden. Dafür kam dann der gesamte Vorstand fast vollständig nach Belgien, um am 16. Oktober die Brüsseler Filiale und am 17. Oktober 1978 die Niederlassung in Antwerpen feierlich zu eröffnen. Mit der Einweihung verbunden war die Einführung der Aktie der Deutschen Bank an den Börsen in Brüssel und Antwerpen. Sie konnte dort bis 2006 gehandelt werden.

Mit der Eröffnung der beiden Niederlassungen konnte die Deutsche Bank an eine Vertretung in Belgien anknüpfen, die bereits mit einer ersten Filiale in Brüssel von 1910 bis 1918 bestanden hatte. Seit Mitte der 1970er Jahre befasste sich die Bank mit Überlegungen, in Belgien wieder mit eigenen Niederlassungen aktiv zu werden. Nach den Filialeröffnungen in London (1976) und Paris (1977) lag eine Vertretung in Brüssel nahe, da die Stadt nicht nur Sitz der wichtigsten Institutionen der Europäischen Gemeinschaft, sondern auch vieler multinationaler Unternehmen war.

Photo: Erstnotierung der Deutschen-Bank-Aktie an der Brüsseler Börse
Erstnotierung der Deutschen-Bank-Aktie an der Brüsseler Börse
Photo: Filiale der Deutschen Bank in Antwerpen, Boulevard Frankrijklei 156
Filiale Antwerpen, Boulevard Frankrijklei 156

1998 erwarb die Deutsche Bank die belgischen Niederlassungen des Crédit Lyonnais und stieg damit in das breite Privatkundengeschäft ein. Seither verzeichnet die Deutsche Bank auf dem belgischen Markt ein anhaltendes Wachstum. Die verwalteten Vermögen haben sich in den vergangenen zehn Jahren vervierfacht, so dass sie zu den zehn führenden der Geschäftsbanken in Belgien gehört.