31. Januar 2018

Bitcoin-Mythen unter der Lupe

Glaubenssätze dominieren die Diskussion über die Kryptowährung – DB Research räumt mit den wichtigsten einmal auf

Deutsche Bank Research: Bitcoin Bitcoin ist ein Schmu, völlig überbewertet, nur etwas für unbelehrbare Zocker und stirbt sowieso bald. Glauben Sie das? Oder meinen Sie, dass Bitcoin vielleicht schon bald mit dem US-Dollar als Leitwährung konkurriert, Banküberweisungen und vielleicht auch Banken demnächst überflüssig macht und der Preis für ein Bitcoin definitiv weiter steigen wird?

Wenn Ihnen das alles zu schwarz-weiß ist, Sie solche Glaubenssätze gerne hinterfragen und dennoch einige konkrete Aussagen einfach erklärt haben möchten, dann lesen Sie diese elf Seiten dazu von DB Research. „Meinungen, Mythen und Missverständnisse“ nennt der Autor Jochen Möbert sein Papier. Er untersucht sieben Aussagen, und sie zeigen unter anderem: Die derzeit dominante Kryptowährung …

  • ist weder über- noch unterbewertet: Eine solche Aussage könne man nicht treffen, weil die Instrumente fehlen, um faire Preise zu ermitteln.
  • ist weit davon entfernt, eine Konkurrenz zum US-Dollar zu sein: Globale, dezentrale Kryptowährungen würfen derart grundlegende Fragen auf, dass eine reibungslose Dominanz ausgeschlossen werden kann. Bitcoin werde in den nächsten Jahren im besten Fall ein Transaktionsmittel und eine Wertanlage unter vielen sein.
  • wird sehr wahrscheinlich nicht sterben, nur weil die Regulierer einschreiten. Es gibt viele unterschiedliche nationale Regulierungsphilosophien und auch bitcoinfreundliche Länder, so dass strikte, einheitliche und weltweite Regeln gegen Bitcoin schwierig durchzusetzen seien.
  • bietet ihren Besitzern nicht zwingend mehr, aber auch nicht weniger Anonymität als Bargeld.
  • wird sehr wahrscheinlich ein Nischenprodukt bleiben.