19. April 2018

Deutsche Bank nennt Details ihrer IFRS 9 Einführung und Anpassungen ihrer Segmentberichterstattung

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE/NYSE: DB) hat heute ihren Überleitungsbericht zu IFRS 9 veröffentlicht. Der Bericht erläutert, wie die Rechnungslegungsvorschrift IFRS 9 bei der Deutschen Bank umgesetzt wird. Die Einführung dieser Vorschrift ist für Unternehmen verpflichtend, die gemäß den „International Financial Reporting Standards“ (IFRS) berichten, und ersetzte zum 1. Januar 2018 die Vorschrift IAS 39.

IFRS 9 führt neue Anforderungen ein, wie ein Unternehmen Finanzinstrumente zu klassifizieren und zu bewerten hat und wie Bewertungsanpassungen vorzunehmen sind. Der freiwillig veröffentlichte Überleitungsbericht stellt dar, welchen Einfluss die Einführung von IFRS 9 auf das den Deutsche-Bank-Aktionären zurechenbare Eigenkapital, die risikogewichteten Aktiva, das aufsichtsrechtliche Eigenkapital und weitere Kennzahlen des Deutsche-Bank-Konzerns hat.

Aufgrund der Einführung von IFRS 9 reduzierte sich die harte Kernkapitalquote (CET 1) bei Vollumsetzung, die am 31. Dezember 2017 bei 14,0 Prozent lag, um 0,13 Prozentpunkte und damit stärker als zuletzt geschätzt, nachdem die Berechnungsmethoden noch einmal verfeinert wurden. Der Überleitungsbericht enthält auch eine Analyse der Veränderungen von Zahlen, die zum 31. Dezember 2017 gemäß IAS 39 und zum 1. Januar 2018 gemäß IFRS 9 berechnet wurden. Die Überleitungsvorschriften erfordern keine rückwirkende Anwendung auf frühere Perioden. Daher spiegeln sich die Effekte der Erstanwendung in der Eröffnungsbilanz für das Geschäftsjahr 2018 in dem den Deutsche-Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital wider. Der Zwischenbericht zum 31. März 2018 wird diese Eröffnungseffekte wie auch die Aktivitäten unter IFRS 9 im ersten Quartal berücksichtigen.

Anpassungen der Segmentberichterstattung

Außerdem informiert die Deutsche Bank über bestimmte Änderungen in der Segmentberichterstattung, die zum ersten Quartal 2018 wirksam werden.

Unternehmens- und Investmentbank (CIB)

Die Definition der Ertragskategorie „Sales & Trading (Fixed Income & Currencies – FIC)“ wurde aktualisiert, um eine bessere Vergleichbarkeit mit der Berichterstattung von Wettbewerbern zu gewährleisten. Die bisherige eigenständige Kategorie „Financing“ gibt es seit dem 1. Januar 2018 nicht mehr und der überwiegende Teil der zuvor unter dieser Kategorie berichteten Erträge, für das Jahr 2017 mehr als 95%, ist in die Kategorie „Sales & Trading (FIC)“ umgegliedert worden, der restliche Teil in „Sonstiges“. Die Darstellung für Vergleichsperioden wurde entsprechend angepasst.

Corporate & Other (C&O)

Infrastrukturaufwendungen im Zusammenhang mit Aktivitäten für Anteilseigner („shareholder activities“), wie sie in den Verrechnungspreisgrundsätzen der OECD definiert sind, d.h. zum Beispiel Aufwendungen für bestimmte Konzernfunktionen, werden nicht länger den Unternehmensbereichen zugeordnet, sondern zentral belassen und unter der Kategorie „Corporate & Other“, ehemals „Consolidation & Adjustments“ (C&A), berichtet. Für das Jahr 2017 beliefen sich die entsprechenden Aufwendungen auf rund 370 Millionen Euro. Die Darstellung für Vergleichsperioden wurde entsprechend angepasst. In C&O verbleiben alle Kategorien, die bislang unter C&A berichtet wurden, einschließlich Bewertungs- und Terminierungsdifferenzen sowie Sachverhalte im Zusammenhang mit Treasury und dem Unternehmen insgesamt, die nicht den Unternehmens-bereichen zugeordnet wurden.

Ein Finanzdatentabellenwerk (Financial Data Supplement, FDS) mit der angepassten Zuordnung der Finanzergebnisse zu den Segmenten für die Jahre 2016 und 2017 wurde heute veröffentlicht.
Sowohl diese Version des FDS wie auch der Überleitungsbericht zu IFRS 9 können hier heruntergeladen werden:
www.db.com/de/geschaeftsberichte

 

Über die Deutsche Bank

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