7. März 2019

Einsteigen. Umsteigen. Aufsteigen.

Mentorinnen und Mentoren aus der Deutschen Bank helfen hochqualifizierten Migrantinnen einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden.

Am 8. März ist Weltfrauentag. Dies nehmen wir zum Anlass, Projekte vorzustellen, mit denen wir Mädchen und Frauen stärken und einen positiven Beitrag in der Gesellschaft leisten.

Vielversprechende Karriere, finanzielle Unabhängigkeit, Selbstbewusstsein. Klingt toll, aber was macht es mit Menschen, wenn all das auf einmal zusammenbricht? Davon können Frauen berichten, die im Ausland studiert haben und Jahre später nach Deutschland gezogen sind: entweder weil sie ihr Heimatland verlassen mussten oder aus persönlichen Gründen. Denn oft ist der Weg zu einer passenden Arbeitsstelle steiniger als gedacht. Die Abschlüsse der Migrantinnen werden hierzulande häufig nicht anerkannt, und möglicherweise haben sie beruflich länger ausgesetzt, um erst einmal Deutsch zu lernen. Sie haben nur wenige Kontakte und sind mit dem deutschen Arbeitsmarkt und -recht zu wenig vertraut. Auch freiberufliche Tätigkeit stellt sie vor vermeintlich unüberwindbare Hürden.

Die Stadt Frankfurt hat den großen Beratungsbedarf erkannt, um diese Frauen schnellstmöglich in den qualifizierten Arbeitsmarkt zu bringen und daher im Jahr 2005 gemeinsam mit dem Verein beramí das Mentoring-Programm „Einsteigen. Umsteigen. Aufsteigen.“ auf den Weg gebracht.

Die Deutsche Bank unterstützt das Programm seit 2007. Sie hat bisher schon 38 Tandems ermöglicht, bei denen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank ehrenamtlich als Mentoren engagierten. Sie stehen ihren Mentees, oftmals Wirtschaftswissenschaftlerinnen oder Juristinnen, dabei über ein Jahr lang als Ansprechpartner zur Seite und helfen ihnen, Bewerbungen zu verbessern, die deutsche Unternehmenskultur besser einzuschätzen, Kontakte herzustellen, administrative Abläufe zu meistern, begleitende Workshops von beramí optimal für sich zu nutzen – und vor allem: nicht aufzugeben.

Susanne Müller, Deutsche Bank Mitarbeiterin
„Mit meinem Einsatz als Mentorin möchte ich zur Förderung von Frauen, die nicht aus Deutschland kommen und hier gerne professionell weiterkommen wollen, aktiv beitragen. Viele reden darüber, tun aber leider nichts dafür “, sagt Susanne Müller, IT-Management-Expertin in der Bank, die eine der aktuellen Mentorinnen ist. „Mein Mentee hat ihren Bachelor und Master in Technologie gemacht und ist somit im gleichen beruflichen Segment aktiv wie ich. Ihr Engagement und ihre Leidenschaft sind ansteckend, und es erfüllt mich mit viel Freude, dass sie innerhalb kurzer Zeit bereits einen Job in unserer Branche gefunden hat.“ Zudem schätzt Müller den regelmäßigen Austausch mit anderen beramí-Mentorinnen. „All das gibt mir das Gefühl, einen positiven Beitrag zu leisten.“



Susanne Müller ist eine von weltweit rund 18.000 Kolleginnen und Kollegen, die sich im vergangenen Jahr fast 210.000 Stunden in Plus You-Programmen engagiert haben und durch ihr persönliches Engagement einen positiven Beitrag in der Gesellschaft leisten.