11. März 2019

Generation Y für Geschlechtervielfalt

Wer fähigen Nachwuchs beschäftigen will, muss zeitgemäße Lösungen für Job und Privatleben haben, meint Michelle Owen

Die sogenannten Millenials bzw. Angehörigen der Generation Y prägen die Unternehmen immer mehr. Vieles, was früher als „Frauenthema“ galt, ist heute wichtig, um fähige Mitarbeiter zu gewinnen und an sich zu binden. Das geht aus einem von der Deutschen Bank unterstützten Forschungsbericht hervor, den das britische Women's Network Forum (WNF) am 8. März veröffentlicht hat. Sein Titel: „Fuelling gender diversity“ (Geschlechtervielfalt fördern)

Der Bericht beleuchtet Einstellungen von 16 bis 35 Jahre alten Frauen und Männern zu Karriere, Elternschaft und „Networking“. Als wichtige Themen kristallisierten sich heraus: die Möglichkeit, Elternzeit zu nehmen, und danach wieder in den Beruf einzusteigen sowie bei Bedarf flexibel arbeiten zu können. Der Bericht befasst sich auch damit, wie die Erwartungen dieser Altersgruppe den Wandel vorantreiben. Er enhält Fallstudien und vorbildliche Beispiele aus der Praxis.

Noch 202 Jahre bis zur Gleichberechtigung am Arbeitsplatz

Michelle Owen aus dem Geschäft mit Vermögenskunden der Bank hat den Bericht verfasst – gemeinsam mit Eliza Filba, Historikerin für zeitgenössische Werte und Generationen. „Es werden noch 202 Jahre vergehen, bis Gleichberechtigung am Arbeitsplatz herrscht. Das zeigt der jüngsten Gleichstellungsbericht des Weltwirtschaftsforums. Und das macht deutlich, dass sich etwas ändern muss. Zumal Männer und Frauen der nächsten Generation zunehmend ähnliche Erwartungen und Bedürfnisse haben. Unternehmen, die gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wollen, müssen Karrierewege anbieten, die Vielfalt, Flexibilität sowie neue Familien- und Lebenswege unterstützen“, sagte Owen. Sie vertritt die Deutsche Bank im WNF.

Ziel des WNF ist es, zu einem ausgewogenen Geschlechterverhältnis beizutragen und die Chancengleichheit der Geschlechter zu verbessern. Führungskräfte verschiedener Branchen wirken dort mit. Sophie Gräfin von Wessex ist Vorsitzende des WNF.