12. November 2018

Tiina Lee über Brexit: „Wir sind in einer besseren Position als andere Institute“

Die Leiterin unseres Geschäfts in Großbritannien und Irland bekräftigt das Bekenntnis der Bank zum Standort London

Tiina Lee spricht mit der deutschen Finanzzeitung Handelsblatt über die künftige Rolle von London für die Finanzmärkte, die Auswirkungen des Brexits und ihre Karriere bei der Bank. Sie leitet das Geschäft der Bank in Großbritannien und Irland.

Ihre wichtigsten Aussagen:

  • Insgesamt werde die Bank im Zuge des Brexits weniger Stellen aus London wegverlagern als zunächst erwartet: Bis Ende März nächsten Jahres sollen es nur wenige Hundert sein. „Wir sind in einer besseren Position als viele andere Institute, weil wir schon eine substanzielle Präsenz in der EU haben“, sagt Lee.
  • Die Bank sei gut für den Brexit gerüstet. Rund ein Viertel ihrer Arbeitszeit verwende sie auf die Vorbereitungen. Die Planungen würden in der Bank intensiver, je näher der Stichtag 29. März 2019 rückt.
  • Auch nach dem Brexit bleibe London ein sehr wichtiger Finanzstandort. Der Umzug in die neue Deutsche-Bank-Zentrale in einigen Jahren sei ein wichtiges Bekenntnis zum Standort London. Sie wird gerade gebaut und liegt um die Ecke von Winchester House, nur wenige Gehminuten von dem Gebäude entfernt, in dem die Deutsche Bank seit vielen Jahren ihren Hauptsitz hat.
  • „Großbritannien und Irland bleiben eine Schlüsselregion für die Deutsche Bank.“

Lee selbst ist eng mit dem Londoner Finanzviertel verbunden. „Ich habe fast meine gesamte Karriere hier verbracht“. Sie ist mehr als 20 Jahren bei der Deutschen Bank, davor war sie bei Lehman Brothers.