8. März 2018

Vielfalt, Solidarität und gleiche Rechte

Der Weltfrauentag am 8. März erinnert an die Erfolge der Frauenbewegung überall auf der Welt – und mahnt zugleich weiteren Fortschritt an

Im Jahr 1911 gingen erstmals Frauen in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz für ihre Rechte auf die Straße. Sie forderten das Wahlrecht für Frauen und die Teilhabe an der politischen Macht, denn zu dieser Zeit durften Frauen in den meisten europäischen Ländern noch nicht wählen. Dieser Protestmarsch begründete den „Internationalen Tag der Frauen“ am 8. März, der jährlich an die Erfolge der Frauenbewegung erinnert.

Internationaler Frauentag 2018 Doch nicht nur das: Er mahnt zugleich weiteren Fortschritt an, denn der langjährige Trend zu mehr Gleichberechtigung ist weltweit ins Stocken geraten. Das meldete kürzlich das Weltwirtschaftsforum (WEF). Die Kluft zwischen den Geschlechtern im Hinblick auf Gesundheit, Bildung, Politik und Arbeitswelt sei im Jahr 2017 erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2006 gewachsen. Gehe es in diesem Tempo weiter, dauere es noch hundert Jahre, bis eine Gleichstellung hergestellt ist – und sogar mehr als 200 Jahre, bis das wirtschaftliche Geschlechtergefälle überwunden sei, so der Bericht.

Da ist es mehr als passend, dass sich die internationale Initiative zum Weltfrauentag unter www.internationalwomensday.com in diesem Jahr den Hashtag #PressforProgress auf die Fahnen geschrieben hat. Auf weitere Veränderungen und mehr Fortschritt zu drängen, ist das Ziel der Kampagne.

Die Deutsche Bank unterstützt dieses Anliegen und setzt sich fortwährend für mehr Chancengleichheit ein. Rund um den 8. März wird das Engagement durch zahlreiche Aktionen unterstrichen:

In den USA beispielsweise fördert die Deutsche Bank Americas Foundation ein neues Zentrum am New York Historical Society Museum, das sich mit der Rolle der Frauen in der amerikanischen Geschichte befasst. Zudem unterstützt das Mitarbeiternetzwerk Women on Wall Street® die Aktion der Frauenvereinigung „Ellevate“, die eine Vorführungsreihe eines Dokumentarfilms organisiert. Damit sollen Geschlechterklischees hinterfragt werden.

Auch in Europa ist rund um den Weltfrauentag einiges geplant: In London veranstaltet das Deutsche Bank-Netzwerk dbGO in Zusammenarbeit mit dem Born to Be-Partnerprojekt Student to STEMette eine Podiumsdiskussion. Das Student to STEMette-Programm will in Großbritannien Mädchen für MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) begeistern und ihnen Karrieremöglichkeiten aufzeigen. Auch in Birmingham findet eine dbGO-Veranstaltung statt, bei der sich Kolleginnen über alle Hierarchiestufen hinweg treffen und austauschen können.

In Frankfurt organisiert das Netzwerk WoMen@db eine Veranstaltung zum Thema Soziales Unternehmertum. Als Gastrednerin wird Asiya S. Mohammed über die Gründung ihres Unternehmens Conflict Women Ltd sprechen, das Opfern von häuslicher und sexueller Gewalt eine berufliche Perspektive bietet. In ihrem Vortrag wird es auch darum gehen, was es bedeutet, den Status Quo zu hinterfragen und mit Mut neue Wege zu gehen. In der Bank in Düsseldorf findet am Weltfrauentag eine Diskussion des Frauennetzwerks Nordwest statt, bei der die Frage erörtert wird, welchen Einfluss der demografische Wandel auf Frauen heutzutage hat.

Außerdem geht in Deutschland die interne Integrationspaten-Kampagne Von Frau zu Frau in die zweite Runde. Dabei können sich Mitarbeiterinnen als Sprachmentoren engagieren und geflüchteten Frauen beim Deutschlernen helfen.

Auch über ihre Bankautomaten macht die Deutsche Bank derzeit bundesweit auf den Weltfrauentag aufmerksam.

In Mailand sind die Netzwerkerinnen von dbMORE aktiv: Sie haben die Journalistin und Bloggerin Monica Nanetti eingeladen, um über ihre Reise auf dem Pilgerweg „Via Francigena“ zu berichten. Ihre Reportage darüber hatte bereits viele Menschen dazu bewegt, in ihre eigenen Stärken zu investieren.

Zum zweiten Mal hat die Deutsche Bank Schweiz eine Anerkennung für ihr Streben nach Geschlechtergleichstellung erhalten. Als eines von acht Unternehmen erhielt sie vor kurzem die EDGE-Zertifizierung (mehr Details). EDGE (Economic Dividends for Gender Equality) ist die weltweit führende Bewertungsmethode und der Zertifizierungsstandard für die Gleichstellung der Geschlechter. Sie wird derzeit in mehr als 150 Organisationen in über 40 Ländern und 22 Branchen weltweit angewendet.

In Russland ist der 8. März ein nationaler Feiertag, der mit viel Wertschätzung für die Frauen im ganzen Land gefeiert wird.

In Asien zeigen die Frauennetzwerke vor Ort ebenfalls Flagge: An vielen Standorten der Bank sind Kolleginnen und Kollegen dazu aufgerufen, am 8. März violette Kleidung zu tragen. Ähnlich wie zum internationalen Tag gegen Homo-, Trans- und Biphobie (IDAHOT) soll so das Engagement für Vielfalt und Chancengleichheit gezeigt werden. In Singapur hat die Deutsche Bank gemeinsam mit dem INSEAD Emerging Markets Institute (EMI) eine Studie zur Geschlechtergleichstellung in asiatischen Unternehmen veröffentlicht, die zeigt, dass diesbezüglich noch eine Menge getan werden muss - insbesondere auf den höheren Führungsebenen.

Auch in der Deutschen Bank in Indien finden eine ganze Reihe an Veranstaltungen statt, darunter Podiumsdiskussionen und Gesprächsrunden in Bangalore, Mumbai, Jaipur und Pune sowie ein Selfie-Wettbewerb für Mitarbeiter. Die Aufgabe ist, ein Selfie mit einer Frau – Freundin, Kollegin, Ehefrau, Mutter, Schwester, Tochter – aufzunehmen, die das eigene Leben positiv beeinflusst hat.

In Manila organisiert dbGO zum Motto #PressforProgress einen Videowettbewerb. In Hongkong werden Geld- und Kleiderspenden gesammelt und an soziale Einrichtungen für Frauen vor Ort weitergeleitet. In Japan wird ebenfalls eine „Go Purple”-Spendenaktion organisiert, deren Erlös an die Non-Profit-Organisation „Lights on Children” geht. Diese Partnerorganisation der Deutschen Bank unterstützt damit Mädchen in Tokio und Umgebung. Das Frauennetzwerk dbWoman Japan hat außerdem zu einem Vortrag mit der Gründerin von „Lights on Children“, Yumiko Tategami, eingeladen. Zudem findet während der Kunstmesse in Tokio, die von der Deutschen Bank unterstützt wird, eine Veranstaltung zum Thema „Kunst und Vielfalt“ statt.

Das dbGO Netzwerk in Australien veranstaltet in Sydney eine Podiumsdiskussion mit landesweit bekannten Künstlerinnen aus der Film-, Oper- und Theaterszene. Sie gehen der Frage nach, welche Voraussetzungen wichtig sind, um in der Darstellenden Kunst erfolgreich zu sein.

All diese Initiativen zum Weltfrauentag tragen zu einem zentralen Ziel bei: eine Kultur des Miteinanders zu schaffen, in der sich Mitarbeiter aller Geschlechter in der Deutschen Bank motiviert fühlen, ihren Beitrag zu leisten.