16. Mai 2018

Zukunft selbst gestalten

Junge Menschen müssen sich mit ihren Ideen in die Gesellschaft einbringen können. Mit ihren Born to Be-Projekten leistet die Deutsche Bank dazu einen positiven Beitrag.

Jugendliche ermutigen, sich an gesellschaftlicher Diskussion zu beteiligen: Das ist das Ziel des Youth Citizens Action Programme (Y-CAP) in Südafrika. Dazu gehört ein Wettbewerb unter Schülern, wer die beste Lösung eines für sie persönlich wichtigen gesellschaftlichen Themas hat. Das Gewinnerteam bekommt eine finanzielle Unterstützung, damit es seine Idee umsetzen kann.

Den zweiten Platz gewann Siphiwe Ntuli – ihr Problem konnten sie und ihr Team allerdings auch ohne Geld beheben: Rund um ihre Schule in Pietermaritzburg war es unordentlich und schmutzig. Die Jugendlichen überlegten, was sie tun können. Sie sammelten Müll, baten Mitschüler und Nachbarn mitzumachen – und warben dafür, die Umgebung auch künftig sauber zu halten. Das erforderte Überzeugungskraft und Durchhaltevermögen. Umso mehr freuten sie über die Anerkennung durch Y-CAP und dass sie auch dort für ihr Thema trommeln konnten.

„Ich war so erfreut zu sehen, wie die Mädchen sich entwickelt haben – dieses Erfolgsgefühl bei ihnen zu sehen und zu erleben, was passieren kann, wenn man sie dazu ermutigt, Dinge für sich selbst zu tun.“
Glynnis Podmore, Lehrerin an der Russel Girls‘ High-School

Kinderkunst an der Börse

Im Zentrum von Johannesburg haben Kinder aus benachteiligten Gesellschaftsgruppen täglich mit schwierigen Umständen zu kämpfen. Sie leben meist in den Armenvierteln der Stadt. Oft geht es für sie ums tägliche Überleben. Genau diesen jungen Menschen wird in der Little Artists School kostenfreier Unterricht angeboten. Dort können sie ihre Erlebnisse kreativ ausdrücken und verarbeiten. Die Kinder lernen hier unter anderem, Arbeit vorzubereiten und Dinge zu Ende zu bringen. Dadurch gewinnen sie das Selbstvertrauen, Träume zu verfolgen und ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen.

Die Bilder der Kinder werden regelmäßig ausgestellt und in Auktionen angeboten, beispielsweise in der Deutschen Bank in Johannesburg oder an der Börse. Schon 275 Kinder haben in den vergangenen Jahren voller Stolz ihre Werke präsentiert. Einige von ihnen haben Kunst zu ihrem Beruf gemacht, manche unterrichten inzwischen selbst an der Little Artists School.

Auch in anderen Regionen der Welt fördern die Deutsche Bank und ihre Stiftungen unter dem Dach von Born to Be Initiativen, die Kindern und Jugendlichen helfen, ihre Potenziale zu entwickeln. Beispielsweise, dass Mädchen ihr Techniktalent entdecken und entwickeln. Denn noch immer interessieren sich überwiegend männliche Schüler und Studierende für die MINT-Fächer (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Mehr Mädchen für STEM (Science, Technology, Engineering, Maths) zu gewinnen – das ist das Ziel von Anne-Marie Imafidon und ihrem Programm Student to STEMette. Dabei setzt sie auf Vorbildwirkung. Alle sollen sehen: Mädchen und STEM, ganz normal. Die STEMettes nehmen an Wettbewerben teil, so zum Beispiel an einem Hackathon, bei dem es darum ging, eine App für Autistica, eine gemeinnützige Organisation zu entwickeln. „Das hat mich ganz schön gefordert, aber auch bestens auf mein Praktikum vorbereitet, das ich nun bei der Deutschen Bank absolvieren werde“, sagt Sobelema, eine der Teilnehmerinnen. Das hat sie angespornt: „Meine App hat nicht gewonnen, doch das hält mich nicht auf!“

An Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Verhältnissen wendet sich auch das Programm Pathways to Banking and Finance. Seit Herbst lernen 100 Jugendliche die Branche und ihre Einstiegsmöglichkeiten kennen, unterstützt von Mentoren der Deutschen Bank. Das soll die Vielfalt fördern und einer homogenen Belegschaft entgegenwirken.

Im Juni stehen in Deutschland die Abschlussveranstaltungen zu zwei Born to Be-Projekten an: Am 8. Juni findet die diesjährige Absolventenfeier des Studienkompass in den Deutsche Bank-Türmen statt, und am 14./15. Juni treten sechs Schülerteams in der BautEureZukunft@challenge im Quartier Zukunft in Berlin gegeneinander an, um den Hauptpreis – eine Klassenreise – zu gewinnen.

Die Deutsche Bank hat sich vorgenommen, bis zum Jahr 2020 einen positiven Beitrag im Leben von fünf Millionen Kindern und Jugendlichen zu leisten. Sie kann dabei an zahlreiche Erfahrungen und Erfolge anknüpfen. Allein im vergangenen Jahr hat sie 158 Bildungsprojekte in 25 Ländern unterstützt und so 1,2 Millionen Kindern und Jugendlichen dabei geholfen, ihre Potenziale zu entwickeln. Über 4000 Mitarbeiter der Bank haben sich in Jugendprojekten ehrenamtlich engagiert.

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