2. Juli 2019

Bunt wie der Regenbogen

50 Jahre nach den „Stonewall“-Unruhen demonstrieren Mitarbeiter der Bank an vielen Orten der Welt für Vielfalt, Anerkennung und Gleichberechtigung

1969 im New Yorker Stadtteil Greenwich Village. In den frühen Morgenstunden des 28. Juni stürmt die Polizei das „Stonewall Inn“ in der Christopher Street. So weit, so normal: Razzien in Schwulen- und Lesben-Bars waren seit den 1950er-Jahren fast an der Tagesordnung.

Doch dann gab es einen Aufstand. Die Stonewall-Rebellion gilt als wesentlicher Impuls für den bis heute währenden Kampf für die Rechte von LSBTQI+. Die Bewegung in den USA ging um die Welt – mit sogenannten Pride-Paraden. Pride steht für den Stolz, zu sich selbst zu stehen – sich als lesbisch, schwul, bisexuell, transgender oder intersexuell oder queer anzunehmen, gesellschaftliche Anerkennung und Gleichberechtigung zu fordern und die Vielfalt zu feiern. Symbol dafür: der Regenbogen mit seinen vielen Farben. Die Deutsche Bank bietet ihren Kunden seit Kurzem Debit- und Kreditkarten im Regenbogendesign an und zeigt damit ein weiteres Mal, dass sie Vielfalt begrüßt.

Stuart Lewis marschiert mit

Stuart Lewis beim "World Pride March" in New York „Wir feiern heute die Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte und denken mit Anerkennung an all diejenigen Menschen, die diese Bewegung begonnen haben“, sagte Risikovorstand Stuart Lewis, der am 30. Juni am „World Pride March” in New York teilgenommen hatte – dem Höhepunkt der Gedenkveranstaltungen zum 50. Jahrestag der Razzia im Stonewall. „Die Deutsche Bank hat diesen Fortschritt mit vorangetrieben, deswegen freue ich mich sehr, hier mitzufeiern und meine Solidarität zu zeigen, aber auch deutlich zu machen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Dafür brauchen wir auch unsere Botschafter“, appellierte der dbPride-Sponsor Lewis an die sogenannten LGBT-Allies in der Deutschen Bank.

Erstmals trafen sich in New York 25 Vertreter von dbPride-Gruppierungen aus elf Ländern: Australien, Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Hongkong, Indien, Italien, Japan, Philippinen, Singapur und USA. Sie tauschten sich über erfolgreiche Initiativen in ihren jeweiligen Regionen aus – und marschierten und feierten gemeinsam. Schätzungen zufolge haben fünf Millionen Menschen dem „World Pride March“ vom Straßenrand aus zugejubelt und 150.000 Menschen sind mitmarschiert – davon 1.000 von der Deutschen Bank und erstmals ein Vorstandsmitglied der Bank.

 

 NYC Pride        NYC Pride
 NYC Pride    NYC Pride

Die Deutsche Bank und das „Leslie-Lohman-Museum für schwule und lesbische Kunst“ haben anlässlich des Stonewall-Jubiläums den mexikanischen Künstler Gabriel Garcia Roman beauftragt, den Pride-Marsch am 30. Juni zu gestalten – mit Reproduktionen von Werken aus seiner Serie „Queer Icons“. Dies sollte allen Transgender-Menschen eine Bühne geben.

An vielen Orten nahmen Menschen, die in der Deutschen Bank arbeiten, an Paraden und Feiern teil: in Berlin, Frankfurt, Köln und Stuttgart, in Birmingham, Dublin, London, Mailand, Manila und Tokio.

Flaggenhissung Deutsche Bank und DWS bei "Berlin Pride Weeks"        Die Deutsche Bank Zentrale in Frankfurt zeigt Flagge
Deutsche Bank und DWS haben zum Start der "Berlin Pride Weeks" vor dem größten Berliner Standort in der Otto-Suhr-Allee die Regenbogenflaggen gehisst.        Auch die Deutsche Bank Zentrale in Frankfurt zeigt Flagge.

Für die Vielfalt – auch im Vatikan

Die Deutsche Bank engagiert sich seit langem deutlich wahrnehmbar für LSBTQI+. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Mitarbeitenden ihr volles Potenzial entfalten und sich bei der Arbeit wohl und akzeptiert fühlen können. Zusammen mit anderen Unternehmen gründete die Bank im Januar 2019 die Arbeitsplatzinitiative „Accelerating LGBTQI+ Inclusion Globally“, damit die Teilhabe weltweit vorankommt.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Karl von Rohr und eine Delegation der Initiative „Open for Business" diskutierten im März 2019 im Vatikan und mit dessen Vertretern über LSBTQI+-Rechte. Außerdem beendete die Bank ihre Geschäftsbeziehung zur Hotelgruppe „Dorchester Collection“, weil diese dem Sultanats Brunei gehört, wo die Diskriminierung von LSBTQI+ durch neue Gesetze zunimmt.