5. April 2019

Deutsche Bank im Vatikan: Gemeinsam für die Rechte von LSBTQI

Die Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, Transgender-, Queer- und intersexuellen Menschen (LSBTQI) stand heute im Zentrum einer Privataudienz im Vatikan, die am 5. April 2019 in Rom stattfand. Gastgeber war Seine Eminenz Kardinal Pietro Parolin, Staatssekretär Seiner Heiligkeit - ein Amt, das als „Premierminister“ des Heiligen Stuhls bezeichnet wird. Zu den Teilnehmern zählte Karl von Rohr, der Stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank. Er vertrat die Bank in einer Delegation von „Open for Business“, einem Zusammenschluss weltweit tätiger Unternehmen mit dem Ziel, für LSBTQI-Rechte aus geschäftlicher Sicht zu werben. Die Deutsche Bank ist seit Längerem Mitglied dieses Netzwerkes.

„Wir leben unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Verantwortung, mit all jenen zusammenzuarbeiten, die sich für mehr Integration und Chancengleichheit einsetzen. Deswegen fördert die Deutsche Bank die Rechte von LSBTQI weltweit. Wir danken dem Vatikan, dass er uns hierzu zu einer gemeinsamen Diskussion eingeladen hat. Wir freuen uns darauf, mit anderen Unternehmen, gesellschaftlichen Gruppen sowie Regierungen zusammenzuarbeiten, um dieses wichtige Thema voranzubringen“, sagte von Rohr.

Homosexualität verstößt in 70 Ländern gegen geltende Gesetze, sechs davon sanktionieren sie sogar durch die Todesstrafe. Das belegt eine Studie, die „Open for Business“ nach der Privataudienz der Presse vorgestellt hat. Sie zeigt deutlich, dass die Kriminalisierung einvernehmlicher, gleichgeschlechtlicher Handlungen zu Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen führt

Die Deutsche Bank ist weltweit in rund 60 Ländern tätig. Ihre Belegschaft setzt sich aus 146 Nationalitäten zusammen und ist insgesamt vielfältig. Die Bank hat eine klare Haltung zu Vielfalt und setzt sich weltweit für die Rechte von LSBTQI ein.

Unternehmen funktionieren besser, wenn sie offen, integrativ und einladend für alle sind. Das gilt auch für Volkswirtschaften, wie die Studie von „Open for Business“ zeigt: LSBTQI-inklusive Länder sind wettbewerbsfähiger, produktiver, gesünder und haben eine bessere Reputation in der Welt. Dementsprechend möchte die Deutsche Bank gesellschaftlichen Fortschritt und Wirtschaftswachstum ermöglichen, indem sie einen positiven Beitrag für ihre Kunden, Mitarbeiter, Investoren und die Gesellschaft leistet.

Kardinal Pietro Parolin begrüßt die Debatte über LSBTQI-Rechte und verurteilt jegliche Gewalt. Bei der Privataudienz signalisierte er seine Absicht, mit den Anwesenden hierzu im Gespräch zu bleiben. Dies stellt für die entsprechenden Interessengruppen eine wichtige neue Ebene des Dialogs mit dem Vatikan dar. Zu den Anwesenden gehörten neben den Wirtschaftsführern auch Parlamentarier, Richtern und Menschenrechtsanwälte.

Die anwesenden Wirtschaftsführer begrüßten die Erklärung, da sie den Werten ihrer Unternehmen entspricht und sich der Einbeziehung von LSBTQI verschrieben hat. Neben der Deutschen Bank nahmen auch die „Open for Business“-Mitglieder Accenture, Brunswick Group, EY, IBM, Microsoft, Linklaters und Virgin Atlantic teil.

Im Januar 2019 hat die Deutsche Bank mit anderen Unternehmen eine Initiative für die Chancengleichheit von LSBTQI-Mitarbeitern gestartet, die vom Hochkommissar der Vereinten Nationen (UN) für Menschenrechte unterstützt wird. Sie ruft Unternehmen auf der ganzen Welt dazu auf, LSBTQI-Diskriminierung am Arbeitsplatz zu bekämpfen und die entsprechenden UN-Verhaltensstandards bis 2020 umzusetzen. Diese Standards hat die Deutsche Bank als eines der ersten Unternehmen übernommen.

Wie Unternehmen ihren Einfluss nutzen können, um sich für die Gleichstellung einzusetzen, hat „Open for Business“ ebenfalls untersucht. Die Deutsche Bank hat diese Studie unterstützt. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Internetseite von „Open for Business“.