18. September 2019

Deutsche Bank Research veröffentlicht Analysen speziell für Unternehmenskunden

Die Kunden der neu formierten Unternehmensbank der Deutschen Bank erhalten ab sofort auf sie zugeschnittene, eigene Analysen von einem neu formierten Team in Deutsche Bank Research.

Als erstes hat sich das Team den Klimawandel vorgenommen und heute eine Analyse dazu veröffentlicht. „Was gut für die Erde ist, ist schlecht für Unternehmensgewinne“ – diese Einschätzung sei bei Wirtschaftslenkern verbreitet. Deshalb gingen Unternehmen das Thema oft nur zögerlich an. Deutsche Bank Research argumentiert dagegen und belegt dies sowohl mit Marktdaten als auch mit eigenen Analysen und Erkenntnissen. So stellten die Volkswirtschaftler fest, dass sich die Kaufgewohnheiten der Verbraucher in den vergangenen zwölf Monaten überraschend verändert haben.

Für Datenanalysen nutzt das Team künstliche Intelligenz mittels der hauseigenen Anwendung α-DIG (sprich: alpha-dig). Diese hat Wirtschafts- und Unternehmensnachrichten der vergangenen zwanzig Jahre ausgewertet, genauer: alle Ankündigungen der 1600 Unternehmen im Aktienindex „MSCI World“ und alles, was der Wirtschaftsnachrichtendienst Dow Jones in diesem Zeitraum veröffentlicht hat. Ein Mensch würde für diese Arbeit mehr als 100 Jahre benötigen – α-Dig schafft es in einem Bruchteil der Zeit.

Die Anwendung verglich alle Informationen zum Klimawandel mit den Aktienkursen der Unternehmen und kam zu aufschlussreichen Ergebnissen: Die Aktienkurse von Unternehmen, die eine gute Presse in Sachen Klimawandel hatten, entwickelten sich um 1,4 Prozentpunkte pro Jahr besser als der Index; insgesamt lagen sie über den gesamten Zeitraum um 26 Prozent höher. Umgekehrt entwickelte sich die Bewertung von Unternehmen mit entsprechend ungünstiger Nachrichtenlage unterdurchschnittlich. Und das betraf nicht nur die üblichen Verdächtigen aus Branchen wie Energie und Rohstoffe – sie waren nicht mal am stärksten betroffen.

Im zweiten Teil der Untersuchung geht es um die Kluft zwischen „grünen“ Lippenbekenntnissen und tatsächlichem Kaufverhalten. Dieser langjährige Widerspruch von Reden und Handeln ist schlagartig geringer geworden. Deutsche Bank Research hat herausgefunden, dass in den vergangenen zwölf Monaten in Großbritannien doppelt so viele Verbraucher die Produkte von Unternehmen gekauft haben, die sich mit dem Klimawandel aktiv auseinandersetzen. Eine vergleichbare Entwicklung stellten die Analysten in den USA fest.

„Unser Research war bislang auf institutionelle Kunden wie Fondsgesellschaften oder Pensionsfonds ausgerichtet. Diesen Fokus ergänzen wir nun aufgrund der neuen Ausrichtung der Deutschen Bank. Wir sehen diese als Chance, Themen anders und für eine andere Zielgruppe zu behandeln“, sagte Jim Reid, Leiter der neuen Forschungsgruppe.

„Wir freuen uns, den so wichtigen Unternehmenskunden der Bank ein neues Angebot machen zu können“, sagte David Folkerts-Landau, Chefvolkswirt der Deutschen Bank.

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