4. April 2019

Deutsche Bank streicht alle Hotels des Sultanats von Brunei von Buchungsliste

Die Deutsche Bank streicht die Hotelgruppe Dorchester Collection von der Liste ihrer Dienstleister und wird ab sofort keine Zimmer dieser Hotels mehr buchen. Damit setzt sich die Bank für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, queer und intersexuelle (LSBTQI) Rechte ein.

Diese Entscheidung fiel umgehend, nachdem in Brunei ein neues Gesetz gegen Homosexualität eingeführt wurde, das die Todesstrafe für homosexuelle Menschen vorsieht. Die von unseren Mitarbeitern nunmehr nicht mehr zu buchenden Hotels der Dorchester Collection sind über eine staatliche Investment-Agentur im Eigentum des Sultanats.

„Die von Brunei eingeführten neuen Gesetze verletzen grundlegende Menschenrechte. Es ist unsere Pflicht als Unternehmen, uns gegen Menschenrechtsverletzungen zu stellen“, sagte Vorstandsmitglied Stuart Lewis, der den Risikobereich der Bank leitet. Weiter sagte Lewis: „Wir zählen zu den weltweiten Unterstützern von LSBTQI Rechten, und in diesem Zusammenhang überprüfen wir regelmäßig unsere Geschäftspartnerschaften. So stellen wir sicher, dass diese Partnerschaften mit unseren Prinzipien übereinstimmen.“

Im Januar 2019 war die Deutsche Bank Mitbegründerin des Konsortiums Partnership for Global LSBTQI Equality mit dem Ziel, LSBTQI stärker ins Wirtschaftsleben zu integrieren.