28. Mai 2019

Gemeinsam gegen illegalen Wildtierhandel

Die Deutsche Bank hat sich der Initiative United for Wildlife angeschlossen, die sich gegen den illegalen Handel mit Wildtieren einsetzt.

Unter der Schirmherrschaft Seiner Königlichen Hoheit Prinz William bringt United for Wildlife Naturschutzverbände, Regierungen, Strafverfolgungsbehörden und global tätige Unternehmen zum Schutz bedrohter Tierarten zusammen wie Elefanten, Nashörner, Tiger oder Pangoline, auch Schuppentiere genannt.

„Wir wollen gemeinsam gegen den illegalen Wildtierhandel vorgehen und diesen einschränken“, sagte Prinz William kürzlich bei einer Tagung von United for Wildlife in London.

Wie engagiert sich die Deutschen Bank?

Die Deutsche Bank schloss sich im Januar 2019 einer Arbeitsgruppe von Finanzdienstleistern im Rahmen von United for Wildlife an, die den Austausch von Ressourcen und Wissen ermöglicht, um illegale Einnahmen aus dem Wildtierhandel aufzuspüren.

„Der illegale Handel mit Wildtieren ist eine Form des organisierten Verbrechens, die häufig auch mit anderen Verbrechen wie dem Drogen- und Menschenhandel in Verbindung steht“, sagte Stephen Strickland aus der Abteilung gegen Finanzkriminalität, der die Bank in der Initiative vertritt. „Die Finanzbranche kann entscheidend dazu beitragen, Wildtierhandel aufzudecken und an die Behörden zu melden.“

Die Abteilung gegen Finanzkriminalität (AFC) will das Bewusstsein für potenzielle Vorgänge im Zusammenhang mit illegalem Tierhandel schärfen und schult hierfür relevante Mitarbeiter. Zudem stellt AFC den zuständigen Aufsichts- und Strafverfolgungsbehörden relevante Informationen zur Verfügung und geht Hinweisen nach, die der Bereich über die Arbeitsgruppe erhält.

„Durch die enge Zusammenarbeit mit Behörden und anderen Banken können wir die Kontrollen und Untersuchungen im Zusammengang mit dem Wildtierhandel deutlich verbessern“, so Strickland.

Illegaler Wildtierhandel nimmt rasant zu

Illegaler Wildtierhandel ist der Handel mit lebenden Tieren oder Pflanzen sowie Produkten wie etwa Elfenbein, die aus geschützten Arten gewonnen werden. Der Schwarzmarkt floriert und hat in den vergangenen zehn Jahren drastisch zugenommen, da die Nachfrage nach Wildtieren, die als Haustiere gehalten werden, sowie nach Produkten wie Elfenbein als Schmuck oder Souvenirs sehr groß ist.

Das jährliche Volumen des Handels mit Wildtieren wird auf 50 bis 150 Milliarden US-Dollar geschätzt – und die Folgen für gefährdete Tierarten sind verheerend: In den vergangenen zehn Jahren verlor allein Tansania 60 Prozent seiner Elefanten, und der weltweite Bestand an Nashörnern ging seit den 1970er Jahren um 90 Prozent zurück.

„Nur durch eine langfristige und engagierte Partnerschaft zwischen Transportunternehmen, dem Finanzsektor und den Strafverfolgungsbehörden können wir erreichen, dass diese Kriminellen gestoppt werden“, sagte Prinz William.