16. April 2019

Neun Fakten über ASEAN

Die Transaktionsbank erwirtschaftet in Südostasien so viele Erträge wie in China und Indien zusammen. Was man sonst noch über die „Association of South-East Nations“ (ASEAN) wissen muss.

Für Europa wächst die Bedeutung von Südostasien als Handelspartner. Die Region positioniert sich weiterhin weltweit als kostengünstiger Produktionsstandort und zieht Investitionen ausländischer Unternehmen an.

Die zehn ASEAN-Staaten (Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam, Kambodscha, Laos, Myanmar, und Brunei) machen Fortschritte bei ihrer wirtschaftlichen Zusammenarbeit, sie bauen Handelsbarrieren ab und treiben die Digitalisierung in ihrer Region voran. So können sie Größenvorteile nutzen.

Die Deutsche Bank hat Niederlassungen in sechs erstgenannten ASEAN-Ländern. Die Transaktionsbank versorgt diese Märkte mit Dienstleistungen in den Bereichen Cash, Handelsfinanzierungen und Wertpapiere. Sie erwirtschaftet dort so viele Erträge wie in China und Indien zusammen.

Neue Fakten über ASEAN:

  1. 630 Millionen Menschen leben in ASEAN, das sind 9 Prozent der Weltbevölkerung und mehr als in der EU oder Nordamerika. Nur China und Indien haben mehr Einwohner und somit (potentielle) Arbeitnehmer und Verbraucher. Und ASEAN ist jung: Die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 30 Jahre (weitere Quellen: McKinsey und The Asean Post).
  2. Bis 2030 soll ASEAN die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt sein (BIP derzeit 2,7 Billionen US-Dollar).
  3. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf ist in ASEAN seit Ende der 1970er Jahre um durchschnittlich 5 Prozent pro Jahr gewachsen – Weltrekord. Der internationale Währungsfonds geht davon aus, dass diese hohe Wachstumsrate mindestens bis 2023 anhalten wird.
  4. Im Jahr 2000 lebten noch 14 Prozent der ASEAN-Bevölkerung unter der internationalen Armutsgrenze. 2013 waren es nur noch drei Prozent.
  5. ASEAN ist der drittgrößte Empfänger von ausländischen Direktinvestitionen weltweit.
  6. Zwischen den Mitgliedsstaaten von ASEAN gibt es fast keine Handelszölle mehr: Der Staatenbund hat 99 Prozent der bisherigen abgeschafft. Er will den Austausch von Transport- und Handelsdaten erleichtern. Entsprechende Steuerung und Rahmenbedingungen sind in Arbeit.
  7. Eine Billion US-Dollar: Diesen Wert sollen die Bruttoexporte der ASEAN-Staaten im Jahr 2020 erreichen. Die Exporte waren zuletzt (2017) in Vietnam am stärksten gestiegen (plus 19 Prozent), gefolgt von den Philippinen mit 18 Prozent (laut Welthandelsorganisation).
  8. In den ASEAN-Ländern ist Bargeld das wichtigste Zahlungsmittel – noch. Die Region macht große Fortschritte bei Echtzeit-Zahlungen. Grundlage dafür ist ein elektronisches Zahlungssystem namens „any ID, das bereits in vier Ländern zur Verfügung steht.
  9. ASEAN hat schätzungsweise 330 Millionen Internetnutzer.

Wie die Digitalisierung Südostasien verändert, erklärt Boon-Hiong Chan aus der Transaktionsbank, der führende Experte für die Region.

Bitte beachten Sie, dass die verlinkten Quellen nur auf Englisch vorliegen.