6. Juni 2019

Wirtschaftsminister Peter Altmaier: „Wir sind stolz auf die Deutsche Bank“

Vorstandschef Christian Sewing betont auf der dbAccess Investorenkonferenz in Berlin die Fortschritte – und bekräftigt den Willen zu noch schnellerem Wandel

Peter Altmaier sieht die Deutsche Bank auf dem richtigen Kurs: „Wir sind beeindruckt, wie konsequent Sie die Probleme angehen, die Sie geerbt haben“, sagte der Bundesminister für Wirtschaft und Energie bei der dbAccess Konferenz in Berlin an Vorstandschef Christian Sewing gewandt. „Wir sind stolz auf die Deutsche Bank, sie ist Teil des nationalen Erbes.“ Deutschland brauche starke Banken, die die Wirtschaft international begleiten können, sagte Altmaier und lobte: „Die dbAccess-Konferenz bringt Unternehmen mit internationalen Investoren zusammen – ein solches Netzwerk hilft allen Beteiligten“.

Peter Altmeier

Im Rahmen der dreitägigen Konferenz führten mehr als 140 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz rund 1.700 Gespräche mit 230 internationalen Investoren aus 23 Ländern.

Vorstandschef Sewing versicherte zu Beginn der von der Unternehmens- und Investmentbank ausgerichteten Konferenz, die Deutsche Bank stehe fest zu ihrem internationalen Geschäft. „Wir sind gleichermaßen stolz auf unsere Wurzeln und unser globales Netzwerk“, sagte er. Die Bank habe 2018 erhebliche Fortschritte gemacht und alle Finanzziele erreicht. „Aber das ist nicht genug: Wir werden die Transformation unserer Bank intensivieren und beschleunigen. Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Christian Sewing

Besorgt zeigte sich Sewing über die Ergebnisse der Europawahl: Der wachsende Zuspruch für euroskeptische Parteien „ist für unsere politische Kultur alarmierend.“ Der sinkende Zuspruch zur europäischen Idee sei eine erhebliche Bedrohung für die Zukunft des Kontinents. „Für mich ist klar: Wir brauchen mehr europäische Integration, nicht weniger“, sagte Sewing. „Aber dafür wir müssen die Schwächen der EU angehen, vor allem die zu komplexen Entscheidungswege.“

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen erläuterte in einem Gespräch mit Sewing ihre Sicht auf die geopolitische Lage. Die größten Risiken seien derzeit der wieder aufgeflammte Wettbewerb zwischen den Großmächten, der islamistische Terror, die Destabilisierung des Nahen Ostens und Afrikas.

Christian Sewing im Gespräch mit Ursula von der Leyen

Eine weitere Herausforderung sei die Cyberkriminalität – hier müssten sich Experten von Militär und Privatwirtschaft enger vernetzen und gegenseitig unterstützen, forderte von der Leyen. Allein die Bundeswehr sei 4.500 Cyber-Angriffen ausgesetzt – und zwar pro Tag.