12. November 2014

Deutsche Unternehmen sind bei der Nutzung der chinesischen Währung Renminbi noch zurückhaltend

Deutsche Unternehmen schöpfen die Möglichkeiten der chinesischen Währung Renminbi bisher nicht vollständig aus. Das hat eine Umfrage der Deutschen Bank und der Fachzeitschrift „DerTreasurer“ unter Treasury-Abteilungen deutscher Unternehmen ergeben. Jedes dritte Unternehmen (31 Prozent) nutzt aktuell den Renminbi, weitere 17 Prozent planen dies aber für die nähere Zukunft.

„Die Aufholjagd des Renminbi ist unaufhaltsam“, so Lothar Meenen, Head of Trade Finance & Cash Management Corporates Germany. „Die chinesische Regierung fördert die chinesische Währung aktiv und hat die Abwicklung von Auslandszahlungen in Renminbi in den letzten zwölf Monaten erheblich vereinfacht. Durch die Internationalisierung der Währung wird die Anzahl der Unternehmen, die die chinesische Währung nutzen, weiter zunehmen“, so Lothar Meenen. Bereits jetzt ist der Renminbi die siebt-meistgenutzte Handelswährung der Welt. „Durch eine Fakturierung in Renminbi können chinesische Unternehmen Kostenaufschläge beim Währungstausch oder bei Währungssicherungsgeschäften senken und oft Einsparungen realisieren, die sie an Kunden weitergeben können.“

„Viele deutsche Unternehmen sind noch zögerlich, weil ihre chinesischen Geschäftspartner oft eine Rechnungsstellung in Euro oder US-Dollar bevorzugen“, so Lothar Meenen. „Wenn chinesische Unternehmen beispielsweise Vorprodukte in Euro oder US-Dollar importieren, wollen sie ihre Produkte auch in Euro oder US-Dollar verkaufen. Kaufen sie Vorprodukte dagegen in Renminbi, bevorzugen sie oft die chinesische Währung von ihren deutschen Kunden.“

Die Umfrage unter deutschen Finanzabteilungen  kommt zu dem Ergebnis, dass bisher jeweils 31 Prozent der deutschen Unternehmen Renminbi-Zahlungen akzeptieren und Zulieferer in Renminbi bezahlen. Jedes fünfte Unternehmen nutzt bereits die chinesische Währung für den unternehmensinternen Zahlungsverkehr.

Über die Umfrage:

Die Fachzeitschrift „DerTreasurer“, die der F.A.Z.-Fachverlag Frankfurt Business Media herausgibt, hat in Kooperation mit der Deutschen Bank Finanzverantwortliche deutscher Unternehmen nach deren Nutzung des Renminbi befragt. Rund die Hälfte der befragten Unternehmen hat einen Umsatz von größer 1 Mrd. EUR, 20 Prozent der befragten Unternehmen hat einen Umsatz zwischen 250 und 1 Mrd. EUR und rund 30 Prozent der Unternehmen haben einen Umsatz unterhalb von 250 Mio. EUR.


W
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