Die Plattform-Revolution

Die Gesetze der Wirtschaft ändern sich. Markus Pertlwieser, Digitalstratege der Deutschen Bank, spricht in Boston mit Geoffrey Parker, Wirtschaftsexperte am Massachusetts Institute of Technology (MIT) über digitale Plattformen als Business-Erfolgsmodell. 

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Markus Pertlwieser und Geoffrey Parker im Gespräch

Plattform Revolution
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Markus Pertlwieser über

... das Phänomen der Plattform: Im Prinzip ist sie eine Art digitaler Marktplatz, der Angebot und Nachfrage zusammengebringt. Güter werden dort in der Regel nicht vom Betreiber, sondern von den Kunden selbst angeboten. Sie entstehen zum Teil zu Grenzkosten von Null und können beliebig in die ganze Welt distribuiert werden. Diese Bedingungen machen die Plattform so besonders. Egal welche Plattform man nimmt, die Führenden sind immer die, die den Kunden am besten verstehen.

... die Herausforderungen und Chancen für Unternehmen: Bei der Transformation hin zur Plattform sind Themen, wie ‚Mindset’, ‚Risikobereitschaft’ und ‚Führung’ essenzielle Wegbereiter. Am Ende sind es immer Menschen, die die Plattform erstellen, deshalb ist das Menschliche auch von großer Bedeutung.

... die transatlantische Zusammenarbeit mit dem MIT: Das Thema ist von großer Relevanz. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, Corporate Sponsor Mitglied am Massachusetts Institute of Technology zu werden. Wir wollen mit Vordenkern in den Austausch gehen, die eine unglaubliche Expertise besitzen. 

Geoffrey Parker über...

... die Plattform Revolution: Wir sprechen von Revolution, weil erfolgreiche Plattformen wie Amazon, Airbnb oder Uber massive gesellschaftliche Veränderungen ausgelöst und großen Einfluss auf etablierte Unternehmen haben. Plattform-Firmen besitzen enorm disruptives Potenzial: sie können neue Märkte schaffen und bestehende völlig verändern.

… die Herausforderungen für etablierte Firmen: Ihr Wettbewerbsvorteil beginnt bei ihrem breiten Kundenstamm, den Mitarbeitern, bereits bestehenden profitablen Businessmodellen oder wertvollen Technologien.

…die Chancen für Start-ups: Ich rate jungen Unternehmern in Europa nach Märkten zu suchen, die unterversorgt sind. Bereiche, in denen Kunden das Produkt oder den Service, nach dem sie suchen, nicht finden. Die kulturelle Diversität begreife ich dabei als große Chance, Märkte zu eröffnen, die bislang verschlossen blieben.