Mehr Offenheit in Wirtschaft und Gesellschaft

Ulrich Grillo vertrat als Präsident des Bundesverbands der deutschen Industrie die Interessen von über 100.000 Unternehmen mit 8 Millionen Beschäftigten im Inland und 4 Millionen im Ausland. In ihrem Sinne forderte er eine offene Gesellschaft, in der sich auch die Wirtschaft frei entfalten kann.

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Zu Gast bei Ulrich Grillo

Ulrich Grillo ist für Offenheit...

... im Welthandel
In der ganzen Welt werden die Stimmen lauter, die zurück wollen in die vermeintliche Sicherheit einer geschlossenen Gesellschaft. Ich sehe da auch Verantwortung in der Wirtschaft, die offene Gesellschaft immer wieder neu zu behaupten und zu verteidigen. Gerade die deutsche Wirtschaft ist abhängig vom Export und daher auf offene Grenzen und freie Märkte angewiesen.

... bei Digitalisierung und Innovationen
Wir brauchen mehr Offenheit für die Digitalisierung und neue Innovationen. Allein bis 2025 könnte Europa einen Zuwachs von 1,25 Billionen Euro an industrieller Bruttowertschöpfung erzielen, wenn die digitale Transformation erfolgreich umgesetzt wird. Dazu brauchen unsere Unternehmen allerdings auch die richtigen Rahmenbedingungen. Ich denke da zum Beispiel an die Einführung von Innovationschecks, die die Folgen von neuen Gesetzen für den Innovationsstandort Deutschland schon bei deren Entstehung systematisch abschätzen – und nicht erst dann, wenn diese schon in Kraft getreten sind.

... gegenüber geflüchteten Menschen und interkultureller Zusammenarbeit
Beim Thema Flüchtlinge müssen wir eng zusammenarbeiten. Die Wirtschaft nimmt ihre Verantwortung für die Integration sehr ernst. Das ist mühsamer, als manche denken. Integration kann gelingen. Aber sie benötigt Zeit und Geduld – und kluge Rahmenbedingungen. Mit schnellen Erfolgen kann daher niemand rechnen. Es war von Anfang an klar, dass die Integration von Flüchtlingen eine Aufgabe von Jahren, nicht von Monaten ist. Die deutsche Industrie wird sich daher weiterhin für eine offene Gesellschaft einsetzen.