Niedersächsisches Münzkabinett der Deutschen Bank
40.000 numismatische Objekte des Mittelalters und der Neuzeit in den Räumen der Deutschen Bank in Hannover am Georgsplatz
1983 erwarb die Deutsche Bank das ehemalige Königliche Münzkabinett zu Hannover, das sich seit 1745 im Besitz der Welfen befand. Die Sammlung umfasst über 40.000 numismatische Objekte des Mittelalters und der Neuzeit: Münzen, Medaillen und Plaketten, Marken und Zeichen, Orden und Ehrenzeichen sowie Münzfunde. Die geographischen Sammlungsschwerpunkte liegen vor allem in Niedersachsen sowie in Großbritannien, Irland und den britischen Kolonien.
Mit ihrem Engagement wollte die Deutsche Bank sicherstellen, dass die Sammlung in ihrem historisch gewachsenen Bestand zusammenblieb, und verhindern, dass ein solches historisches Kulturgut aus dem Land Niedersachsen gebracht werden würde. Im Hauptgebäude der Deutschen Bank Hannover am Georgsplatz wurden Arbeits- und Ausstellungsräume eingerichtet. Unter dem Namen "Niedersächsisches Münzkabinett der Deutschen Bank" wurde die kostbare Sammlung in das Gesamtverzeichnis national wertvollen Kulturgutes aufgenommen. Die wissenschaftliche Betreuung obliegt dem Niedersächsischen Landesmuseum Hannover. Die Arbeit wird begleitet von einem Kuratorium, dem zwei Vertreter der Bank, des Landes Niedersachsen und zwei Numismatiker angehören. Teile der Sammlung wurden 1986 mit der Ausstellung "Vom Taler zur Mark" in den Räumen der Deutschen Bank Filiale Hannover der Öffentlichkeit präsentiert. Von 1991 bis 2005 war diese Schau in einer Vielzahl von Niederlassungen der Deutschen Bank im ganzen Bundesgebiet zu sehen. Die Dauerausstellung in der Deutschen Bank widmet sich den Münzen der Stadt Hannover (1438-1674).
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Silberbarren |
Erst im Jahre 2005 wurden auf Schloss Marienburg 20 wertvolle Silberbarren des Spätmittelalters entdeckt. Seit 2006 gehören sie wieder zum Münzkabinett. Wegen ihrer großen historischen Bedeutung werden sie in der Dauerausstellung des Niedersächsischen Landesmuseums in Hannover gezeigt.