Dialog mit unseren Interessengruppen

Im Rahmen eines breit angelegten Stakeholderdialogs beteiligen wir uns an verschiedenen Initiativen, um Standards und freiwillige Selbstverpflichtungen zu erarbeiten oder zu verbessern, und suchen gemeinsam nach Wegen, sie innerhalb des Finanzsektors umzusetzen. Der Austausch fördert unser Verständnis für unterschiedliche Perspektiven sowie die Relevanz und Komplexität der diskutierten Themen. Gleichzeitig können wir Kritikern unsere Standpunkte deutlich machen und die unserem Geschäft innewohnenden Grenzen darlegen.

Es ist uns bewusst, dass die Interessen unserer Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter und der allgemeinen Öffentlichkeit nicht immer deckungsgleich sind. Interessenskonflikte, die sich durch die unterschiedlichen Erwartungen der Stakeholder ergeben, müssen fair gelöst werden. Wo das nicht möglich ist, müssen wir die Gründe dafür offen und transparent benennen und uns den kritischen Fragen der Öffentlichkeit stellen.
Daher legen wir Wert auf einen fairen und offenen Austausch mit allen Interessengruppen unseres Unternehmens. Wir wollen verstehen, welche besonderen Erwartungen sie an uns stellen, unsere Position darlegen und so die Akzeptanz unseres Handelns fördern.

Dazu stehen wir in regelmäßigem Dialog mit unseren Stakeholdern. Neben dem etablierten Austausch mit unseren Aktionären im Rahmen unserer jährlichen Hauptversammlung setzen wir im Gespräch mit unseren Stakeholdern vier Schwerpunkte:

  • Wir führen eigene Veranstaltungen zu Nachhaltigkeitsthemen durch
  • Wir beteiligen uns an nachhaltigkeitsorientierten Initiativen und bringen uns bei entsprechenden Foren und Veranstaltungen ein
  • Wir führen auf nationaler und internationaler Ebene einen konstruktiven und langfristig angelegten Dialog mit politischen Verantwortungsträgern und Regulatoren
  • Mit unseren Wettbewerbern stehen wir in einem aktiven Austausch zu sensiblen Fragestellungen und unterstützen beispielsweise Initiativen zu Themen wie Menschenrechte und Nuklearenergie.

Unsere Materialitätsanalyse hilft uns, unseren Nachhaltigkeitsansatz mit den Erwartungen unserer Interessengruppen in Einklang zu bringen.

Wir überprüfen derzeit den Ansatz für die Einbindung unserer Interessengruppen und entwickeln ein systematischeres Verfahren, um die breite Palette an Positionen zu berücksichtigen und ein klareres Bild von zentralen Fragen und Meinungen zu zeichnen.

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„Zwischen der Erwartung an Banken und der Wahrnehmung von Banken gibt es ein massives Missverhältnis. Wir müssen raus aus unseren Türmen und einen Dialog mit allen Stakeholdern auf Augenhöhe führen.”

Rainer Neske Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank, beim International Bankers Forum in Frankfurt am 26. Februar 2013.

Dialog mit politischen Verantwortungsträgern und Regulierungsbehörden

Die Deutsche Bank hat das Ziel, auf nationaler und internationaler Ebene einen konstruktiven und langfristig angelegten Dialog mit politischen Verantwortungsträgern und Regulatoren zu führen und so einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Finanzmärkte leisten.

Unser Global Regulatory Policy-Team möchte als vertrauenswürdiger und konzeptuell führender Gesprächspartner in politischen Diskussionen weltweit gelten. Es stellt sicher, dass die Bank über alle wichtigen nationalen, internationalen und globalen Bemühungen zur Stärkung des regulatorischen Rahmenwerks für die Finanzmärkte informiert ist und sich aktiv daran beteiligt.

Bei Themen mit grenzüberschreitender Bedeutung engagieren wir uns direkt. Dazu gehören z.B. Standards, die von internationalen Organisationen wie dem Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, dem Financial Stability Board oder der International Organization of Securities Commissions (IOSCO) gesetzt werden. Da rund 70% der Finanzmarktgesetze in Europa auf europäischer Ebene erlassen werden, führen wir außerdem zusammen mit unserer EU-Repräsentanz einen direkten Dialog mit den Institutionen der Europäischen Union. Die EU-Repräsentanz beobachtet politische und regulatorische Entwicklungen und bringt das Expertenwissen der Deutschen Bank in die Entscheidungsverfahren der EU ein.

Unser Team ist weltweit in Kontakt mit den Aufsichtsbehörden im In- und Ausland. Die Deutsche Bank engagiert sich außerdem im Rahmen politischer und regulatorischer Entwicklungen, indem sie Führungskräfte in internationale Branchenverbände und Vereinigungen entsendet. Bei Branchenkonferenzen bringen wir unser Expertenwissen ein und stellen Regulierungsbehörden und Politik unsere Positionen vor.

Seit 2013 trägt die Deutsche Bank dazu bei, Positionen zu entwickeln, wie aus Sicht des Finanzsektors die weltweite Entwicklung vorangetrieben und das Wachstum gesteigert werden kann. Länder und Interessengruppen arbeiten derzeit unter der Leitung eines Beratergremiums des UN-Generalsekretärs an einer Weiterentwicklung der Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, die im Jahr 2015 auslaufen. Mit Hilfe dieser Ziele soll die soziale und wirtschaftliche Lage in den ärmsten Ländern der Welt verbessert werden, wobei gleichzeitig auch Umweltschutzziele eingebunden werden sollen.

Das UN High Level Panel legte dem Generalsekretär seinen Bericht mit Empfehlungen vor. Dieser Bericht enthielt 12 neue globale Ziele und Indikatoren, z.B.:

  • ein Ende der Armut
  • Verbesserung der Stellung von Mädchen und Frauen und Gleichberechtigung der Geschlechter
  • umfassender Zugang zu Wasser und sanitären Anlagen
  • Sicherstellen einer nachhaltigen Energieversorgung
  • Schaffung eines globalen Umfelds, das Fortschritt fördert, und Anreize für langfristige Finanzierungen setzt

     

Dialog mit der Zivilgesellschaft. Einige ausgewählte Foren:

  • Wir schätzen den Austausch mit Nichtregierungsorganisationen (NGOs), auch wenn wir ihre Einschätzungen nicht immer vollständig teilen. Der Schwerpunkt unserer Treffen und Gespräche im Jahr 2013 lag bei den Themen Monokulturen, Landraub und Palmöl. Im Oktober 2013 luden wir zum achten Diskussionsforum im Rahmen des Bankendialogs, der von einer anerkannten Umwelt-NGO veranstaltet wird, in unsere Zentrale nach Frankfurt am Main ein. Vertreter von europäischen Banken diskutierten mit NGOs die Frage, wie gut Finanzdienstleister die ökologischen und sozialen Auswirkungen kennen, die von ihren Kunden ausgehen. Darüber hinaus wurde hinterfragt, ob ein Ausschluss von oder der Dialog mit Kunden, die eine unbefriedigende Nachhaltigkeitsbilanz ausweisen, ein geeigneter Weg sei, um Verbesserungen herbeizuführen.
  • Wir haben jährliche SRI-Roadshows (Investorentermine zum Thema verantwortungvolles Investieren) in den USA und Europa etabliert, um den Anlegern gegenüber zu erläutern, wie die Deutsche Bank ihrer Verantwortung nachkommt.  
  • 2012 haben wir an einem NGO-Dialog zum Thema Bergbau teilgenommen und waren daran anknüpfend Gastgeber eines Bankenforums deutschsprachiger Banken. Ein Diskussionspunkt befasste sich damit, wie Unternehmen aus dem Bergbausektor ihre negative Umweltbilanz verbessern können. An diesem Gespräch beteiligten sich auch Amnesty International, die indische Legal Initiative for Forest and Environment und die deutsche NGO Urgewald.
  • 2012 waren wir gemeinsam mit der Initiative Principles for Responsible Investment der Vereinten Nationen Gastgeber einer Konferenz zu potentiellen Effekten der Berücksichtigung von ESG-Faktoren.
  • 2012 haben wir mit der School of Business and Economics der Universität Maastricht (MUSBE) in den Niederlanden eine langjährige Kooperation vereinbart. Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung von Forschungsarbeiten zu ökologischen, sozialen und Governance-Themen (ESG) in der Wirtschaft.

Dialog mit NGO’s – Fallbeispiel Palmöl

Im Jahr 2013 forderte uns eine anerkannte NGO auf, unsere Geschäftsbeziehung zu einem asiatischen Unternehmen im Palmölbereich zu beenden. Im Rahmen unserer rechtlichen Verpflichtung, Informationen über Kunden und unsere Kundenbeziehung vertraulich zu behandeln, stimmten wir einem Treffen mit Vertretern der Organisation zu. Wir diskutierten über den Palmölsektor allgemein und die spezielle Situation in verschiedenen Ländern wie zum Beispiel Indonesien. Die NGO erläuterte uns ihre Erwartungshaltung bezüglich Veränderungen bei dem angesprochenen Unternehmen sowie gegenüber dem Palmölsektor allgemein. Wir verdeutlichten unsere Sichtweise, erläuterten das Wesen unserer Kundenbeziehungen, legten dar, wie wir mit dem Thema Monokulturen bisher umgegangen sind, und begründeten unsere Entscheidung, erst den Dialog mit Kunden zu suchen, bevor wir im Bedarfsfall Maßnahmen ergreifen. Das Treffen führte nicht zu einer gemeinsamen Vereinbarung. Wir erklärten allerdings, dass wir uns der Wichtigkeit des Themas bewusst sind; gleichzeitig konnten wir dazu beitragen, unsere Rolle, die Art unseres Geschäfts und die Grenzen einer kurzfristigen Einflussnahme besser nachvollziehbar zu machen.

Stakeholder-Dialog zum Thema Streumunition

Aktuelle Entwicklungen

Bankendialog mit NGOs

Im Oktober 2013 sind wir Gastgeber einer Dialogveranstaltung mit Vertretern von NGOs und europäischen Banken, bei denen kontroverse Themen diskutiert werden. Erörtert wird unter anderem, wie Banken potenziell umweltschädliche Aktivitäten von Kunden analysieren.

Zusammenarbeit mit Finanzinstituten

Wir kooperieren mit einzelnen Banken und auch Bankenvereinigungen, um dem Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken mehr Nachdruck zu verleihen.

Die Banking Environment Initiative

Im Rahmen der Banking Environment Initiative (BEI) haben wir gemeinsam mit anderen Banken überlegt, wie der Finanzsektor das Consumer Goods Forum (CGF) dabei unterstützen kann, das Abholzen von Wäldern aus der Wertschöpfungskette von Unternehmen auszuschließen. Neben Palmöl berücksichtigt die Initiative weitere Agrarrohstoffe, wie Holz, Soja und Rindfleisch, deren Produktion für rund 50 % der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist, die durch das Abholzen von Wäldern entstehen. Die BEI arbeitet mit einem Ausschuss des Consumer Goods Forum zusammen, der sich dem Thema Lieferketten widmet. Ziel ist es, dass Unternehmen mit hohen Umweltauswirkungen bis zum Jahr 2020 nachweisen müssen, dass ihre Geschäftstätigkeit nicht zur Nettoentwaldung beiträgt.

Offenlegung von Umwelt- und Sozialrisiken in Anleiheemissionen

Wir kooperieren mit anderen Banken, um die Offenlegung von Umwelt- und Sozialrisiken in Anleiheemissionen zu verbessern. In einem ersten Schritt konzentrieren sich die Maßnahmen auf den Rohstoffsektor. Ziel ist es, Investoren eine umfassendere Entscheidungsgrundlage zu ermöglichen. Emittenten sollen darin bestärkt werden, wesentliche Umwelt- und Sozialrisiken offenzulegen und gleichzeitig Managementpläne zur Minimierung derselben vorzustellen. Während zahlreiche Angebotsdokumente bereits umfangreiche Angaben zu Umwelt- und Sozialrisiken beinhalten, bleiben andere dahinter zurück – indem zum Beispiel nicht auf Klimarisiken oder das Fehlen von Managementsystemen zur Feststellung von Umwelt- und Sozialrisiken eingegangen wird. Die Bankengruppe erarbeitete einen Bericht, der neben praktischen Leitlinien für Emittenten auch Best-Practice-Beispiele enthält.

Die Thun Gruppe

Außerdem führten wir intensive Gespräche mit Banken, die sich in der Thun Gruppe engagieren. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Banken, der sich für ein besseres Verständnis der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UN Guiding Principles on Business and Human Rights) und deren bestmögliche Verankerung im Bankgeschäft einsetzt. Er wird dabei vom Kompetenzzentrum Menschenrechte der Universität Zürich unterstützt, einem Mitglied des Schweizerischen Kompetenzzentrums für Menschenrechte (SKMR). Die Thun Gruppe entwickelte ein Diskussionspapier, das Finanzinstitute bei der Umsetzung der UN-Leitprinzipien in eigene Richtlinien und ihre Arbeitspraxis unterstützen soll. Wir nutzen das Papier, um das Thema Menschenrechte besser in dem Regelwerk der Deutschen Bank zu verankern.

Wir suchen den aktiven Austausch mit unseren Kunden

Als führende globale Bank unterhalten wir Kundenbeziehungen in Wirtschaftssektoren, deren Aktivitäten potenziell umfangreiche Umwelt- und Sozialrisiken beinhalten. Wir beobachten die damit verbundenen Entwicklungen und suchen den aktiven Austausch mit unseren Kunden. Unser Ziel ist es, das gegenseitige Verständnis zu fördern, die Transparenz zu erhöhen und mittelfristig zur Verbesserung von komplexen Umwelt und Sozialthemen beizutragen. Unser Engagement gründet sich auf der Überzeugung, dass ein offener Dialog die beste Basis für eine Entwicklung hin zu einer nachhaltigeren Zukunft ist.

Beispiel: Textilfabrik in Bangladesch

Nach dem Brand in des Gebäudes Rana Plaza in Bangladesch beschäftigten wir uns 2013 intensiv mit der Textilindustrie. Unsere Recherche ergab, dass Unternehmen, die ihre Produktion in diese Art von Fabriken auslagern, grundsätzlich über adäquate Nachhaltigkeitsrichtlinien verfügen und sich zur Einhaltung relevanter Standards verpflichten. Es zeigte sich jedoch auch, dass diese Richtlinien und Standards in der Praxis nicht immer vollständig eingehalten werden. Um die Gründe hierfür zu verstehen, haben wir das Gespräch mit Kunden aus dem Textilbereich gesucht. Unsere Schlussfolgerungen hieraus werden wir bei Analysen im Rahmen unseres ES-Risikomanagements berücksichtigen.

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Zusammen mit Partnern für eine nachhaltige Entwicklung

Das  Bankwesen ist nicht allein in der Lage, die Umstellung auf eine nachhaltigere Wirtschaft und Gesellschaft voranzutreiben. Der Fortschritt muss von der Industrie, von Regierungen und der Gesellschaft als Ganzer unterstützt werden. Durch unsere Mitgliedschaften in Branchenverbänden und im Austausch mit Think Tanks, Nichtregierungsorganisationen und gemeinnützigen Verbänden leisten wir einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Auf der Grundlage unserer Expertise ist es unser Ziel, Maßnahmen gegen den Klimawandel und für ein nachhaltiges Wachstum zu identifizieren, anzuregen und aktiv zu unterstützen. Außerdem pflegen wir im Rahmen unserer Mitgliedschaften Kontakte mit Partnern, die Spezialisten auf ihrem jeweiligen Fachgebiet sind. Auf diese Weise entwickeln wir unsere Konzepte weiter und stellen sicher, dass wir bei der Erarbeitung unserer Strategien und Aktivitäten dem Rat von Experten folgen.

Banking Environment Initiative (BEI)

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Die Umweltinitiative der Banken BEI wurde 2010 gegründet, um Methoden zu identifizieren, mit denen Banken gemeinsam Kunden proaktiv dabei unterstützen können, Kapital in Technologien zur sauberen Energieerzeugung und in andere umweltfreundliche Geschäftstätigkeiten zu lenken, insbesondere im Hinblick auf nachhaltiges CO2-armes Wachstum.
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seit 2010

Climate Markets and Investment Association (CMIA)

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Der Verband Climate Markets & Investment Association (CMIA) ist eine internationale Handelsorganisation, welche Unternehmen vertritt, die Aktivitäten zur Reduzierung von Emissionen finanzieren, in diesem Sinne investieren und Unterstützung dafür bieten. Im Jahre 2010 standen die Mitglieder der CMIA für 75 Prozent des weltweiten Kohlendioxidhandels mit einem Gesamtwert von ca. 120 Milliarden US-Dollar.
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seit 2012

dena – Deutsche Energie-Agentur

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Institution der deutschen Regierung und führender Finanzdienstleister zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien.
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seit 2001

Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V.

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2007 gegründete Gesellschaft zur Förderung nachhaltigen Bauens, Zusammenschluss von mehr als 900 Organisationen aus der Bau- und Immobilienbranche sowie dem Real-Estate-Sektor.
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seit 2007

Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V.

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Interessenvertretung der deutschen Wirtschaft gegenüber den Entscheidern der kommunalen Politik, der Landes- und der Bundespolitik sowie den europäischen Institutionen.
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seit 1997

econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e. V.

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Initiative führender Unternehmen und Organisationen, die eine nachhaltige Unternehmensstrategie verfolgen.
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seit 2000

Forum für Zukunftsenergien e. V.

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Förderung einer sicheren, preisgünstigen und ressourcenschonenden Energieversorgung.
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seit 2000

Global Reporting Initiative

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Die Global Reporting Initiative (GRI) ist eine netzwerkbasierte Nichtregierungsorganisation, die darauf abzielt, die Nachhaltigkeit und das Berichtswesen in den Themenbereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) zu fördern. Die GRI liefert das weltweit am meisten genutzte Grundgerüst für die Nachhaltigkeitsberichterstattung, um diese Anliegen in Richtung einer größeren Transparenz zu ermöglichen. Das Grundgerüst, das die ‘G3-Leitlinien’ umfasst, legt die Grundsätze und Indikatoren fest, die von Organisationen verwendet werden können, um ihre Leistungen in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Soziales zu messen und zu melden. Die GRI hat sich dem Ziel verschrieben, die Verwendung der für die Öffentlichkeit frei verfügbaren Leitlinien kontinuierlich zu verbessern und zu steigern.
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seit 2002

Investor Network on Climate Risk (INCR)

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Netzwerk von Investoren und Kreditinstituten zur Förderung des Verständnisses von Kreditrisiken und Anlagemöglichkeiten vor dem Hintergrund des Klimawandels.
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seit 2008

Principles for Responsible Investment

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Principles for Responsible Investment ist eine von Investoren angeführte, von der UNEP FI und dem UN Global Compact einberufene Initiative, die gegründet wurde, um Investoren dabei zu helfen, durch verbesserte Analysen von Umwelt-, Sozial- und Unternehmenssteuerungsaspekten bessere langfristige Renditen aus Kapitalanlagen zu erzielen sowie nachhaltige Märkte zu schaffen. Die Initiative hat über 870 Unterzeichner aus 45 Ländern mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 25 Billionen US-Dollar.
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seit 2008

Sustainable Business Institute, Plattform nachhaltiges-investment.org

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Gemeinnützige Organisation mit akademischer Anbindung; Ziel: das Konzept von Nachhaltigkeit in der Geschäftswelt und der Gesellschaft zu verbreiten.
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seit 2003

UNEP Finance Initiative

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Partnerschaft zwischen UNEP (Umweltprogramm der UN) und dem Finanzsektor; spezialisierte Arbeitsgruppen: Asset Management, Klimawandel, Umweltmanagement und Reporting.
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seit 1992

UN Global Compact

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Beim UN Global Compact handelt es sich um eine strategische Initiative, in deren Rahmen sich Unternehmen dazu verpflichten, ihr Tagesgeschäft und ihre Strategie an zehn allgemein akzeptierten Prinzipien für die Bereiche Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung auszurichten.
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seit 2000

Verein für Umweltmanagement in Banken, Sparkassen und Versicherungen e. V.

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Forum für den fachbezogenen Meinungs- und Informationsaustausch zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen.
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seit 2004

World Business Council for Sustainable Development

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Das World Business Council for Sustainable Development (WBC SD) ist ein von Unternehmensvorständen geführter, globaler Zusammenschluss von etwa 200 Unternehmen, die für Fortschritte bei der nachhaltigen Entwicklung eintreten. Sie sehen ihren Auftrag darin, in einer Welt, in der Ressourcen zunehmend begrenzt sind, als Katalysator für Innovationen und nachhaltiges Wachstum zu wirken. Das WBD SD bietet eine Plattform, damit Unternehmen Erfahrungen und bewährte Methoden rund um Fragestellungen zur nachhaltigen Entwicklung austauschen und für ihre Umsetzung eintreten können. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und zwischenstaatlichen Organisationen. Alle Mitglieder zusammen verfügen über jährliche Einnahmen von sieben Billionen US-Dollar. Sie stammen aus mehr als 35 Ländern und vertreten 20 wichtige Wirtschaftszweige. Das WBC SD profitiert auch von einem Netzwerk, das aus 60 nationalen und regionalen Wirtschaftsräten und Partnerorganisationen besteht, die Mehrheit davon in Entwicklungsländern.
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seit 2000

World Economic Forum

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Internationale Dialogplattform für Führungskräfte aus Wirtschaft und Gesellschaft zur Bewältigung globaler Problemstellungen.
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seit 1995

Wesentliche Themen identifizieren

Die Materialitätsanalyse hilft uns, unseren Nachhaltigkeitsansatz mit den Erwartungen unserer internen wie externen Interessengruppen zu vereinbaren. Dabei orientieren wir uns an den von der Global Reporting Initiative (GRI) aufgestellten Kriterien der Wesentlichkeit („Materiality“) und der Einbeziehung von Anspruchsgruppen („Stakeholder inclusiveness“).

Mit Hilfe dieser Analyse können wir ermitteln,

  • welche Themen unsere Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter und die allgemeine Öffentlichkeit im Hinblick auf Nachhaltigkeitsfragen als bedeutsam ansehen,
  • welche Themen besondere strategische und operative Aufmerksamkeit erfordern, weil mit ihnen nachhaltigkeitsrelevante Chancen und Risiken verbunden sind und
  • über welche Themen wir extern berichten sollten.

Analyseschritte und angewandte Prinzipien

Unsere Analyse erfolgte, angelehnt an den Prozessvorschlag der Global Reporting Initiative, in drei Schritten:

  1. Die relevanten nichtfinanziellen Themen und ihre Auswirkungen – innerhalb und außerhalb der Grenzen unseres Unternehmens – identifizieren,
  2. diese Themen priorisieren und
  3. schließlich validieren.

Analyseschritte

Im Rahmen des gesamten Prozesses haben wir 2014 direkt und indirekt die Perspektiven unserer relevanten Stakeholder einbezogen.

Die Identifizierung der relevanten Berichtsthemen erfolgte entsprechend des empfohlenen G4 Prinzips „Nachhaltigkeitskontext“ und vor dem Hintergrund unseres Nachhaltigkeitsverständnisses. Zur Ermittlung relevanter Themen unserer Stakeholder werteten wir die Ergebnisse unserer Stakeholder-Engagement-Prozesse aus; unter anderem Investorengespräche, Protokolle von SRI-Roadshows und Anfragen und Antworten zu nichtfinanziellen Themen im Rahmen der jährlichen Hauptversammlung. Zudem analysierten wir relevante Studien von internationalen Institutionen, Organisationen und Forschungsinstituten. Darüber hinaus haben wir uns angesehen welche Schwerpunktthemen von unseren Stakeholdern, von anderen Banken und Unternehmen oder von externen Organisationen wie dem Sustainability Accounting Standards Board (SASB) identifiziert wurden.

Zur Priorisierung und Validierung der Themen bezogen wir Mitarbeiter und Führungskräfte wesentlicher Geschäftsbereiche und Infrastrukturfunktionen auf nationaler und internationaler Ebene ein. Wir haben die Themen entsprechend des Materialitätsprinzips priorisiert und dementsprechend anhand der Frage untersucht, ob die Deutsche Bank – direkt oder indirekt – ökonomische, ökologische oder gesellschaftliche Werte schafft, erhält oder möglicherweise gefährdet – für unser Geschäft, unsere Stakeholder und die Gesellschaft.

Die entstandenen Themenfelder haben wir bei einer internen Befragung hinsichtlich ihres wesentlichen Einflusses auf unser Geschäftsergebnis, unsere Reputation und unsere Kundenbeziehungen validiert. Näheres dazu im Bericht zur unternehmerischen Verantwortung 2014.

Um die Vollständigkeit der betrachteten Themen sicherzustellen, bezogen wir sämtliche Geschäfts- und Infrastrukturbereiche sowie relevante externe Anspruchsgruppen auf internationaler Ebene in die Analyse ein. Bei der Validierung des Gesamtergebnisses unserer Analyse baten wir intern darum, weitere signifikante Themen zu ergänzen. Im nächsten Schritt werden wir diese durch externe Perspektiven vervollständigen.

Für 2015 streben wir eine weitere Validierung sowie Überprüfung unserer Berichterstattung an. Hierzu werden wir gezielte Befragungen durchführen und das Feedback zu unserem Bericht systematisch auswerten.

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Materielle ESG-Themen

Management der Kundenbeziehungen

  • Kundenzufriedenheit
  • Beschwerdemanagement
  • Kunden- und Datenschutz

Produkte und Dienstleistungen

  • Verantwortungsvolle und angemessene Produkte
  • Nachhaltige Darlehen und Schuldenprävention
  • Systematische Integration von ESG-Faktoren

Management des rechtlichen und regulatorischen Umfelds

  • Vermeidung von Finanzkriminalität, Geldwäsche, Korruption, Bestechung und Betrug
  • Umgang mit Interessenkonflikten

Risikomanagement

  • Integration von Umwelt- und Sozial(risiko)faktoren in Richtlinien und Rahmenwerken
  • Geschäftskontinuität und Technologierisiko

Finanzielle Inklusion und Kapazitätsaufbau

  • Finanzielle Allgemeinbildung
  • Impact Investment
  • Zugang zu Finanzdienstleistungen

Disziplin

  • Effektive Kontroll- und Steuerungsprozesse
  • Kosteneffizienz im Rahmen operativer Exzellenz

Ethik und Verhalten

  • Risikokultur
  • Integrität

Technologie und Innovation

  • Intellektuelles Kapital und Innovation
  • Digitalisierung

Belegschaft und Beschäftigungfähigkeit

  • Mitarbeiter-Commitment
  • Vielfalt und Chancengleichheit
  • Mitarbeiterengagement

Corporate Citizenship

  • Bildung
  • Social Investment

Vergütung

  • Vergütung des Vorstands
  • Mitarbeitervergütung

Kontakt

Haben Sie Fragen zum Thema Dialog mit Interessengruppen? Senden Sie Ihre E-Mail bitte an:

mailbox.sustainability@db.com

Downloads

Unternehmerische Verantwortung Bericht 2014
PDF, 5,8 MB

Sustainability at Deutsche Bank – Information für Investoren (auf Englisch)
PDF, 1,6 MB

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