Deutsche Bank – Verantwortung

Dialog mit unseren Interessengruppen

Das Verhältnis zwischen Gesellschaft und Finanzsektor ist in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise weiterhin von Spannung geprägt. Studien belegen, dass die Finanzbranche bei der Frage, wem man vertrauen könne „das Richtige zu tun“, zum zweiten Mal in Folge auf dem letzten Platz rangiert. Als eine der führenden Banken sieht sich auch die Deutsche Bank mit öffentlichen Vorbehalten konfrontiert - insbesondere im Heimatmarkt Deutschland.

Es ist uns bewusst, dass die Interessen unserer Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter und der allgemeinen Öffentlichkeit nicht immer deckungsgleich sind. Interessenskonflikte, die sich durch die unterschiedlichen Erwartungen der Stakeholder ergeben, müssen fair gelöst werden. Wo das nicht möglich ist, müssen wir die Gründe dafür offen und transparent benennen und uns den kritischen Fragen der Öffentlichkeit stellen.
Daher legen wir Wert auf einen fairen und offenen Austausch mit allen Interessengruppen unseres Unternehmens. Wir wollen verstehen, welche besonderen Erwartungen sie an uns stellen, unsere Position darlegen und so die Akzeptanz unseres Handelns fördern.

Dazu stehen wir in regelmäßigem Dialog mit unseren Stakeholdern. Neben dem etablierten Austausch mit unseren Aktionären im Rahmen unserer jährlichen Hauptversammlung setzen wir im Gespräch mit unseren Stakeholdern vier Schwerpunkte:

  • Wir führen eigene Veranstaltungen zu Nachhaltigkeitsthemen durch
  • Wir beteiligen uns an nachhaltigkeitsorientierten Initiativen und bringen uns bei entsprechenden Foren und Veranstaltungen ein
  • Wir führen auf nationaler und internationaler Ebene einen konstruktiven und langfristig angelegten Dialog mit politischen Verantwortungsträgern und Regulatoren
  • Mit unseren Wettbewerbern stehen wir in einem aktiven Austausch zu sensiblen Fragestellungen und unterstützen beispielsweise Initiativen zu Themen wie Menschenrechte und Nuklearenergie.

Unsere Materialitätsanalyse hilft uns, unseren Nachhaltigkeitsansatz mit den Erwartungen unserer Interessengruppen in Einklang zu bringen.

Wir überprüfen derzeit den Ansatz für die Einbindung unserer Interessengruppen und entwickeln ein systematischeres Verfahren, um die breite Palette an Positionen zu berücksichtigen und ein klareres Bild von zentralen Fragen und Meinungen zu zeichnen.

Stakeholder_DB04998_M.jpg

„Zwischen der Erwartung an Banken und der Wahrnehmung von Banken gibt es ein massives Missverhältnis. Wir müssen raus aus unseren Türmen und einen Dialog mit allen Stakeholdern auf Augenhöhe führen.”

Rainer Neske Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank, beim International Bankers Forum in Frankfurt am 26. Februar 2013.

Dialog mit politischen Verantwortungsträgern und Regulierungsbehörden

Die Deutsche Bank hat das Ziel, auf nationaler und internationaler Ebene einen konstruktiven und langfristig angelegten Dialog mit politischen Verantwortungsträgern und Regulatoren zu führen und so einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Finanzmärkte leisten.

Unser Global Regulatory Policy-Team möchte als vertrauenswürdiger und konzeptuell führender Gesprächspartner in politischen Diskussionen weltweit gelten. Es stellt sicher, dass die Bank über alle wichtigen nationalen, internationalen und globalen Bemühungen zur Stärkung des regulatorischen Rahmenwerks für die Finanzmärkte informiert ist und sich aktiv daran beteiligt.

Bei Themen mit grenzüberschreitender Bedeutung engagieren wir uns direkt. Dazu gehören z.B. Standards, die von internationalen Organisationen wie dem Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, dem Financial Stability Board oder der International Organization of Securities Commissions (IOSCO) gesetzt werden. Da rund 70% der Finanzmarktgesetze in Europa auf europäischer Ebene erlassen werden, führen wir außerdem zusammen mit unserer EU-Repräsentanz einen direkten Dialog mit den Institutionen der Europäischen Union. Die EU-Repräsentanz beobachtet politische und regulatorische Entwicklungen und bringt das Expertenwissen der Deutschen Bank in die Entscheidungsverfahren der EU ein.

Das in Frankfurt angesiedelte Regulatory Contact Office (RCO) unterstützt die Kommunikation der Deutschen Bank mit Aufsichtsbehörden im In- und Ausland, wobei vor allem die drei wichtigsten Behörden zu nennen sind: die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Deutschland, die New York Federal Reserve und die Financial Services Authority in Großbritannien.

Die Deutsche Bank engagiert sich außerdem im Rahmen politischer und regulatorischer Entwicklungen, indem sie Führungskräfte in internationale Branchenverbände und Vereinigungen entsendet. Bei Branchenkonferenzen bringen wir unser Expertenwissen ein und stellen Regulierungsbehörden und Politik unsere Positionen vor.

Auch 2012 haben wir Regulierungsbehörden aus der EU, den USA, Asien und anderen Regionen bei der Umsetzung der G20-Reformen (z.B. das Basel-III-Rahmenwerk zur Verbesserung der Eigenkapitalausstattung und Liquidität der Banken oder das zentrale Clearing und die zentrale Berichterstattung für OTC-Derivate) mit unseren Analysen unterstützt. Die Deutsche Bank hat sich an den Arbeiten des FSB, des BCBS und der IOSCO beteiligt, um die Aufsicht und Regulierung des Schattenbankenwesens zu verbessern, konsequente Ansätze für Pläne für die finanzielle Unterstützung bzw. Restrukturierung von Banken zu fördern und globale Mindeststandards für die Margenpraktiken bei nicht geclearten Derivaten einzuführen.

2013 hat die Deutsche Bank Positionen erarbeitet, wie aus Sicht des Finanzsektors die weltweite Entwicklung vorangetrieben und das Wachstum gesteigert werden kann. Länder und Interessengruppen arbeiten derzeit unter der Leitung eines Beratergremiums des UN-Generalsekretärs an einer Weiterentwicklung der Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, die im Jahr 2015 auslaufen. Mit Hilfe dieser Ziele soll die soziale und wirtschaftliche Lage in den ärmsten Ländern der Welt verbessert werden, wobei gleichzeitig auch Umweltschutzziele eingebunden werden sollen.

Das UN High Level Panel legte dem Generalsekretär seinen Bericht mit Empfehlungen vor. Dieser Bericht enthielt 12 neue globale Ziele und Indikatoren, z.B.:

 

  • ein Ende der Armut
  • Verbesserung der Stellung von Mädchen und Frauen und Gleichberechtigung der Geschlechter
  • umfassender Zugang zu Wasser und sanitären Anlagen
  • Sicherstellen einer nachhaltigen Energieversorgung
  • Schaffung eines globalen Umfelds, das Fortschritt fördert, und Anreize für langfristige Finanzierungen setzt

     

Stake_Dia_Mitgliedschaften_S.jpg

Zusammen mit Partnern für eine nachhaltige Entwicklung

Das  Bankwesen ist nicht allein in der Lage, die Umstellung auf eine nachhaltigere Wirtschaft und Gesellschaft voranzutreiben. Der Fortschritt muss von der Industrie, von Regierungen und der Gesellschaft als Ganzer unterstützt werden. Durch unsere Mitgliedschaften in Branchenverbänden und im Austausch mit Think Tanks, Nichtregierungsorganisationen und gemeinnützigen Verbänden leisten wir einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Auf der Grundlage unserer Expertise ist es unser Ziel, Maßnahmen gegen den Klimawandel und für ein nachhaltiges Wachstum zu identifizieren, anzuregen und aktiv zu unterstützen. Außerdem pflegen wir im Rahmen unserer Mitgliedschaften Kontakte mit Partnern, die Spezialisten auf ihrem jeweiligen Fachgebiet sind. Auf diese Weise entwickeln wir unsere Konzepte weiter und stellen sicher, dass wir bei der Erarbeitung unserer Strategien und Aktivitäten dem Rat von Experten folgen.

Banking Environment Initiative (BEI)

Logo_BEI.png

Die Umweltinitiative der Banken BEI wurde 2010 gegründet, um Methoden zu identifizieren, mit denen Banken gemeinsam Kunden proaktiv dabei unterstützen können, Kapital in Technologien zur sauberen Energieerzeugung und in andere umweltfreundliche Geschäftstätigkeiten zu lenken, insbesondere im Hinblick auf nachhaltiges CO2-armes Wachstum.
weiter (auf Englisch)

seit 2010

Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.)

Logo_BAUM.png

Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e. V.
weiter

seit 1988

Climate Markets and Investment Association (CMIA)

Logo_CMIA.png

Der Verband Climate Markets & Investment Association (CMIA) ist eine internationale Handelsorganisation, welche Unternehmen vertritt, die Aktivitäten zur Reduzierung von Emissionen finanzieren, in diesem Sinne investieren und Unterstützung dafür bieten. Im Jahre 2010 standen die Mitglieder der CMIA für 75 Prozent des weltweiten Kohlendioxidhandels mit einem Gesamtwert von ca. 120 Milliarden US-Dollar.
weiter (auf Englisch)

seit 2012

dena – Deutsche Energie-Agentur

Logo_DENA.png

Institution der deutschen Regierung und führender Finanzdienstleister zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien.
weiter

seit 2001

Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V.

Logo_DGNB.png

2007 gegründete Gesellschaft zur Förderung nachhaltigen Bauens, Zusammenschluss von mehr als 900 Organisationen aus der Bau- und Immobilienbranche sowie dem Real-Estate-Sektor.
weiter

seit 2007

Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V.

Logo_DIHK.png

Interessenvertretung der deutschen Wirtschaft gegenüber den Entscheidern der kommunalen Politik, der Landes- und der Bundespolitik sowie den europäischen Institutionen.
weiter

seit 1997

econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e. V.

Logo_Econsense.png

Initiative führender Unternehmen und Organisationen, die eine nachhaltige Unternehmensstrategie verfolgen.
weiter

seit 2000

Forum für Zukunftsenergien e. V.

Logo_Forum.png

Förderung einer sicheren, preisgünstigen und ressourcenschonenden Energieversorgung.
weiter

seit 2000

Global Reporting Initiative

Logo_GRI.png

Die Global Reporting Initiative (GRI) ist eine netzwerkbasierte Nichtregierungsorganisation, die darauf abzielt, die Nachhaltigkeit und das Berichtswesen in den Themenbereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) zu fördern. Die GRI liefert das weltweit am meisten genutzte Grundgerüst für die Nachhaltigkeitsberichterstattung, um diese Anliegen in Richtung einer größeren Transparenz zu ermöglichen. Das Grundgerüst, das die ‘G3-Leitlinien’ umfasst, legt die Grundsätze und Indikatoren fest, die von Organisationen verwendet werden können, um ihre Leistungen in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Soziales zu messen und zu melden. Die GRI hat sich dem Ziel verschrieben, die Verwendung der für die Öffentlichkeit frei verfügbaren Leitlinien kontinuierlich zu verbessern und zu steigern.
weiter

seit 2002

International Emissions Trading Association (IETA)

Logo_IETA.png

Der Verband International Emissions Trading Association (IETA) ist eine gemeinnützige Organisation, die im Juni 1999 gegründet wurde, um ein funktionsfähiges internationales Rahmenwerk für einen Handel zum Zweck der Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen aufzubauen. Zu den Mitgliedern zählen internationale Unternehmen aus dem gesamten Kohlenstoffhandelszyklus. IETA-Mitglieder versuchen, ein System von Regelungen für den Emissionshandel zu entwickeln, das zu einem echten und nachweisbaren Abbau von Treibhausgas-Emissionen führt, während die wirtschaftliche Effizienz mit ökologischer Integrität und sozialer Gerechtigkeit in Einklang gebracht wird.
weiter (auf Englisch)

seit 2012

Investor Network on Climate Risk (INCR)

Logo_INCR.png

Netzwerk von Investoren und Kreditinstituten zur Förderung des Verständnisses von Kreditrisiken und Anlagemöglichkeiten vor dem Hintergrund des Klimawandels.
weiter (auf Englisch)

seit 2008

Principles for Responsible Investment

Logo_PRI.png

Principles for Responsible Investment ist eine von Investoren angeführte, von der UNEP FI und dem UN Global Compact einberufene Initiative, die gegründet wurde, um Investoren dabei zu helfen, durch verbesserte Analysen von Umwelt-, Sozial- und Unternehmenssteuerungsaspekten bessere langfristige Renditen aus Kapitalanlagen zu erzielen sowie nachhaltige Märkte zu schaffen. Die Initiative hat über 870 Unterzeichner aus 45 Ländern mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 25 Billionen US-Dollar.
weiter (auf Englisch)

seit 2008

Sustainable Business Institute, Plattform nachhaltiges-investment.org

Logo_SBI.png

Gemeinnützige Organisation mit akademischer Anbindung; Ziel: das Konzept von Nachhaltigkeit in der Geschäftswelt und der Gesellschaft zu verbreiten.
weiter

seit 2003

UNEP Finance Initiative

Logo_UNEP.png

Partnerschaft zwischen UNEP (Umweltprogramm der UN) und dem Finanzsektor; spezialisierte Arbeitsgruppen: Asset Management, Klimawandel, Umweltmanagement und Reporting.
weiter (auf Englisch)

seit 1992

UN Global Compact

Logo_UNCompact.png

Beim UN Global Compact handelt es sich um eine strategische Initiative, in deren Rahmen sich Unternehmen dazu verpflichten, ihr Tagesgeschäft und ihre Strategie an zehn allgemein akzeptierten Prinzipien für die Bereiche Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung auszurichten.
weiter (auf Englisch)

seit 2000

Verein für Umweltmanagement in Banken, Sparkassen und Versicherungen e. V.

Logo_VFU.png

Forum für den fachbezogenen Meinungs- und Informationsaustausch zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen.
weiter

seit 2004

WindMade

Logo_Windmade.png

WindMade ist das erste weltweite Label für Unternehmen, Veranstaltungen und Produkte, die Windenergie nutzen. Das Label gibt Unternehmen die Möglichkeit, ihr Engagement für Windenergie zu kommunizieren und somit den Einsatz von erneuerbaren Energien zu stärken. Die Deutsche Bank in Nordamerika ist ein WindMade-Pionier und hat sich somit als eines der ersten Unternehmen dazu verpflichtet, mindestens 25 Prozent ihres Strombedarfs über Windenergie zu decken.
weiter (auf Englisch)

seit 2012

World Business Council for Sustainable Development

Logo_WBC.png

Das World Business Council for Sustainable Development (WBC SD) ist ein von Unternehmensvorständen geführter, globaler Zusammenschluss von etwa 200 Unternehmen, die für Fortschritte bei der nachhaltigen Entwicklung eintreten. Sie sehen ihren Auftrag darin, in einer Welt, in der Ressourcen zunehmend begrenzt sind, als Katalysator für Innovationen und nachhaltiges Wachstum zu wirken. Das WBD SD bietet eine Plattform, damit Unternehmen Erfahrungen und bewährte Methoden rund um Fragestellungen zur nachhaltigen Entwicklung austauschen und für ihre Umsetzung eintreten können. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und zwischenstaatlichen Organisationen. Alle Mitglieder zusammen verfügen über jährliche Einnahmen von sieben Billionen US-Dollar. Sie stammen aus mehr als 35 Ländern und vertreten 20 wichtige Wirtschaftszweige. Das WBC SD profitiert auch von einem Netzwerk, das aus 60 nationalen und regionalen Wirtschaftsräten und Partnerorganisationen besteht, die Mehrheit davon in Entwicklungsländern.
weiter (auf Englisch)

seit 2000

World Economic Forum

Logo_WEF.png

Internationale Dialogplattform für Führungskräfte aus Wirtschaft und Gesellschaft zur Bewältigung globaler Problemstellungen.
weiter (auf Englisch)

seit 1995

The Global Leadership and Technology Exchange

Logo_GLTE.png

Im Rahmen von The Global Leadership and Technology Exchange können Topmanager gemeinsame Projekte entwickeln und verfolgen, die auf eine emissionsarme Wertschöpfung abstellen. Dadurch will GLTE die Unternehmen nicht nur auf den Wettbewerb in einer emissionsarmen Wirtschaft vorbereiten, sondern auch einen praktischen Beitrag zur Lösung des Klimawandelproblems leisten, indem der Begriff „Wirtschaftswachstum“ neu definiert wird.
weiter (auf Englisch)

Wesentliche Themen identifizieren

Die Materialitätsanalyse hilft uns, unseren Nachhaltigkeitsansatz mit den Erwartungen unserer internen wie externen Interessengruppen zu vereinbaren. Dabei orientieren wir uns an den von der Global Reporting Initiative (GRI) aufgestellten Kriterien der Wesentlichkeit („Materiality“) und der Einbeziehung von Anspruchsgruppen („Stakeholder inclusiveness“).

Mit Hilfe dieser Analyse können wir ermitteln,

  • welche Themen unsere Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter und die allgemeine Öffentlichkeit im Hinblick auf Nachhaltigkeitsfragen als bedeutsam ansehen,
  • welche Themen besondere strategische und operative Aufmerksamkeit erfordern, weil mit ihnen nachhaltigkeitsrelevante Chancen und Risiken verbunden sind und
  • über welche Themen wir extern berichten sollten.

Wir überprüfen derzeit unseren Stakeholder-Ansatz und entwickeln einen systematischeren Prozess, um die breite Palette an Auffassungen zu berücksichtigen und ein klares Bild von zentralen Fragen und Meinungen zu zeichnen.

Wir führen nicht in jedem Jahr eine vollständige Analyse durch. Die Materialitätsmatrix gibt die Ergebnisse unserer letzten ausführlichen Analyse aus dem Jahr 2010 wieder, wird jedoch in Teilaspekten laufend ergänzt. Sie ist anhand der jeweiligen Nachhaltigkeitsrelevanz in drei Bereiche gegliedert. Die rechts oben stehenden Themen erfordern die größte Aufmerksamkeit, weil sie sowohl für uns als Bank als auch für unsere Anspruchsgruppen wesentlich sind.

Materialitätsmatrix

materialitaetsmatrix.jpg

Wesentliche Themen werden anhand folgender Quellen ermittelt:

  • Auswertung von strukturierten Interviews zur Nachhaltigkeitsverantwortung der Deutschen Bank, die ein externer Dienstleister im mit Vertretern von Nachhaltigkeitsratingagenturen, Investoren, Nichtregierungsorganisationen und Führungskräften der Bank geführt hat
  • Auswertung von Anfragen, die von externen Anspruchsgruppen an die Deutsche Bank gerichtet wurden
  • Ergebnisse unserer globalen Mitarbeiterbefragung 2012
  • Auswertungen von Kommentaren unserer Kunden und Geschäftspartner
  • Untersuchungen unserer Analyseeinheit DB Research, die im Auftrag der Deutschen Bank relevante Trends auf dem Finanzmarkt sowie in Wirtschaft und Gesellschaft einschließlich der entsprechenden Chancen und Risiken verfolgt
  • unternehmensstrategische Schwerpunktsetzungen

Einige ausgewählte Foren:

  • Wir haben jährliche SRI-Roadshows (Investorentermine zum Thema verantwortungvolles Investieren) in den USA und Europa etabliert, um den Anlegern gegenüber zu erläutern, wie die Deutsche Bank ihrer Verantwortung nachkommt.
  • 2011 haben wir den UNEP FI/Vfu Roundtable (das Diskussionsforum der Finanzinitiative des UN-Umweltprogramms) ausgerichtet. Das Forum befasste sich unter dem Titel „New Deal Sustainability“ mit der Frage, wie ein ökologisch nachhaltiger, sozial gerechter und wirtschaftlich tragfähiger Finanzsektor entwickelt werden kann.
  • 2012 haben wir an einem NGO-Dialog zum Thema Bergbau teilgenommen und waren daran anknüpfend Gastgeber eines Bankenforums deutschsprachiger Banken. Ein Diskussionspunkt befasste sich damit, wie Unternehmen aus dem Bergbausektor ihre negative Umweltbilanz verbessern können. An diesem Gespräch beteiligten sich auch Amnesty International, die indische Legal Initiative for Forest and Environment und die deutsche NGO Urgewald.
  • 2012 waren wir gemeinsam mit der Initiative Principles for Responsible Investment der Vereinten Nationen Gastgeber einer Konferenz zu potentiellen Effekten der Berücksichtigung von ESG-Faktoren.
  • 2012 haben wir mit der School of Business and Economics der Universität Maastricht (MUSBE) in den Niederlanden eine langjährige Kooperation vereinbart. Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung von Forschungsarbeiten zu ökologischen, sozialen und Governance-Themen (ESG) in der Wirtschaft.
  • Ebenfalls seit  2012 spielt die Bank eine führende Rolle in der Banking Environment Initiative, in deren Rahmen Kunden proaktiv dabei unterstützt werden, Kapital in Technologien zur sauberen Energieerzeugung und in andere umweltfreundliche Geschäftstätigkeiten zu lenken.

Das könnte Sie auch interessieren