Deutsche Bank – Verantwortung

Häufig gestellte Fragen (FAQ's)

Finden Sie hier unsere Antworten zu den am häufigsten gestellten Fragen unserer Interessengruppen.

Letzte Aktualisierung: 23.Mai 2013

Neues Vorstandsvergütungssystem

1. Was sind die wesentlichen Änderungen des neuen Vorstandsvergütungssystems im Vergleich zum bisherigen System?

  • Während das bisherige System in beiden variablen Vergütungskomponenten nahezu ausschließlich auf finanzielle Kennziffern ausgelegt war, beinhaltet das neue System eine deutlich stärkere Ausrichtung an den strategischen und geschäftspolitischen Zielen, den Werten der Bank und vor allem an der Kundenzufriedenheit und der Reputation der Deutschen Bank.
  • In diesem Zusammenhang wurde eine Ausweitung der Leistungskriterien in beiden Vergütungskomponenten vorgenommen, um die diversen Ziele und Herausforderungen, denen sich das Management bei der Führung des Unternehmens widmen muss, adäquat berücksichtigen zu können und ein stärkeres Maß an Ausgewogenheit und Nachhaltigkeit in der Bezahlung zu erreichen.
  • Dies beinhaltet auch die Stärkung der Relevanz von qualitativen Zielen für die Vergütung, so dass sich neben finanziellen Zielen auch das „Wie“ der Leistungserbringung in der Vergütung widerspiegeln soll.
  • Die neu gefassten Aktienhalterichtlinien runden dieses Bild ab und verpflichten die Mitglieder des Vorstands, einen gewissen Bestand an Deutsche Bank-Aktien oder Aktienanwartschaften vorzuhalten, um auch so die langfristige Orientierung sowie die Harmonisierung der Interessen mit den Aktionären der Bank sicherzustellen.

2. Warum wurde das Vergütungssystem jetzt angepasst?

Wie bereits im Rahmen der Pressekonferenz im März 2013 berichtet, haben Vorstand und Aufsichtsrat im Herbst vergangenen Jahres gemeinsam eine unabhängige Vergütungskommission gebeten, die Vergütungsstrukturen im Konzern insgesamt, aber auch die des Vorstands und des Aufsichtsrats im Besonderen einer eingehenden Überprüfung zu unterziehen und Vorschläge zu deren Neustrukturierung zu unterbreiten. Hieraus ergaben sich konkrete Empfehlungen, die in das neue Vergütungssystem eingeflossen sind.

Die Neuordnung und Fortentwicklung des Vergütungssystems ist mit der deutlich stärkeren Ausrichtung an den strategischen und geschäftspolitischen Zielen sowie der Verbreiterung der Leistungskriterien ein wesentlicher Baustein in der Umsetzung der Strategie 2015+, aber auch im Rahmen des beabsichtigten Kulturwandels. Im Interesse der Gesamtbank und der Aktionäre und Aktionärinnen hat sich der Aufsichtsrat für eine rasche Umsetzung dieser Verbesserungen entschieden.

3. Wie ist das neue Vergütungssystem vor dem Hintergrund der angekündigten regulatorischen Änderungen auf europäischer Ebene zu sehen?

Die Europäische Union wird mit Wirkung ab 2014 eine Begrenzung von variablen Vergütungsbestandteilen im Verhältnis zur Fixvergütung einführen. Diese Regelung wird nach jetzigem Kenntnisstand auch für die Vergütung des Vorstands der Deutsche Bank AG gelten. Allerdings sind die genauen Vorgaben derzeit noch nicht kodifiziert.

Vor dem Hintergrund dieser anstehenden regulatorischen Änderungen wurden im Rahmen des neuen Vergütungssystems keine Änderungen hinsichtlich der Höhe der Vorstandsgrundgehälter vorgenommen.

Wir gehen nach derzeitigem Kenntnisstand davon aus, dass zur Umsetzung der finalisierten regulatorischen Vorgaben das Vorstandsvergütungssystem erneut in der nächsten Hauptversammlung vorgestellt wird.

4. Wie wird sich die Höhe der Gesamtvergütung im Rahmen des neuen Vergütungssystems im Vergleich zum bisherigen System entwickeln?

Das neue Vergütungssystem hatte das Ziel, strukturelle Änderungen am bisherigen Vergütungssystem vorzunehmen und ermöglicht durch die stärkere Ausrichtung an den strategischen und geschäftspolitischen Zielen sowie die Verbreiterung der Leistungskriterien sehr sensitiv auf den Fortschritt in der Zielerreichung zu reagieren. Es gewährleistet somit ein stärkeres Maß an Ausgewogenheit und Nachhaltigkeit in der Bezahlung.

Zusätzlich wurde eine Gesamtvergütungsobergrenze für das Jahr 2013 eingeführt, die deutlich unter der bisher möglichen Gesamtvergütung für die Co-Vorstandsvorsitzenden liegt.

Mehr Informationen finden Sie unter: Vergütung

Fortschritt im Kulturwandel

1. Was hat die Bank in Sachen Kulturwandel bereits geändert?

Wir haben uns seit September 2012 auf drei Prioritäten fokussiert:

  • Erstens haben wir unsere Vergütungspraxis neu gestaltet. Wir setzen zudem unsere Arbeit fort, diese nachhaltig und verantwortungsvoll umzusetzen.
  • Zweitens haben wir unsere internen Kontroll-Systeme verstärkt.
  • Und drittens haben wir die Grundlagen für einen längerfristigen Kulturwandel in der Deutschen Bank gelegt. Bei der Ankündigung im September war uns schon klar, dass sich der Wandel nicht über Nacht vollziehen kann, sondern dass wir mehrere Jahre dafür benötigen. Aber wir hatten auch keinen Zweifel daran, dass wir sofort damit beginnen müssen. Wir sind überzeugt davon, dass die richtige Unternehmenskultur und die richtigen Werte, die auf alle unsere Stakeholder abgestimmt sind, für den Erfolg unseres Geschäfts von entscheidender Bedeutung sind.

2. Inwiefern hat die Bank ihre Vergütungspraxis neu gestaltet?

Unser Vergütungspanel unter dem Vorsitz von Dr. Jürgen Hambrecht wurde im Herbst ins Leben gerufen. Das Gremium machte eine Reihe von Vorschlägen, die bereits für den Prozess des Jahres 2012 aufgenommen wurden. Wir haben bereits umfangreiche Veränderungen vorgenommen: Wir haben den prozentualen Anteil der Boni an den Erträgen auf die Hälfte des Vorkrisen-Niveaus verringert. Wir haben die Verzögerung der Bonus- Auszahlungen für unsere Führungskräfte auf fünf Jahre erhöht – und damit ihre Vergütung stärker an den langfristigen Erfolg der Bank gekoppelt. Wir haben über mehrere Jahre garantierte Boni komplett gestrichen. Wir haben die Transparenz bei der Vergütung weiter erhöht. Und wir haben die Belastungen der zukünftigen Erträge durch verzögerte Bonusauszahlungen reduziert.

Basierend auf den jüngsten Empfehlungen des Panels haben wir zwei weitere Initiativen gestartet: Erstens werden wir unsere kulturellen Grundsätze und die Risikomanagement-Funktionen noch stärker im Vergütungsprozess verankern. Zweitens wollen wir eine gleichmäßigere Balance zwischen Mitarbeiterentlohnung, Gewinn-Thesaurierung und Dividendenausschüttung gewährleisten. Unsere Arbeit hat bereits die Vergütung unserer verschiedenen Stakeholder-Gruppen beeinflusst.

3. Welchen konkreten Einfluss hatte Ihre Arbeit bisher?

Die Relation der variablen Vergütung unserer Mitarbeiter zu den Nettoerträgen, die vor der Krise über 20% betrug, liegt jetzt unter 10%. Absolut gesehen ist die variable Komponente zwischen 2011 und 2012 um 11% gesunken. Und das, obwohl wir im Jahr 2012 – wie vom Vergütungspanel vorgeschlagen – den Anteil der verzögerten Vergütung gegenüber 2011 von 61% auf 47% reduziert und damit die finanzielle Belastung der Ergebnisse der nächsten Jahre verringert haben.

4. Welche Maßnahmen gibt es zur Stärkung der internen Kontrollen?

  • Wir haben in allen unseren Geschäftssegmenten unsere Kultur der Selbstkontrolle deutlich verstärkt. So stellen wir in Zukunft die „erste Verteidigungslinie“ sicher. Wir haben die Anzahl unserer Pflichtschulungen stark erweitert. Im laufenden Jahr werden wir weitere verpflichtende Seminare zum Thema „Verhalten im Geschäftsalltag und Ethik“ einführen. Darüber hinaus liegen die Kontrollen keineswegs nur in der Verantwortung der Compliance-Abteilung. Sie liegen vielmehr in der Verantwortung eines jeden Managers, ja sogar jedes einzelnen Mitarbeiters der Deutschen Bank.
  • Wir haben auch unsere Systeme und Prozesse erheblich verbessert. So haben wir die Aufnahmeverfahren für Neukunden verschärft. Wir haben die Bewilligungsverfahren für neue Produkte ausgeweitet. Wir haben unsere so genannten „Reputational Risk Committees“ verstärkt. Außerdem haben wir unsere vorbeugenden Maßnahmen weiter verschärft, um mögliche Betrugsabsichten von Händlern im Voraus zu erkennen. So haben wir ein System eingeführt, das testet, wie gut unsere Kontrollmechanismen bei potenziell kritischen Transaktionen funktionieren. Im dritten Quartal 2012 haben wir im Bereich Marktrisiko ein unabhängiges Kontrollgremium geschaffen. Dieses Gremium kontrolliert seit September die LIBOR-Meldungen.
  • Aber gute Systeme und Verfahren müssen auch eingehalten und durchgesetzt werden. Daher haben wir unsere Kontrollsysteme, die Verstöße gegen Compliance-Vorschriften in bestimmten Bereichen melden, erheblich verstärkt. Zudem fließen die Resultate unserer Überwachungssysteme jetzt auch in die Governance- und Berichtsstrukturen ein.
  • Wir sorgen dafür, dass jeder Verstoß gegen unsere Richtlinien Konsequenzen für den Mitarbeiter hat, der ihn begeht. Die Erkenntnisse unserer Kontrollmechanismen fließen ab sofort in die Beförderungsentscheidung und in die Festlegung des jährlichen Bonus ein. Zum Ende des vierten Quartals 2012 sind die sogenannten „Red Flag“-Vorfälle in CB&S und GTB um fast 50% im Vergleich zum Jahresende 2011 gefallen.

5. Heißt das, Sie haben die Risiken eliminiert?

Nein. Das Risiko eines bewussten, kalkulierten Missbrauchs durch Einzelpersonen besteht immer. Das ist in jeder großen Organisation so. Aber durch die kontinuierliche Verbesserung unserer internen Kontrollen wollen wir erreichen, dass es weniger Raum für solche Vorfälle gibt, wie wir sie in den vergangenen Jahren hatten und mit deren Folgen wir jetzt umgehen müssen.

6. Wie hat die Deutsche Bank den Grundstein für eine langfristige Veränderung gelegt?

Unmittelbar nach Abschluss der strategischen Überprüfung haben wir den umfassendsten Dialog der vergangenen Jahre mit unseren Mitarbeitern geführt: Dafür haben wir mehr als 52.000 Mitarbeiter um ihre Meinung gebeten. Die Ergebnisse waren im vergangenen November Gegenstand intensiver Diskussionen im Kreis der obersten Führungskräfte.

Wir haben auch die Leistungsstandards des Konzerns so verändert, dass unsere ethischen Grundsätze noch stärker berücksichtigt werden. Auf Basis dieser neuen Leistungsstandards werden wir die Ziele für 2013 für jeden Mitarbeiter festlegen.

7. Wann erwarten Sie Ergebnisse von Ihrer Initiative zum Kulturwandel?

Mit der Anpassung unserer Vergütungspraxis und der Stärkung unserer internen Kontrollen haben wir bereits beachtliche Ergebnisse durch unsere kurzfristigen Maßnahmen verzeichnet. Dennoch ist uns bewusst, dass ein tiefgreifender Kulturwandel ein Prozess über Jahre ist, nicht über Monate. Nichtsdestotrotz stehen der Vorstand sowie das Group Executive Committee vollständig hinter dieser Initiative.

Mehr Informationen finden Sie unter: Neue Unternehmenswerte und Kulturwandel

Vielfalt – Frauenquote

1. Wie hoch ist der Anteil von Frauen in der Deutschen Bank?

Gesamt 42.0 %*
Anteil Tarif 56.0 %*
Anteil Management 30.8 %*
Anteil Senior Management 18.0 %*
   
Frauen im Vorstand keine
Frauen im Aufsichtsrat ** sechs (von insgesamt 20 Aufsichtsräten) = 30 %
davon zwei auf Kapital- und vier auf Arbeitnehmerseite

* Definition gem. DAX-30 Selbstverpflichtung: Angaben auf Basis von Vollzeitkräften, ohne Postbank; bei den letzten drei Kennziffern (Tarif, Management, Senior Management) ohne Sal Opp/BHF, da noch keine „Corporate Titles“ eingeführt wurden; Stand 31.12.2012

** wirksam zum Ablauf der Hauptversammlung am 23. Mai 2013

2. Welche Ziele hat sich die Deutsche Bank bei der Förderung von Frauen in Führungspositionen gesetzt und in welchem Zeitraum will sie diese erreichen?

Die nachhaltige Förderung von Frauen auf allen Unternehmensebenen ist ein fester Bestandteil unserer Management-Agenda.

Die Deutsche Bank zusammen mit den 29 anderen DAX-Unternehmen haben sich an einer freiwilligen Selbstverpflichtung zur Förderung des Anteils von Frauen in Führungspositionen beteiligt und sich gegenüber der Bundesregierung verpflichtet (vorbehaltlich der rechtlichen Regelungen weltweit):

  • bis Ende 2018 den Anteil weiblicher Führungskräfte im Senior Management auf 25% zu erhöhen,
  • bis Ende 2018 den Anteil an Mitarbeiterinnen im Management (Managing Director, Director, Vice President, Assistant Vice President und Associate) auf 35% zu erhöhen.

Jedes Jahr werden jährliche Ziele basierend auf Beförderungen, Einstellungen und Fluktuation bestimmt und intern über Fortschritte berichtet.

Wir glauben, dass die mit der Bundesregierung vereinbarte Selbstverpflichtung der DAX-Unternehmen eine gute Grundlage dafür ist, Frauen auf allen Unternehmensebenen zu fördern und insbesondere in das Senior-Management zu bringen.

3. Welche Initiativen und Maßnahmen hat die Deutschen Bank für die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen ergriffen?

Weltweit:

  • Unsere preisgekrönte ATLAS (Accomplished Top Leaders Advancement Strategy)-Initiative wurde 2009 durch den Vorstandsvorsitzenden und das Group Executive Committee mit dem Ziel gegründet, den Frauenanteil in den Top-Führungspositionen zu erhöhen. Die Teilnehmerinnen erhalten eine direkte Förderung durch das Senior-Management. Seit Auflegung des Programms sind bereits 50% der ATLAS Teilnehmerinnen in höhere Positionen befördert worden (vier bereits zweimal und eine Dame bereits zum dritten Mal).
  • Deutsche Bank Women Global Leaders (DB WGL) an der INSEAD Business School wurde 2010 eingeführt. Es ist ein einwöchiges Programm mit dem Ziel, den Schritt talentierter weiblicher Directors in die Position Managing Director zu beschleunigen.
  • Seit 1995 veranstaltet die Deutsche Bank die jährliche Women in Business Conference in Frankfurt, London, New York, Singapur und Sydney mit bisher insgesamt mehr als 5.000 teilnehmenden weltweiten Vertreterinnen und Vertretern von Kunden, Industrie sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dieses Jahr fand in Frankfurt die 50. Konferenz statt und im Mai wird erstmals eine Konferenz in Kooperation mit einem externen Partner in Mailand veranstaltet.
  • Zwölf Frauennetzwerke in den fünf Regionen unter dem Vorsitz von Damen aus dem Senior Management.

Deutschland:

  • Women On Boards Initiative: Steigerung des Anteils weiblicher Führungskräfte in den Aufsichtsräten unserer operativen Tochtergesellschaften in Deutschland sowie in den regionalen (Kunden-) Beiräten.
  • Sensibilisierungstrainings zu „Umgang mit unbewussten Denkmustern und Vorurteilen“ mit verschiedenen Themen, inkl. Gender
  • Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, z.B. durch flexible Arbeitszeitmodelle, Betriebskindergärten (db kids Einrichtungen: 300 Kindertagesplätze an sechs Standorten), Kooperation mit dem pme Familienservice, Leistungskontensystem „db Zeitinvest“, etc.
  • Die Deutsche Bank hat Betriebsvereinbarungen zu Beruf und Familie etabliert (z.B. flexible Arbeitszeitmodelle, betriebliches Eingliederungsmanagement, Teilzeitmodelle etc.).

4. Welche Erfolge hat die Deutsche Bank mit ihren Initiativen zur Förderung von Frauen in den letzten Jahren erzielt?

  • Das ATLAS Programm wurde als eines von „Catalyst‘s 2013 Recognized Practices“ ausgewählt, einer neuen Initiative von Catalyst, unternehmensinterne Programme zu würdigen, die Veränderungen für Frauen und andere Gruppen bewirken (Februar 2013).
  • In Großbritannien wurde das ATLAS Programm mit dem „Global Award“ von „Opportunity Now Excellence in Practice Award 2012“ ausgezeichnet (April 2012).
  • In Großbritannien wurde die Bank in die „Times Top 50 Employers for Women“-Liste aufgenommen (April 2012).
  • In den USA wurde die Bank vom Traders Magazine für den „Diversity Achievement Award“ ausgewählt, der qualitative und quantitative Erfolge in der Verbesserung von Geschlechtervielfalt auf der Führungsebene auszeichnet (Oktober 2011).
  • In Großbritannien wurde die Bank mit dem „Best for Mothers Award“ bei den „Top Employers for Working Families Benchmark and Awards“ geehrt (Juni 2011).
  • Rezertifizierung für familienbewusste Personalpolitik im Rahmen des Audits „berufundfamilie“ der Hertie Stiftung (August 2010)
  • Erstunterzeichner der „Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland“ (Dezember 2006), seit 2010 Vereinsmitglied im neu gegründeten Verein, seit Dezember 2012 im Vereinsvorstand

Investieren in Agrarrohstoffe

Der Umgang mit Agrarrohstoffen wird seit einiger Zeit kontrovers diskutiert. Die Deutsche Bank hatte bereits 2011 eine Arbeitsgruppe zur Rolle von Finanzinvestoren bei Warenterminmärkten eingesetzt und im März 2012 entschieden, zunächst keine neuen börsengehandelten Anlageprodukte auf der Basis von Grundnahrungsmitteln mehr aufzulegen.

Die eingesetzte Arbeitsgruppe ist nach umfangreicher Prüfung und der Auswertung zahlreicher Untersuchungen zu dem Ergebnis gekommen, dass es kaum stichhaltige empirische Belege für die Behauptung gibt, die zunehmende Bedeutung von Agrarfinanzprodukten sei für Preissteigerungen oder erhöhte Preisschwankungen verantwortlich. Gleichzeitig werden aber zahlreiche Vorteile von Agrar-Terminmärkten für Landwirte und Nahrungsmittelverarbeitung gesehen.

Deshalb hat die Deutsche Bank entschieden, dass sie im Interesse ihrer Kunden weiterhin Finanzinstrumente auf Agrarprodukte anbieten wird. Weitere Informationen zu dieser Entscheidung sowie eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Arbeitsgruppe finden Sie in den nachfolgenden Fragen und Antworten.

1. Wie ist das Geschäft der Deutschen Bank im Agrarsektor aufgestellt?

  • Der Agrarsektor ist ein elementarer Bestandteil der Weltwirtschaft. Allein in den Entwicklungsländern müssen jährlich über 80 Mrd. US-Dollar investiert werden, um die Produktivität und Produktion so anzukurbeln, dass die steigende Nachfrage nach Agrargütern in den kommenden Jahrzehnten gedeckt werden kann.
  • Wir unterstützen diesen Investitionsbedarf. Über die Fonds der Deutschen Bank können unsere Kunden in die gesamte Wertschöpfungskette im Agrarbereich investieren, einschließlich Innovation und Technologie. Dies kann in Form von Aktien oder Direktinvestitionen erfolgen oder – wie im Fall des Africa Agriculture Trade and Investment Fund – auch in Form von zusätzlichem Fremdkapital. Der Fonds stellt dieses Kapital Landwirten und privatwirtschaftlichen Unternehmen direkt oder indirekt über das entsprechende lokale Bankensystem zur Verfügung.
  • Die Kreditfinanzierung von landwirtschaftlichen Betrieben, Handelsunternehmen und Nahrungsmittelproduzenten gehört natürlich auch zu unserer Geschäftstätigkeit. Unsere Kunden sind auf der ganzen Welt zuhause.
  • Und nicht zuletzt bieten wir unseren Kunden sowohl Absicherungsgeschäfte für Agrarrohstoffe als auch börsengehandelte Indexprodukte (ETFs) an.

2. Warum bietet die Deutsche Bank ihren Kunden weiterhin Agrarfinanzprodukte an?

  • Wir haben uns gründlich mit den Ursachen von steigenden und schwankenden Nahrungsmittelpreisen auseinandergesetzt. Eine Vielzahl von Studien belegt, dass die wesentlichen Ursachen für das Steigen der Nahrungsmittelpreise in der kontinuierlich steigenden Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln liegen, der kein ausreichender Anstieg des Angebots gegenübersteht. Die Nachfrage steigt an, weil die Weltbevölkerung sowie die Einkommen in den Entwicklungsländern stark zunehmen, während die Produktion durch Wasserknappheit, Klimawandel, mangelnde Infrastruktur und der Verrottung von Ernteerträgen begrenzt ist.
  • Die Auswertung zahlreicher Untersuchungen ergab, dass es kaum stichhaltige empirische Belege für die Behauptung gibt, die zunehmende Bedeutung von Agrarfinanzprodukten sei für Preissteigerungen oder erhöhte Preisschwankungen verantwortlich.
  • Gleichzeitig sehen wir zahlreiche Vorteile von Agrar-Terminmärkten für landwirtschaftliche Betriebe und Verarbeiter von Nahrungsmitteln. Erstens ermöglichen sie es Produzenten und Verarbeitern, sich gegen zukünftige Preisänderungen abzusichern. Zweitens liefern sie robuste Preissignale, die es Landwirten ermöglichen, unter Berücksichtigung von Produktionszeiten das Angebot genauer einzuschätzen und dadurch besser zu planen. Und drittens geben sie Landwirten die gewünschte Planungssicherheit für Investitionen in Infrastruktur und Landwirtschaftstechnologien. Finanzinvestoren erhöhen die Liquidität auf den Märkten.
  • Nach intensiver Prüfung und Beratung haben wir deshalb einen vorübergehenden Stopp für die Auflage neuer börsengehandelter Produkte auf Agrarrohstoffe aufgehoben. Auch künftig werden wir bei neuen Produkten prüfen, dass die zugrunde liegenden Investitionsstrategien nicht das Entstehen von Preisspitzen begünstigen.

3. Sind Finanzinvestoren verantwortlich für hohe Lebensmittelpreise, die eine Ursache für den Hunger vieler Menschen sind?

  • Die Nahrungsmittelnachfrage übersteigt das Angebot erheblich; dadurch steigen die Rohstoffpreise. Ohne wesentliche Investitionen in die Landwirtschaft werden steigende Preise zu einem festen Bestandteil des Agrarsektors werden.
  • Es wird prognostiziert, dass die Welt bis 2050 neun Milliarden Menschen ernähren muss. Darüber hinaus wird erwartet, dass der größte Anteil des Bevölkerungswachstums in Entwicklungsländern stattfinden wird, wo die Mittelschicht rapide wächst.
  • Aufgrund des sich ändernden Konsumverhaltens wirkt sich das Bevölkerungswachstum insbesondere auch auf die Nachfrage von Fleisch in Entwicklungsländern aus. In der Fleischproduktion wird in der Regel zwei- bis fünfmal mehr Getreide verbraucht, um denselben Kalorienwert zu erreichen, den das zur Fütterung verwendete Getreide selbst aufweist.
  • Gleichzeitig ist das Nahrungsmittelangebot in vielen Entwicklungsländern gefährdet, weil Produktion und Verteilung reglementiert sind. Weitere Gründe sind unter anderem veraltete Anbautechniken, zunehmende Extremwetterlagen, Auswirkungen des Klimawandels sowie hochgradig ineffiziente Lagerung und Verteilungsinfrastrukturen für Nahrungsmittel.
  • Durch den Einsatz verbesserter Techniken könnte die landwirtschaftliche Produktion erheblich gesteigert werden. Wenn Landwirte mehr Umsätze mit ihrer Ernte erwirtschaften, könnten sie Geräte kaufen, die wiederum die Produktionsmenge erhöhen und zur Bedarfsdeckung beitragen.
  • Rohstoffpreise sind isoliert betrachtet bedeutungslos; wichtig ist die Erschwinglichkeit. Armut macht Nahrungsmittel weniger bezahlbar und führt zu Hunger. Das Nahrungsmittelangebot zu erhöhen, sollte dazu beitragen, die Preise zu senken und Armut zu mindern.

4. Welche Rolle spielen Spekulanten? Gibt es ein Risiko exzessiver Spekulation?

  • Spekulativ ausgerichtete Anleger sind unverzichtbar für das Funktionieren von Rohstoffmärkten. Es sind die Investoren, Kursmakler und Händler, die dazu beitragen, dass Produzenten und die verarbeitende Industrie, die sich absichern wollen, dafür einen liquiden Markt finden.
  • Die Rolle von Spekulation auf den Rohstoffmärkten wurde intensiv untersucht und es gibt bisher keine schlüssigen Beweise und daher auch keinen Konsens darüber, dass sie exzessiv ist oder die Preise einseitig nach oben beeinflusst.
  • Je mehr Marktteilnehmer und je breiter das Spektrum, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt die beste Liquidität, Effizienz und Transparenz bereitstellen kann. Daraus leiten sich dann Preise ab, die die zugrunde liegenden Wirtschaftsparameter abbilden.
  • Die Produzenten von Nahrungsmitteln brauchen ein vernünftiges und robustes Preissignal, um Investitionsentscheidungen zu treffen, wie zum Beispiel in Bezug auf die Einführung von fortschrittlicheren, landwirtschaftlichen Verfahren zur Produktionsförderung. Sie brauchen zudem Terminmärkte, um sich in der Anbausaison gegen das Risiko sich verändernder Preise abzusichern.

5. Haben sich die Rohstoffpreise von Angebot und Nachfrage losgelöst?

  • Die Preisbildung auf Märkten, auch auf Agrarmärkten, ist ein Suchprozess, bei dem es auch zu einem vorübergehenden Überreagieren der Preise kommen kann.
  • Es ist außerdem klar, dass zunehmende, finanzielle Investitionen in derivativen Agrarmärkten nur dann zu Preissteigerungen auf den Kassamärkten führen können, wenn es eine gestiegene Nachfrage nach physischen Rohstoffen gibt.
  • Alle Indizien sprechen dafür, dass Finanzinvestoren keine zusätzliche Nachfrage kreieren. Dies spiegelt im Groben die Tatsache wider, dass keiner der auf agrarrohstoffbasierten Indexfonds oder börsennotierten Fonds (ETF) von physischen Rohstoffen gedeckt wird.

6. Aber ist es nicht wahr, dass Spekulationen mit Rohstoffen den Preis auf lokalen Märkten in die Höhe treiben?

  • Zunächst werden die Preise von fundamentalen Faktoren wie der Nachfrage von Verbrauchern und der verarbeitenden Industrie einerseits, Ernteergebnissen und -aussichten sowie vorhandenen Lagerbeständen andererseits bestimmt. Zu deutlichen lokalen Preisabweichungen kommt es überall dort, wo Handel beschränkt ist.
  • Für Reis gibt es, anders als für Mais oder Weizen, keine etablierten liquiden Terminmärkte. Dennoch sind beim Reis ähnliche Preisschwankungen zu beobachten wie bei Mais und Weizen, nur dass die Produzenten und Verarbeiter sich gegen schwankende Reispreise nicht absichern können.

7. Brauchen wir mehr Vorschriften in Derivatemärkten? Sollten Finanzinvestitionen in Rohstoffmärkten untersagt werden?

  • Die G20 haben einen Fünf-Punkte-Plan zur Volatilität von Lebensmittelpreisen und Landwirtschaft aufgesetzt, der viele der strukturellen Mängel des Sektors aufgreift. Er fördert zudem eine angemessene Reform der Regelungen, die den Marktmissbrauch einschränken und die Transparenz steigern sollen. Die Deutsche Bank unterstützt diese Vorschläge mit Nachdruck.
  • Funktionierende Märkte benötigen einen soliden regulatorischen Rahmen. Dies gilt für Derivatemärkte wie auch für jeden anderen Markt. Verbesserte Transparenz hilft zudem, die Integrität des Marktes zu gewährleisten.
  • Positionsgrenzen, wie sie in der Europäischen Union als Teil der „Markets in Financial Instruments Directive“ (MiFID) eingeführt werden sollen, sind allerdings kritisch zu sehen. Solche Maßnahmen würden die Fähigkeit der Banken einschränken, auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnittene Geschäfte anzubieten.

In den USA sind von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) eingeführte Regeln für Positionsgrenzen von den Gerichten bereits wieder ausgesetzt worden, da die CFTC nicht belegt hat, dass solche Regeln für die Begrenzung von „exzessiver Spekulation“ notwendig ist. Die CFTC hat Berufung eingelegt.

Mehr Informationen finden Sie unter: Agrarrohstoffe

Kernenergie

1. Die Deutsche Bank wird für die Unterstützung der Atomindustrie kritisiert. Warum bleibt die Deutsche Bank weiterhin beteiligt?

  • Die Deutsche Bank unterstützt ein ausgewogenes Energiekonzept, das sowohl die Wirtschaft als auch die Umwelt berücksichtigt und dadurch zukunftsweisend ist.
  • Daher bieten wir auch für die Entwicklung und Nutzung erneuerbarer Energien Finanzierungslösungen an. Auf diesem Gebiet ist die Deutsche Bank weltweit einer der wichtigsten Investoren und Kreditgeber. Trotzdem ist es noch nicht möglich, den erheblichen Energiebedarf weltweit alleine durch erneuerbare Energiequellen zu decken. Aus diesem Grund finanzieren wir weiterhin eine große Bandbreite von Energieprojekten.
  • Vor dem Hintergrund des steigenden Energiebedarfs halten wir die Kernenergie für eine in dieser Übergangszeit notwenige Brückentechnologie, die eine CO2-arme Energieversorgung sicherstellt.

2. Wie hat sich die Position der Deutschen Bank bzgl. der Kernenergie nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima geändert?

  • Nach dem Reaktorunfall in Fukushima im März 2011 hat sich die öffentliche Meinung in Deutschland zur Sicherheit der Kernenergie deutlich verändert. Schon vor Fukushima hat die Deutsche Bank Finanzierungsvorhaben in Erdbebengebieten abgelehnt, darüber hinaus hat die Deutsche Bank seit Oktober 2012 weitere Prüfkriterien für Transaktionen im Bereich der zivilen Kernenergie eingeführt.
  • Unsere Nachhaltigkeitsprüfung stellt sicher, dass spezielle Länder- und projektbezogene Aspekte gründlich geprüft werden. Sie gelten für jede Art von Transaktionen. Diese Kriterien beziehen sich sowohl auf die Einhaltung internationaler Konventionen und Abkommen als auch auf die Beurteilung der Auswirkungen auf die Umwelt, die Sicherheit und die Gesellschaft.

3. Können Sie kurz ausführen, welche Änderungen Sie in Bezug auf Ihre Richtlinien und Prozesse vorgenommen haben?

  • Die gründliche Prüfung der länder- und sicherheitspezifischen Aspekte beinhaltet die Beachtung der wesentlichen internationalen Konventionen und Abkommen wie:
    • Konvention zur Sicherheit von Kernenergie (NS) (IAEA, Wien 1994),
    • Gemeinsame Konvention zur Sicherheit der Behandlung abgebrannter Kernelemente und radioaktiven Abfalls (RADW) (IAEA, Wien 1997),
    • Konvention zur frühzeitigen Benachrichtigung über einen Reaktorunfall (ENC) (IAEA, Wien 1986),
    • Atomwaffensperrvertrag (NPT) (UNO, New York 1968),
    • Konvention zur Begutachtung von Umwelteinflüssen in einem grenzüberschreitenden Umfeld (EIA) (Espoo, Finland, 1991).
  • In Bezug auf Projekte liegt unser Augenmerk unter anderem auf der Bewertung von besonderen Risiken durch Erdbeben oder Überflutungen, dem Einfluß auf und der Absicherung von Gemeinden, der Einhaltung der Mindeststandards der Internationalen Atomenergiebehörde bezüglich Gesundheit und Sicherheit bei der Projektplanung, der Bauphase und dem Betrieb.

4. Gibt es in Ihrer Bank Ausschlusskriterien für Finanzierungen im Atomsektor, und wenn ja, welche?

  • Wir betrachten potentielle Geschäftsmöglichkeiten immer auf Einzelfallbasis unter Anwendung der bereits genannten internationalen Standards. Die Entscheidung, diese bestimmte Geschäftsmöglichkeit weiterzuverfolgen oder sich zurückzuziehen, wird dann auf Basis der Ergebnisse unserer sorgfältigen Prüfung getroffen.

Mehr Informationen finden Sie unter Kernkraft

Streubomben

1. Hat die Deutsche Bank die Finanzierung von Streumunition gestoppt?

  • Die Deutsche Bank hat seit 2009 eine Richtlinie, wonach keine direkte Finanzierung von Streumunition ausgelegt wird. Eine erweiterte Streumunitionsrichtlinie der Deutsche Bank ist im Herbst 2011 in Kraft getreten, nachdem der Vorstand im September beschlossen hatte, Geschäftsbeziehungen zu beenden und kein Neugeschäft einzuleiten.
  • Die Streubomben-Policy der Deutschen Bank wird der Komplexität des Themas gerecht und geht über unseren bisherigen Ansatz hinaus. Sie verbietet, Geschäfte mit Konzernen, die Streubomben und deren Kernkomponenten, die im Sinne der Osloer Konvention über Streubomben verboten sind, herstellen oder vertreiben.

2. Gilt diese Richtlinie für alle Transaktionen?

  • Die Streubomben-Policy gilt für alle Arten von Transaktionen.
  • Die Deutsche Bank hat bereits verschiedene Geschäftsbeziehungen beendet. Ausnahmen werden nur eingeräumt, wenn es ansonsten zum Vertragsbruch käme. Es werden jedoch keine neuen Verträge mit diesen Unternehmen abgeschlossen.
  • Wir ziehen Geschäftsbeziehungen zu Kunden in diesem Segment nur dann in Betracht, wenn uns der Kunde schriftlich versichert, dass die Produktion entweder bereits eingestellt wurde oder nach Beendigung eines laufenden Vertrages eingestellt wird.

3. Wie werden die Unternehmen seitens der Deutschen Bank geprüft?

  • Die Prüfung im Zusammenhang mit potenziellen Streumunitionsmischkonzernen seitens der Bank wird von drei unabhängigen Forschungseinrichtungen unterstützt: Ethix SRI Research, Sustainalytics und Oekom Research. Außerdem haben die entsprechenden Unternehmen die Gelegenheit, auf die Vorwürfe zu reagieren.
  • Vierteljährlich wird das Reputationsrisikokomitee von Group Sustainability über die Umsetzung der Richtlinie informiert.

4. Wie wird der Bereich Asset Management von der Streubomben-Policy abgedeckt?

  • In der Streubomben-Policy der Deutschen Bank sind die unabhängigen Treuhandpflichten des Geschäftsbereiches Asset & Wealth Management (AWM) reflektiert.
  • AWM setzt Richtlinien und Prozesse ein, die konsistent mit der Vorgehensweise der Deutschen Bank Gruppe sind, allerdings gibt es eine Übergangszeit aufgrund des treuhänderischen Charakters des Geschäfts.
  • AWM Active Europa hat bereits eine ESG-Richtlinie eingeführt, die auch Aussagen zu Streumunitionsherstellern beinhaltet. Generell wird nicht in solche Unternehmen investiert.

Mehr Informationen finden Sie unter Streumunition

Kohlekraftwerke und -bergbau

1. Welche Konsequenzen haben Sie gezogen, nachdem Urgewald die Deutsche Bank als „Klima-Zerstörer Nr.1 unter den deutschen Banken“ bezeichnet hat?

  • Die Deutsche Bank ist kein Klima-Zerstörer.
  • Die Deutsche Bank unterstützt ein insgesamt ausgewogenes Energiekonzept und berücksichtigt dabei sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Aspekte bei einer gleichzeitig zukunftsweisenden Ausrichtung.
  • Erneuerbare Energien sind sehr wichtig, um die globale Erwärmung zu bekämpfen und wir unterstützen verschiedenste Aktivitäten in diesem Geschäftsfeld.
  • Dennoch ist es derzeit noch nicht möglich, den erheblichen weltweiten Energiebedarf alleine durch erneuerbare Energien abzudecken. Daher finanzieren wir ein diversifiziertes Spektrum an Technologien zur Energiegewinnung.

2. Wie kann die Deutsche Bank Geschäfte mit Bergbauunternehmen rechtfertigen wissend um die negativen Umwelt- und Sozialeinflüsse?

  • Das Rahmenwerk der Deutschen Bank zum Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken ist ein bedeutender Teil des gruppenweiten Reputationsrisikoprogramms. Es erfordert eine gründliche Prüfung in Bezug auf soziale und ökologische Aspekte als ein integraler Bestandteil des Genehmigungsprozesses um Geschäfte mit Unternehmen im Bergbausektor abzuschließen.
  • Potentielle Geschäftsmöglichkeiten werden auf Einzelfallbasis unter Anwendung unserer hohen internen Standards geprüft. Die Entscheidung, eine Geschäftsmöglichkeit weiterzuverfolgen oder sich ggf. zurückzuziehen erfolgt auf Basis der Ergebnisse dieser gründlichen Prüfung.
  • Potentielle Transaktionen werden an regionale, divisionale oder in das gruppenweite Reputationsrisikokomitee eskaliert.
  • Vor dem Hintergrund des steigenden Energiebedarfs müssen wir allerdings auch einräumen, dass sich in einigen Regionen der Welt die Nutzung von Kohle nicht vermeiden lässt. Sofern wir in entsprechende Transaktionen involviert sind, stellen wir sicher, dass die aktuellsten Technologien genutzt und somit die höchsten Effizienzwerte erreicht werden.

3. Warum macht die Deutsche Bank Geschäfte mit Unternehmen, die in „Mountain Top Removal“ involviert sind?

  • Die Deutsche Bank bietet Kunden des Bergbausektors eine Reihe von Finanzdienstleistungen an.
  • Die Deutsche Bank stellt keine direkte Finanzierung für „Mountain Top Removal“ zur Verfügung oder ist direkt in das Geschäft eingebunden, außer durch die Bereitstellung von Kreditunterstützung für „Reclamation Bonds“ (etwa Rekultivierungsanleihen), welche finanzielle Mittel zur Wiederherstellung der geschädigten Landschaft sicherstellen.

4. Sind Sie wirklich davon überzeugt, dass die durch „Mountain Top Removal“ verursachten Umweltschäden durch die Emission von „Reclamation Bonds“ wieder behoben werden können?

  • Die Kreditunterstützung für „Reclamation Bonds“, die zu Gunsten des Bundesstaates in dem das Bergwerk liegt, ausgegeben werden, sorgt dafür, dass die gesetzlich geforderten finanziellen Mittel für die Wiederherstellung der Landschaft verfügbar sind. Mit diesen Transaktionen stellen wir sicher, dass der Kunde eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt der Genehmigung für das „Mountain Top Removal“-Projekt erfüllen kann und für die Auswirkungen auf die Umwelt einen Ausgleich schafft.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf den Seiten 13 bis 21 unseres Berichtes zur unternehmerischen Verantwortung, den Sie unter dem folgenden Link aufrufen können: PDF, 3,8 MB