Deutsche Bank – Verantwortung
10. Juli 2013 | Kampala

GET FiT Pilotprojekt in Uganda offiziell gestartet – erste Projekte konkretisieren sich

Das Pilotprojekt des GET FiT Programms in Uganda wurde kürzlich in Kampala offiziell ins Leben gerufen. In einer gemeinsamen Erklärung verpflichteten sich Deutschland, Norwegen und das Vereinigte Königreich dazu, Gelder zur Verfügung zu stellen, um die Realisierung verschiedener Projekte im Rahmen des GET FiT Programms zur Gewinnung von Erneuerbarer Energie in Uganda zu unterstützen.

Der deutsche Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, der norwegische Botschafter in Uganda, Thorbjørn Gaudstadsæther, und der Direktor der Dienststelle für internationale Entwicklung des Vereinigten Königreichs (DFID), Daniel Graymore, unterzeichneten die Absichtserklärung gemeinsam mit dem ugandischen Staatsminister für Bodenschätze, Peter Lokeris.

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Thorbjørn Gaudstadsæther, Norwegischer Botschafter in Uganda, Dirk Niebel, Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Peter Lokeris, Ugandischer Staatsminister für Bodenschätze und Daniel Graymore, Direktor der Dienststelle für internationale Entwicklung des Vereinigten Königreichs (DFID)

Die Redner betonten die Bedeutung des Programms für Ugandas Anstrengungen, die Herausforderungen zu meistern, welche sich durch den bereits bestehenden und weiter stark ansteigenden Energiebedarf ergeben. Ferner würdigten Sie die Verdienste der Deutschen Bank und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bei der Entwicklung des Programms und der Aufsetzung des Pilotprojektes in Uganda:

“Mit der Kombination aus drei Instrumenten – einem Aufschlag auf den Einspeisetarif, einer Garantiestruktur und dem Zugang zu Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen – begründet GET FiT eine innovative Herangehensweise zur Förderung privater Investitionen in Erneuerbare Energien. Das entspricht ganz den Prioritäten der deutschen Regierung in Bezug auf den Energiesektor”, so Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

“Die Projekte, die unter GET FiT gefördert werden, tragen dazu bei, die dringend benötigten Kapazitäten zur Gewinnung von sauberer Energie an das ugandische Netz anzubinden. Neben dem finanziellen Nutzen und dem Nutzen für das Wachstum hat das auch einen wichtigen positiven Effekt für das Klima und die Umwelt (...). Das Vereinigte Königreich ist begeistert von dem Potential des Programms und seiner Wirkung auf den Energiesektor in Uganda”, betonte Daniel Graymore, Direktor der Dienststelle für internationale Entwicklung des Vereinigten Königreichs (DFID).

Peter Lokeris, ugandischer Staatsminister für Bodenschätze, unterstrich die zentrale Bedeutung des Privatsektors für klimaschonendes Wachstum in dem afrikanischen Schwellenland: “Vor dem Hintergrund des schnell ansteigenden Energiebedarfs in Uganda ist die Gewinnung zusätzlicher privater Investitionen in Erneuerbare Energien wesentlich für die Nachhaltigkeit des ugandischen Energiesektors (…). Insgesamt wird uns das GET FiT Programm dabei helfen, eine klimafreundliche Energiesicherheit in Uganda zu fördern.”

GET FiT - Global Energy Transfer Feed-in Tariffs – wurde im Januar 2010 von Experten von Deutsche Bank Climate Change Advisors (DBCCA) entwickelt. Es war eine Antwort auf die Anfrage der Beratungsgruppe für Energie und Klimawandel des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Ideen zu entwickeln, wie man Projekte für Erneuerbare Energien in Entwicklungsländern voranbringen kann.

Das Ziel von GET FiT ist, den Klimawandel und das Fehlen von verfügbarer Energie zu bekämpfen, indem man Investitionen des privaten Sektors in kapitalintensive Erneuerbare Energiequellen in den Entwicklungsländern unterstützt. Das Konzept kombiniert die Mechanismen und Strukturen des öffentlichen Sektors mit denen des privaten Sektors und schafft damit eine innovative Public-Public-Private Partnership.

In dem Konzept zu GET FiT sind wir als Deutsche Bank davon ausgegangen, dass Investoren aus dem privaten Sektor unabhängig und pro aktiv agieren werden, sobald sie erkennen können, dass ein stabiler regulatorischer Rahmen geschaffen worden ist und diverse attraktive Projekte abzusehen sind. Die Opportunitätskosten für Finanzinstitute sinken, sofern es mittel- bis langfristige Ziele für erneuerbare Energien gibt, d.h. die initialen Kosten für eine detaillierte Analyse von neuen Technologien, neuen Märkten oder neuen Transaktionsstrukturen.

Die KfW und die Deutsche Bank haben sich im Juli 2011 dazu entschieden, eine gemeinsame Machbarkeitsstudie für ein GET FiT Pilotprojekt in Uganda zu erstellen. Diese Studie wurde im Oktober 2012 vorgestellt. Ein Treffen aller Interessengruppen fand im April 2013 statt. Die erste Runde für die Beantragung einer Unterstützung unter dem GET FiT Programm, in der Projektentwickler ihre Projekte zur Energiegewinnung durch erneuerbare Energien in Uganda vorstellen können, startete bereits kurz darauf. Sie war sehr erfolgreich in Bezug auf die Entwicklungsaktivitäten des privaten Sektors und die Eigenkapitalinvestitionen und generierte zahlreiche Anträge von verschiedensten Interessenten.
Die Einreichungsfrist für die Projekte endete am 24. April 2013. Ein Investment-Komitee wird im Juli 2013 darüber entscheiden, welche der eingereichten Projekte eine entsprechende Unterstützung erhalten werden. Nach ersten Einschätzungen kann davon ausgegangen werden, dass alle geeigneten Projekte bereits ihre erforderliche Finanzierung gesichert haben. Die Vertragsunterzeichnung soll Mitte 2014 erfolgen. Alle GET FiT Projekte sollen bis Ende 2016 ans Stromnetz angeschlossen sein.

“Es ist für uns sehr ermutigend zu sehen, dass so viele Projektentwickler daran interessiert sind, Projekte für Erneuerbare Energien in Uganda zu entwickeln. GET FiT hat einen bedeutenden Impuls für Investitionen in diesen Sektor gegeben”, fasst Thorbjørn Gaudstadsæther, norwegischer Botschafter in Uganda, die positiven Entwicklungen zusammen.

Pilotprojekt

15 saubere Kraftwerke

für Uganda geplant

„Mit der Kombination aus drei Instrumenten – einem Aufschlag auf den Einspeisetarif, einer Garantiestruktur und dem Zugang zu Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen – begründet GET FiT eine innovative Herangehensweise zur Förderung privater Investitionen in Erneuerbare Energien.”

Dirk Niebel Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

„Das GET FiT Programm wird helfen, eine klimafreundliche Energiesicherheit in Uganda zu fördern.”

Peter Lokeris Ugandischer Staatsminister für Bodenschätze

„Die Projekte, die unter GET FiT gefördert werden, tragen dazu bei, die dringend benötigten Kapazitäten zur Gewinnung von sauberer Energie an das ugandische Netz anzubinden.”

Daniel Graymore Direktor der Dienststelle für internationale Entwicklung des Vereinigten Königreichs (DFID)

„Es ist für uns sehr ermutigend zu sehen, dass so viele Projektentwickler daran interessiert sind, Projekte für Erneuerbare Energien in Uganda zu entwickeln.”

Thorbjørn Gaudstadsæther Norwegischer Botschafter in Uganda

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