Akademie Musiktheater heute – ein spartenübergreifendes Netzwerk

Die Akademie Musiktheater heute (AMH) ist einmalig in der Musiktheaterlandschaft Deutschlands. Nirgendwo sonst können sich die „Macher hinter der Bühne“ spartenübergreifend austauschen, fortbilden und von einem lebendigen Netzwerk profitieren.

Workshop der Akademie Musiktheater heute

Stipendiaten beim internen Nachgespräch zu einer besuchten Aufführung

LoveAffairs – das Stück des Stipendiatenjahrgangs 2011-2013 beim Festakt der Akademie Musiktheater heute 2013 © Deutsche Bank Stiftung / Philipp Ottendörfer

LoveAffairs – das Stück des Stipendiatenjahrgangs 2011-2013 beim Festakt der Akademie Musiktheater heute 2013 © Deutsche Bank Stiftung / Philipp Ottendörfer

 

 

Die Akademie Musiktheater heute besucht das Edinburgh International Festival 2012

Die Akademie Musiktheater heute besucht das Edinburgh International Festival 2012 – Szene aus Christoph Marthalers “Meine faire Dame – ein Sprachlabor”.

Szene aus „Tatyana“ beim Edinburgh International Festival 2012

Szene aus „Tatyana“ der Deborah Colker Dance Company beim Edinburgh International Festival 2012.

Szene aus der Uraufführung von „Border“ an der Kinderoper der Oper Köln

Szene aus der Uraufführung von „Border“ an der Kinderoper der Oper Köln – Elena Tzavara (AMH 2006-2008) führte Regie.

Die Trendsportart Parkour als Inszenierungsmittel in der Jugendoper „Border“

Die Trendsportart Parkour wurde bewusst als Inszenierungsmittel in der Jugendoper „Border“ eingesetzt.

„Die Versuchung des heiligen Antonius“ beim Festakt der Akademie Musiktheater heute 2011.

„Die Versuchung des heiligen Antonius“ beim Festakt der Akademie Musiktheater heute 2011 im Holzfoyer der Oper Frankfurt.

Die Idee der „Akademie Musiktheater heute“ geht auf eine studentische Initiative zurück, die sich Mitte der 1990er Jahre an der Berliner Humboldt-Universität bildete. Mit Interesse verfolgten junge, an zeitgenössischer Musik interessierte Studierende verschiedenster Bereiche das Schaffen internationaler Komponistinnen und Komponisten und diskutierten die vielfältigen Möglichkeiten zeitgemäßer Musik- und Musiktheaterkonzepte.

In Zusammenarbeit mit Gérard Mortier, dem damaligen Leiter der Salzburger Festspiele, entstand 1998 die Idee einer weiterführenden „Akademie Musiktheater heute – Berlin-Salzburg“. Rund 20 junge Opernbegeisterte diskutierten gemeinsam mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern die aktuellen Inszenierungen der Salzburger Festspiele.

Etablierung und Fortführung durch die Deutsche Bank Stiftung

Die Deutsche Bank Stiftung führte diese erfolgreiche Initiative fort und institutionalisierte sie als Stipendienprogramm. Seit September 2001 nimmt sie jedes Jahr bis zu 15 junge Talente aus den Sparten Bühnen- und Kostümbild, Dirigieren, Dramaturgie, Komposition, Kulturmanagement und Regie in ihr zweijähriges Förderprogramm auf. Während dieser Zeit vertiefen sie ihre Kenntnisse im Bereich der künstlerischen Gestaltung sowie des Managements von Opernhäusern, sammeln Erfahrungen in der Praxis, knüpfen Kontakte mit Kolleginnen und Kollegen und tauschen sich spartenübergreifend mit den wichtigsten Repräsentanten aus der Musiktheaterszene aus. Die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragestellungen des zeitgenössischen Musiktheaters nimmt den zentralen Platz im Programm der Akademie ein. Mit diesem Konzept hat sich die „Akademie Musiktheater heute“ als feste Größe im Bereich der Musiktheater-Förderung etabliert und schließt eine Lücke in der Nachwuchsförderung im Opernbereich. 2017 wird die Akademie um eine siebte Sparte „Libretto/Text“ erweitert.

Kernstück des Akademieprogramms: die Workshops

Vier bis sechs Mal pro Jahr besuchen die Stipendiatinnen und Stipendiaten gemeinsam herausragende und innovative Inszenierungen an Opernhäusern im deutschsprachigen Raum sowie bei Festivals im europäischen Ausland. Diese Workshops bieten den jungen Kulturschaffenden die Gelegenheit zu Hintergrundgesprächen und Diskussionen mit renommierten Persönlichkeiten aller Sparten des Musiktheaters. Dabei erhalten sie Einblicke in die künstlerische Arbeitsweise und das Management der Häuser und Festivals.

Raum für experimentelle Musiktheaterprojekte

Mit der „Akademie Musiktheater heute“ schafft die Deutsche Bank Stiftung einen Raum, in dem junge Kulturschaffende verschiedener Sparten nicht nur miteinander diskutieren und sich austauschen, sondern sich auch gemeinsam praktisch erproben können. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei die Förderung und Begleitung einer eigenen Musiktheaterproduktion, die von den Stipendiatinnen und Stipendiaten des jeweils scheidenden Jahrgangs in Eigenregie auf die Bühne gebracht wird. Hierfür vergibt die Deutsche Bank Stiftung jedes Jahr einen eigenen Kompositionsauftrag. Aber auch durch Kooperationen mit externen Partnern fördert die Akademie die praktische Arbeit ihrer Mitglieder.

Aktives Alumni-Netzwerk

Aktives Alumni-Netzwerk

Erfolge

Seit 2001 wurden bis heute 240 junge Kulturschaffende in die Akademie aufgenommen und gefördert. Viele der ehemaligen und aktuellen Stipendiatinnen und Stipendiaten sind national und international tätig und besetzen leitende Positionen. Zum Alumnikreis zählen Persönlichkeiten, die in der Kunst- und Musikwelt Rang und Namen haben. Wenige, aber repräsentative Beispiele dafür sind: Dr. Stefan Brandt (Geschäftsführer und Vorstand der Hamburger Kunsthalle), Karsten Wiegand (Intendant, Staatstheater Darmstadt), Heribert Germeshausen (designierter Intendant, Oper Dortmund), Isabelle Ostermann (designierte Operndirektorin, Staatstheater Braunschweig), Dr. Katharina Kost-Tolmein (Operndirektorin, Theater Lübeck), Tilman Wiegand (Operndirektor, Staatsoper Hamburg), Florian Lutz (Operndirektor, Oper Halle), Cornelius Meister (designierter GMD, Staatsoper Stuttgart), David Maiwald (Chordirektor, Den Norske Opera Oslo), Anno Schreier (freischaffender Komponist), Vito Žuraj (freischaffender Komponist), Johannes Erath (freischaffender Regisseur), Eva-Maria Höckmayr (freischaffende Regisseurin), und viele mehr. Das spartenübergreifende Stipendium der Akademie ist in dieser Form einmalig. Regelmäßige Treffen fördern die Vernetzung ihrer Mitglieder untereinander und führen zu fruchtbaren Querverbindungen und Diskussionen, die die gegenwärtige Musiktheaterszene beleben.

Darüber hinaus unterstützt die Deutsche Bank Stiftung Projekte von Mitgliedern ihrer Akademie und bindet diese auch in andere Kooperationen ein. So inszenieren Teams der Akademie jährlich bei den Osterfestspielen Baden-Baden die Kammeroper in Kooperation mit den Berliner Philharmonikern und dem Festspielhaus Baden-Baden. Seit 2016 werden Projekte von und mit Alumni gefördert, die sich der Thematik „Einbindung und Teilhabe von Geflohenen in der Kunst- und Musikwelt“ widmen. So konnten z. B. im „Begegnungsraum Oper“ der Staatsoper Stuttgart bereits über 100 Personen von dieser Förderung profitieren. Außerdem veranstalten Alumni im Rahmen des Projekts „opernSTART“ Workshops, bei denen Teilnehmende des START-Programms einen Blick hinter die Kulissen der Oper werfen können.

Termine

7. Juli 2017
Uraufführung von „immer weiter“ an der „opera stabile“ der Hamburgischen Staatsoper. Ein Musiktheater von Stipendiatinnen und Stipendiaten des Jahrgangs 2014-2016.

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